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Veröffentlicht am 14.12.2020

Gina Angelucci in ihrem 2. Einsatz

Unbarmherzig (Ein Gina-Angelucci-Krimi 2)
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Der Roman wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Einmal, die Zeit des Nationalsozialismus aus dieser auch die gefundenen Leichen stammen, und zum anderen das Heute rund um die Ermittlungen. Die Autorin versteht ...

Der Roman wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Einmal, die Zeit des Nationalsozialismus aus dieser auch die gefundenen Leichen stammen, und zum anderen das Heute rund um die Ermittlungen. Die Autorin versteht es eine geradlinige und temporeiche Erzählweise zu Papier zu bringen, so dass der Krimi alsbald ausgelesen war. Allerdings habe ich diesmal auch Kritik zu üben. Die Krimihandlung wirkt durch die vielen Handlungsstränge teilweise recht überfrachtet. Die eine oder andere Nebenhandlung weggelassen hätte der Übersichtlichkeit bestimmt besser getan. So wirkt es an manchen Stellen etwas gezwungen. Weniger wäre eindeutig mehr gewesen. Abgesehen von der Weitererzählung des Privatlebens Angelucci/Dühnfort bleiben auch die anderen Figuren eher blass. Das kann die Autorin eindeutig besser. Zusammenfassend kann ich sagen, ist es ein solider Krimi, dem leider die „Leichtigkeit“ der Dühnfort-Reihe abgeht. Wirklich überzeugen konnte mich dieser Teil leider nicht und deshalb vergebe ich 3 von 5 Sternen und eine Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 13.12.2020

Weniger wäre mehr gewesen

Die Eishexe (Ein Falck-Hedström-Krimi 10)
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Diesmal erzählt Camilla Läckberg ihren Krimi in 3 Zeitebenen. In der Gegenwart wird der Fall Linnea beleuchtet, in der Vergangenheit (ca. vor 30 Jahten) geht es um den Fall Stella und noch einmal weiter ...

Diesmal erzählt Camilla Läckberg ihren Krimi in 3 Zeitebenen. In der Gegenwart wird der Fall Linnea beleuchtet, in der Vergangenheit (ca. vor 30 Jahten) geht es um den Fall Stella und noch einmal weiter zurück in das Jahr um 1671 in die Zeit der Hexenverfolgungen. Und genau hier liegt für mich das Übel. Irgendwie wollte die Autorin zu viel. Die Spannung zerfällt förmlich durch diese überfrachtete Geschichte. Was die Hexenverfolgung mit dem Krimi-Plot zu tun hatte erschloss sich mir nicht wirklich. Das hätte die Autorin auch weglassen können, zumal die Fälle Linnea und Stella doch recht spannend und schön kompliziert gemacht waren. Das auch wieder das Private der Hauptcharaktere nicht zu kurz kommt ist zwar für Serienfans wie immer ein Highlight, Neueinsteiger werden dann allerdings Abstriche beim Lesevergnügen machen müssen. Zusammenfassend muss ich aber leider sagen, hat Camilla Läckberg hier einen Kriminalroman abgeliefert, der durch zu viele Nebenhandlungen und -schauplätze den eigentlichen Mordfall aus den Augen verliert. Weniger wäre hier eindeutig mehr gewesen. Deshalb vergebe ich nur 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 13.12.2020

Nicht durchgehend überzeugend

Die Schneelöwin (Ein Falck-Hedström-Krimi 9)
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Auch der nunmehr 9. Teil der Falck-Hedström-Reihe wird wieder in mehreren Erzählsträngen erzählt. Zum einen Patricks Fall um die verschwundene 15jährige Victoria Hallweg und zum anderen Erickas recherchierte ...

Auch der nunmehr 9. Teil der Falck-Hedström-Reihe wird wieder in mehreren Erzählsträngen erzählt. Zum einen Patricks Fall um die verschwundene 15jährige Victoria Hallweg und zum anderen Erickas recherchierte Geschichte um einen Mordfall aus dem Jahr 1975. Wie schon in den Vorgängern, wird auch hier wieder viel Platz für das Privatleben der Hauptprotagonisten verwendet. Wobei für Serienneulinge dies ein großes Stück an Konzentration erfordert. Die zahlreich auftretenden Personen mit ihren jeweiligen Partnern und Familien auseinander halten und deren gegenseitige Beziehungen verstehen zu können, ist durchaus eine Herausforderung. In Bezug auf den eigentlichen Krimi ergeben sich dadurch aber auch Längen, die der Spannung nicht gut tun. Auch die Erklärung für die Auflösung des Falls wirkte auf mich doch schon irgendwie passend gemacht – sprich nicht wirklich überzeugend. Ja, unterhalten hat mich der Roman durchaus, nicht zuletzt deswegen, da ich als Serienfan an der Weiterentwicklung des Privatlebens interessiert bin. Alles zusammengenommen kann ich das Buch zwar weiterempfehlen aber nur 3 von 5 Punkten vergeben.

Veröffentlicht am 22.11.2020

Spuren aus der Vergangenheit

Im Dunkeln sind alle Wölfe grau
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In seinem 5. Fall wird es für Varg Veum persönlich, muss und will er doch die Umstände die zum Tod seinen Freundes Ex-Kriminalbeamte Hjalmar Nymark führten aufklären. Hjalmar hatte Ermittlungen in einem ...

In seinem 5. Fall wird es für Varg Veum persönlich, muss und will er doch die Umstände die zum Tod seinen Freundes Ex-Kriminalbeamte Hjalmar Nymark führten aufklären. Hjalmar hatte Ermittlungen in einem noch offenen Fall auf eigene Faust angestellt und war dabei wohl jemandem unbewusst zu Nahe gekommen. Denn wenig später ist er tot und Varg lassen die Umstände einfach keine Ruhe, und so beginnt er mit seiner Recherche.
Der Plot hört sich nach einem soliden Krimi an, doch war ich etwas enttäuscht von der Umsetzung. Weder besticht der Krimi durch Spannung noch durch überzeugende Nebencharaktere. Sehr viel und gezielt übt der Autor diesmal Sozialkritik, was zwar durchaus in den Handlungsverlauf passte, mir aber den eigentlichen Krimiplot zerlegte.
Dieser Teil aus der Varg-Veum-Reihe konnte mich im Vergleich zu den Vorgängern leider nicht begeistern. Er war zwar flüssig und leicht zu lesen, aber für mich nicht wirklich „rund“. Deshalb vergebe ich hier 3 von 5 Sterne.

Veröffentlicht am 21.11.2020

Durchschnittlicher Serienauftakt

Blutzahl
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Die hier als Duo auftretenden Autoren kennt der interessierte Krimi-Leser ja schon aus deren jeweils eigenen Krimi-Reihen. Die Wisting-Reihe von J. L. Horst und die Hennig Juul-Reihe von Enger konnten ...

Die hier als Duo auftretenden Autoren kennt der interessierte Krimi-Leser ja schon aus deren jeweils eigenen Krimi-Reihen. Die Wisting-Reihe von J. L. Horst und die Hennig Juul-Reihe von Enger konnten mich durchaus überzeugen. Umso gespannter war ich nun, ob es auch bei einem Gemeinschaftsprojekt funktionieren würde. Und der Beginn ist aus meiner Sicht wirklich gelungen, rasant und fesselnd mit einer überzeugenden Handlung. Mit dem Zeitpunkt der Vorstellung der ermittelnden Hauptfiguren Emma Ramm und Alexander Blix fällt der Spannungsbogen dann doch rapide ab. Die Beiden werden sehr gut charakterisiert, was ja nicht schlecht ist, aber der Krimihandlung ist es in diesem Umfang und zu diesem Zeitpunkt nicht förderlich. Aber es lohnt sich diese Passage zu überstehen, denn plötzlich nimmt das Geschehen wieder an Fahrt auf und kann bis zum Ende doch noch in weiten Teilen überzeugen.
Durch die nicht zu langen Kapitel und den doch sehr eingängigen und anschaulichen Schreib- und Erzählstil, liest sich der Krimi flott aus. Auch wenn der Krimi mich nicht durchgängig fesseln konnte, war er aber ein kurzweiliger und unterhaltsamer Serienauftakt mit zwei Hauptprotagonisten, die noch einiges an Potential für weitere Folgen haben. „Blutzahl“ hat noch Luft nach oben, deshalb vergebe ich 3 von 5 Sterne.