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Veröffentlicht am 20.11.2020

Nach Schlüssel 17 kommt Zimmer 19

Zimmer 19 (Tom-Babylon-Serie 2)
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Das Publikum ist entsetzt: Zur Eröffnung der Berlinale wird anstatt des eigentlich geplanten Films ein Snuff Video gezeigt, in dem eine junge Frau brutal vergewaltigt und ermordet wird. Das LKA rätselt: ...

Das Publikum ist entsetzt: Zur Eröffnung der Berlinale wird anstatt des eigentlich geplanten Films ein Snuff Video gezeigt, in dem eine junge Frau brutal vergewaltigt und ermordet wird. Das LKA rätselt: Ist das Video echt oder ein Fake? Besonders brisant: Die Ermordete ist die Tochter des amtierenden Berliner Bürgermeisters Keller. Er und sein Umfeld aber wollen nicht so richtig mit Informationen rausrücken. Und dann gibt es da noch diese Zahl: Die 19. Was hat es damit auf sich? Hat es etwas mit dem Fall um Schlüssel 17 zu tun? Psychologin Sita muss schnell erkennen: Der Fall hat etwas mit dem schlimmsten Erlebnis ihrer Jugend zu tun.

Zimmer 19 ist der Nachfolgeband zu Schlüssel 17 und auch hier ermitteln Tom Babylon und Sita Johanns wieder gemeinsam. Nachdem wir in Schlüssel 17 Rückblenden auf Toms Vergangenheit lesen durften, blickt Zimmer 19 nun auf Sitas Vergangenheit zurück, die nicht weniger spannend, aber auch erschreckend ist.

Auch hier spielt eine Zahl eine Rolle, und man ahnt schon, dass die Fälle irgendwie mit den Ereignissen um Schlüssel 17 zusammen hängen. Zumal am Ende des ersten Bandes zwar der Täter gefasst wurde, es aber noch einige Ungereimtheiten und offene Fragen gab, die jetzt im zweiten Band aufgegriffen und teilweise geklärt werden. Aber auch nicht zur Gänze, denn der nächste Band, „Die Hornisse“ steht schon in den Startlöchern.

Auch dieser Teil der Reihe hat mich wieder in seinen Bann ziehen können, die Ereignisse waren fesselnd, es gab einige Überraschungen. Der Twist und die Auflösung am Ende haben mich diesmal allerdings nicht so sehr überrascht. Trotzdem ein fesselnder Thriller, und bald werde ich auch im dritten Teil mit Tom und Sita ermitteln. Ich freue mich schon drauf.

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Veröffentlicht am 21.08.2020

Macht Lust aufs kühle Nass

Im Freibad
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Die Journalistin Kate lebt seit einiger Zeit im Londoner Stadtteil Brixton, hat hier jedoch bisher kaum Kontakte außerhalb der Arbeit geschlossen und ist sehr einsam. Die 86 jährige Rosemary dagegen lebt ...

Die Journalistin Kate lebt seit einiger Zeit im Londoner Stadtteil Brixton, hat hier jedoch bisher kaum Kontakte außerhalb der Arbeit geschlossen und ist sehr einsam. Die 86 jährige Rosemary dagegen lebt schon ihr ganzes Leben hier, hat sogar den Krieg in Brixton erlebt. Seit sie denken kann geht sie regelmäßig im örtlichen Freibad schwimmen. Als das Bad geschlossen werden und einem exklusiven Fitnessstudio weichen soll, wird Kate von ihrer Zeitung auf die Geschichte angesetzt. Im Freibad lernt sie nicht nur Rosemary und ihre Freunde kennen, sie entdeckt auch die Leidenschaft fürs Schwimmen und für das Leben allgemein wieder. Gemeinsam wollen sie das Freibad retten.

Ich war von Anfang an von diesem Buch positiv überrascht. Man taucht in die Geschichte ein, erlebt Rosemarys Geschichte, die Liebe zu ihrem Mann George und ihrem Freibad in vielen Rückblenden, und begleitet Kate auf ihrem Weg in ein neues, glücklicheres Leben. Der Schreibstil ist mitreißend und atmosphärisch, er erzeugt seinen ganz eigenen Bann. Der Leser erfährt so einiges über die Nachbarschaft in Brixton, die eng zusammenhält. Das erwartet man in einer Großstadt wie London gar nicht, und das macht es so besonders.

Eine berührende Sommerlektüre, die doch tatsächlich Lust aufs Schwimmen macht.

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Veröffentlicht am 20.08.2020

Gern mehr davon

Halligmord (Ein Minke-van-Hoorn-Krimi 1)
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Minke van Hoorn hat ihren Job als Meeresbiologin an den Nagel gehängt und ist nun, frisch nach ihrer Polizeiausbildung, Kommissarin in ihrer alten Heimat in Friesland. Und der erste Fall klingelt sie schon ...

Minke van Hoorn hat ihren Job als Meeresbiologin an den Nagel gehängt und ist nun, frisch nach ihrer Polizeiausbildung, Kommissarin in ihrer alten Heimat in Friesland. Und der erste Fall klingelt sie schon an ihrem ersten Tag aus dem Bett. Auf der Hallig Nepken wird ein Schädel frei gespült, bei genauerem Hinsehen findet man das ganze Skelett. Die beiden Familien, die auf der Hallig leben, wollen davon nichts gewusst haben. Minke muss tief wühlen in den Geheimnissen der Halligbewohner und befördert dabei einiges zu Tage.

Ich wurde von dem Krimi sehr gut unterhalten. Die Dialoge sind spritzig, der Erzählstil mitreißend, die Geschichte an und für sich auch gut. Ein paar Logikfehler hier und da, aber das hat mich gar nicht so gestört. Ich hatte ein paar sehr angenehme Lesestunden, habe mal den einen, mal den anderen verdächtigt. Die Auflösung am Ende war nicht so überraschend, aber auch nicht konstruiert.

Die Autorin hat sich einige interessante Charaktere ausgedacht. Ob nun der alte Deichgraf, oder aber Polizeikollege Klaus, der kurz vor der Pensionierung steht und unversehens zum Helden werden darf, da wurde einiges geboten, was eine kurzweilige Lektüre ausmacht.

Auch das Setting an der Nordsee und auf den kleinen Halligen fand ich gelungen. Ich bin auch ein Fan von Nordseegeschichten, die haben ihren eigenen Flair.

Ein gelungener Auftakt, wie ich finde, und ich möchte gern noch mehr von Minke van Hoorn lesen.

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Veröffentlicht am 10.07.2020

Was wir von den Bienen lernen können

Der Honigbus
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Nach der Trennung ihrer Eltern lebt die kleine Meredith mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder nun bei ihren Großeltern. Die Mutter ist nach der Trennung depressiv, verlässt ihr Bett nicht, und Meredith ...

Nach der Trennung ihrer Eltern lebt die kleine Meredith mit ihrer Mutter und ihrem kleinen Bruder nun bei ihren Großeltern. Die Mutter ist nach der Trennung depressiv, verlässt ihr Bett nicht, und Meredith beginnt sich für die Bienen ihres Großvaters zu interessieren. Der hat im Garten einen rostigen, alten Bus stehen, in dem er den Honig erntet. Meredith ist fasziniert und ihr Großvater bringt ihr allerhand über die Bienen, aber auch die Menschen bei.

Der Leser begleitet Meredith auf ihrem Weg, seit sie 5 Jahre alt ist. Die Bienen und der alte Bus ihres Großvaters sind dabei immer präsent. Jedes Kapitel beinhaltet mit einer Lektion über die Bienen und wie sich deren Verhalten auch auf das Zwischenmenschliche übertragen lässt. So lernt man sehr viel über Bienen, über ihr Verhalten und warum sie so wichtig für uns sind, aber auch über die Menschen. Dies zusammen zu bringen ist der Autorin grandios gelungen.

Was ich auch ganz besonders finde: Der Roman ist autobiographisch. Die Autorin berichtet hier von ihrer eigenen Kindheit. Am Ende ist auch zu lesen, wie es weiterging mit den Bienen ihres Großvaters und seinem Bus.

Eine absolute Leseempfehlung, schön geschrieben mit vielen Lektionen zum Nachdenken.

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Veröffentlicht am 20.03.2020

Doch kein Finale und fesselnd bis zum Schluss

Elias & Laia - In den Fängen der Finsternis
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„Elias & Laia – in den Fängen der Finsternis“ ist der dritte Teil der Elias & Laia Reihe. Die beiden Bände zuvor konnten mich fesseln und so habe ich mich sehr gefreut, den vermeintlich finalen Band zu ...

„Elias & Laia – in den Fängen der Finsternis“ ist der dritte Teil der Elias & Laia Reihe. Die beiden Bände zuvor konnten mich fesseln und so habe ich mich sehr gefreut, den vermeintlich finalen Band zu lesen.
Es wird finster im Imperium, Feinde bereiten einen Krieg vor. Blutgreif Helena versucht, diesen zu verhindern und muss ich nebenbei mit Imperator Marcus herumschlagen, der nicht ganz bei Sinnen zu sein scheint, und ihre Schwester schützen. Laia ist auf sich alleine gestellt, seit Elias zum Seelenfänger wurde. Sie will ihr Volk schützen, weiß aber auch, dass sie den Nachtbringer aufhalten muss. Derweil kämpft Elias mit seinem Schicksal als Seelenfänger.

Ich habe die Elias & Laia Reihe relativ zügig hintereinander gelesen und konnte so ohne Probleme in Band 3 einsteigen. Ich kann mir allerdings vorstellen, dass es schwierig sein könnte, wieder in die Geschichte zu finden, wenn man einige Zeit Pause zwischen den Bänden hatte (wie es oft vorkommt, wenn man einen Band immer direkt nach Erscheinen liest). Eine Zusammenfassung/Was bisher geschah gibt es leider nicht.

Auch dieser Band schildert die Ereignisse aus verschiedenen Sichten und wechselt zwischen Laias, Elias und der Perspektive des Blutgreifs. Das macht das Lesen sehr abwechslungsreich, manchmal muss man sich daraus aber auch die Ereignisse zusammenbauen und kommt manchmal etwas durcheinander. Zumindest erging es mir so. Trotzdem habe ich mit allen Charakteren mitgefiebert, auch wenn mir persönlich Elias Entwicklung zum Seelenfänger gar nicht gefallen hat und mir Helena zu oft in Fallen getappt ist und Fehler gemacht hat.

Vom Ende war ich ziemlich überrascht, irgendwie war ich fest davon ausgegangen, dass mit Band 3 Schluss ist. Offenbar folgt aber noch ein vierter Band, der dann hoffentlich Licht in vieles, was noch rätselhaft ist und im Dunkeln liegt, bringt.