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Veröffentlicht am 07.12.2020

Rasante Fortsetzung und Ende der Dilogie

Rising Skye (Bd. 2)
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Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Verlag: Coppenrath (19. Oktober 2020)
ISBN-13: 978-3649633662
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Preis: 20,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Rasante Fortsetzung ...

Gebundene Ausgabe: 496 Seiten
Verlag: Coppenrath (19. Oktober 2020)
ISBN-13: 978-3649633662
empfohlenes Alter: ab 14 Jahren
Preis: 20,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Rasante Fortsetzung und Ende der Dilogie

Inhalt:
Skye und Hunter sind auf der Flucht aus dem Testzentrum. Sie haben Beweise für üble Machenschaften der Regierung, doch kaum eine Möglichkeit, diese zu veröffentlichen und damit die frauenfeindlichen Gesetze der Gläsernen Nationen zu kippen. In waghalsigen und tollkühnen Unternehmungen bringen sich Skye und Hunter immer wieder in Gefahr, doch das ist es ihnen wert, wenn sie dadurch die Regierung unter Chloe Cremonte zu Fall bringen.

Meine Meinung:
„Rising Skye“ ist der 2. Band der dystopischen Dilogie der jungen deutschen Autorin Lina Frisch. Man sollte den 1. Band unbedingt zuvor gelesen haben, denn der 2. setzt nahtlos dort an, wo der 1. endete.

Schon der 1. Teil hat mich restlos begeistert, und dieser Band steht dem in nichts nach. Von Anfang an wurde ich von der temporeichen Story und der dynamischen Sprache mitgerissen und durfte an der Seite von Skye und Hunter wahnsinnig spannende Szenen erleben.

Erzählt wird abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonist*innen, was auch sinnvoll ist, da sie sich immer wieder trennen müssen. So hat man an beiden Handlungssträngen Anteil.

Spannung entsteht vor allem dadurch, dass die Regierung wirklich vor nichts zurückschreckt und scheinbar alle Bürger hinter ihr stehen. Nur von wenigen Rebellen kann Skye Hilfe erwarten, und selbst hier muss sie immer Zweifel haben, ob sie denen auch wirklich vertrauen kann. Zudem scheint Skyes Mutter hinter ihr her zu sein, um mit ihr zu fliehen. So gibt es also mehrere Fronten, an denen Skye und Hunter kämpfen müssen, um die Zukunft der Frauen und die Gläsernen Nationen vor einem Rückfall ins tiefste Mittelalter zu retten.

Besonders lesenswert ist übrigens auch das Nachwort, das einen Bezug zu unserer Realität aufzeigt.

Die Dilogie:
1. Fallings Skye
2. Rising Skye

★★★★★

Veröffentlicht am 07.12.2020

Für echte Känguru-Fans

Die Känguru-Apokryphen (Die Känguru-Werke 4)
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Taschenbuch: 208 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (12. Oktober 2018)
ISBN-13: 978-3548291956
Preis: 9,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Für echte Känguru-Fans

Inhalt:
Nach Abschluss ...

Taschenbuch: 208 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (12. Oktober 2018)
ISBN-13: 978-3548291956
Preis: 9,00 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Für echte Känguru-Fans

Inhalt:
Nach Abschluss der Känguru-Trilogie sind einige Szenenentwürfe übrig geblieben, die nicht in der Trilogie-Handlung verwurstet werden konnten. Da es zu schade wäre, sie in der Schublade verschimmeln zu lassen, wurden sie als „Känguru-Apokryphen“ veröffentlicht, also keine zusammenhängende Geschichten wie bisher, sondern einzelnen Episonden.

Meine Meinung:
Vor Kurzem habe ich den Känguru-Film gesehen und dadurch riesig Lust bekommen, wieder etwas vom Känguru zu lesen. Also habe ich mir die Apokryphen geschnappt und mich von einem Lacher zum anderen gehangelt. Gerade dadurch, dass es keine durchgehende Geschichte ist, eignen sich die Apokryphen besonders gut als Zwischendurchhäppchen. Bei mir wirken sie hundertprozentig stimmungsaufhellend.

Man muss diesen „4. Band der Trilogie“ natürlich nicht lesen, aber wer wie ich einfach nicht genug bekommen kann von diesem vorlauten Känguru und dem sympathischen Marc-Uwe wird hier genauso viel Freude haben wie mit den ersten 3 Bänden.

★★★★★

Veröffentlicht am 20.11.2020

Fantasievolles und äußerst spannendes Abenteuer

Bartimäus
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Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
Verlag: cbj (7. Juni 2004)
ISBN-13: 978-3570127759
Originaltitel: The Amulet of Samarkand
Übersetzung: Katharina Orgaß und Gerald Jung
empfohlenes Alter: ab ca. 10 Jahren
Preis: ...

Gebundene Ausgabe: 544 Seiten
Verlag: cbj (7. Juni 2004)
ISBN-13: 978-3570127759
Originaltitel: The Amulet of Samarkand
Übersetzung: Katharina Orgaß und Gerald Jung
empfohlenes Alter: ab ca. 10 Jahren
Preis: als HC vergriffen
als TB, als E-Book und als Hörbuch erhältlich

Fantasievolles und äußerst spannendes Abenteuer

Inhalt:
Nathanael ist fünf Jahre alt, als seine Eltern ihn einem Zauberer zur Ausbildung überlassen. Leider erkennt sein Meister nicht Nathanaels große Begabung. So wagt sich der Junge eigenmächtig an schwierige Beschwörungen und richtet damit auch einiges an Unheil an. Doch nebenbei kommt er einer Verschwörung mächtiger Zauberer auf die Spur und setzt alles daran, sie zu stoppen. Dies kann natürlich nur mit Hilfe eines mächtigen Dschinns gelingen: Bartimäus.

Meine Meinung:
Der Verlag empfiehlt dieses Buch ab einem Alter von 10 Jahren. Allerdings sollte das Kind dann sehr gerne lesen, da der Umfang von weit über 500 Seiten sonst abschreckend wirkt. Und es sollte nicht besonders sensibel sein, denn es geht manchmal ganz schön zur Sache. Zart besaitete Kinder könnte Albträume bekommen, wenn Dämonen mit fiesen Fratzen erscheinen, Menschen sterben usw.

Auf der anderen Seite sorgt aber Jonathan Strouts lockerer Schreibstil mit viel Fantasie, Humor, Ironie und Sarkasmus dafür, dass man die Geschehnisse nicht allzu ernst nimmt.

Erzählt wird zum einen in der Ich-Perspektive von Bartimäus, zum anderen aus Nathanaels Sicht. Nathanael ist eine interessante Figur. Anfangs tut er einem wirklich leid, denn er leidet unter der Trennung von seiner Familie. Sein Meister ist nicht besonders nett zu ihm. Nur dessen Frau schließt den Kleinen in ihr Herz und umgekehrt. Schnell merkt man dann, dass der Junge außergewöhnlich begabt ist, auch wenn er sich zunächst noch als unsicher erweist. Aber Mut hat er auf jeden Fall. Was er tut, ist moralisch nicht immer einwandfrei, und doch merkt man, dass er im Innersten kein schlechter Mensch ist und niemandem etwas Böses will - es sei denn, es ist ein Feind.

Mir haben besonders gut die Kapitel aus Bartimäus’ Sicht gefallen. Der Dschinn ist herrlich frech und arrogant und zieht über alles und jeden her, während er sich selbst in den höchsten Tönen lobt. Ich musste hier einfach ständig grinsen. Das ist so herrlich amüsant zu lesen. Und auch wenn er zu Beginn in einer Tour über seinen Herrn und Meister Nathanael schimpft, kristallisiert sich bald heraus, dass da doch auch eine gewisse Zuneigung ist. Diese Entwicklung fand ich ganz großartig.

Die Handlung ist wahnsinnig spannend, mit mehreren Höhepunkten zwischendurch, wo eine kleinere Schlacht geschlagen werden muss, und einem großen Showdown am Ende.

Aufgrund der Komplexität der Geschichte und der für ein Kinderbuch recht anspruchsvollen Sprache werden sicher auch viele Erwachsene ihren Spaß mit Bartimäus und Nathanael haben.

Die Reihe:
1. Das Amulett von Samarkand
2. Das Auge des Golem
3. Die Pforte des Magiers
4. Der Ring des Salomo

★★★★★

Veröffentlicht am 08.11.2020

Ein nervenaufreibender Fall für Alexander Gerlach

Der sanfte Hauch des Todes
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Broschiert: 400 Seiten
Verlag: Piper Paperback (5. Oktober 2020)
ISBN-13: 978-3492061544
Preis: 16,00 €
auch als E-Book erhältlich

Ein nervenaufreibender Fall für Alexander Gerlach

Inhalt:
Im Wald in ...

Broschiert: 400 Seiten
Verlag: Piper Paperback (5. Oktober 2020)
ISBN-13: 978-3492061544
Preis: 16,00 €
auch als E-Book erhältlich

Ein nervenaufreibender Fall für Alexander Gerlach

Inhalt:
Im Wald in der Nähe des Heidelberger Stadtteils Rohrbach wird die Leiche eines jungen Mannes aufgefunden. Wie die Leiche drapiert und mit Grablichtern umstellt wurde, deutet auf einen Ritualmord hin. Kurz darauf verschwindet ein junger Mann, ein weiterer wird ermordet. Hat die Heidelberger Kripo es mit einem Serienkiller zu tun? Kripochef Alexander Gerlach und seine Leute greifen nach jedem Strohhalm. Und dann ist plötzlich auch noch Gerlachs Tochter Sarah weg …

Meine Meinung:
Dies ist bereits der 17. Band der Reihe und hoffentlich noch lange nicht der letzte, denn mir hat er wieder richtig gut gefallen. Ich persönlich kenne zwar alle Bände, wage aber zu behaupten, dass man dem Geschehen hier auch ohne Vorkenntnisse folgen kann. Der Kriminalfall ist in sich abgeschlossen. Was im Berufs- und Privatleben Gerlachs wichtig ist, wird noch einmal kurz erwähnt, sodass auch Quereinsteiger Nebenpersonen und Nebenereignisse gut einordnen können.

Ich empfand diesen Fall als äußert spannend und komplex. Die Ermittlungen gehen in viele Richtungen und kommen nur mühsam voran. Dies erscheint sehr realistisch. Auch der Kommissar, aus dessen Ich-Perspektive erzählt wird, macht einen authentischen Eindruck. Wie üblich hat er an mehreren Fronten zu kämpfen, einmal gegen den unbekannten Täter, und dann gibt es da noch diverse „Baustellen“ im Privatleben, wobei sich letztere in diesem Buch eher angenehm im Hintergrund halten.

Nach einem schaurigen Anfang geht es zunächst etwas ruhiger, aber nicht weniger fesselnd weiter. Immer wieder gibt es neue Hinweise und Fährten, teilweise echte, teilweise in die Irre führende. Die Leserschaft hat hier die Möglichkeit, mitzukombinieren und mitzurätseln. Dabei weiß der Autor auch immer wieder zu überraschen. Im letzten Viertel bleibt dann kaum noch Zeit zum Atemholen. Es gibt eine aufregende Verfolgungsjagd, an deren Ende der Fall restlos geklärt wird.

Die Reihe:
1. Heidelberger Requiem
2. Heidelberger Lügen
3. Heidelberger Wut
4. Schwarzes Fieber
5. Echo einer Nacht
6. Eiskaltes Schweigen
7. Der fünfte Mörder
8. Die falsche Frau
9. Das vergessene Mädchen
10. Die dunkle Villa
11. Tödliche Geliebte
12. Drei Tage im Mai
13. Schlaf, Engelchen, schlaf
14. Die linke Hand des Bösen
15. Wen der Tod betrügt
16. Wenn Rache nicht genügt
17. Der sanfte Hauch des Todes

★★★★★

Veröffentlicht am 04.11.2020

So spannend wie die Vorgänger

Die Hornisse (Tom-Babylon-Serie 3)
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Broschiert: 544 Seiten
Verlag: Ullstein Paperback (2. November 2020)
ISBN-13: 978-3864931512
Preis: 14,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

So spannend wie die Vorgänger

Inhalt:
In Berlin ...

Broschiert: 544 Seiten
Verlag: Ullstein Paperback (2. November 2020)
ISBN-13: 978-3864931512
Preis: 14,99 €
auch als E-Book und als Hörbuch erhältlich

So spannend wie die Vorgänger

Inhalt:
In Berlin wird der berühmte Rockstar Brad Galloway ermordet. Seine ausgeblutete Leiche wird ausgerechnet im Gästehaus der Polizei gefunden. Tom Babylon und die Polizeipsychologin Sita Johanns machen sich auf die Suche nach dem Mörder. Doch bald wird klar, dass Tom von dem Fall weitaus mehr betroffen ist, als ihm und seiner Familie lieb sein kann.

Meine Meinung:
Dies ist bereits der 3. Fall für Tom Babylon, und auch wenn es eine Art Rahmenhandlung gibt, braucht man nicht unbedingt Vorkenntnisse. Der aktuelle Kriminalfall ist in sich abgeschlossen, und zur Rahmenhandlung gibt es hier genügend Informationen, um folgen zu können. Aber natürlich ist dies schöner und einfacher, wenn man die vorherigen Bände auch gelesen hat und die auftauchenden Personen bzw. Hinweise auf zuvor Geschehenes dadurch besser einordnen kann.

Erzählt wird in zwei Handlungssträngen. Verwirrung kann dabei eigentlich nicht entstehen, denn es wird vor jedem Kapitel angegeben, wann es spielt, sogar mit Wochentag, Datum und Uhrzeit. Die Handlung in der Gegenwart (2019) wird dabei im Präsens erzählt, die in der Vergangenheit (1989) im Imperfekt. Zudem sind die Kapitel der Vergangenheit kursiv gedruckt.

Es ist insgesamt ein sehr bedrückender Thriller, gibt er doch Einblick in düstere Machenschaften in der Ex-DDR, erzählt aber auch, wie schnell man unter falschen Verdacht geraten kann, von dem man sich kaum mehr befreien kann.

Die Handlung verläuft in hohem Tempo. Sie ist klasse konstruiert, sodass man nicht gleich errät, wie alles zusammenhängt und es von Anfang bis Ende super spannend bleibt.

Die Hauptfigur Tom Babylon erhält eine ungeahnte Tiefe mit vielen verschiedenen Schichten. Hier kommt nicht nur der Polizist Tom zum Vorschein, sondern auch der Ehemann Tom, der Vater Tom und der Sohn Tom. Dabei kommt er größtenteils sehr sympathisch rüber, erweist sich, wenn notwendig, aber auch als knallhart - ein Mann mit Rückgrat, aber auch mit Gefühlen. Das hat mir sehr gut gefallen.

„Die Hornisse“ endet mit einem Cliffhanger bezüglich der Rahmenhandlung, der mich neugierig auf die Fortsetzung macht, aber nicht so schlimm ist, dass er mir schlaflose Nächte bereiten wird.

Die Reihe:
1. Schlüssel 17
2. Zimmer 19
3. Die Hornisse

★★★★★