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Redrose

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.12.2020

Berührend, mitreißend und weckt das Fernweh

Zeit der Pfirsichblüte
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Dieses ist mein erstes Buch von Anja Saskia Beyer und ich stelle mit Freude fest, dass die Autorin bereits jede Menge Bücher geschrieben hat. Da freue ich mich schon auf weiteren Lesestoff, denn Zeit der ...

Dieses ist mein erstes Buch von Anja Saskia Beyer und ich stelle mit Freude fest, dass die Autorin bereits jede Menge Bücher geschrieben hat. Da freue ich mich schon auf weiteren Lesestoff, denn Zeit der Pfirsichblüte ist ein ganz besonders schönes Buch und weckt in mir die Lust auf mehr davon.

Schon bei dem Cover bekomme ich automatisch Lust auf Pfirsiche, blöd nur, dass es gerade Winter ist, da muss dann eben Pfirsichmarmelade her.

Annas Beziehung verläuft in eingefahrenen Bahnen, ihr Freund hat kaum Zeit für sie und sagt sogar den gemeinsamen Urlaub ab. Was liegt da näher, als mit der besten Freundin in den Urlaub zu fahren? Diese wünscht sich ausgerechnet Barcelona, die Stadt, in der Anna nach der Schule ein Auslandsjahr verbracht und ihre erste große Liebe erlebt hatte.

Die gemeinsame Reise von Anna und ihrer Freundin Carina wird so lebendig geschildert, dass ich mir gleich einige Punkte notiert und meinen Mann informiert habe, dass wir unbedingt mal nach Barcelona müssen 😉 Gekonnt auch die Rückblenden zu der Zeit, als Anna ihr Jahr in Barcelona verbracht hat, die wunderbare erste Liebe, die aber tragisch endete.

Fast konnte ich das Meer an Pfirsichblüten sehen und den Geruch der reifen Pfirsiche schmecken, immer wieder schön, wenn es einer Autorin gelingt, dass ich Teil der Geschichte werde.

Das Buch behandelt sehr einfühlsam auch ein ernstes Thema, worüber ich aber nichts schreiben möchte, um nicht zu spoilern.

Sollte man dieses Buch lesen? Ja, unbedingt! Ich bin schon sehr gespannt, ob sich, wenn das unbeschwerte Reisen wieder möglich ist, eine Reisewelle nach Barcelona bewegt und wir alle mit diesem Buch in der Hand, den Schauplätzen der Geschichte folgen werden 😊

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Veröffentlicht am 06.12.2020

Spannende Einblicke in vergangene Zeiten

Der Faden der Vergangenheit
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Dieses Hörbuch wurde von Hannah Baus gelesen und sie macht ihren Job sehr gut. Ihre Stimme lässt die Protagonisten lebendig werden, allen voran Lady Abigail Mahony, eine mutige Kämpferin um die Rechte ...

Dieses Hörbuch wurde von Hannah Baus gelesen und sie macht ihren Job sehr gut. Ihre Stimme lässt die Protagonisten lebendig werden, allen voran Lady Abigail Mahony, eine mutige Kämpferin um die Rechte der Arbeiter in der Baumwollfabrik ihres Mannes aber auch ihrer Nachfahrin Melody, welche versucht Familie und Karriere als Oberstaatsanwältin unter einen Hut zu bekommen.

Die Geschichte startet in der Neuzeit, als Melody ihre neue Stelle in Stockmill antritt und in ihrer Freizeit die geerbte Immobilie Abigails Place ausräumt. Dabei findet sie Tagebücher, die lange verborgene Familiengeheimnisse enthüllen.

Lady Abigail lebte lange Zeit das beschauliche und wenig ereignisreiche Leben einer englischen Adeligen. Keine materiellen Sorgen, aber Frauen hatten keinerlei Rechte und waren nach landläufiger Meinung nicht geeignet, um Geschäfte zu führen oder Verantwortung zu übernehmen. Ich bin richtig froh, dass ich nicht zur damaligen Zeit gelebt habe. Als Frau hatte man nur die Wahl, zwischen anstrengender körperlicher Arbeit in einer Fabrik zu Hungerlöhnen, als ausgebeutete Bedienstete in herrschaftlichen Haushalten, Prostituierte oder zu Tode gelangweilter Aristokratin. Richtig empört habe ich mich über die vorherrschende Meinung, dass alles Gottes Wille sei, auf welchem Platz in der Gesellschaft man hineingeboren wird und dass ein gesellschaftlicher Aufstieg durch Fleiss nicht in seinem Sinne sei. 😉
Der Schreibstil von Felicity Whitmore ist packend. Gekonnt zieht sie die Leser in ihren Bann und lässt uns teilhaben am Leben ihrer Protagonisten. Ich konnte die Verzweiflung spüren, die die Arbeiter erlebten, wenn sie nach einem harten Arbeitstag mit 14 Stunden trotzdem nicht genug Geld verdient hatten, um sich eine anständige Mahlzeit zu gönnen. Und wenn sie nach Luft rangen, weil sie in verfallenen Behausungen ohne ordentliche sanitäre Anlagen hausen mussten und sich der schmutzige Nebel aus den Fabriken auf ihre Lungen legte. Hampton Hall im Gegensatz dazu, der Wohnsitz von Lord und Lady Mahony, liegt auf dem Hügel, umgeben von Grün und mit verschwenderischer Pracht ausgestattet.
Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, der Autorin ist es gelungen, mich zu berühren und so wünsche ich mir, mehr zu erfahren. Aber zum Glück ist das Ende dieses Buches, nicht auch das Ende der Geschichte.

Dies ist ja der erste Teil einer Trilogie und so warten noch zwei weitere Teile auf mich, in denen ich mehr erfahre, wie es weitergeht mit den liebgewonnenen Charakteren. Ich fürchte, ich werde auch ein paar nicht so liebgewonnene Protagonisten wiedersehen 😉 Es sind ja auch noch so viele Fragen offen. Ich freue mich auf Teil 2, der im Sommer nächsten Jahres erscheinen soll. Ich bin dann wieder dabei und tauche ein in die Welt der Arbeiter und Aristokraten.

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Veröffentlicht am 06.12.2020

Witziger Friesen-Krimi

Der falsche Friese
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Schon das Cover gefällt mir gut: späht doch ein Schaf frech um die Ecke herum.

Elli Vogel muss auf jeden Polizisten verdächtig wirken: hat sie doch das Talent, ständig über Leichen zu stolpern. Immerhin ...

Schon das Cover gefällt mir gut: späht doch ein Schaf frech um die Ecke herum.

Elli Vogel muss auf jeden Polizisten verdächtig wirken: hat sie doch das Talent, ständig über Leichen zu stolpern. Immerhin lenkt sie das von ihrer momentanen Tätigkeit ab, muss sie sich doch um die Hochzeitsvorbereitungen ihrer Eltern kümmern, verkehrte Welt 😉

Aber in Ostfriesland geht es anscheinend anders zu als im Rest der Welt. Irgendwie entspannter und oft sau komisch. Und so habe ich mich ein wenig wie im Urlaub gefühlt, als ich diesen Krimi gelesen habe. „Ich schloss die Augen und genoss die wärmenden Sonnenstrahlen auf meiner Haut.“ Fast konnte ich den Geruch des Meeres riechen und hörte das Kreischen der Möwen und der heranrollenden Wellen.

Doch ganz so friedlich blieb es nicht, immerhin galt es ja ein paar Morde aufzuklären. Und die Hochzeit über de Bühne zu bekommen, die unter keinem guten Stern zu stehen schien.

Wer Elli bei ihren Ermittlungen unterstützen möchte, sich für einen humorvollen Krimi begeistern kann, der ist bei „Der falsche Friese“ bestens aufgehoben.

Ich bin schon auf weitere Abenteuer von Elli gespannt und empfehle dieses Buch gerne weiter.

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Veröffentlicht am 06.12.2020

Bezaubernd, romantisch und mit einem Hauch von Abenteuer

Winterküsse in Paris. Spitzentanz und Zirkusliebe
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Als Kind habe ich davon geträumt, ein Zirkuskind zu sein. Ich stellte mir vor, wie wunderbar es sein müsste, mit einem bunten Wagen und vielen Tieren, um die Welt zu reisen und jeden Abend Applaus für ...

Als Kind habe ich davon geträumt, ein Zirkuskind zu sein. Ich stellte mir vor, wie wunderbar es sein müsste, mit einem bunten Wagen und vielen Tieren, um die Welt zu reisen und jeden Abend Applaus für meine Darbietung zu erhalten. Wahlweise war ich entweder Tigerdompteuse oder Akrobatin 😉

Aber Farids Leben ist nicht so glamourös, wie ich mir das damals vorgestellt hatte. Und trotzdem lebt er seinen Traum als Zirkusartist. Wie auch Coco, jüngste Solistin im Ballett an der Pariser Oper. Für ihren beruflichen Erfolg verlangt sie ihrem Körper alles ab und geht sogar über ihre eigenen Grenzen. Aber nach einem schweren Sturz lässt ihr Körper sie im Stich oder ist es ihre Psyche? Gefangen in Selbstzweifeln muss Coco einen Weg finden, sich und ihrem Tanzpartner wieder zu vertrauen. Doch das Leben in der „Kompanie“ des Balletts ist ein Haifischbecken.

Farid soll ihr helfen, wieder zu alter Größe zurückzufinden. Über den Dächern von Paris lernt Coco nicht nur ihre Stadt neu kennen, sondern entdeckt, dass es noch ein Leben abseits des Balletts gibt. Wie wird sie sich entscheiden? Wem kann sie vertrauen?

Dies ist mein erstes Buch von der Autorin und ich war gleich von den ersten Seiten an gefangen vom Zauber dieser Geschichte. Eigentlich gibt es in der Adventszeit ja noch sooo viel zu tun, aber ich konnte das Buch einfach nicht aus den Händen legen. 😉 Coco und Farid haben mich verzaubert und ich wollte unbedingt wissen, wie es weiter geht. Gemeinsam sind wir über die Dächer von Paris gelaufen und ich habe mitgebangt, gelitten und mich gefreut.

Die Leidenschaft für ihre Berufe, die Coco und Farid trotz aller Widrigkeiten ausstrahlen, hat mich begeistert und ich kann Winterküsse in Paris sehr gerne weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 28.11.2020

Warnung: dieses Buch zieht dich in seinen Bann 😊

All I Need
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Ich habe All I need auf Empfehlung einer Lesefreundin gelesen und wusste zunächst nicht so genau, was mich erwartet. Von Beginn bis zum Ende des Buches ist es der Autorin gelungen, mich zu packen, auf ...

Ich habe All I need auf Empfehlung einer Lesefreundin gelesen und wusste zunächst nicht so genau, was mich erwartet. Von Beginn bis zum Ende des Buches ist es der Autorin gelungen, mich zu packen, auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitzunehmen und am Ende wieder loszulassen und sanft auf der Erde abzusetzen.
Simon hasst seinen Job als Gefängniswärter in Wien. Aber er spart all sein Geld für seinen großen Traum, eine Motorradtour durch die ganze Welt. Nur weg von Wien und seinen Erinnerungen. Welche das sind und welche Dämonen Simon begleiten, wird im Laufe des Buches enthüllt.
Ein neuer Insasse berührt Simon. Er beteuert seine Unschuld und wirkt so sympathisch. Kann Heinrich Peters wirklich ein eiskalter Kindermörder sein? Und wie wirkt es sich auf seine Familie aus?
Simon möchte helfen und macht sich auf die Suche nach der Ehefrau.
Mira Peters, Ehefrau und Mutter von zwei kleinen Jungs erlebt wie es ist, die Frau des vermeintlichen Mörders zu sein. Sie glaubt, dass ihr Mann die Tat begangen hat und will sich scheiden lassen. Aber die Kinder vermissen ihren Vater und verstehen nicht, warum er nicht mehr da ist. Und da ist dieser junge Mann in Miras Leben aufgetaucht, der ihr guttut. Obwohl sie sich eigentlich nicht erneut auf einen Mann einlassen will.
Dieses Buch ist kein Krimi, aber wahnsinnig spannend. Seelische Abgründe tun sich auf, immer neue unerwartete Wendungen reißen mich in einen Strudel der Emotionen und ich konnte das Buch kaum aus den Händen legen.
Belinda Benna schafft es, dass der Leser Zugang zu ihren Protagonisten bekommt und ins Innerste ihrer Seelen blickt. Sie bietet Spielraum für eigene Interpretationen und so habe ich mich keine Sekunde gelangweilt und immer überlegt, wie es wohl weitergehen wird.
Ich vergebe 5 Sterne und freue mich auf weitere Werke aus der Feder dieser sympathischen Autorin.

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