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Veröffentlicht am 21.11.2020

sehr vorhersehbar

All das Ungesagte zwischen uns
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Die Autorin schreibt in diesem Buch über erste Liebe, zweite Chancen und die zerstörerische Kraft von Lügen. Diese Themen hat sie auch gut untergebracht, leider ist die Geschichte sehr schnell vollständig ...

Die Autorin schreibt in diesem Buch über erste Liebe, zweite Chancen und die zerstörerische Kraft von Lügen. Diese Themen hat sie auch gut untergebracht, leider ist die Geschichte sehr schnell vollständig vorhersehbar und zieht sich dadurch etwas. Einzig der gute Erzählstil hielt mich beim Lesen bei der Stange. Durch die abwechselnden Perspektiven von Morgan, der jungen Mutter und Clara, der pubertären Tochter, erzählt Hoover, wie ein Unfall ein scheinbar glückliches Leben, das aber auf Lügen basierte, vollständig umkrempelt. Mit keiner der Protagonisten konnte ich mich anfreunden, beide blieben mir zu blass und trafen unverständlichen Entscheidungen. All die Missverständnisse, die im Laufe der Geschichte die Mutter – Tochter -Beziehung belasteten, hätten durch eine vernünftige Kommunikation, zeitnah ausgeräumt werden können, insofern war der Buchtitel hier absolut angebracht.
Die beiden Freunde der Protagonisten waren kleine liebenswerte Lichtblicke.
Nach dem guten Anfang habe ich belebende Wendungen vermisst, auch einige der witzigen Nebencharaktere hätten gerne ab und an mal zur Unterhaltung auftauchen können. Leider wurde die an sich gute Grundidee nur sehr gradlinig und langweilig umgesetzt.
So blieb ich nach Schließen des Buches etwas enttäuscht zurück, von der vielgepriesenen Autorin hatte ich einfach mehr erwartet.
Eine nette Geschichte für einen gemütlichen Nachmittag auf dem Sofa, die leider keinen bleibenden Eindruck hinterlässt. Von mir gibt es drei gut gemeinte Sterne.

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Veröffentlicht am 20.10.2020

Freyas Abenteuer

Das Erbe der Päpstin
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Die junge Freya lebt mit ihrer Mutter Gisla und der Schwester Asta auf dem Gut des Wikingers Björn. Sie sind Sklaven, Gisla wurde als junge Frau von Björn verschleppt. Diese Entführungsepisode kenne viele ...

Die junge Freya lebt mit ihrer Mutter Gisla und der Schwester Asta auf dem Gut des Wikingers Björn. Sie sind Sklaven, Gisla wurde als junge Frau von Björn verschleppt. Diese Entführungsepisode kenne viele Leser aus dem Buch der Päpstin. Dieses Buch nutzt das als Ausgangspunkt für eine neue Geschichte. Wir treffen hier auch Johanna und Gerald wieder, aber vor allem viele neue Protagonisten.
Freya und Asta fliehen und versuchen ihren Großvater Gerald ausfindig zu machen.
In Italien ist derweil alles beim Alten, es gibt viele Ränkespiele und Intrigen rund um das Amt des Pontifex. Christliche Nächstenliebe kann man hier lange suchen, die Handlung überschlägt sich und oft geht es recht übel und grausam zu, erbarmungslos wie diese Zeit nun mal war. Auf die eine oder andere blutige Schilderung hätte ich hier verzichten können.

Abschließend betrachtet hat mir dieses Buch lange nicht so gut gefallen wie die Päpstin. Mich hat der Vorgänger hier zum Lesen verlockt, an diesen kommt das Buch aber nicht heran. Eher ein leichter Roman, der die Ereignisse aneinanderreiht. Einiges in der Handlung konnte ich nicht nachvollziehen, es kam mir eher wie ein Action-Schmöker vor.

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Veröffentlicht am 06.10.2020

typischer Klufti

Funkenmord (Kluftinger-Krimis 11)
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Klufti versucht seinen persönlichen Cold case Fall aufzulösen, in dem er einst den falschen Täter ermittelt hat und sich nun für dessen Verurteilung verantwortlich fühlt. Außerdem wird er Interimspräsident ...

Klufti versucht seinen persönlichen Cold case Fall aufzulösen, in dem er einst den falschen Täter ermittelt hat und sich nun für dessen Verurteilung verantwortlich fühlt. Außerdem wird er Interimspräsident und bekommt eine neue Kollegin.
Die Fälle von Kluftinger haben eine große Fangemeinde. Wer diese Reihe bereits kennt, weiß dass das Privatleben Kluftis und sein Drumherum mindestens genauso viel Raum einnehmen wie der Fall. Soweit so gut. Ich kenne alle Klufti-bücher und habe sie größtenteils gerne gelesen, dadurch sind mir die Personen bereits gut bekannt. Ich habe nicht das Gefühl, dass hier noch eine nennenswerte Entwicklung stattfindet oder etwas Neues passiert. Der Humor rund um die typischen Missverständnisse des ewig Gestrigen sind ein Lächeln wert, konnten mich aber nicht mehr wirklich mitreißen. Der Erzählstil ist wie gewohnt flüssig und man kann das Buch gut lesen, aber so richtig überzeugt hat es mich diesmal nicht. Ein wenig mehr Krimi hätte nicht geschadet.
Für Fans der Reihe schön, man kann das Buch auch ohne Kenntnis der Vorgänger verstehen. Für alle die das Lokalkolorit lieben und bereit sind sich auf den verschrobenen Ermittler einzulassen gut, für Fans verzwickter Kriminalfälle eher nicht geeignet.

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Veröffentlicht am 08.09.2020

Jukka und Lila

Bittermonds Bucht
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Jukka lebt mit Kapitän Bittermon in einer schönen idyllischen Bucht. Der Junge ist völlig ohne Bildung in der Isolation aufgewachsen. Das bringt viele Defizite mit sich, die ihm bewusst werden, als Kandidel ...

Jukka lebt mit Kapitän Bittermon in einer schönen idyllischen Bucht. Der Junge ist völlig ohne Bildung in der Isolation aufgewachsen. Das bringt viele Defizite mit sich, die ihm bewusst werden, als Kandidel mit ihrer Tochter Lila zu Besuch in die Bucht kommen.
Eines Morgens ist Kandidel mit Bittermonds Schatz verschwunden. Lila und Jukka wollen den Schatz zurückholen. So beginnt ein spannendes Abenteuer für die Kinder, in das im Verlauf auch noch ein paar Fantasyelemente eingebaut sind.
Das Cover ist sehr schön gestaltet, es lässt aber eher auf eine Piratengeschichte schließen. Innen gibt es auch kleine Illustrationen, die auflockernd wirken.
Die Autorin baut einige wichtige Grundwerte mit in die Geschichte ein, dies erschließt sich vielleicht aber eher dem erwachsenen Leser. Insgesamt hat mich dieses Abenteuer nicht so richtig überzeugt. Die Protagonisten blieben mir zu fern und ich konnte auch mit den Fantasyelementen nicht so viel anfangen.

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Veröffentlicht am 05.09.2020

Lustig und Fragwürdig zugleich

Ein ganz alter Trick
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Pascal ist meistens unterschwellig wütend. Sein Vater hat die Familie verlassen, der neue Freund der Mutter führte zu seiner Abschiebung vor zwei Jahren ins Internat, damit die Beiden ungestört Reisen ...

Pascal ist meistens unterschwellig wütend. Sein Vater hat die Familie verlassen, der neue Freund der Mutter führte zu seiner Abschiebung vor zwei Jahren ins Internat, damit die Beiden ungestört Reisen und Leben können. Sogar in den Sommerferien bleibt er im Internat. Das ist traurig. Seine meist lustigen Streiche bleiben stets ohne Konsequenzen. Daran hat sich der Junge so gewöhnt, dass er es nicht fassen kann, das er für vier Wochen vormittags im Altenheim aushelfen soll, nachdem er den Rollator einer Seniorin im Teich versenkt hat. So hat er sich seine Ferien nicht vorgestellt.
Im Altenheim trifft er auf die geschädigte Seniorin. Ingelotte ist keine typische „Alte“ und setzt ihm weitere Flausen in den Kopf. Die Arbeitseinsätze im Altenheim finden eigentlich nicht wirklich statt, Pascal bleibt unbegleitet, trickst herum oder verbringt die Zeit mit Ingelotte. Schließlich spannt sie ihn für einen Einbruch in ihre ehemalige Villa ein, um einen Schatz zu bergen. Ihr Enkel Jonathan und der Hilfsarbeiter Talal des Heims sind mit von der Partie, letzterer eigentlich nur den Kindern zu Liebe, denn als Asylant ist er froh hier zu sein und will nicht straffällig werden. Die Aktionen sind nicht ganz durchdacht und führen daher zu Situationskomik. Das Ende fällt dann auch nicht so wie erwartet aus.

Die Geschichte ist sehr lustig geschrieben, vordergründig kann man hier lachen und Spaß haben. Die Charaktere sind nett angelegt und hätten gerne noch ein wenig Tiefe vertragen. Es ist schön, das Pascal in Jonathan, Talal und Ingelotte eine Ersatzfamilie gefunden hat, aber letztlich macht er keine entscheidende Entwicklung durch, die er gut vertragen hätte.
Durch die lustige Art bleibt das Unrechtsbewusstsein weitgehend auf der Strecke. Auch die Rekrutierung Talals gegen seinen Willen ist nicht in Ordnung, er hat hier wirklich etwas zu verlieren. Die Ausgangslage der Jungen, aber auch die Talals und Ingelottes hätten deutlich besser gelöst werden können, da sie schon zur Sprache kommen. Bei begleitetem Lesen findet man hier gute Gesprächsansätze.
Wer sich lustig unterhalten lassen möchte, ohne die Vorkommnisse zu hinterfragen, ist hier gut aufgehoben. Von uns gibt es gute drei von fünf Sternen.

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