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Veröffentlicht am 09.12.2020

Da ist nicht nur die Zeit verrutscht

Ellas verrückt-verrutschtes Leben
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Kleinkotzingen- ein Name ein Gefühl. Es ist klein dort und zum ... , denkt Ella.
Sie ist ein echtes Stadtkind und in München groß geworden. Als Papa aber Susi, die Mutter ihrer besten Freundin geheiratet ...

Kleinkotzingen- ein Name ein Gefühl. Es ist klein dort und zum ... , denkt Ella.
Sie ist ein echtes Stadtkind und in München groß geworden. Als Papa aber Susi, die Mutter ihrer besten Freundin geheiratet hat kaufen die beiden einfach so einen alten Bauernhof hoch oben im Norden. Die beiden Mädels müssen mit. Dodo ist begeistert, aber Ella hat Heimweh nach allem was sie zurück lassen musste, vor allen Dingen ihren Schwarm Toni..
Doch dann werden sie von einer Schar Gänse im Garten auf die alte Rutsche gejagt und der Hahn springt Ella noch auf den Kopf, so dass diese Rutschparty zu etwas ganz besonderem wird. Wie besonders sollten die Mädels bald am eigenen Leib erfahren.

Das Cover zeigt genau wie verrückt es bei Ella zugeht. Sie scheint in der Zeit zu fallen, und zwar immer eine halbe Stunde zurück, doch das ist bei weitem noch nicht alles.
Federn spielen dabei eine Rolle und die Zeit geht aus den Fugen.
Ein sehr ansprechendes Cover, das genau aufzeigt wie es Ella im Buch geht. Sie rutscht und ist aber trotzdem irgendwie in der Zeit gefangen.

Ich habe mir dieses schöne Kinderbuch im Prämienshop der Lesejury gegen meine Punkte eingetauscht, da mich erstens die postiven Rezensionen darauf aufmerksam machten und zweitens unsere kleine katholische Bücherei am Ort viele junge Leser hat, die dieses Buch sicherlich gerne ausleihen würden.

Ich muss gleich vorweg nehmen, das ich nicht enttäuscht wurde. Das Buch entsprach genau meinen Vorstellungen. Es war kindgerecht spannend, wobei sich der Spannungsbogen zum Ende hin immer mehr aufbaute und man als Leser immer das Gefühl hatte mit den Mädels auf der Suche nach einer Lösung für ihr Rutschproblem zu sein.

Außerdem führte die Autorin, so am Rande, alle Probleme, die ein Umzug mit sich bringen kann, auf.
Man muss schließlich alles hinter sich lassen. Der eine, so wie Dodo schafft es besser , der andere wie Ella schlechter, sich auf das Neue einzulassen.
Schlimm war auch das die Eltern spontan entschieden und die Kinder so gar nicht in den Entscheidungsprozess oder auch die Planung mit einbezogen hatten. Sie wurden einfach nach der Hochzeit vor vollendete Tatsachen gestellt. So kann es einem eben als Kind schon mal gehen. Das dann aber auch noch die Sommerferien ausfallen, weil die Bayern erst welche bekommen haben, als die Nordlichter schon damit durch sind ist echt starker Tobak. Uff. Das hätte mir als Kind auch die Petersilie verhagelt.
Und dann noch das Abenteuer mit der Zeitrutsche, die die Mädels durch Zufall entdeckt haben.

Manches ging mir zu wirr und war weg und dann wieder anders da, ohne das es sich mir logisch erschloss. Auch die Schwester des alten Kaminskis hatte nur eine kurze Gastrolle und wurde dann so gar nicht wieder erwähnt.
Hier hoffe ich auf den 2. Band und bin auch schon gespannt wie sich Ella letztendlich im Dorfidyll einlebt und ob sie in Luka und Lilly vielleicht doch neue Freunde finden kann.
Hoffentlich bringt der nächste Band mehr Klarheit wie das mit dem Zeitrutschen nun geplant von statten gehen könnte.
Da noch einiges unklar ist und mir zwischendrin ein bisschen die Logik fehlte ziehe ich einen Stern ab.
Aber für Kinder ist es sicherlich troztdem ein tolles Buch.

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Veröffentlicht am 30.11.2020

Die Firma, die Familie, der Honig und die Liebe

Das Honigmädchen
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Camilla arbeitet als alleinerziehende Mutter im Feinkostgroßhandel ihres Vaters. Als sie den Rotstift ansetzt und einen französischen Honighändler rausstreichen will, schickt ihr Vater sie nach Frankreich ...

Camilla arbeitet als alleinerziehende Mutter im Feinkostgroßhandel ihres Vaters. Als sie den Rotstift ansetzt und einen französischen Honighändler rausstreichen will, schickt ihr Vater sie nach Frankreich um sich selbst ein Bild von der Firma dort zu machen. Da ihre Tochter Marie gerade sehr viel Stress macht und außerdem von ihrem eigenen Vater versetzt wurde, nimmt sie sie kurzerhand mit nach Frankreich.
Auf dem Weg dorthin krachen die beiden so aneinander das Marie sich hilfesuchen an Tobias ihren Nachbarn richtet, der dann aus einem Impuls heraus mit den beiden nach Frankreich fährt.
Ob sie sich dort zusammen raufen werden?

Das Cover zeigt eine junge Frau auf einem Fahrrad. Leichtigkeit und das Gefühl von Sommer kommt gut rüber. Mich hat es sofort angesprochen, auch wenn es sich mir nicht so wirklich erschloss was es mit dem Titel auf sich hatte.

Camilla ist zu Beginn sehr damit beschäftigt ihrem Vater irgendwie zu beweisen das sie tüchtig und fähig ist in seiner Firma einen leitenden Posten übernehmen zu können. Vielleicht hat sie das gebraucht, nachdem ihre Ehe mit dem Sternekoch gescheitert war.
Leider hat sie darüber die Beziehung zu ihrer 15 jährigen Tochter vernachlässigt und muss nun zu sich selbst und damit zu ihrem Kind wieder einen Zugang finden.

Marie ist ein pubertierender Teenager der gerade sehr rebelliert. Noch ist nicht alles verloren, aber es ist wichtig die Reißleine zu ziehen. Das hat der Großvater erkannt, der viel lässiger den ganzen Eskapaden seiner Enkelin gegenüber steht als seine eigene Tochter.
Wie gut das er seiner Tochter vorschlägt Marie mit nach Frankreich zu nehmen um durch die Bienen dort einen anderen Zugang zu einander zu finden.

Tobias ist der nervige Nachbar von Camilla. Er zieht sie irgendwie an, was sie allerdings nicht wirklich wahr haben will. Sonderbar erschien mir das er nach einem Telefonat von Marie sofort bereit ist den beiden nach Frankreich zu folgen. Später sollte sich dann herausstellen warum es ihm möglich ist Arbeit und Wohnort so spontan hinter sich zu lassen.

Henry ist schon zu Beginn des Buches im Prolog aufgetaucht. Dann sind über 60 Jahre vergangen und die drei deutschen treffen auf einen alten Mann, der neben seiner Honigproduktion noch vom Gemüseanbau lebt.
Er hat es nicht einfach in seinem Dorf. Da er schon als Kind der Außenseiter war wurde es für ihn auch im Alter nicht einfacher.
Warum das so ist und wie man das vielleicht ändern könnte und was das Ganze mit der Familie von Camilla zu tun hat kann man in dem Buch erfahren.

Mir hat das Buch gut gefallen, auch wenn ich mir eigentlich schon recht früh um das Geheimnis und den Zusammenhang von Camilla und Henry bewusst war.
Dadurch erschien es mir alles auch streckenweise etwas langatmig, aber trotzdem fand ich es schön geschrieben.

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Veröffentlicht am 28.11.2020

Woher kommt das schwarze Fohlen ?

Bibi & Tina, Band 24
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Trubel auf dem Martinshof. Nicht nur das ein Ferienkind zuviel aufgetaucht ist, nein, auch ein schwarzes Fohlen steht plötzlich angebunden auf der Koppel. Wie soll Frau Martin das denn alles stemmen? Ob ...

Trubel auf dem Martinshof. Nicht nur das ein Ferienkind zuviel aufgetaucht ist, nein, auch ein schwarzes Fohlen steht plötzlich angebunden auf der Koppel. Wie soll Frau Martin das denn alles stemmen? Ob Bibi und Tina das Rätsel um den Jungen und das Fohlen lösen können?

Bibi unterstützt mal wieder ihr Freundin Tina auf dem Martinshof. Frau Martin kämpft wie immer um den Unterhalt des Hofes. Aber alles scheint schief zu laufen. Nicht nur das ein Ferienkind auftaucht, das nicht angemeldet war und dessen Eltern nicht zu erreichen sind, auch ein zweiter Fresser taucht noch unangemeldet auf. Plötzlich steht ein kleines schwarzes Fohlen auf der Koppel. Die Kinder erkundigen sich bei den Höfen im Umfeld, doch niemand vermisst ein Fohlen.
Wie gut das Alex von Falkenstein den Mädels mit Rat und Tat zur Seite steht. Er bringt die Mädchen erst auf die Idee einen Zusammenhang zwischen dem Jungen und dem Fohlen zu suchen.
Dank dieser Recherche wird es mal wieder richtig spannend und Bibi kann mit ihrer Hexerei auch sicherlich zur Lösung des Falls beitragen.

Für alle Pferde und Bibi & Tina Fans ein absolutes Muss.

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Veröffentlicht am 22.11.2020

Wurde Schwester Rafaela ermordet?

Kloster, Mord und Dolce Vita - Folge 01
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Isabella wusste schon von Kindesbeinen an, dass sie einmal eine Ordensschwester sein wird. Weltfremd ist sie aber dennoch nicht. Als in ihrem Kloster Schwester Rafaela auf mysteriöse Weise zu Tode kommt, ...

Isabella wusste schon von Kindesbeinen an, dass sie einmal eine Ordensschwester sein wird. Weltfremd ist sie aber dennoch nicht. Als in ihrem Kloster Schwester Rafaela auf mysteriöse Weise zu Tode kommt, stellt Isabelle Nachforschungen an. Da alle es für einen Suizid halten und die Kirche dieser Todesart nicht gerade wohlgesonnen ist, beschließt Isabella diesen Verdacht aus der Welt zu schaffen. Dabei macht sie in der Klosterzelle einen sonderbaren Fund und auch die Zahl 6, die die Tote noch in den Sand ritzen konnte geben den Ermittlungen Rätsel auf.
Der junge Dorfpolizist Matteo arbeitet mit der gewitzten Nonne zusammen an dem Fall.
Werden die beiden den wahren Tathergang rekonstruieren können?

Das Cover zeigt sofort um was es geht, nämlich einen Mord in der Toskana. Man hat schon gleich ein wenig Urlaubsgefühl, wenn man es sieht.

Die Sprecherin leistet gute Arbeit. Durch verschiedene Stimmnuancen haucht sie jedem der Akteure eine eigene Stimme ein. So kann man dem Ganzen gut folgen.

Die Geschichte ist locker und leicht geschrieben. Die Nonne weder weltfremd noch sonderlich fromm.
Der junge Carabinieri wirkt aufgeschlossen und sympatisch. Außerdem hat er einen Narren an der hübschen Bürgermeisterstochter gefressen.
Isabella macht viele sonderbare Entdeckungen, die sie versucht zu einem großen Ganzen zusammen zu setzen.
Was hat es mit der Zahl 6 zu tun, die die Tote noch in den Sand ritzen konnte?
Wollte sie mit ihrem ausgestreckten Zeigefinger noch auf den Glockenturm zeigen?
Was für eine, der zwanzig Figuren fehlt in ihrer Klosterzelle und ließ nur einen staubfreien Platz zurück?
Was hat Schwester Hildegard zu verbergen?

Wie gut das die Äbtissin sie in Vertretung für Rafaela zur Arbeit am Marktstand verdonnert.
Isabella liebte diesen Job. Nur schade, dass die Sommer in der Toskana so warm sind.
Aber die Aussicht auf den Marktplatz und das Hotel sind prädestiniert für gute Ermittlungsarbeit.
Es macht Spaß zuzuhören und auch mitzuerleben wie im Kloster intrigiert wird und wie es Isabella mit stoischer Ruhe über sich ergehen lässt.

Ein guter Auftakt für eine neue Serie. Da will man dann wissen wie es im Kloster von Santa Caterina weiter geht.

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Veröffentlicht am 18.11.2020

Kriegswirren und die Liebe

Blut und Silber
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Zwei Frauen, ein Schicksal, in dieser durch Männer beherrschten Zeit.
Sybilla, die Tänzerin einer Gauklertruppe und Änne das Mündel eines Apothekers, finden 1296 in Freiberg ihre Liebe, doch beide können ...

Zwei Frauen, ein Schicksal, in dieser durch Männer beherrschten Zeit.
Sybilla, die Tänzerin einer Gauklertruppe und Änne das Mündel eines Apothekers, finden 1296 in Freiberg ihre Liebe, doch beide können sie diese nicht leben.
Freiberg wird besetzt und ihrer beiden Lieben müssen die Stadt verlassen, um bei deren Befreiung zu helfen. Jahre vergehen und immer mal wieder kreuzen sich ihre Wege, doch wird am Ende die Liebe siegen ?



Das Cover zeigt sicherlich eine der beiden Frauen, die in diesem Roman, trotz aller Kriege, ihre Liebe suchen. Man erkennt sofort das es sich um einen historischen Roman handelt, was mir gut gefällt.

Viele Jahre sind vergangen bis das Ende aus der Geschichte eine runde Sache machte.
Es war schon echt brutal im Mittelalter und eigentlich wurde immer an mehreren Fronten gekämpft.
Hier war es mir manchmal zu unüberschaulich, wer gerade wen ersetzte oder gegen wen kämpfte. So viele Namen, das ich froh war, wenn die Hauptakteure Friedrich, Ulrich, Markus und der rothaarige Christian, so wie Konrad Masilius der Arzt und natürlich die beiden Frauen Änne und Sybilla in der Geschichte auftauchten.

Das Ehre auch bei den Rittern nicht überall galt und Versprechen manchmal nicht die Luft wert waren die der Sprecher zum Atmen brauchte musste man hier hin und wieder erkennen.
So ist klar das es immer und zu allen Zeiten eben solche gegeben hat, denen man nicht glauben darf und solche auch immer geben wird. Ebenso natürlich die Bösen gegen die Guten, wobei im Krieg sicherlich nicht immer so klar ist, wer hier nun besser oder schlechter ist.
Das Schicksal der Menschen hat mich an manchen Stellen tief bewegt und auch das es immer Zweifler gab, und solche die ihren eigenen Vorteil gegen die Gemeinschaft stellen.
Dies alles hat die Autorin auf gekonnte Weise verknüpft und auch viel geschichtliches Hintergrundwissen mit in den Roman einfließen lassen.
Wie gesagt, mir war es an manchen Stellen ein zuviel an Namen, weshalb ich einen Stern abziehen werde, aber wer sich in der Historie auskennt hat sicherlich damit weniger Probleme.
Trotz allem hat mich der Roman so gefesselt das ich ihn in drei Tagen fertig gehört hatte.

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