Das Cold Case Team ermittelt wieder
Cold Case – Das gezeichnete OpferNachdem ich im ersten Band Tess und ihr Cold Case Team ins Herz geschlossen hatte, wollte ich nun auch unbedingt den zweiten Fall mit ihnen lösen. Daher war ich sehr froh, für die Leserunde ausgewählt ...
Nachdem ich im ersten Band Tess und ihr Cold Case Team ins Herz geschlossen hatte, wollte ich nun auch unbedingt den zweiten Fall mit ihnen lösen. Daher war ich sehr froh, für die Leserunde ausgewählt worden zu sein.
Zum Inhalt. Das Buch startet mit einer Rückblende. Max ist auf dem Heimweg von einem Partyabend mit Freunden, als er auf seinem Rad von einem Auto verfolgt wird. Max versucht Abstand zwischen sich und den Fahrer zu bringen, was aber misslingt und Max von der Straße gedrängt wird.
Auf der aktuellen Zeitschiene erfahren wir von dem Mord an einer Künstlerin, die mit Menstruationsblut malt. Auch sie wird von einem Auto verfolgt und schließlich ermordet. Was die beiden Fälle vereint? An beiden Leichen wird seltener Lehm gefunden, den die Polizei aber bisher nicht zuordnen konnte. Das Cold Case Team, welches aus finanziellen gründen kurz vor der Auflösung steht, wird mit diesem prestigeträchtigen Fall betraut. Und schnell wird klar, dass bei den damaligen Ermittlungen nicht alles rund gelaufen ist.
Kann Tess diesen fall lösen und den Erhalt ihrer Einheit retten? An dieser Stelle möchte ich nicht zu viel verraten, aber es wird spannend.
Das Cover fand ich wieder super, der Leuchtturm und das tosende Meer sind einfach super Stimmungsvoll und haben sogar einen Bezug zur Handlung, was mir gut gefällt.
Der Schreibstil ist wie schon beim letzten Buch wieder sehr flüssig, sodass ich gut in die Story hineingefunden haben. Das fällt mir sowieso leichter, wenn ich die Personen schon kenne. Was ich bei dieser Reihe so mag ist, dass wir immer viel privates über Tess erfahren. Sie ist kein knallharter unnahbarer Bulle, sondern eine nahbare Personen, mit Sorgen und Problemen außerhalb ihrer Arbeit.
Inhaltlich haben mich zwei Dinge ein bisschen gestört: Tess holt sich wieder den dänischen Superprofiler, den wir schon aus dem ersten Band kennen, zu Hilfe. Allerdings wirkt der hier mehr wie ein Seitenfüller, denn so richtig gut was beitragen tut er eigentlich nicht. Finde ich schade. Und die Auflösung des Falls ging mir einfach zu schnell. Nachdem wir über den Großteil des Buches im Dunkeln tappen und es keine brauchbaren hinweise gibt, löst ein einziges Gespräch praktisch den Fall. Die Auflösung ist dann zwar einigermaßen schlüssig, kam mir aber einfach zu schnell. Ich hätte mich über besser verteilte Hinweise über das ganze Buch hinweg gefreut, sodass man selbst "ein bisschen ermitteln und kombinieren" kann-
An sich ist das Buch aber wieder wirklich solide geschrieben und hat mich gut unterhalten. Das Ende und damit die Zukunft des Cold Case Teams sind für mich jetzt einigermaßen offen geblieben, man darf also wohl auf einen weiteren Band hoffen.