Wer verrückt nach Katzen ist, wird früher oder später auf die Bücher von Peter Gaymann treffen und schnell feststellen, dass er perfekt in Bildern ausdrückt, wie sehr man diese Tiere liebt, obwohl sie ...
Wer verrückt nach Katzen ist, wird früher oder später auf die Bücher von Peter Gaymann treffen und schnell feststellen, dass er perfekt in Bildern ausdrückt, wie sehr man diese Tiere liebt, obwohl sie ganz schön fiese Seiten haben können. Und verrückte Eigenarten haben. Und nerven können. Und uns bei unseren Partnern auf Rang zwei verweisen. Und uns ganz schön tyrannisieren. Ja, und so weiter, und so fort!
Aber immer kommt eben die große Liebe, die man selbst auch für sie in Sekundenschnelle entwickelt, rüber. Gaymann lacht quasi über sich selbst und das ist sehr sympathisch. Denn: sehr oft stehen die Katzen gar nicht für Katzen, sondern die Eigenheiten unserer Zeitgenossen.
Sehr tricky, sehr witzig, sehr gelungen! Ich mag’s unheimlich gern und deshalb bekommt das Buch auch fünf Sterne.
Nicht umsonst ist dies eine Neuauflage eines Buches, das bereits 2006 veröffentlicht wurde. Nun mit neuem Titelbild und zu einem unschlagbar günstigen Preis, sodass man es prima als Mitbringsel verschenken kann.
Lottas Opa Heinrich war mal Hauptkommissar und ist jetzt im Ruhestand. Oder auch Unruhestand, denn er jagt zusammen mit seinem Freund Otto noch immer Verbrecher. Doch vermutlich wäre er nicht halb so erfolgreich, ...
Lottas Opa Heinrich war mal Hauptkommissar und ist jetzt im Ruhestand. Oder auch Unruhestand, denn er jagt zusammen mit seinem Freund Otto noch immer Verbrecher. Doch vermutlich wäre er nicht halb so erfolgreich, wenn Lotta nicht fleißig mitermitteln würde. Und natürlich Oma Berta! Ohne die geht gar nichts, die hat die beste Spürnase überhaupt! Da wundert es nicht, dass die Ganoven Graf und Zinke es echt schwer haben …
Herrlich! Dieses Hörspiel für Kinder macht auch den Großen riesig Spaß! Und nicht nur dem Zuhörer – man hört dem Hörspiel an, dass die Sprecher allesamt einen Heidenspaß beim Aufnehmen hatten. Sie harmonieren unglaublich gut, jede/r einzelne füllt dem ihr/ihm zugedachten Part geradezu perfekt aus. Die Hintergrundgeräusche sind nicht zu viel, sodass man nicht abgelenkt wird, aber genug, um die eigentliche Geschichte ideal zu unterstreichen.
Das Hörbuch ist mit 49 Minuten Lauflänge recht kurz, aber zugleich hat es die perfekte Länge, um am Stück gehört zu werden. Es überfordert nicht und macht Lust, noch mehr von Lotta zu hören. Das kleine Booklet macht ebenfalls sehr viel Spaß und hat mich zum Lachen gebracht. Die Figuren sind super sympathisch, die Ganoven ganz im Stile der Slapstick-Filme nicht die Hellsten, unsere Helden trickreich und gewitzt und Lotta sticht aus allen besonders hervor: Sie ist die eigentliche Heldin und steckt sowieso alle in die Tasche! Die Entwicklung der Geschichte ist in sich stimmig. Sie ist lustig, aber nicht lächerlich oder albern.
Die Spannung ist quasi vom ersten Moment an da und ein paar kleine Überraschungseffekte gibt es auch. Ich wurde super gut unterhalten – spannender Humor, sozusagen. Dafür gebe ich gern die vollen fünf Sterne!
Hach, so wunderbar – in diesem Buch sind all die Blumen versammelt, die ich bei anderen in den Gärten sehe und nach Möglichkeit ganz gern bei mir kultivieren möchte. Aber sehr oft weiß ich deren Namen ...
Hach, so wunderbar – in diesem Buch sind all die Blumen versammelt, die ich bei anderen in den Gärten sehe und nach Möglichkeit ganz gern bei mir kultivieren möchte. Aber sehr oft weiß ich deren Namen nicht. Das erschwert es dann ungemein, sie zu kaufen. Nun hab ich ein Bestimmungsbuch, mit dem ich super klarkomme und bisher tatsächlich noch jede Blume identifizieren konnte! Auch Wildblumen sind aufgeführt, wie z.B. die „Gewöhnliche Schachblume“, die leider äußerst gefährdet ist, da es kaum noch geeignete Standorte für sie gibt. Sie sieht wunderschön aus! Schön finde ich übrigens, dass es alles „Blumen“ sind und niemand von „Unkraut“ spricht. Denn es finden sich auch Pflanzen wie die „Weiße Taubnessel“ – gemeinhin als Brennnessel und damit Unkraut verschrien – im Buch.
Das System ist recht simpel – man beginnt mit der Farbe der Blume, die man identifizieren möchte. Danach orientiert man sich an der Blütenform. Genauere Infos finden sich am Anfang des Buches. Bei jeder einzelnen Blume gibt es dann viel Wissenswertes über Lebensräume, aber auch Verwendung oder Geschichte und Biologie der Blumen. Das Ganze funktioniert aber auch in umgekehrter Reihenfolge – im hinteren Teil ist ein Register mit den Blumennamen. Man kann sie also auch per Name suchen und sich dann ansehen.
Als Extra findet sich auf der Umschlagklappe eine Auswahl Blumen für den Insektengarten. Mir persönlich ist es sehr wichtig, dass mein winziger Garten insektenfreundlich ist und mir dennoch optisch gefällt. Dabei hilft mir die Umschlagklappe enorm.
Für alle App-Fans gibt es „KOSMOS plus“. Damit kann man „Erklärfilme“ ansehen.
Für mich ist dieses Bestimmungsbuch ein Volltreffer. Das findet wohl auch der NABU, denn er empfiehlt es. Dem schließe ich mich sehr gern an: Fünf Sterne!
Alexander Rieder hat hier Rezepte aus Österreich, Süddeutschland, der Schweiz und Norditalien zusammengestellt, die traditionell sind, aber dennoch überraschen. Im Kapitel „Backtradition mit Zukunft“ erfährt ...
Alexander Rieder hat hier Rezepte aus Österreich, Süddeutschland, der Schweiz und Norditalien zusammengestellt, die traditionell sind, aber dennoch überraschen. Im Kapitel „Backtradition mit Zukunft“ erfährt der geneigte Leser viel über all das, was am Ende zu einem gelungenen Backwerk führt – von Anbau und Aufzucht bis Ernte, Verarbeitung und Lagerung der Lebensmittel. Aber auch der Umgang damit, das Verarbeiten, das Formen, das Backen selbst. Das öffnet das Bewusstsein und trägt dazu bei, achtsamer und nachhaltiger auch und gerade in der Backstube zu sein und handeln.
Dann geht es los mit den Rezepten in den Kapiteln „Hefe- und Plunderteilchen“, „Blechkuchen“, „Formkuchen“, „Mehlspeisen aus dem Ofen“, „Schmalzgebäck“, „Festliche Kuchen und Torten“, „Weihnachtsbäckerei“, „Brot und Kleingebäck“ und „Herzhaftes vom Blech“. Allein an den Kapiteln erkennt man schon, dass wirklich an alle Bereiche gedacht wurde. Die Auswahl ist jeweils schön gefächert, da kommt niemand zu kurz. Besonders schön finde ich, dass es immer auch Tipps, Tricks, Informationen und Varianten gibt. Alexander Rieder lässt den Leser großzügig an seinem Wissen teilhaben. Auch wenn ich noch immer mit Sauerteig auf Kriegsfuß stehe, hat er ihn mir doch näher gebracht und mir in diesem (aber nicht nur!) Bereich nützliche Informationen mit auf den Weg gegeben, die in Kombination mit den Rezepten ein tolles Resultat ergeben.
Bei ausgefalleneren Rezepte, wie beispielsweise dem Brandteig oder das Formen eines Zopfkuchens, werden die Arbeitsschritte besonders ausführlich erklärt und noch dazu reich und aussagekräftig bebildert. In einem Kästchen werden immer die Zutaten aufgeführt. Hier finden sich auch die Angaben zur Anzahl der Portionen und dem Zeitaufwand, aufgeschlüsselt in Zubereitung und Backen, in manchen Fällen auch noch weiterer Zeit für diverse anfallende Arbeiten, z.B. einweichen oder gehen lassen. Was man nicht findet sind Angaben zu Kalorien und Nährwerten. Die Arbeitsschritte sind verständlich formuliert und recht knapp gehalten. Das ist ein krasser Unterschied zu den Texten mit Erklärungen, wie eben beispielsweise zu Hefe oder Sauerteig. In diesen spürt man die Liebe, die Rieder in seine Arbeit steckt. Bei den Rezepten ist er einfach nur strukturiert und organisiert.
Mir gefällt das Buch super gut. Es hat zu jedem Rezept mindestens ein Foto, worauf ich großen Wert lege. Auch wenn gern mal Foodstylisten am Werk sind, sehe ich so doch gleich, ob ich das Rezept nacharbeiten möchte oder mir das Ergebnis nicht Appetit machen wird. Allein die Bezeichnung ist mir zu wenig, ich sehe gern, was ich bekomme!
Mein Lieblingskapitel ist „Herzhaftes vom Blech“. Ich denke, da macht man im Allgemeinen viel zu wenig und denkt im Grunde nur an Pizza, Zwiebelkuchen und ähnliches. Hier hab ich Anregungen bekommen, die relativ wenig Aufwand machen, aber maximalen Genuss bieten. Ganz klar – dies ist eins der Bücher, das in jeder Rezeptesammlung vorhanden sein sollte, auch und gerade im Zeitalter des Internets. Von mir bekommt es die vollen fünf Sterne.
Die Dreizehnjährige Elissa wird auf dem Weg zu einem Schachturier entführt. In ihrem Gefängnis wird sie bald von Elijah besucht. Sie bittet ihn, ihr bei der Flucht zu helfen, doch er hat Angst. Schnell ...
Die Dreizehnjährige Elissa wird auf dem Weg zu einem Schachturier entführt. In ihrem Gefängnis wird sie bald von Elijah besucht. Sie bittet ihn, ihr bei der Flucht zu helfen, doch er hat Angst. Schnell erkennt Elissa, dass sie sehr vorsichtig sein muss bei allem, was sie sagt und tut. Ihr Entführer zwingt sie zu Aufnahmen, die belegen, dass ihre Mutter versagt hat. Doch Elissa ist ein schlaues Mädchen …
Ich muss sagen, dass ich nicht ganz so schnell von der Story fasziniert war, wie ich erhofft hatte. Teils fand ich das Geschehen ein wenig zäh und trotz allem Mitgefühl für Elissa langweilig. Das klingt ganz schlimm, da bin ich mir sicher. Ganz langsam, so nach und nach, gingen mir dann eine ganze Reihe Lichter auf und sowohl mein Interesse, als auch das Grauen wuchsen. Mein Verdacht verhärtete sich immer mehr und obwohl ich richtig lag, war die „Lösung“ noch heftiger, ging noch weiter, als ich befürchtet hatte. Anders ausgedrückt: Die erste Wendung war nicht sonderlich überraschend für mich, doch der Autor hatte noch weitere in petto und sie geschickt ausgespielt. Ich muss schon sagen, Sam Lloyd hat mich doch ganz gekonnt in eine Falle gelockt und an der Nase herumgeführt. Immer, wenn man denkt, das Schlimmste ist überstanden, setzt er noch einen drauf. Unfassbar!
Ein paar Dinge machen den Eindruck, ein Fehler zu sein. Aber all diese Dinge klären sich bis zum Ende. Man mag es nicht glauben, wie perfide, morbide und entsetzlich alles ist und hat das Gefühl, es nicht glauben zu können. Mir fällt nur immer wieder ein Wort ein: atemberaubend!
Die drei Erzählperspektiven von Elissa, Elijah und der Ermittlerin Mairead MacCullagh steuern den Leser recht geschickt und ergeben ein atemberaubendes Gesamtbild. Selbst als eigentlich klar ist, was geschehen ist, lässt Sam Lloyd noch ein paar Bomben platzen, steigert das Grauen und raubt dem Leser den Atem. Gerade die Ermittlerin, deren Privatleben auch ein wenig zum Thema wird, ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Auch wenn es schon fast langweilig sein mag, dass Ermittler ihre eigenen Probleme haben, hier ist eines eingeflochten, das noch nicht abgedroschen ist, aber vermutlich besonders Frauen mehr an die Nieren geht. Elissa erscheint zunächst ein bisschen blass, doch dann erkennt man, wie schlau das Mädchen ist und dadurch wächst die Hoffnung und auch die Angst.
Die Sprecher Tanja Geke, Monika Oschek und Gerrit Schmidt-Foß machen ihren Job sehr gut. Anfangs fand ich Gerrit Schmidt-Foß ein wenig künstlich und unpassend, aber ab einem gewissen Punkt wird klar, dass er optimal besetzt ist! Gekonnt verändert er seine Art zu sprechen fast unmerklich, aber umso heftiger trifft es einem, wenn man es dann realisiert.
Der Originaltitel „The Memory Wood“ passt meiner Meinung nach sehr viel besser und hätte mich wohl auch in deutscher Übersetzung „Der Erinnerungswald“ mehr angezogen und neugierig gemacht, als „Der Mädchenwald“. Das letzte Drittel ist dermaßen genial, dass ich die Langeweile am Anfang gerne vergesse. Ab einem gewissen Punkt, etwa ab dem zweiten Drittel, ist man voll im Sog und kann nicht aufhören. Und man ist überrascht über die eigenen Empfindungen. Das ist Können und das belohne ich mit den vollen fünf Sternen!