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Veröffentlicht am 02.12.2018

Die Goldenen zwanziger

Das Palais Reichenbach
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Ich interessiere mich sehr für die zwanziger Jahre, weil ich finde, dass diese eine besondere Umbruchzeit war. Einerseits die noch in der Monarchie hängenden Adeligen, die Armut der Arbeiter, gegenüber ...

Ich interessiere mich sehr für die zwanziger Jahre, weil ich finde, dass diese eine besondere Umbruchzeit war. Einerseits die noch in der Monarchie hängenden Adeligen, die Armut der Arbeiter, gegenüber die ausgelassen Partystimmung, Charlston, Flapper;Clubs.
Ich war gespannt, ob mir die Autorin diese Zeit nahe bringen und mich hineinversetzen könnte.
Es ist ihr gelungen. Die Charaktere sind gut ausgewählt, jede Gesellschaftsschicht erzählt ihre Geschichte. Der erfolglose Schriftsteller, die Hausmädchen, die Köchin und allem voran natürlich die Reichenbachs.Anhand deren Geschichten wird ein gutes Bild der damaligen Zeit vermittelt. Die ärmlichen Arbeiter, die Künstlerszene und der im Niedergang befindliche Adel. Die politischen Geschehnisse werden nur am Rande wiedergegeben,was auch gut ist, denn in erster Linie ist es ein Familienroman
Mir hat das Buch sehr gefallen, es ist gut geschrieben und ich konnte mich sofort mit den Charakteren anfreunden. Auch wenn das Buch eine richtiges Ende hat, wäre es dennoch schön, einen zweiten Band zu lesen. Ich kann den Roman nur weiterempfehlen

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  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 15.11.2020

Abenteuer a la Dumas

Die Romanfabrik von Paris
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Im Buch Die Romanfabrik von Paris, Autor Dirk Husemann, schreiben siebzig Angestellte für den großen Dichter Alexandre Dumas seine Romane die drei Musketiere und der Graf von Monte Christo, als Fortsetzungsreihe ...

Im Buch Die Romanfabrik von Paris, Autor Dirk Husemann, schreiben siebzig Angestellte für den großen Dichter Alexandre Dumas seine Romane die drei Musketiere und der Graf von Monte Christo, als Fortsetzungsreihe in seiner Zeitschrift. Doch seine neuesten Geschichten sind voll von politischen Geheimnissen und Dumas sieht sich gezwungen etwas zu unternehmen um seinen Ruf und seine Freiheit zu retten. Hilfe bekommt er von der deutschen Lehrerin Anna Moll, die ihn eigentlich wegen der freizügigen Geschichten angezeigt hat.
Es kommt noch ein Schurke hinzu, die beiden Hauptprotagonisten reisen auf der Verfolgung von Paris über London nach St. Petersburg und wieder zurück.
Die Situationen, welche Anna und Dumas erleben, sind spannend, die Story ist voller Wendungen. Die Charaktere sind auch bis in die Nebenprotagonisten gut gezeichnet. Wobei mir Dumas von Anfang an sehr sympathisch war. Er ist ein charmanter, großzügiger, gutmütiger Lebemann, der Frauen und gutes Essen liebt und seine Geschichten. Mit Anna, der spröden deutschen Lehrerin musste ich mich erst anfreunden, aber je mehr ich von ihrem Schicksal erfuhr, wurde auch sie mir sympathisch. Den Schurken Lemaitre fand ich zu Beginn genau so wie ein Schurke in einem Abenteuerroman sein sollte: Geheimnisvoll, gemein, undurchsichtig überheblich. Aber im Laufe des Romans wurde sein Charakter immer schwächer und das Motiv für sein tun und schließlich sein Ende fand ich etwas enttäuschend.
Dennoch mein Fazit:
Dirk Husemann hat hier einen sehr guten Abenteuerroman im Stil von Dumas geschrieben. Die Story ist spannend, unterhaltsam, wendungsreich und die Charaktere gut beschrieben. Wer gerne die Geschichten von Alexandre Dumas gelesen hat, wird auch dieses Buch mögen.

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Veröffentlicht am 05.10.2020

Serienmörder in Wales

Blutasche
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Bei Blutasche handelt es sich um den 3. Teil einer Reihe um den Ermittler Stephan Lang und seine neu gegründete Sondereinheit von Scotland Yard. In Wales entpuppen sich vermeintliche Hausbrände schnell ...

Bei Blutasche handelt es sich um den 3. Teil einer Reihe um den Ermittler Stephan Lang und seine neu gegründete Sondereinheit von Scotland Yard. In Wales entpuppen sich vermeintliche Hausbrände schnell als die Taten eines Serienmörders, denn in den Häusern finden sich auch immer Frauenleichen. Lang und sein Team vom MID werden hinzugezogen. Was sie im Laufe ihrer Ermittungen herausfinden ist grauenvoll. Soweit zum Plot, ohne zuviel zu verraten.
Die Story ist sehr gut ausgedacht und teilweise erschreckend realistisch. Der Schreibstil ist schnörkellos und sachlich., die kurzen Kapitel lassen sich flüssig lesen.Die Geschichte ist spannend aufgebaut, das Ausmaß der Taten und die Welt des Täters sehr detailliert beschrieben.
Die Story führt uns in die Abgründe des Internets, das Darknet, und macht uns mit einer frauenverachtenden Weltsicht bekannt, die erschreckend ist .Durchaus glaubwürdig geschildert, sowohl die Motivation des Täters, als auch die Ermittlungen. Die Charaktere sind gut gezeichnet, ihre Handlungen und die Beziehung zueinander gutdargestellt.
Das Buch ist sicher nichts für schwache Nerven. Sehr spannend und unterhaltsam. Man sollte nur den Vorgänger gelesen haben, da immer wieder Bezug auf diesen genommen wird. Gerade Jules als Person, hätte ich dann besser verstehen können. Dennoch wurde ich gut unterhalten und kann es jedem Thriller Leser nur empfehlen.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Hotel des Grauens

Zeitloses Grauen
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Die Leseprobe war super und versprach einen Misterykrimi mit Horrorelementen. Es fing auch ganz gut an: Manu und Dorian wurden zu einem Wochenende mit Tanzabend in ein abseits gelegenes Hotel eingeladen. ...

Die Leseprobe war super und versprach einen Misterykrimi mit Horrorelementen. Es fing auch ganz gut an: Manu und Dorian wurden zu einem Wochenende mit Tanzabend in ein abseits gelegenes Hotel eingeladen. Das ganze stand unter dem Motto zwanziger Jahre. Das Setting im Hotel und die anderen Gäste wurden stimmungsvoll und gut beschrieben. Zwar erfahren wir nur wenig über den Hintergrund von Dorian und Manu, und nur kurz wie sie an die Einladung kamen, doch dies ist auch nicht unbedingt notwendig für die Story. Das ganze sah nach einem Krimidinner aus und als Manu eine mysteriöse Nachricht erhält, dachte ich jetzt geht es los. Tut es auch , Sie entdecken etwas und das Gauen ist anders als gedacht Das hätte super werden können. Die Idee war gut und der Schreibstil gut zu lesen. Jedoch wurde die Geschichte immer langatmiger, und teilweise auch verwirrend, das hat für mich die Spannung etwas genommen. Ansonsten ganz gut, kein Highlight aber für Horrorfans ganz interessant.

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Veröffentlicht am 15.11.2025

Düstere Fantasiewelt

City of Storm and Thunder
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Das Cover ist wunderschön, sehr gut gestaltet, der Klappentext hat eine super interessante Story versprochen. Rena beherrscht Blizmagie, lebt aber in einer Stadt in der Magie verboten ist. Sie schließt ...

Das Cover ist wunderschön, sehr gut gestaltet, der Klappentext hat eine super interessante Story versprochen. Rena beherrscht Blizmagie, lebt aber in einer Stadt in der Magie verboten ist. Sie schließt sich eine Gruppe Rebellen an und kämpft im Untergrund. Die Story an sich war sehr gut, flüssig geschrieben und durchaus spannend. Jedoch kam es mir oft vor, als ob ich etwas überlesen hätte. Die Beziehung der Charaktere untereinander, ihre Vergangenheit, hier fehlten mir Infos. Das Worldbuilding war sehr gut, Renas Welt ist sehr düster und die Magiebegabungen rund um Stürme ist auch mal etwas anderes. Jedoch kamen einige Begriffe vor, die nicht tiefer erklärt wurden. Es gab hierzu einen Link im Buch, dort wurden diese erklärt. Ich finde so etwas hätte direkt ins Buch gehört. Die Story ist gut geschrieben, spannend und war nicht langweilig. Die Protas und ihre Motivation waren auch nachvollziehbar. Nur ein paar Hintergrundinfos haben mir gefehlt. Die Geschichte hat potenzial. Am Ende blieben für mich dennoch ein paar Fragen offen.
Deshalb, gibt es vielleicht eine Fortsetzung? Wen ja würde ich sie lesen, ich finde Rena und ihre Freunde könnten noch weitere Abendteuer erleben.

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