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Veröffentlicht am 04.03.2021

Familiengeschichte welche die DDR in negativer Perspektive wiedergibt

Geteilte Träume
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Vorweg möchte ich mich an dieser Stelle beim Lübbe Verlag und bei Bloggerjury.de für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanken.

Wir lernen die junge Ingke kennen. Das 18-Jährige kommt aus einer ...

Vorweg möchte ich mich an dieser Stelle beim Lübbe Verlag und bei Bloggerjury.de für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanken.

Wir lernen die junge Ingke kennen. Das 18-Jährige kommt aus einer wohlbehüteten Familie in der es in der Kindheit des Mädchens nie Schicksalsschläge gab. Doch nun erfährt sie, dass ihre Mutter an Krebs erkrankt ist. Die Familie möchte Ingke nicht um eine Spende bitten, da sie sich auf ihr Abitur vorbereiten soll. Doch das Mädchen lässt sich nichts vorschreiben und erfährt durch den Bluttest das sie nicht blutsverwandt ist. Ihre Adoption lässt sie aus allen Wolken fallen und sie sehr wütend werden. Ihre Adoptivfamilie erklärt ihr, dass Ihre leibliche Mutter zu DDR-Zeiten die Flucht in den Westen antrat und sie somit in ein Heim kommt.

Ingke will es nicht nachvollziehen können. Immerhin ist es 1992 und die DDR für sie eine Zeit in der Vergangenheit, welches Ihr Leben kaum beeinflusst. Ist sie nun eine Beerenhein oder eine Schröder? Und welche Eigenschaften und Gene hat sie geerbt? Was war denn bloß so schlimm in der DDR um diesen Schritt zu gehen?

Genau dies erfährt sie, in dem sie mit jedem, aber wirklich jedem in der Adoptivfamilie und auch der blutsverwandten spricht und sich die Vergangenheit erklären lässt. Um zu verstehen wer mit wem verwandt ist, gibt es eine sehr gute Übersicht am Ende des Buches, welche ich empfehle erstmal anzuschauen.

Dann beginnt die große Geschichtenerzählung aus der Vergangenheit aller Familienmitglieder. Von ihrem Onkel dessen große Liebe verboten war. Da er in der DDR lebt und sie in der BRD. Für sowas muss man dann in die Nachbarländer fahren, um dort Zeit verbringen zu können. Von seiner Schwester die während ihres Studiums mit der Stasi zusammenarbeiten musste.

Ingke erfährt nach und nach immer mehr über die Zeiten der DDR. Von Verlust und Verrat, von Frauen die sich verkaufen müssen um ihr Land zu schützen und Männer die noch größere Verbrechen begangen haben. Von der Flucht in den Westen, das Leben vor Ort, der Angst vor der Staatspolizei.

Leider erfährt man fast nur negatives, als wäre das Leben der DDR eine reine Zumutung gewesen und alles schlecht. Natürlich ist es anders als das Leben in der DDR aber so schlimm es dargestellt wird, ist es etwas übertrieben. Zudem in der Familie so ziemlich alles Negative angehäuft passiert ist.

Leider kam mir Ingke als Figur zu kurz. 95% der Geschichte basiert auf der Vergangenheit und weniger um die Gegenwart. Das das Mädchen aber wirklich mit jedem reden musste um Verständnis zu haben, zur Adoption freigegeben zu werden und dass ihre Mutter aus gutem Grund geflohen ist, war für das Buch zwar die Basis, aber so doch recht übertrieben. Allein die Geschichte, wo ein Grundstück durch Bereitwilligung zur Vergewaltigung, dieses vor der Abnahme schützt, hätte mir gereicht um die Zeiten zu verstehen.

Für Liebhaber der DDR und Familiengeschichten mit viel Story und Hintergrund ist diese jedoch ein empfehlenswertes Buch.

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Veröffentlicht am 27.02.2021

Das etwas andere Naturbuch

Der Braune Bär fliegt erst nach Mitternacht
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Die Autorin Johanna Romberg arbeitet als Journalistin und ist in ihrer Freizeit begeisterte „Birdwatcherin“. Vögel zu beobachten und sich um das Thema Natur und dem damit verbundenen Naturschutz ist ihr ...

Die Autorin Johanna Romberg arbeitet als Journalistin und ist in ihrer Freizeit begeisterte „Birdwatcherin“. Vögel zu beobachten und sich um das Thema Natur und dem damit verbundenen Naturschutz ist ihr wichtig.

In ihrem Buch bringt sie dem Leser neben einer sachlichen Erklärung die persönliche Ebene zur Natur näher. In neun Kapiteln erfahren wir viel von der Vielfalt der Natur und wie jeder von uns etwas zum Erhalt beisteuern kann. Am Ende jedes Kapitel erfahren wir in einem KURZAUSFLUG etwas über eine Pflanzenart. Dies lockert die etwas längeren Kapitel auf und geben dem Ganzen noch etwas Abwechslung.

Jedes Kapitel mit seinem sachlichen Inhalt, beinhaltet aber auch die menschliche Seite der Geschichte. Von Menschen die der Botanik oder den Tieren helfen. Vom professionellen Helfer der in einem e.V. ist, es beruflich macht oder der Mensch der zufällig in die Thematik reingerutscht ist.

Sehr schön sind die Bilder welche ein jedes Kapitel eröffnet haben.

Die Einleitung in das Buch war mir persönlich etwas zu langatmig gewesen. Über die Naturverschmutzung, die Ausrottung und das Schrumpfen des Lebensraumes der Tiere ist mehr als genügend bekannt und leider hat es mich doch eher entmutigt diese Einleitung bis zum Ende zu lesen.

Die einzelnen Kapitel sind schöngeschrieben, leicht zu verstehen und abwechslungsreich. Die Menschen die in den Kapiteln wirken sind sympathisch und man ist dankbar für ihre Hilfe an der Natur. Sehr schön fand ich, weil es auch einfach für jedermann ist, ist die Pflanzenchallange.

Darüber hinaus war mir das Buch aber trotz allem fast schon etwas zu trocken. Für meinen Geschmack fehlt dem Buch noch ein bisschen die Leichtigkeit. Zu viele Fachwörter, zu viele Details, die so manchen abhalten könnte es bis zum Ende durchzulesen. Für Fans der Natur und die sich eine Motivation suchen wollen mitzuhelfen, kann dieses Buch eine sehr interessante Hilfe sein, denn man sieht wie andere es auch schon schaffen. Dazu noch die Vielfalt der deutschen Tierwelt, welche viel zu wenig Beachtung bekommen.

Und der braune Bär, gehört zu den Nachttieren, er steht immer um 1:00 Uhr in der Nacht pünktlich auf und fliegt dann sein Revier ab.

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Veröffentlicht am 23.02.2021

Den Tsokos muss ich mit der Lupe suchen - ansonsten stabiler Krimi

Die siebte Zeugin
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Ein Familienvater verabschiedet sich von seiner Tochter, geht in eine Bäckerei und erschießt dort einen Mann. Ohne Widerstand zu leisten lässt sich dieser verhaften und der Skandalprozess für Berlin beginnt. ...

Ein Familienvater verabschiedet sich von seiner Tochter, geht in eine Bäckerei und erschießt dort einen Mann. Ohne Widerstand zu leisten lässt sich dieser verhaften und der Skandalprozess für Berlin beginnt. Was bewegte den Familienvater zu dieser Tat?

Den Grund will Strafverteidiger Rocco Eberhardt herausfinden. Auf einen Freispruch kann man nicht hoffen, aber er ist gewollt ihm zu helfen und zugleich dem Erzfeind, Oberstaatsanwalt Bäumler, einen Strich durch die Rechnung machen.

In recht kurzen Kapiteln, die teilweise nicht mal eine Seite lang sind, erfahren wir nach und nach die Hintergründe für die Tat. Warum wurde der Rechtsanwalt Lindner erschossen? Was bewegte Nölting zur Tat? Wusste seine Familie davon?

Für Rocco und seinen Ermittler sind das viele offene Fragen. Der er seinen Job wie ein Spiel sieht und nicht gerne verliert, hat das erste Mal das Bedürfnis es richtig anzugehen. Denn es ist eine Familie die hier auseinandergerissen werden soll. So wie es bei seiner der Fall ist. Denn im Leben von Rocco läuft auch nicht alles rund.

Wir erleben einen Justiz-Krími, mit dem Kampf um die Wahrheit, Bestechung und Eigeninteresse.
Wer eine einfache Lektüre sucht, wo der Täter bereits bekannt ist und das Motiv auch schon auf den ersten Seiten ersichtlich ist, ist hier richtig. Spannung kam für mich leider kaum auf. Auch der Titel, auf den Mann hin fieberte, war leider etwas irreführend. So hofft man das die 7. Zeugin etwas Besonderes zu Tage bringt, aber wurde dann doch sehr enttäuscht.

Ein weiterer Minuspunkt war für mich, dass hier Tsokos zwar auf dem Buch draufsteht, im Buch aber nicht wirklich zu finden ist. Seine sonstigen sehr detailreichen und zu hundert Prozent fachmännischen Fakten zur Rechtsmedizin sind hier nur minimal aufzufinden. Er bestätigt nur das Lingner tot ist und die Schüsse bewusst gesetzt wurden. Danke, dass war auch ohne Studium schnell begreifbar. Daher wäre es in der Konsumwelt, eine klassische Mogelpackung. Leider auch für mich.

Alles in allem ist eine nette Lektüre. Das Ende vom Buch ist zugleich eine Vorschau, auf den nächsten Teil und was hier Bestandteil der Geschichte sein wird. Aber es ist der erste Teil in sich geschlossen, auch wenn manche Leute von einem Cliffhanger sprechen. Dem ist nicht so.

Für mich wäre Tsokos ein Kaufargument gewesen. Da ich das Buch jedoch als Rezensionsexemplar erhalten habe, hier ein Dankeschön an Wasliestdu.de, bin ich froh es so erhalten zu haben. Den zweiten Teil werde ich jedoch nicht mehr lesen.

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Veröffentlicht am 16.02.2021

Vor zehn Jahren hat mich die Reihe mehr mitgenommen.... bin nun ich oder das Buch zu alt geworden?

City of Ashes
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„Die Chroniken der Unterwelt“, eine Reihe die nach zehn Jahren noch jeder kennt und immer noch im großen Stil gelesen wird. Die Serie bei Netflix. Und da komme ich und schaffe es nach all den Jahren erst ...

„Die Chroniken der Unterwelt“, eine Reihe die nach zehn Jahren noch jeder kennt und immer noch im großen Stil gelesen wird. Die Serie bei Netflix. Und da komme ich und schaffe es nach all den Jahren erst den zweiten Teil zu lesen, einer Reihe die vollständig im Schrank steht und durch Klarsichtfolie sicher verpackt. Es ist für mich der Beginn des großen Abarbeitens der ganzen alten Bücher und so auch dieser Reihe.

Leider hat sich mein Buchgeschmack von damals bis heute sehr gewandelt und meine Lust auf dümmliche, weibliche Teenager steigt nicht mit meinem Lebensalter, sondern sinkt eher. So ist die Geschichte alles, aber in über der Hälfte einfach nur träge und langweilig.

Wir setzen am Ende vom ersten Teil an. Nebencharaktere sind tot, der Kelch weg. Wir erleben eine Nebenszene, welche das ganze Buch als böse Absicht von Valentin zeigt. Erstmal nichts Neues. Simon ist ein Vampir, das Verhältnis zwischen Jace und Clary mehr im Mittelpunkt als das Problem toter Werwölfe und Angriffe auf Vampire.

Valentin hat einen Plan, verfolgt diesen im Buch. Es kommen neue Charaktere wie die Inquisitorin rein, welche Jace hasst und ihn am liebsten tot sehen will. Sowas von sympathisch die Frau (Ironie aus). Nun was passiert noch? Man trifft das Feenvolk, die verschiedenen Schattenwesen tun sich zusammen und Clary hat mehr Sorgen nicht mit Jace ins Bett steigen zu dürfen als das ganze drum herum. Also das Übliche.

Tut sich in der Geschichte auch was? Im Großen und Ganzen nein.

Gut ist, dass es mal nicht nur aus der Sicht der kleinen und absolut dümmlichen Clary spielt. Soviel Dummheit, Ignoranz, Egoismus und Kindergehabe, hätte mich vor zehn Jahren weniger gestört, aber nun bin ich einfach raus aus der Akzeptanz für sowas. So erleben wir die Sicht von Jace die wesentlich spannender und besser ist. Da gibt es dann noch ein zwei weitere die mal ran dürfen, aber zu wenig als dass es gut wäre.

Wie geht es nun weiter? Ich werde den dritten Teil lesen, wenn es hakt auch das gekürzte Hörbuch nehmen. Denn viele Stellen sind einfach zu ausschweifend und übertrieben erklärt. Aber ob ich es bis zum Ende durchziehe, weiß ich heute leider noch nicht.

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Veröffentlicht am 13.12.2020

Wie ein viel zu langes Vorspiel welches nicht auf den Punkt kommt

Gebieter der Elemente - Gläserner Sturm
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Wir beginnen das Buch und die Geschichte mit Foster. (Für mich ein ungewohnter Mädchenname, aber immerhin kommt das Autorenduo aus Amerika, da scheint es eher normal zu sein). Zuerst denkt man, man liest ...

Wir beginnen das Buch und die Geschichte mit Foster. (Für mich ein ungewohnter Mädchenname, aber immerhin kommt das Autorenduo aus Amerika, da scheint es eher normal zu sein). Zuerst denkt man, man liest die Gedanken und die Geschichte aus der Sicht einer 15-Jährigen oder jünger, wenn man bedenkt wie sie mit Cora rumdiskutiert. Cora ist ihre Adoptivmutter. Foster hat heute ihren 18. Geburtstag und würde gerne mal wie normale Leute feiern. Aber dem soll nicht so sein. Denn sie sind auf der Flucht, vor wem weiß sie nicht so genau. Aber es geht immer die Westküste lang, hoch und runter.

Cora fährt mit ihr zu einem Footballspiel obwohl ein Unwetter angekündigt wird. Dort treffen sie auf Tate den Spieler. Foster und er erleben etwas Unglaubliches und sehr Trauriges. Sie flüchten vor den Geschehnissen und werden erfahren das es kein Zufall war.

Die Geschichte nimmt an Fahrt auf. Foster erfährt das ihr Adoptivvater noch lebt. Dieser ist ein verrückter Wissenschaftler, sie und Tate sind Gebieter der Elemente mit Schwerpunkt Luft und es sind weitere Menschen hinter ihnen her.

Mehr gebe ich an dieser Stelle nicht weiter, weil das Thema noch mehr beinhaltet und sonst zu sehr spoilern würde.

Die Grundidee ist nicht schlecht, aber zu einfach beschrieben. Als wäre es so einfach Menschen zu Verändern. Wenn die beiden die Luft beeinflussen, dann liest man seitenweise davon, aber auch hier ist es nicht gerade interessant, sondern langweilig und läuft immer nach demselben Schema.

So sind die Charaktere auch recht uninteressant und flach. Foster ist das typische Mädchen welches vom viel jünger wirkt. Tate ist am Anfang natürlich sehr rabiat und will zurück zum Unfall. Klar kann man das verstehen aber er sieht nicht die Gefahr und muss von Foster ziemlich hart von der Idee abgehalten werden.

Dann sind da noch alle Charaktere, die alle einen Platz im Buch bekommen. Jeder darf in seinem Kapitel seine Gedanken äußern und man merkt wer für den gestörten Plan ist und wer nicht. Dies nimmt dem Buch den Biss, um zu hoffen das noch jemand auf der Seite der Kids ist, denn dies ist von vornerein bekannt. Wer Zweifel am Plan hat, obwohl er auf der Seite der Bösen ist.

So wie ich durch das Buch geholpert bin, so holpere ich auch durch diese Rezension. Ich möchte nicht zu viel verraten, aber umso schwerer ist überhaupt noch was dazu zu schreiben.

Letztendlich muss noch eins gesagt werden, es gibt im deutschen nur den ersten Band. Die Folgebände, welche die Reihe erst richtig in Fahrt bringen würden, wurden vom Verlag nicht übersetzt und werde es in Zukunft kaum noch da das Erscheinungsdatum schon zu alt ist.