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Veröffentlicht am 17.01.2021

Toller Auftakt einer vielversprechenden Trilogie

Fall of Legend
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Worum geht’s?
Scarlett Priest und Gabriel Legend könnten wohl kaum unterschiedlicher sein. Sie bewegt sich in der New Yorker High Society, während er sich mit bloßen Fäusten durchs Leben kämpft. Da eine ...

Worum geht’s?
Scarlett Priest und Gabriel Legend könnten wohl kaum unterschiedlicher sein. Sie bewegt sich in der New Yorker High Society, während er sich mit bloßen Fäusten durchs Leben kämpft. Da eine Schießerei in seinem Nachtclub den erwarteten Erfolg des Legends hat ausbleiben lassen, ist er jedoch auf ihren Einfluss und ihre Unterstützung angewiesen – und lässt sie in dem Glauben, keine andere Wahl zu haben als einzuwilligen. Doch was zunächst lediglich eine Geschäftsbeziehung zu sein scheint, wird schon bald zu wesentlich mehr. Denn Gefühle lassen sich bekanntlich nicht einfach ausblenden, völlig egal, ob diese nicht vielleicht doch zu einer Gefahr für alle Beteiligten werden können.


Meine Meinung
Der Einstieg in diese Geschichte mag auf den ersten Blick mehr als nur ungewöhnlich erscheinen. Ob man das jetzt unbedingt realistisch finden muss, sei mal dahingestellt. Nichtsdestotrotz konnte mich die Handlung von Seite eins an mitreißen und hat keinerlei Langeweile aufkommen lassen.

Mit Abstand am positivsten hat mich Protagonistin Scarlett überrascht. Im ersten Moment vermutet man bei ihr, auf einen eingebildeten und überheblichen Charakter zu treffen und sehr schnell an ihrer Art zu verzweifeln. Stattdessen beweist sie aber, dass sie durchaus bodenständig und sympathisch ist – und das liest sich wirklich angenehm.

Gabriel bleibt ein relativ geheimnisvoller Protagonist, der meiner Meinung nach den Hauptteil des Spannungsaufbaus mitgetragen hat. Seine Hintergrundgeschichte hat mein Interesse maßgeblich hochgehalten, und da immer mal wieder kleine Bröckchen an Informationen bezüglich seiner Vergangenheit eingestreut wurden, konnte bei mir einfach keine Langeweile aufkommen.

Darüber hinaus hat Gabe unter Beweis gestellt, dass er nicht nur interessant und vielschichtig, sondern auch sehr fürsorglich sein kann. Diese Mischung verschiedener Charakterzüge hat nicht nur ihn, sondern auch Scarlett zu zwei für dieses Genre fast schon außergewöhnlich abwechslungsreichen und authentisch dargestellten Protagonisten gemacht, die ich wirklich gerne noch länger auf ihrer Reise begleiten möchte.


Fazit
Mich konnte dieser Auftaktband auf jeden Fall überzeugen und neugierig auf die beiden Folgebände machen. Wer kein Problem mit Slowburn – Lovestories hat und auf durchgängig eingestreute Spannung auch in Liebesromanen steht, dem wird Fall of Legend sicherlich auch so gut gefallen wie mir.

Dafür vergebe ich viereinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 28.12.2020

Ausführlich recherchiert – authentisch erzählt

Der Turm aus Licht
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Worum geht’s?
Im Zentrum dieser Geschichte steht der Bau des Freiburger Münsters, der nicht nur die Obrigkeiten der Stadt, sondern auch so ziemlich alle ihre Bewohner beschäftigt. Denn im Schatten des ...

Worum geht’s?
Im Zentrum dieser Geschichte steht der Bau des Freiburger Münsters, der nicht nur die Obrigkeiten der Stadt, sondern auch so ziemlich alle ihre Bewohner beschäftigt. Denn im Schatten des schönsten Turms auf Erden lebten die unterschiedlichsten Charaktere, deren Lebensgeschichten mal mehr und mal weniger eng mit dem berühmtesten Bauwerk der Stadt verwoben waren.


Meine Meinung
Dieses Hörbuch ist sicherlich das umfangreichste, welches ich dieses Jahr gehört habe. Die Masse an Inhalt mag zunächst ziemlich überwältigend wirken, dabei merkt man dann aber auch relativ schnell, dass sich das Zuhören wirklich lohnt.

Die Vertonung dieser Geschichte hat mir sehr gefallen, da man der Sprecherin auch über lange Zeit hinweg wirklich gut zuhören kann. Die häufigen Perspektivwechsel waren für mich zunächst ein wenig gewöhnungsbedürftig, dadurch erhält man gleichzeitig aber auch ein sehr breites Bild verschiedener Figuren und deren Schicksale.

Was man dabei natürlich nicht unterschätzen darf, ist die erforderliche Aufmerksamkeit des Hörers. Die vielen Handlungsstränge und die unterschiedlich detailliert erzählten Perspektiven waren neben der Gesamtlänge der Geschichte weitere Aspekte, die dieses Hörbuch zwar sehr interessant, dabei aber nicht gerade zu einer Nebenher – Lektüre gemacht hat.

Insgesamt hat man mit Der Turm aus Licht ein ganz schönes Stück Arbeit vor sich, welches Ausdauer und Interesse an der Thematik erfordert. Die historische Recherche ist aber wirklich beeindruckend und ermöglicht so eine ausgesprochen authentisch wirkende Erzählung, die viele interessante Hörstunden bietet.


Fazit
Auch wenn die Länge dieses Hörbuchs auf den ersten Blick ein wenig abschreckend wirken kann, das Durchhalten lohnt sich. Wer Lust auf eine historisch gut recherchierte Geschichte mit Einblicken in abwechslungsreiche Einzelschicksale hat, dem kann ich Der Turm aus Licht auf jeden Fall empfehlen.

Dafür vergebe ich viereinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.12.2020

Die große Liebe im Schnelldurchlauf

Off Limits - Wenn ich von dir träume
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Worum geht’s?
Um trotz der Depressionen ihrer Mutter über die Runden zu kommen, opfert Heather schon lange so ziemlich alles – einschließlich ihrer Träume. Als der Fotograf Noah dann ihr Bootshaus für ...

Worum geht’s?
Um trotz der Depressionen ihrer Mutter über die Runden zu kommen, opfert Heather schon lange so ziemlich alles – einschließlich ihrer Träume. Als der Fotograf Noah dann ihr Bootshaus für einen ganzen Sommer mietet, trifft sie fast der Schlag. Denn auch wenn Noah deutlich älter ist als sie, kann sie nicht leugnen, dass sie verrückt nach ihm ist. Und obwohl er ihr deutlich zu verstehen gibt, dass aus ihnen niemals etwas werden kann, lässt sich die Anziehung zwischen ihnen schon bald nicht mehr leugnen – und noch weniger lässt die sich so einfach ignorieren.


Meine Meinung
Ich weiß wirklich nicht, ob mein Leseeindruck bloß so absolut überwältigend war, weil ich das gesamte Buch währen einer ziemlich langen und nicht so ganz entspannten Zugfahrt gelesen habe, aber auf jeden Fall hat mich diese Geschichte gefühlstechnisch echt aus den Socken gehauen.

Insbesondere von Protagonistin Heather war ich mehr als nur überrascht. Mit ihren zwanzig Jahren hätte ich sie – ganz dem New Adult Klischee entsprechend – völlig anders eingeschätzt, als sie schlussendlich war. Die Mischung aus geistiger Reife und verletzter Seele hat sie für mich fast ein wenig alterslos erscheinen lassen, was einerseits unglaublich zu lesen war, auf der anderen Seite in mir aber auch viel Mitgefühl für sie hat aufkommen lassen.

Ihre Offenheit und Direktheit haben nicht nur Protagonist Noah, sondern auch mir manchmal wirklich die Sprache verschlagen. Diese Forschheit hat sich meiner Meinung nach auch im Erzähltempo bzw. im Fortgang der Handlung niedergeschlagen, was mir im Endeffekt irgendwie das Gefühl gegeben hat, der Geschichte bloß im Schnelldurchlauf folgen zu können.

Witzigerweise fand ich die Anziehung zwischen den beiden trotzdem noch authentisch beschrieben, und selbst als sich das Buch dem Ende näherte, hatte ich nicht den Eindruck, als habe die Autorin bloß panisch versucht, noch möglichst viel Handlung auf wenige Seiten zu quetschen. Rational betrachtet war mir das Tempo an dieser Stelle eigentlich zu hoch, aber irgendwie hat es Penelope Ward doch geschafft, mich mit der Beziehung von Noah und Heather zu überzeugen anstatt mich völlig zu verschrecken.


Fazit
Die Grundstory hat mir gut gefallen, die Gefühle waren toll beschrieben und die Liebesgeschichte der Protagonisten hat mich tatsächlich sehr berühren können. Trotzdem ging es mir mit diesem Buch an einiger Stelle ein wenig zu schnell, auch wenn es natürlich super ist, ein Buch an einem Nachmittag durchsuchten zu können. Wer nach genau so einem Buch mit wirklich großen Gefühlen und einer sehr direkten Protagonistin sucht, der ist hier genau richtig.

Von mir gibt es dafür viereinhalb Bücherstapel.

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  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.12.2020

Emotionale Geschichte, die mich leider nicht hundertprozentig überzeugt hat

Weil alles jetzt beginnt
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Worum geht’s?
Kurz bevor Evvie endgültig aus ihrer unglücklichen Ehe fliehen kann, erreicht sie die Nachricht, dass ihr Mann verstorben sei. Schock und Schuldgefühle beherrschen sie seitdem, denn auch ...

Worum geht’s?
Kurz bevor Evvie endgültig aus ihrer unglücklichen Ehe fliehen kann, erreicht sie die Nachricht, dass ihr Mann verstorben sei. Schock und Schuldgefühle beherrschen sie seitdem, denn auch wenn Evvies Mann als strahlender Held der Gesellschaft in ihrem Heimatort auftrat, privat war er ein herrschsüchtiger Mensch, der sie jahrelang emotional missbraucht hat – doch das kann sie niemandem erzählen. Bis ein Freund ihres besten Freundes bei ihr einzieht. Dean ist eigentlich erfolgreicher Baseballspieler, kann seit einiger Zeit jedoch keinen vernünftigen Ball mehr werfen. Für das Zusammenleben der beiden gilt eigentlich nur eine Regel: Evvie fragt Dean nicht über seine Karriere aus, und im Gegenzug erwähnt Dean nicht ihren Mann. Doch schon bald wird aus der Wohngemeinschaft eine Freundschaft – aus der sich mehr entwickeln könnte, als beide zunächst angenommen hätten.


Meine Meinung
Der Schreibstil dieses Buches hat mir schon in der Leseprobe wirklich gut gefallen, insbesondere weil die Übersetzungen hier wirklich ausgesprochen natürlich klingen.

Die Charaktere dieser Geschichte fand ich insgesamt durchaus interessant, vor allem weil ihre jeweiligen Lebenslagen ziemlich authentisch und nicht allzu überzogen dargestellt wurden. Insbesondere die Gefühle und die innere Zerrissenheit von Protagonistin Evvie waren meiner Meinung nach sehr realistisch beschrieben.

Besonders positiv überrascht war ich von der Art und Weise, wie Konflikte in diesem Buch gelöst wurden. Erwachsene Konfliktlösung ist für dieses Genre ja nicht so wirklich typisch, was bei mir normalerweise nur noch ein müdes Augenrollen hervorruft. Dementsprechend gut hat mir an dieser Geschichte daher gefallen, dass Probleme und auch menschliches Fehlverhalten nicht nur angesprochen, sondern eben auch besprochen wurde, ohne das dabei unnötig viele Gefühle verletzt werden mussten – meistens jedenfalls.

Natürlich durfte auch in dieser Geschichte ein wenig des obligatorischen Dramas nicht fehlen, bevor man aufs Happy End zusteuern konnte. Aber auch was diesen Part des Buches anging, hatte ich nicht das Gefühl, mit völlig unrealistischen Szenarien konfrontiert zu werden. In gewisser Weise haben die auftretenden Probleme sogar sehr gut zum Verlauf des restlichen Handlungsbogen gepasst und die Geschichte so zu einem runden Abschluss geführt, ohne dabei ihre Emotionalität völlig unter den Teppich zu kehren.


Fazit
Weil alles jetzt beginnt ist eine ziemlich emotionale Geschichte, die mit authentisch gestalteten Charakteren und einem ziemlich erwachsenen Konfliktmanagement punkten konnte. Trotzdem ist bei mir der Funke nicht zu einhundert Prozent übergesprungen, was angesichts des Potenzials der Geschichte schon ein wenig enttäuschend war.

Dafür gibt es von mir viereinhalb Bücherstapel.

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  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.12.2020

Gesunde Plätzchen für die Weihnachtszeit

Weihnachtsplätzchen zuckerfrei
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Meine Meinung
Weihnachtsplätzchen zu backen, ohne dabei Zucker zu verwenden? Das klang für mich definitiv interessant, denn so wirklich vorstellen konnte ich mir nicht, wie man das umsetzen soll.

Umso ...

Meine Meinung
Weihnachtsplätzchen zu backen, ohne dabei Zucker zu verwenden? Das klang für mich definitiv interessant, denn so wirklich vorstellen konnte ich mir nicht, wie man das umsetzen soll.

Umso überraschter war ich daher, wie leicht sich einzelne Zutaten austauschen lassen, ohne dabei den Geschmack allzu sehr zu verändern – und ohne unnötig viel Mehraufwand ins Backen investieren zu müssen.

Ein wenig enttäuscht war ich eigentlich nur von dem geringen Umfang des Buches an sich. Prinzipiell beinhaltet der Verzicht auf Zucker vor allem die Verwendung anderer Süßungsmittel, was jetzt nicht unbedingt eine bahnbrechend neue Erkenntnis darstellt. Die Tipps und Tricks waren zwar durchaus interessant und hilfreich, einen wahnsinnigen Aha – Moment hatte ich dabei allerdings eher weniger.


Fazit
Auch wenn das Buch insgesamt ein wenig schlank geraten ist, waren die Rezepte durchaus interessant und lassen sich wirklich einfach nachbacken. Wer auch in der Weihnachtszeit auf nichts verzichten, gleichzeitig aber ebenso ein wenig auf seine Gesundheit achten möchte, für den ist dieses Buch sicherlich eine tolle Idee.

Dafür gibt es viereinhalb Bücherstapel von mir.

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