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Veröffentlicht am 30.01.2021

Allein und verlassen

Asche ist furchtlos
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Jonas ist verlassen. Verlassen vom Leben, von Liebe und von einer Zukunft, egal von welcher Art. Als er unerwartet auf seine Tochter trifft, holt ihn die Vergangenheit im Sekundentakt ein. Er sieht Nora ...

Jonas ist verlassen. Verlassen vom Leben, von Liebe und von einer Zukunft, egal von welcher Art. Als er unerwartet auf seine Tochter trifft, holt ihn die Vergangenheit im Sekundentakt ein. Er sieht Nora in ihr und kann nur schwer vergessen.

Nora, die schöne scheinbar unerreichbare Frau, die mehr als nur ein Abenteuer für Jona war. Ausgerechnet für Jona, der eigentlich gar nicht so genau weiß, wie man Abenteuer überhaupt schreibt.

Doch dann ist Nora so schnell verschwunden, wie sie ihm damals erschienen ist und lässt ihn mit ihrer gemeinsamen Tochter Ciri zurück.

Das Leben meint es danach mit Jonas nicht wirklich gut. Er kann und will Nora nicht vergessen und macht sich auf die Suche nach dieser Frau. Er zieht durch diverse Nachtklubs, fällt wieder in die Strukturen seines alten Lebens gemeinsam mit Nora zurück und schafft es nur schwer und für den Leser kaum erträglich, sich irgendwie über Wasser und von den Gedanken an Nora fern zu halten.

Fazit

Clint Lukas hat eine Männerfantasie geschaffen. Nora, eine entwaffnende Frau, sexy und einzigartig, die einen Mann so schnell nicht mehr aus ihren Fängen lässt. Alle Waffen werden gezogen und die Register der Manipulation sind scheinbar unendlich.

Das Nachtleben entpuppt sich als Rettung und Abstieg zugleich. Während Nora die Odyssee seines Vaters mal mehr mal weniger gut ertragen kann, wird deutlich, dass sich die Berliner Untergrundszene als verblüffend anstrengend zeigt.

Die dunklen Abgründe werden tiefer und tiefer und Lukas wirf ein obsessives Licht auf Kreuzberg. Entweder man ist Teil davon oder mal lässt besser ganz die Finger davon.

Bei so viel Spannung kann ich diese Geschichte in kein Gerne quetschen. Für mich ist es eine verkappte Love-Story, die wie man schon nach den ersten Zeilen erahnt, kein gutes Ende nehmen wird…

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Veröffentlicht am 18.01.2021

Pfälzer Mord a la carte

Amuse-Gueule
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Wie wäre es zwischendurch mal mit einem kleinen Genuss-Krimi?

Mit den besten Grüßen aus der Küche erzählt uns Christina Bacher von Karla. Die erfährt durch einen Anruf vom schweren Sturz ihrer Mutter. ...

Wie wäre es zwischendurch mal mit einem kleinen Genuss-Krimi?

Mit den besten Grüßen aus der Küche erzählt uns Christina Bacher von Karla. Die erfährt durch einen Anruf vom schweren Sturz ihrer Mutter. Natürlich lässt sie alles stehen und liegen und fährt besorgt in ihre alte Heimat um sich dort um ihre kranke Mutter, das alte Haus und um das Restaurant zu kümmern.

Dort angekommen muss sie feststellen, dass der Sturz ihrer Mutter scheinbar kein Einzelfall war. Wird ihre Mutter etwa so langsam dement? Als Karla tags darauf feststellt, dass auch der in die Jahre gekommene Nachbar vom Forellenhof scheinbar heimgesucht wird, kommt dies ihr doch ein wenig komisch vor.

Die kommende Nacht wird für Karla zur Hölle. Sie selbst gerät unter Mordverdacht und soll ausgerechnet ihre Mutter vergiftet haben. Die Welt steht Kopf.


Ein altes Geheimnis führt einen Mörder in die schöne Pfalz. Er rührt kräftig mit Gift und verteilt seine Dosen gezielt, bis ihm Karla auf die Spur kommt.

Amuse-Gueule von Christina Bacher entpuppt sich als spannender Kurzkrimi. Gespickt mit Pfälzer Eigenschaften und leckeren Gerichten sollte man als Leser natürlich ausreichend Saumagen, Leberknödel und Handkäs im Kühlschrank haben!

Nachmachen empfohlen, natürlich ohne Gift!

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Veröffentlicht am 25.12.2020

Ein Stolperstein weniger

Mein innerer Tyrann. Über die Kunst, sich selbst nicht im Weg zu stehen. Frei und selbstbestimmt leben – so klappt’s! Denkmuster durchbrechen und Selbstliebe lernen mit dem Selbstcoaching Ratgeber
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Über die Kunst, sich selbst nicht im Weg zu stehen

Wer steht sich nicht selbst schon mal im Weg? Mit diesem praktischen Sachbuch kommt man dem inneren Tyrannen auf die Spur.

Aber wer ist denn eigentlich ...

Über die Kunst, sich selbst nicht im Weg zu stehen

Wer steht sich nicht selbst schon mal im Weg? Mit diesem praktischen Sachbuch kommt man dem inneren Tyrannen auf die Spur.

Aber wer ist denn eigentlich der innere Tyrann und wie kann ich mich von diesem lösen? Zur Auffindung müssen wir ein wenig in unserer Vergangenheit stöbern. Liegt vielleicht die Sabotage in unserer Kindheit und ist uns irgendwie unbewusst anerzogen?

Weiter geht es mit dem eigenen Glück. Wie bestimmen wir unser Glück nunmehr selbst und das in sämtlichen Lebensbereichen.

Doch was wird aus uns, wenn wir keinen inneren Tyrannen mehr besitzen? Leben wir völlig frei davon und können auch die feinste Stimme aus dem Off konsequent abschalten?

Mit diversen Übungen wird dem Leser hier aufgezeigt, wie man selbst den inneren Tyrannen konstant los wird und aufkommende Selbstzweifel schon auf Anhieb erkennt. Doch die Muster der eigenen Kindheit sitzen tief und es bedarf einiger Hilfe, um diesem entgegenzutreten.

Erkenntnis ist das Zauberwort und bringt erst nach tieferem Graben und Betrachten der Vergangenheit Erleuchtung.

Für weitere Hilfen bietet das Autorenduo zuletzt noch zahlreiche Literaturempfehlungen und weitere praktische Ratgeber.

Fazit:

Das Autorenduo beschreibt diesen Ratgeber selbst als Einlassticket zum eigenen Selbst. Wie entkommt man seinen Selbstzweifeln und wie wird man sie für immer los? Diese Frage muss sich der Leser durch die Kapitel hinweg immer wieder stellen. Dies bedeutet aber auch, dass man sich seiner eigenen Vergangenheit stellen muss und ob das immer so einfach ist, wage ich zu bezweifeln.

Dennoch ist dieser handliche Ratgeber sicherlich ein erster Schritt in die richtige Richtung.

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Veröffentlicht am 28.11.2020

Cosy Crime....

Agatha Raisin und der tote Tierarzt
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Was wäre England ohne diese beschaulichen Dorfanger? Genau, nichts! Doch diese beschaulichen kleinen Dörfchen entpuppten sich für Krimiautoren als wahre Fundgruben.

Agatha, ehemalige super erfolgreiche ...

Was wäre England ohne diese beschaulichen Dorfanger? Genau, nichts! Doch diese beschaulichen kleinen Dörfchen entpuppten sich für Krimiautoren als wahre Fundgruben.

Agatha, ehemalige super erfolgreiche PR-Agentin zieht aufs Land. Bepackt mit allerlei City-Chic passt sie mit ihren High-Heels nicht so wirklich in diese britische Szenerie.

In den Cotswolds schwankt Agatha nunmehr zwischen Langweile und Irrsinn.

Sie sieht sich endlich angekommen und vom ländlichen Dorfvolk angenommen, als sie endlich beim neuen Dorftierarzt zum Essen eingeladen wird. Der Tierarzt wird kurze Zeit später tot in einem Reitstall gefunden und natürlich steht Agatha als Neuling sofort unter Generalverdacht.

Die lokale Polizei entpuppt sich, bis auf den Lehrling Bill als wahrer Reinfall, sodass Agatha beschließt, selbst ein wenig zu ermitteln.

Doch es macht sich schnell Enttäuschung breit, als sie herausfindet, dass der Tierarzt in den umliegenden Dörfern nichts hat anbrennen lassen und sie nur ein weiteres „Opfer“ auf seiner Date-Liste war.

Dank der Hilfe ihres alten Kollegen und Freund aus London decken die beiden auf, dass hier eine Menge Geld im Spiel war.

Fazit:

Mein erster Agatha Rasins war nicht schlecht, jedoch würde ich diese Reihe eher in das Fach Cosy-Crime packen.
Agathas verzweifelter Versuch, sich in dieser Gemeinde einzubringen und endlich ihre alten Verbindungen und das Heimweh nach London abzuschneiden stellt sich doch als sehr mühselig heraus. Dank James, dem netten Nachbarn (Achtung Spoiler-Alarm) und Bill Wong, dem einzig klardenkenden Ermittler in diesem Trio macht M. C. Beaton durch aus Neugierde auf die kommenden Folgen.

Diese Reihe sollte man unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen. Die Serie wurde von der BBC ebenfalls verfilmt und ist meiner Meinung nach auch sehr gelungen. Marion Chesney hat unter ihrem Pseudonym mit ihren Büchern eine gute Filmvorlage geschaffen.

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Veröffentlicht am 22.11.2020

Die dunkle Trauer

Dein totes Mädchen
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Lianne ist tot. Caroline, die Mutter ist zutiefst erschüttert. Um irgendwie mit dem Verlust umzugehen, zieht sie in eine alte Hütte. Gemeinsam mit ihrem Hund versucht sie dort, ihrer Traurigkeit zu entkommen. ...

Lianne ist tot. Caroline, die Mutter ist zutiefst erschüttert. Um irgendwie mit dem Verlust umzugehen, zieht sie in eine alte Hütte. Gemeinsam mit ihrem Hund versucht sie dort, ihrer Traurigkeit zu entkommen.

Aus dem hektischen Hamburg entkommen, nehmen wird sie von der Dorfgemeinschaft auf dem schwedischen Land ganz selbstverständlich aufgenommen.

Nichts scheint unnatürlich, ihre Trauer ganz normal. Sie lebt ihr Leben tagein tagaus.

Die alte Hütte ihrer Familie entpuppt sich als eine Art Heimat, die Caroline bisher nicht gekannt hat, aber auch als eine Art Gefängnis.

Nach ein paar Wochen taucht Carolines Verlobter Thomas auf. Dieser erkennt seine Verblobte Caroline nicht mehr wieder. Geplagt und tief versunken in Schuldgefühlen ist aus ihr ein anderer Mensch geworden.

Ulf Svensson, leitender Kriminalkommissar macht mal wieder unnötige Überstunden als sei Faxgerät mitten in der Nacht anspringt. Die Frau auf dem Fax raubt Ulf für kurze Zeit die Besinnung. Ist das etwas Caroline? Seine alte, fast vergessene Jugendliebe?

Die Recherchen ergeben, dass Caroline wieder in der Nähe von Ulfs Revier wohnt und er ist besorgt, gab es zu ihren alten Zeiten mehr als ein dunkles Vorkommnis.

Ulf beschließt, gemeinsam mit den restlichen alten Freunden Björn und Maybrit, Carolines Leben wieder in Ordnung zu bringen, aber werden sie es schaffen?


Der Winter in Schweden kann sich als unerbittlich erweisen. Wenn man ihn überlebt, ist man reicher an Lebensfreude. Alex Berg schafft es, dieser schönen und eisigen Kulisse mit einem Hauch von Drama zu umlegen. Carolines Verlust wiegt schwer und man fragt sich als Leser, ob ein Mensch sich fernab der Zivilisation in einer alten Hütte wieder selbst heilen?

Doch Caroline ist nicht allein. Ulf und ihre alten Freunde sind schon auf Rettungsmission, aber wird das gelingen? Als Leser ist man hin- und hergerissen von der Trauer, alten Erinnerungen und dem kleinen Funken Hoffnung.

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