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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.10.2017

Willkommen im Mittelalter

Saeculum
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Wer sagt Live-Rollenspiele seien langweilig? Austesten wie es ist ohne fließend Wasser auszukommen, kein Storm, keine Supermärkte? Willkommen bei Saeculum - Willkommen zurück im Mittelalter.

Die nächsten ...

Wer sagt Live-Rollenspiele seien langweilig? Austesten wie es ist ohne fließend Wasser auszukommen, kein Storm, keine Supermärkte? Willkommen bei Saeculum - Willkommen zurück im Mittelalter.

Die nächsten fünf Tage soll Bastian im tiefsten Wald, die nächste Ortschaft kilometerweit entfernt, verbringen. All das macht er einzig und allein wegen Sandra, doch schon kurz nach Beginn der Reise läuft jedoch einiges anders als geplant.

Ursula Poznanski hat einen spannenden Thriller geschaffen, der in einem ungewöhnlichem Setting spielt und durch einen kostant hohen Spannungsbogen überzeugen kann.

Zwar kann das Ende der Geschichte nicht auf ganzer Linie überzeugen, so ist Saculum trotzdem ein lesenswerter Thriller der aus der Maße heraussticht.

Veröffentlicht am 28.02.2017

Eine solide Fortsetzung

Ein ganz neues Leben
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Ein ganz neues Leben ist die Fortsetzung des Bestsellers Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes und eine absolute Leseenpfehlung für all die Leser, die genau wie Lou noch um Will trauern und ihren Abschluss ...

Ein ganz neues Leben ist die Fortsetzung des Bestsellers Ein ganzes halbes Jahr von Jojo Moyes und eine absolute Leseenpfehlung für all die Leser, die genau wie Lou noch um Will trauern und ihren Abschluss finden müssen.

Die Geschichte wird einige Monate nach Will's Selbstmord bei Dignitas fortgesetzt und in kurzen Rückblicken erfährt man wie es alt Bekannten Charkteren, wie den Traynors oder Nathan ergangen ist. Nicht nur Will's Tod gilt es zu verarbeiten, sondern auch die Nachwirkungen des Medieninteresses nachdem Patrick, Lou's Ex-Freund, Will's Schicksal im ersten Teil gegen Geld.mit der Presse teilt.

Das dieser Teil leider nicht ganz so gut werden konnte wie der Erste, ist zu einem Großteil der Tatsache geschuldet, das Lou nun ohne Will ist. Nicht nur das man als Leser Will fast genauso sehr vernisst wir Lou es tut, aber mit ihm ist auch die einzigartige Dynamik aus ein Ganzes halbes Jahr verloren gegangen.

Man braucht eine relativ hohe Anzahl an Seiten, um sich mit den neuen Handlungssträngen anzufreunden. Jojo Moyes hat ein Gespühr für realistische Geschichten aus dem Leben und so durchlebt der Leser eine sehr authentische Entwicklung der Protagonistin nach dem sie einen Menschen verloren hat den sie sehr geliebt hat.

Es ist schwer die etwas naive aber Lebenslustige Lou aus dem Ersten Teil mit der Lou zusammen zu bringen die versucht mit ihrer Trauer unzugehen und ihren neuen Platz in der Welt zu finden. Einer Welt in der sie nicht mehr auf die guten Ratschläge von Will bauen kann.

Wie schon angedeutet ist dieses Buch nicht so gut wie sein Vorgänger, besticht aber durch seinen ganz eigenen Charme, für den es vielleicht ein paar meht Seiten braucht um ihn zu entdecken.

Veröffentlicht am 25.01.2017

Nichts für schwache Nerven

Die Chemie des Todes
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In die Chemie des Todes thematisiert Simon Beckett einen ehemaligen forensichen Anthropologen, der sich aufgrund seiner Schicksalsreichen Vergangenheit als Landarzt nach Manham zurück zieht. Manham ist ...

In die Chemie des Todes thematisiert Simon Beckett einen ehemaligen forensichen Anthropologen, der sich aufgrund seiner Schicksalsreichen Vergangenheit als Landarzt nach Manham zurück zieht. Manham ist nicht mehr als ein Dorf und so charmant seine Bewohner auch manchmal sein mögen Fremde und Zugezogene sind nicht besonders gerne gesehen. Hinter der Fassade des langweiligen und vorallem sicheren Städtchens steckt allerdings ein düsteres Geheimnis.

Noch nie hat jemand den Verwesungsprozess des Menschen oder auch des Tieres so schaurig schön in Worte fassen können. Die Chemie des Todes besticht von den ersten Seiten an weniger durch seinen Protagonisten David Hunter, noch durch den Ort des Geschehens. Viel überzeugender ist der grandiose Schreibstil von Simon Beckett, dieser allein würde für eine klare Leseempfehlung sprechen.

An stilistischen Mitteln und geschickt eingebauten Perspektivwechseln fehlt es nicht im geringsten. Allein daran gemessen ist Simon Beckett hier ein Meisterwerk gelungen, allerdings kann der Schreibstil alleine nicht über einen etwas zähen Handlungsfluss hinweg sehen lassen.

Die ersten 80/90 Seiten plätschern dahin ohne das man schon richtig in die Geschichte abgetauscht ist. Es fällt schwer David Hunter als Protagonisten direkt ins Herz zu schließen. Diverse Handlungen, aber auch Entwicklungen der Geschichte, insbesondere am Ende, wirken gestellzt. Die emotionale Entwicklung des forensichen Anthropologen ist mit unter ein Prozess der mehr Aufmerksamkeit gebraucht hätte.

Es braucht zwar einige Zeit sich mit David Hunter anzufreunden, es lohnt sich aber und es gibt ja bereits vier Folgebände um den sympathischen Leichenflüsterer noch richtig kennen zu lernen.

Veröffentlicht am 16.11.2020

Klatsch und Tratsch

Feuer und Zorn
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Feuer und Zorn war ja wirklich in aller Munde, das Buch berichtet über die ersten 100 Amtstage von Donalds Trump als Präsident im weißen Haus.
Ich finde dieses Buch schwierig zu bewerten, da es sich eher ...

Feuer und Zorn war ja wirklich in aller Munde, das Buch berichtet über die ersten 100 Amtstage von Donalds Trump als Präsident im weißen Haus.
Ich finde dieses Buch schwierig zu bewerten, da es sich eher wie eine etwas lang gezogene Klatschzeitung liest.
Hat mich das Buch gut unterhalten? Absolut. Kann man alles glauben was in diesem Buch thematisiert wird? Wohl eher nicht.
Ich hatte leider nicht das Gefühl, dass hier journalistische qualitativ hochwertige Arbeit betrieben wurde. Die Tatsache, dass hier ein Präsident aufs höchste diskreditiert wird, mag in Trumps Fall wirklich nicht allzu schlimm sein, aber ich hätte mir mehr Fakten gewünscht.

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Veröffentlicht am 15.11.2020

Berührend

Ein Mann namens Ove
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Als Oves Ehefrau Sonja stirbt, geht für ihn eine Welt unter. Er und seine Frau waren Charakterlich schon immer sehr unterschiedlich, während Sonja bei allen beliebt war und sehr freundlich musste man bei ...

Als Oves Ehefrau Sonja stirbt, geht für ihn eine Welt unter. Er und seine Frau waren Charakterlich schon immer sehr unterschiedlich, während Sonja bei allen beliebt war und sehr freundlich musste man bei Ove schon sehr genau hinsehen um sein großes Herz und seine liebenswerte Seite zu entdecken. Mit dem Tod von Sonja wird er zunehmend grummeliger und eigenbrödlerisch. Seinen Nachbarn geht er damit zunehmend auf den Geist, bis es eine neue ausländische Nachbarin mit viel Durchhaltevermögen schafft seinen Panzer zu durchbrechen.

Es fällt mir sehr schwer eine klare Meinung zu dem Buch zu verfassen. Ich finde die Geschichte unglaublich schön und besonders, gleichzeitig habe ich mich stellenweise ein wenig gelangweilt. Ich könnte gar nicht genau sagen an welcher Stelle es bei mir gehapert hat, weder fand ich den Schreibstil besonders schlecht noch war das Buch zu lang.
Ich würde dieses Buch trotz allem empfehlen weil ich Ove und seine Nachbarin ins Herz geschlossen habe und der Schluss noch mal mit sehr viel Emotionalität aufwarten kann.

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