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Veröffentlicht am 24.02.2017

irgendwie hab ich mir etwas anderes darunter vorgestellt

Those Girls – Was dich nicht tötet
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die Geschwister Jess (14), Courtney (16) und Dani (17)wachsen aufeiner Farm Kanada auf. Sie sind überwiegend auf sich allein gestellt, denn ihre Mutter ist gestorben, der gewalttätige Vater oft lange unterwegs. ...

die Geschwister Jess (14), Courtney (16) und Dani (17)wachsen aufeiner Farm Kanada auf. Sie sind überwiegend auf sich allein gestellt, denn ihre Mutter ist gestorben, der gewalttätige Vater oft lange unterwegs. Als ein Streit mit ihm eskaliert, müssen die Drei fliehen.Sie wollen nach Vancouver, um dort ein neues Leben anzufangen. Unterwegs bleibt ihr Pick-up liegen. Zwei junge Männer wollen ihnen helfen, aber damit beginnt ein Albtraum für die Drei.

Ich hatte mir etwas anderes vorgestellt. Ich habe die bisherigen Bücher der Autorin gelesen und fand "still missing" sehr spannend. Dieses Buch wird auch unter Thriller geführt, aber das war es meiner Meinung nach nicht so richtig. Was den Mädels passiert ist schlimm und hat mich berührt und mein Mitleid geweckt. Aber spannend fand ich es nicht, da war kein Thrill. Die Handlung zog sich, unterbrochen auch von 17 Jahren, wonach eine andere Person auf einmal die Ich-Erzählerin ist. Lange passierte dann nichts. Daher kann ich leider nur drei Sterne vergeben.

Veröffentlicht am 19.02.2017

hat meine Erwartungen leider nicht erfüllt

Girl With No Past
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Leah arbeitet in einer Bibliothek und lebt ein sehr zurückgezogenes Leben. Vor Jahren ist irgendetwas Schlimmes passiert, worunter sie noch heute leidet und ihre Isolation als gerechte Strafe ansieht. ...

Leah arbeitet in einer Bibliothek und lebt ein sehr zurückgezogenes Leben. Vor Jahren ist irgendetwas Schlimmes passiert, worunter sie noch heute leidet und ihre Isolation als gerechte Strafe ansieht. Doch plötzlich erhält sie bedrohliche Mitteilungen. Ihre Vergangenheit holt sie ein...

Das Buch wird in der Ich-Form erzählt. Es wird gewechselt zwischen 1999/2000, wo Leah mit ihren drei Freunden am Ende der Schulzeit angekommen ist. Dann gibt es kurze Auszüge aus 2003, aber der Hauptteil der Handlung findet 2014 statt. Beim ersten Wechsel in die Schulzeit fragte ich mich, was das denn nun solle und was das mit dem heute zu tun hat und den bedrohlichen Mails, die Leah bekommt. Ich fand die Teenager-Kapitel ziemlich langweilig, aber sie sind notwendig für das Gesamtgeschehen. Was damals passierte erfährt man erst am Schluss. Man kann sich zwar einen Teil schon denken, aber doch nicht alles. Wer Leahs Leben zerstören will, erfährt man auch erst am Ende. Auf die Person wäre ich nicht gekommen, da hatte ich jemand anderen in Verdacht, aber das Warum war doch sehr konstruiert. Insgesamt habe ich mich ziemlich durchmühen müssen durch das Buch, spannend fand ich es überhaupt nicht. Es hat mich genervt, dass immer nur angedeutet und nicht konkret ausgesprochen wurde, was Leah belastet, aber daraus sollte die Handlung wohl Spannung beziehen, was in meinen Augen nicht geglückt ist. Mehr als 3 Sterne sind daher nicht drin.

Veröffentlicht am 06.02.2017

leider nur mittelmäßig

Heideglut
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In der Lüneburger Heide geht ein Feuerteufel um. In der Asche findet sich jeweils eine verbrannte Leiche. Katharina von Hagemann und ihr Team tappen im Dunkeln, da sie einfach keine Verbindung zwischen ...

In der Lüneburger Heide geht ein Feuerteufel um. In der Asche findet sich jeweils eine verbrannte Leiche. Katharina von Hagemann und ihr Team tappen im Dunkeln, da sie einfach keine Verbindung zwischen den Toten finden können. Werden sie die Mordserie dennoch stoppen können?

Ich hatte bisher alle drei Vorgängerbände des Autorenduos gelesen. Die ersten beiden hatten mir sehr gut gefallen, der letzte war ein wenig enttäuschend. Leider hat mich auch dieser Band nicht vom Hocker gehauen. Okay, das Buch las sich schnell weg, aber ich fand es nicht allzu spannend. Die Autoren schreiben mir ein wenig zu ausführlich. So z.B., wenn wieder ein neues Mordopfer vorgestellt wird, geht es sehr weit in das Leben dieser Person. Ich fand es ein wenig überflüssig, jeweils so weit auszuholen, wo man doch weiß, dass die Person gleich wieder ermordet wird. Aber das ist ja Geschmackssache. Auch dass Bene und Katharina in ihrer Beziehung nur mit Mäuseschritten vorankommen und das seit 4 Jahren fand ich auch nicht gerade nicht realistisch. Ebenso wenig wie die Motivation des Täters. Insgesamt fand ich das Buch leider wieder nur mittelmäßig. Schade, denn wie gesagt waren die ersten beiden Bände vielversprechend. Aber von Steigerung leider keine Spur.

Veröffentlicht am 18.01.2017

der schwächste Band bisher

Die Toten, die niemand vermisst
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Ich hatte mich auf einen weiteren Band der Reihe um Sebastian Bergmann gefreut, bin aber doch ein wenig enttäuscht! Den egoistischen, unausstehlichen Profiler Bergmann mit seiner direkten und teilweise ...

Ich hatte mich auf einen weiteren Band der Reihe um Sebastian Bergmann gefreut, bin aber doch ein wenig enttäuscht! Den egoistischen, unausstehlichen Profiler Bergmann mit seiner direkten und teilweise brüskierenden Art hatte ich aus den Vorgängerromanen geradezu "lieben" gelernt, aber in diesem Buch kommt er ganz anders und meiner Meinung nach äußerst flach rüber. Die Handlung dreht sich sehr um das Verhältnis zu seiner Tochter Vanja. Sebastian versucht es auf ungewohnt nette Art, was mir zu langweilig war. Natürlich zieht er auch hier ganz egoistisch ein paar Fäden, aber Spannung kam für mich dabei keine auf. Seine vielzitierten Frauengeschichten kommen auch in diesem Buch nicht zu kurz, langweilen aber eher. Auch die aufzuklärenden Mordfälle waren ziemlich langweilig für meinen Geschmack, die Beschreibung der Ermittlungen teilweise sehr langatmig. Was mich geärgert hat ist dass einiges offen gelassen wurde, wohl für den nächsten Band. Ich hätte gern in diesem Buch schon erfahren, wie Vanja reagiert, nachdem sie ein paar Dinge erfahren hat. Und der Cliffhänger ganz zum Schluß läßt auch auf einen Nachfolgeroman schließen. Nachdem die Handlung streckenweise einige Längen hatte, fand ich so einen "hoppla-hopp-und-fertig" Schluß unbefriedigend.

Veröffentlicht am 18.01.2017

Reitmeyers erster Fall

Der eiserne Sommer
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1914: Der österreich-ungarische Thronfolger wird in Sarajewo erschossen und löst damit den ersten Weltkrieg aus. Zur selben Zeit wird in München das 100-jährige Bestehen des königlichen Leibregiments gefeiert. ...

1914: Der österreich-ungarische Thronfolger wird in Sarajewo erschossen und löst damit den ersten Weltkrieg aus. Zur selben Zeit wird in München das 100-jährige Bestehen des königlichen Leibregiments gefeiert. Und es geschehen Morde. Kommissar („Kommissär“) Sebastian Reitmeyer nimmt mit seinem Team die Ermittlungen auf. Je weiter er aber ermittelt, desto mehr dringt er ein in Bereiche, in die die Polizei nicht eindringen darf, allen voran das Militär. Reitmeyer watet bei den Mordermittlungen in einem Sumpf aus Homosexualität, Erpressung, Pornografie, Schulden und angeordneter Vertuschung. Bei der angespannten politischen Lage darf das deutsche Militär nicht in ein schlechtes Licht gerückt werden. Homosexualität ist außerdem wegen des §175 eine Straftat. Und gegen das Militär darf per Gesetz zudem nicht vorgegangen werden. Reitmeyer wird vom Polizeipräsidenten dazu angehalten, zwar zu ermitteln, da die Presse das erwartet, anderseits muss versucht werden, neben den Militärs auch die höheren gesellschaftlichen Kreise, die in die Angelegenheit involviert sind, zu schützen. Ein echter Drahtseilakt für Reitmeyer. Zwischendurch wird aus Tagebuchaufzeichnungen eines Offiziers zitiert, man erfährt erst spät, was es damit auf sich hat.

Die Erzählweise dieses Kriminalromans ist der damaligen Zeit angepasst und trägt auch dem Schauplatz München Rechnung, aber es wird nur dezent bayrisch gesprochen, so dass auch Nordlichter alles verstehen können. Der 1. Weltkrieg spielt wider Erwarten eine untergeordnete Rolle und dient eher dem politischen Rahmen der Geschichte. Ich tat ich mich mit diesem Krimi unerwartet schwer. Zwar hat die Autorin ein relativ gutes Zeitgefühl kurz Ausbruch des ersten Weltkriegs vermittelt, aber der Funke sprang irgendwie nicht über. Ich fand die Handlung leider ein wenig langatmig. Die Person des Kommissars Reitmeyer fand ich darüber hinaus recht flach. Kein Kommissar mit Ecken und Kanten, sondern für meinen Geschmack ein eher langweiliger Charakter. Da hat mir die Figur des Polizeiazubis Rattler sehr viel besser gefallen. Das Handlungsumfeld in der Homosexuellen-Szene hat mir auch nicht gut gefallen. Das ging aus dem Klappentext leider nicht hervor. Die Ermittlungen verliefen überaus schleppend, klar, bei den Steinen, die Reitmeyer in den Weg gelegt wurden. Aber ich habe nach dem Klappentext immer auf einen „Knallepeng“ gewartet, es kam da aber nichts. Auch weiß der Leser schon vor den Ermittlern, wer der Täter ist und wird nicht mit einem „Aha“-Erlebnis überrascht. Die Ermittlungen ziehen sich allerdings dann noch etliche Seiten weiter hin, so dass man schon zum Ende des Buches schielt. Mit Autoren wie z.B. Volker Kutscher (sorry, dass ich mit dessen Büchern einen Vergleich gezogen habe, war für mich aber irgendwie naheliegend) kann die Autorin leider bisher nicht mithalten. Dieser erste Band konnte mich nicht überzeugen, auch Fortsetzungen zu lesen.