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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.02.2017

Toll

Zirkel
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In der schwedischen Kleinstadt Engelsfors leben die Mädchen Linnéa, Rebecka, Ann-Karin, Vanesse, Ida und Mínoo. Sie besuchen die gleiche Schule, mögen sich jedoch nicht besonders. Jede lebt ihr eigenes ...

In der schwedischen Kleinstadt Engelsfors leben die Mädchen Linnéa, Rebecka, Ann-Karin, Vanesse, Ida und Mínoo. Sie besuchen die gleiche Schule, mögen sich jedoch nicht besonders. Jede lebt ihr eigenes Leben. Eines Tages jedoch erleben sie alle die gleichen Alpträume und haben anschließend Brandgeruch in den Haaren. Dann geschehen um sie herum auch noch seltsame Dinge... Als ein Mitschüler der Mädchen einen seltsamen Tod erleidet, werden sie magisch von einem stillgelegten Vergnügungspark angezogen. Dort erfahren sie, daß sie alle zusammen Teil einer alten Prophezeiung sind und jede von ihnen über magische Kräfte verfügt, mit deren Hilfe sie die Schule vor dem Bösen bewahren sollen. Doch das Böse schläft nicht und beginnt, die Mädchen zu verfolgen. Werden sie sich zusammenraufen und das Böse besiegen?

Zu Beginn ist das Buch leicht verwirrend, da man sehr viele Personen auseinanderhalten muß. Doch dies legt sich sehr schnell. Und dann wird das Buch zum Selbstläufer. Es ist spannend und toll geschrieben, liest sich sehr flüssig und man kann es fast nicht mehr aus der Hand legen. Die Handlung ist Jugendfantasy vom Feinsten, die auch Erwachsenen eine Menge Spaß bereitet. Die Charaktere sind jede für sich sehr gut dargestellt, jede für sich hat ihre Ecken und Kanten und man könnte meinen, sie stammen aus der wirklichen Welt. Diese Charaktere kennt wohl jeder noch aus seiner Schulzeit... Interessant fand ich die kleinen (und großen) Streitereien zwischen ihnen. Obwohl sie ja jetzt zusammen halten müßten, hören sie nicht auf mit ihren Diskrepanzen. Dies erinnert mich wirklich ans reelle Leben. Man sollte sich hier nicht vom Umfang des Buches abschrecken lassen, es liest sich wirklich aufgrund der tollen Handlung und des Schreibstiles schnell!

Ein Buch, nicht für Jugendliche, auch Erwachsene werden hier ihren Spaß haben!

Veröffentlicht am 27.02.2017

Ich liebe diese Erdmännchen

Dumm gelaufen
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Rocky, der neue Chef im Erdmännchenrudel, beschließt, daß es jetzt Frühling ist. Doch leider ist noch tiefer Winter... Von Rocky eine Verzweiflungstat: er hat seit kurzem vier Kinder, die einfach nur nerven ...

Rocky, der neue Chef im Erdmännchenrudel, beschließt, daß es jetzt Frühling ist. Doch leider ist noch tiefer Winter... Von Rocky eine Verzweiflungstat: er hat seit kurzem vier Kinder, die einfach nur nerven und seine Frau Roxy ist hysterisch. Da hilft nur eins: Raus aus dem Bau! Kaum draußen, entdeckt Ray, daß seine geliebte Chinchilladame Elsa über Winter verschwunden ist. In ihrem Gehege wohnt nun Erwin, eine peruanische Hasenmaus. Aber sein Freund Phil kommt wieder zu Besuch in den Zoo und nimmt Ray mit auf einen Ausflug zur Pferderennbahn. Und schon sind beide wieder mitten in einem spannenden Fall, denn Stardust verunglückt tödlich. Seine Partnerin Angel Eye glaubt nicht an einen Unfall und bittet Ray und Phil um Hilfe. Gemeinsam mit einigen tierischen Helfern beginnen die Ermittlungen in diesem brisanten Fall..

Endlich ein Wiedersehen mit dem Erdmännchenclan! Diese Buchreihe macht süchtig! Der Schreibstil ist absolut umwerfend, flüssig und leicht zu lesen. Der Humor quillt bald über und die Gespräche zwischen den einzelnen Tieren oder auch zwischen Phil und Ray sind einfach herrlich. Die Charaktere der Erdmännchen sind so richtig menschlich, man wird da so seine Parallelen ziehen.... Diesen Clan muß man einfach mögen. Jeder hat seine Eigenarten, die liebenswert und komisch wirken. Der Kriminalfall, in den die beiden verwickelt werden ist wirklich spannend und nicht nur für einen Tierkrimi geeignet.

Auch das Cover ist wieder sehr prägnant und hat einen Wiedererkennungswert. Schon das knallige Grün vermittelt den Eindruck, einen Roman vor sich zu haben, wie man ihn nur selten findet und macht aufmerksam. Na, und die drei Erdmännchen im Hufeisen, da erkennt man sofort worum es geht.

Eine Empfehlung für alle Leser mit Humor (und einem Hang zu Erdmännchen)!

Veröffentlicht am 27.02.2017

Lustig und wunderschön

Die Breznkönigin
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Fanny lebt im beschaulichen Mingharting, also im tiefsten Bayern. Zusammen mit ihrer Familie gehören ihr die "Minghartinger Stuben", ein Dorflokal, daß ziemlich gut läuft. Eines Tages betritt Quirin das ...

Fanny lebt im beschaulichen Mingharting, also im tiefsten Bayern. Zusammen mit ihrer Familie gehören ihr die "Minghartinger Stuben", ein Dorflokal, daß ziemlich gut läuft. Eines Tages betritt Quirin das Lokal. In seiner Heimat Berlin besitzt er mehrere Szene-Lokale und ist begeistert von den Minghartinger Stuben. Er hat die Idee, so ein Restaurant in Berlin zu eröffnen. Und Fanny muß mit. Zunächst ist sie begeistert, denn es war schon immer ihr Traum, aus der Provinz herauszukommen. Doch schnell merkt sie, daß nicht alles Gold ist, was glänzt....

"Die Breznkönigin" ist der nun zweite Roman von Emma Sternberg. Auch hier ist ihr wieder ein guter Unterhaltungsroman gelungen. Hier kommt nichts zu kurz: Liebe, Humor und eine gewisse Spannung, ob Fanny ihr Leben in Berlin meistert oder nicht. Besonders toll sind die bayrischen Dialekte. Diese sind wohldosiert und stören nicht. Sie sollten auch von jedem verstanden werden. Fanny als Hauptcharakter ist einfach reizend und liebevoll dargestellt. Mein Favorit war jedoch die Oma: resolut, herzlich und liebevoll.

Ein toller Roman um mal einen Gang runterzuschalten!

Veröffentlicht am 27.02.2017

Spannend

Kathrinatag
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Die 17jährige Judith feiert mit ihren Freunden den traditionellen Kathrinatag in dem kleinen Dörfchen Au. Ein Freund fährt sie angeblich nach Hause. Doch wie sich später herausstellt, geht sie einen Teil ...

Die 17jährige Judith feiert mit ihren Freunden den traditionellen Kathrinatag in dem kleinen Dörfchen Au. Ein Freund fährt sie angeblich nach Hause. Doch wie sich später herausstellt, geht sie einen Teil des Weges auf einer schmalen, kurvigen Bergstraße mitten durch den Wald alleine zu Fuß und wird lebensgefährlich angefahren. Der Zeitungsbote des Dorfes findet sie schwerverletzt am anderen Morgen. Der Kripobeamte Waldinger muß nun in seinem Heimatdorf und zwischen seinen Bekannten und Freunden ermitteln. Erschwerend kommt hinzu, daß die Dorfgemeinschaft zusammenhält, denn: so etwas tut nur ein Auswärtiger!

"Kathrinatag" ist ein besonderer Krimi, denn hier geht es beschaulich zu! Dies Buch kommt ohne Schockeffekte, brutale Morde und viel Blutvergießen aus. Und trotzdem ist es hier sehr spannend! Denn schon alleine durch die Verschwiegenheit der Dorfgemeinschaft und den Konflikt Waldingers, seine Freunde und Bekannte genauso zu verdächtigen, als wenn es Fremde wären, kommt hier eine unterschwellige Spannung auf, die man in anderen Büchern so nicht findet. Die einzelnen Charakter sind dorftypisch dargestellt, sie sind absolut eigentümlich, zum Teil sympathisch, zum Teil sofort unsympathisch und haben alle ihre Ecken und Kanten, die sie zu etwas besonderem machen. Der Text ist fließend und einfühlsam geschrieben, so daß man die inneren Konflikte Waldingers während seiner Ermittlungen sehr gut nachvollziehen kann.

Ein Krimi der besonderen Art!

Veröffentlicht am 27.02.2017

Unbedingt lesen

Hostienfrevel
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Im Jahre 1415 wird im Freiburger Münster ein Kreuzbruder erschlagen, am Altar werden mit Tierblut entweihte Hostien aufgefunden. Es wird schnell ein Schuldiger gefunden. Menzel, der jüdische Schuster. ...

Im Jahre 1415 wird im Freiburger Münster ein Kreuzbruder erschlagen, am Altar werden mit Tierblut entweihte Hostien aufgefunden. Es wird schnell ein Schuldiger gefunden. Menzel, der jüdische Schuster. Die Begine Serafina glaubt nicht an die Schuld Menzels und nimmt die Ermittlungen auf. Doch dies ist nicht ihre einzige Sorge. Sie wird von ihrer Vergangenheit eingeholt, denn es gibt jemanden in der Stadt, der ihre Vergangenheit als Hübschlerin kennt. Wird Serafina den wahren Schuldigen finden? Und wird sie selbst unbeschadet aus dieser Geschichte heraus kommen?

Astrif Fritz hat hier einen wirklich guten historischen Krimi geschrieben. Sie hat es geschafft, Fakten und Phantasie so geschickt zu verweben, daß man eine durchgängig spannende Handlung vorfindet, die niemals langweilig wird. Dies Buch läßt sich auch hervorragend lesen, wenn man den Vorgängerband nicht kennt. Es werden die wichtigsten Fakten wiederholt, ohne die eigentliche Handlung zu unterbrechen und der Leser das Gefühl hat, einen Sprung ins andere Buch zu machen. Das ist Astrid Fritz sehr gut gelungen. Auch die Stadt Freiburg wird wunderbar bildlich vorgestellt. Man fühlt sich richtig in die Zeit versetzt und sieht die alten Häuser, die man zum Teil auch heute noch dort antrifft, bildlich vor sich. Sehr hilfreich finde ich immer, wie hier auch vorhanden, ein Personenverzeichnis direkt als erstes im Buch. So kann man immer mal wieder nachschlagen, falls man mal nicht mehr sicher ist, wo man die Person einordnen soll. Die Charaktere sind wirklich sehr liebevoll dargestellt, man lernt sie kennen und zu mögen.

"Hostienfrevel" ist sehr spannend, dabei flüssig geschrieben und somit (leider) schnell lesbar. Leider deshalb, da es echt schade ist, wenn man dies Buch beendet hat, denn hier trifft es wieder zu: Gute Bücher sind immer viel zu schnell vorbei.