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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.12.2020

Die Netzwerke alter weißer Männer ...

Amissa. Die Verlorenen
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... werden von Rica immer wieder zur Sprache gebracht, denn auch sie konnte sich nur mit viel Glück aus deren Fängen und mithilfe ihres jetzigen Mannes Jan lösen. Jan Kantzius war früher bei der Polizei, ...

... werden von Rica immer wieder zur Sprache gebracht, denn auch sie konnte sich nur mit viel Glück aus deren Fängen und mithilfe ihres jetzigen Mannes Jan lösen. Jan Kantzius war früher bei der Polizei, nun hilft er seiner Frau Rica, die für Amissa tätig ist, beim Ermitteln. Diese Hilfsorganisation hilft Angehörigen bei der Suche nach vermissten Personen. Durch Zufall kommen sie auf die Spur vermisster junger Mädchen, die sich nach einem Umzug in den sozialen Netzwerken über ihre schlimme Lage beschweren. Kurz darauf sind sie dann spurlos verschwunden und die Polizei tut das als Ausreißen von unzufriedenen Teenagern ab und ermittelt daher nicht besonders eifrig.

Rica und Jan werden zufällig Zeuge, als ein Mädchen nachts auf die Autobahn rennt und überfahren wird. Jan hält die Hand der Sterbenden und stürzt sich zusammen mit seiner Frau in die Ermittlungen. So kommen sie auf die Spur von noch mehr vermissten Mädchen und machen schreckliche Entdeckungen. Jans früherer Kollege Arthur König ist von seinen Einmischungen überhaupt nicht begeistert und lässt das Rica auch recht deutlich spüren.

Dieser sehr spannende Thriller ist raffiniert konstruiert und wird aus verschiedenen Perspektiven und in verschiedenen Zeitebenen fesselnd erzählt. Die grausamen Methoden von unmenschlichen Menschenhändlern werden sehr genau beschrieben, sodass man mit den armen Gefangenen mitleidet und deren Qualen gut versteht. Das Ermittlerpaar Rica und Jan war mir sehr sympathisch - man kann auch Jan gut verstehen, der die Verbrecher am liebsten alle umbringen würde.

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Veröffentlicht am 13.12.2020

Klerikaler, dennoch witziger Krimi aus Eichstätt!

Reliquienraub
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Kommissar Mike Morgenroth, stets in Jeans und Cowboy-Stiefeln gewandet, und sein Kollege "Spargel" haben einen neuen Fall in Eichstätt zu lösen. Der Bischof ist außer sich: die Gebeine des heiligen Willibald ...

Kommissar Mike Morgenroth, stets in Jeans und Cowboy-Stiefeln gewandet, und sein Kollege "Spargel" haben einen neuen Fall in Eichstätt zu lösen. Der Bischof ist außer sich: die Gebeine des heiligen Willibald wurden aus dem Dom entwendet und Lösegeld wurde gefordert. Doch bei der Übergabe des Geldes an den Erpresser ist wohl etwas schiefgelaufen, denn der Mittelsmann, ein Domkapitular, wurde ermordet aus dem Wasser gezogen. Wer hat diesen vornehmen und eleganten Mann auf dem Gewissen?

Lange tappen Mike und Peter im Dunkeln, geraten auch noch in richtig gefährliche Situationen, bis sie auf die richtige Spur kommen. Auch dieser witzige Krimi mit viel Lokalkolorit aus dem Altmühltal hat mich wieder gut unterhalten, wenn es diesmal auch sehr viel um kirchliche Belange ging. Der in manchen Dingen etwas naive Mike und sein kluger Kollege Peter sind mir sehr sympathisch und haben auch in diesem Fall wieder bestens zusammen gearbeitet.

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Veröffentlicht am 12.12.2020

Die Kreuzfahrt-Queen Miss Ilse löst den Fall!

Schneekönigin oben ohne
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Miss Ilse liebt Kreuzfahrten und fühlt sich auf dem Schiff wie Zuhause. Zu gerne beobachtet sie die anderen Passagiere und gibt ihnen in Gedanken passende Spitznamen. Als der Schneekönigin, wie Ilse sie ...

Miss Ilse liebt Kreuzfahrten und fühlt sich auf dem Schiff wie Zuhause. Zu gerne beobachtet sie die anderen Passagiere und gibt ihnen in Gedanken passende Spitznamen. Als der Schneekönigin, wie Ilse sie insgeheim getauft hat, ihr teurer Schmuck abhandenkommt und auch noch ihr jüngerer Begleiter spurlos verschwunden ist, macht sie sich gleich auf die Suche und ist natürlich erfolgreich!

Dies ist kein gewöhnlicher Krimi und auch nicht auf Papier gedruckt - nein - dies ist ein Badewannenbuch! Denn man kann es ohne Gefahr mit in die Wanne nehmen und dort in ca. 15 Minuten im warmen Wasser gemütlich lesen. Die Seiten bestehen aus Kunststoff und so kann man zusammen mit diesem ungewöhnlichen Buch auch problemlos abtauchen, ohne dass ein Schaden entsteht - einfach nur wieder trocknen lassen!

Ein witziges, kleines Geschenk für den, der schon alles hat! Dazu vielleicht noch ein gut riechendes Badesalz oder Schaumbad und dem großen Wannenvergnügen steht nichts mehr im Wege!

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Veröffentlicht am 11.12.2020

Vorweihnachtliches Drama in einem fränkischen Dorf!

O du fröhliche, o du grausige
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Die 50-jährige Bella ist genervt von ihrer Familie, jeder will etwas von ihr. Dazu noch die Nachbarin, die sie beim Stand am Weihnachtsmarkt fest mit eingeplant hat. Eigentlich würde sie viel lieber eine ...

Die 50-jährige Bella ist genervt von ihrer Familie, jeder will etwas von ihr. Dazu noch die Nachbarin, die sie beim Stand am Weihnachtsmarkt fest mit eingeplant hat. Eigentlich würde sie viel lieber eine richtige Reporterin sein, nicht nur als freie Mitarbeiterin über Versammlungen berichten. Als sie von einer solchen Nachts nach Hause fährt, findet sie eine schwer verletzte junge Frau am Straßenrand, von einem Auto angefahren und sterbend liegen gelassen. Sie nimmt ihre Chance wahr und berichtet über diesen Fall in ihrer Heimat-Zeitung. Sie beginnt, in ihrem Dorf herumzuschnüffeln und macht sich damit nicht unbedingt beliebt bei den Einwohnern.

Dieser Weihnachtskrimi von Friederike Schmöe hat mir wieder gut gefallen, vor allem, da er in meiner oberfränkischen Heimat spielt. Er ist spannend und witzig erzählt. Bella ist sehr gut beschrieben - sie hat es nicht leicht. Ein anspruchsvoller Ehemann, ein dementer Vater und dazu noch ihr Bruder und ihre Tochter mit Liebeskummer! Und alle möchten von ihr verwöhnt und betreut werden, da bleibt nicht viel Zeit für sie selbst. Aber sie meistert alle Schwierigkeiten, setzt sich auch gegen die teils etwas schwierige Dorfgemeinschaft durch und muss erkennen, dass das Drama auch ihre Familie betrifft.

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Veröffentlicht am 07.12.2020

Ein aufregendes Weihnachtsfest in der Provence!

Stille Nacht in der Provence
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Nicola und Andreas Kantor, ein Ehepaar um die 50, haben sich auseinander gelebt. Der Lehrer hofft, dass ein gemeinsamer Urlaub sie wieder einander näher bringt und so reisen sie in den Weihnachtsferien ...

Nicola und Andreas Kantor, ein Ehepaar um die 50, haben sich auseinander gelebt. Der Lehrer hofft, dass ein gemeinsamer Urlaub sie wieder einander näher bringt und so reisen sie in den Weihnachtsferien in die Provence, wo ihnen ein Kollege sein Ferienhaus zur Verfügung gestellt hat. Das Haus steht in einem, im Winter recht verlassenem, kleinem malerischen Ort. Kaum angekommen fängt es stark an zu schneien und hört nicht mehr auf. Durch die Schneelast stürzt ein Kellergewölbe auf dem Grundstück ein und Andreas entdeckt dort einen Sarg mit einer halb verwesten Leiche. Doch als er aus dem Dorf zurückkehrt, ist der Sarg spurlos verschwunden. Hat er sich das Ganze nur eingebildet?

Dieser weihnachtliche Kriminalroman ist gut erzählt, dazu kommen die anschaulichen Beschreibungen der malerischen Gegend von Miramas-le-Vieux und des leckeren Essens in der Provence. Manche Aktionen des Ehepaares waren für mich aber leider nicht ganz nachvollziehbar - die fand ich eher unglaubwürdig. Ansonsten ist dieses Buch eine schöne, leichte und vorweihnachtliche Unterhaltung.

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