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Veröffentlicht am 30.09.2019

„Denton Little OUT“

Bin mal kurz tot
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Denton Little lebt in einer Welt, in der jeder sein Todesdatum kennt. Und in dieser Welt soll Denton noch vor dem Beenden der Highschool sterben. Tragisch, obwohl er ja eigentlich sein ganzes Leben Zeit ...

Denton Little lebt in einer Welt, in der jeder sein Todesdatum kennt. Und in dieser Welt soll Denton noch vor dem Beenden der Highschool sterben. Tragisch, obwohl er ja eigentlich sein ganzes Leben Zeit hatte, sich darauf vorzubereiten.
Nun weisen ein seltsamer Fleck und das eigenartige Verhalten seiner Mitmenschen jedoch auf Mysterien hin, die er unbedingt vor seinem Tod noch ergründen möchte. Ob er das schaffen wird?

In „Bin mal kurz tot“ erzählt Denton dem Leser mit einem gut lesbaren, einfachen Schreibstil von den letzten Tagen seines bisherigen Lebens. Und zwar von dem Tag seiner Beerdigungszeremonie und dem Tag danach, seinem Todestag.
Dabei hat er sowohl die typischen Probleme eines Teenagers, wie die Erwartung auf sein erstes Mal, das mögliche unbeabsichtigte Betrügen seiner Freundin und einen eifersüchtigen Exfreund, der immernoch hinter eben jener Freundin her ist. Und gleichzeitig hinterfragt Denton immer wieder, was der Sinn in seinem Leben war, ob er wirklich alles erreicht hat, was er erreichen wollte, und was ein Leben lebenswert macht.
In rasantem Tempo wechseln sich diese unterschiedliche Themen in Dentons Gedanken ab und bringen somit eine tiefsinnige Note während dennoch der Charme eines Young Adult-Romans erhalten bleibt.

Trotz dessen konnte mich dieses Buch leider nicht überzeugen. Die Komik fühlte sich an wie gewollt, aber nicht gekonnt. Spannung wurde tatsächlich aufgebaut, jedoch konnte mich das Buch dennoch nie allzu lange fesseln und die ständig wechselnden, wirren und widersinnigen Gedanken zu Dentons Freundin empfand ich, ehrlich gesagt, als nervig.
Auch wenn mir die Idee dieser alternativen Welt, in der (fast) jeder seinen Todestag kennt und daher auf eine ganz andere Art und Weise mit dem Tod umgehen muss, gefallen hat, reichte sie mir nicht als Thema aus. Gerade das Mysterium um Dentons „Fleck“ hat, verbunden mit all seinen anderen Problemen, wenig Sinn ergeben und die meiste Zeit habe ich keinen richtigen roten Faden im Buch erkennen können. Das Ende war für mich daher auch weder sinnvoll, noch befriedigend. Den zweiten Teil werde ich mir, trotz einiger offener Fragen, auch nicht holen.

Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass die Komik in der englischen Fassung ein wenig mehr zur Geltung kommt.

Zusammenfassend kann man jedoch sagen, dass mir das Buch leider nicht gefallen hat. Es war angenehm zu lesen und verband viele interessante Aspekte, konnte aber insgesamt nicht überzeugen. Von mir 3 von 5 Sterne und keine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 15.11.2020

Ein Buch voller Bedauern

Rixton Falls - Secrets
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Dieses Buch startet unglaublich stark, doch leider war für mich der anfängliche Zauber schnell vorbei.

Demi Rosewood hat früh die Liebe ihres Lebens gefunden, Royal. Doch nachdem die beiden achtzehn Monate ...

Dieses Buch startet unglaublich stark, doch leider war für mich der anfängliche Zauber schnell vorbei.

Demi Rosewood hat früh die Liebe ihres Lebens gefunden, Royal. Doch nachdem die beiden achtzehn Monate glücklich miteinander sind, verschwindet dieser einfach.
Ratlos und mit einem gebrochenen Herzen versucht Demi ab da, ihre große Liebe zu vergessen. Und das scheint ihr auch zu gelingen bis ihr großspuriger Verlobter sich plötzlich von ihr trennt, einen schweren Unfall erleidet und sie mit einem Haufen Probleme zurücklässt während er im Krankenhaus liegt. Und in dem ganzen Chaos kommt auch Royal plötzlich wieder zurück. Auch sein Leben scheint einem Scherbenbild zu gleichen. Doch können die beiden wieder zu sich und zueinander finden?

Vielleicht lag es auch daran, dass mir der Stress der letzten Wochen kaum Zeit zum Schlafen, geschweige denn zum Lesen, gab, sodass ich mich nicht hundertprozentig auf das Buch einlassen konnte, doch leider war es eine Enttäuschung für mich.

Der Liebeskummer und die Wiedersehensfreude, die ich nach dem dramatischen Start des Buches erwartet hatte, hielten sich erstaunlicherweise in Grenzen. Stattdessen gab es Kleinstadtdrama in Massen. Bis mindestens zur Hälfte des Buches lag der Fokus nämlich thematisch darauf, dass Demi möglichst dem Tratsch der Kleinstadt entgehen wollte. Mehr nicht.
Dies dimmte meinen Enthusiasmus leider stark. Es kam mir einfach nicht... wirklich wichtig vor.

Dafür muss ich aber zugeben, dass die Charaktere umso besser waren. Menschlich, ehrlich und einfach nur spannend und interessant gestaltet. Ich hatte beim Lesen vor allem Spaß daran, mich mit den verschiedenen Handlungen und Stimmungen der einzelnen Personen auseinanderzusetzen. Das ist der Autorin wirklich meisterhaft gelungen!

Ebenso hat mir das Happy End am Ende gut gefallen. Vielleicht hat alles ein wenig zu gut gepasst, aber ehrlich gesagt liebe ich gerade solche Enden besonders. Gerade in stressigen und unsicheren Zeiten wie diesen ist es Balsam für die Seele wenn ein Buch einfach genauso endet wie man es sich für die Charaktere nur erhoffen mag.

Insgesamt war es also ein insgesamt gutes Buch, das für mich allerdings eine Pleite war. Das ist das Problem, wenn man sehr hohe Erwartungen hat. Je höher man träumt, desto tiefer kann man fallen.

Ich empfehle das Buch jedem, der gerne etwas Drama hat und sich daran amüsiert und der ein Happy End genauso sehr schätzt wie ich.
Generell vergebe ich 2,5 Sterne. Es war gerade einfach nicht das richtige Buch für mich, trotz des tollen Starts und der guten Charaktere.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 01.09.2019

Trotz interessanter Idee leider kein gutes Buch

Die ohne Segen sind
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Leider hat mir das Buch nicht gefallen.
Der Schreibstil war betont Jugensprache-Assi-Stil wechselnd mit einer für Bücher normalen Erzählerstimme. Diese Vermischung klang allerdings leider überhaupt nicht ...

Leider hat mir das Buch nicht gefallen.
Der Schreibstil war betont Jugensprache-Assi-Stil wechselnd mit einer für Bücher normalen Erzählerstimme. Diese Vermischung klang allerdings leider überhaupt nicht gut, da Jugendsprache nunmal gesprochen wird und mich bei der Erzählung nur verwirrte und unpassend wirkte.
Durch die Aufteilung der Kapitel wurde häufig der Lesefluss unterbrochen und durch die Anfangssätze eines neuen Kapitels brauchte ich zu Beginn erstmal Zeit um zu verstehen, dass die Geschichte größtenteils linear aufgebaut war.
Die Fixierung des Hauptcharakters auf Juliet war für mich sehr verstörend und unangenehm zu lesen.
Sonst war der Inhalt jedoch der einzig positive Aspekt des Buches. Es hat auf interessante Art und Weise Drogenmissbrauch, Kindesmisshandlung und das Leben eines Ureinwohners in Amerika zur heutigen Zeit dargestellt. Eine Mischung aus Tradition und dem heutigen Leben.
Das Thema war also sehr interessant und wurde teilweise durch den Schreibstil auch aufgegriffen und unterstützt. Gerade in der Mitte um Seite 100 herum gelang es dem Autor, mir etwas Verwirrung zu nehmen, sodass dieser Teil für mich durchaus spannend und interessant war.
Insgesamt würde ich das Buch jedoch nicht weiterempfehlen.
Man kann zwar damit argumentieren, dass es Kunst ist, aber ich habe keine Freude oder Unterhaltung beim Lesen empfunden und das steht nunmal für mich im Vordergrund.
Da mir also das Buch an sich und insbesondere der Schreibstil nicht gefallen haben, der Inhalt mich jedoch durchaus interessiert hat, gebe ich 2 von 5 Sternen und keine Leseempfehlung.