Unbedingt lesen
Erntezeit: ThrillerZons im Jahre 1496. Bastian Mühlenberg ist auf der Spur des Schatzes, den der Erzbischof von Saarwerden bei der Errichtung der Stadtmauern unterirdisch versteckt hat. Während dieser Suche wird Zons von ...
Zons im Jahre 1496. Bastian Mühlenberg ist auf der Spur des Schatzes, den der Erzbischof von Saarwerden bei der Errichtung der Stadtmauern unterirdisch versteckt hat. Während dieser Suche wird Zons von einem Mörder heimgesucht. Als unbescholten angesehene Bürger verschwinden spurlos, alles was aufgefunden wird ist ihre Zunge als Zeichen ihrer Sünden. Die Spuren führen Bastian in das unterirdische Labyrinth von Zons und er stößt auf ein dunkles Geheimnis....
Zons heute. In den Rheinauen von Zons wird ein menschlicher Fußknochen gefunden. Was zunächst als alte Gebeine identifiziert wird, wird jedoch schnell zur Gewißheit, daß die Knochen noch frisch sind. Kommissar Oliver Bergmann stößt während seiner Ermittlungen auf eine Menge Verdächtige. Im Spiel sind die Salzsäureanlage im Chemiepark Dormagen ebenso wie ein Banker. Doch dann geraten auch noch die Studentin Emily und ihre Freundin Anna in Gefahr und Oliver muß sich mit seinen Ermittlungen beeilen....
"Der Sichelmörder von Zons" ist ein zweigleisiges Buch. Zum einen spielt die Handlung in der Vergangenheit, zum anderen in der Gegenwart. Die beiden Schauplätze wechseln von Kapitel zu Kapitel, sind aber klar abgegrenzt, so daß es keine Verwechslungen gibt. Die Charaktere sind toll herausgearbeitet und sind auch in diesem eigentlichen zweiten Teil einer Serie gut beschrieben. Man kann dies Buch ohne Vorkenntnisse lesen, jedoch wird immer wieder Bezug zum Vorgänger genommen, so daß man hier beim Lesen das Gefühl bekommt, unbedingt noch den ersten Teil lesen zu wollen. Die Stadt Zons wird hier wundervoll beschrieben, und wenn man, so wie ich, Zons kennt, bekommt man einen tollen Einblick in das alte Zons und kann sich, wenn man mal wieder in dieser alten Stadt ist, alles gut vor Augen führen. Aber auch wenn man Zons nicht kennt, bekommt man ein durch den bildlichen Schreibstil der Autorin ein gutes Gefühl dafür, wie es in Zons damals und auch noch heute aussieht.
Ein toller Krimi an einem interessanten Ort!