Profilbild von Anni90

Anni90

Lesejury Star
offline

Anni90 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Anni90 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.03.2021

Potenzial nicht genutzt

Das Kuscheltier-Kommando (Band 1) – Eine Geschichte über wahre Stärke
0

Der Kuschelbär Pollo und sein bester Freund Fred erleben zusammen viele tolle Abenteuer. Als Pollo beim Spielen einen Arm verliert, sind beide sehr traurig und geschockt.
Doch zum Glück gibt es das Kuscheltier ...

Der Kuschelbär Pollo und sein bester Freund Fred erleben zusammen viele tolle Abenteuer. Als Pollo beim Spielen einen Arm verliert, sind beide sehr traurig und geschockt.
Doch zum Glück gibt es das Kuscheltier Kommando, welches Pollo hilft und ihm zeigt, worauf es wirklich ankommt.

Das "Kuscheltier Kommando" ist ein sehr liebevoll illustriertes Kinderbuch. Die Aufmachung des Buches ist auch sehr hochwertig und die Seiten sind recht dick und robust. Die Geschichte war dann wider Erwarten eher kurz und hätte für meinen Geschmack auch noch etwas länger sein können. Der Schreibstil war flüssig zu lesen und für Kinder gut zu verstehen.

Ich habe mich sehr auf dieses Kinderbuch gefreut und nach dem Lesen des Klappentextes habe ich eine wundervolle Geschichte mit einer sehr wichtigen Botschaft erwartet. Leider wurden meine Erwartungen nur zum Teil erfüllt.

Die Botschaft des Buches finde ich sehr wertvoll. Das Kuscheltier Kommando zeigt dem traurigen Pollo, dass auch wenn er anders ist, er trotzdem einzigartig ist.
Sich selbst zu akzeptieren und zu lieben, so wie man ist, ist wirklich wichtig. Dies konnte im Buch sehr gut dargestellt werden und das hat mir auch sehr gut gefallen.

Was mir leider gar nicht gefallen hat, war die Art und Weise wie Fred mit Pollo umgeht, als dieser seinen Arm verliert. Ich hatte hier wirklich mehr erwartet, z.B. das Fred seinen Freund tröstet. Aber ich war sehr überrascht, als Fred seinen Freund in die dunkle Ecke warf.
Für mich wurde hier die Chance auf eine Sensibilisierung für den Umgang mit Menschen mit Handicap nicht richtig genutzt. Hier hätte den Kindern sehr gut aufgezeigt werden können, dass Freds ablehnendes Verhalten seinem besten Freund gegenüber falsch ist. Pollo erhält keine Unterstützung oder Trost von ihm. Er wird erst wieder geliebt, als er repariert wurde und einen neuen "coolen" Ersatz hat.

Fred spiegelt hier sehr gut die Gesellschaft wider, die auch oftmals ablehnend gegenüber Menschen mit Handicap ist.
Auch Kinder können andere schon durch ihr Verhalten verletzen und hier hätte man sehr gut darauf aufmerksam machen können, wie wichtig es ist, niemanden wegen seiner Andersartigkeit abzulehnen, sondern mit jedem respektvoll und liebevoll umzugehen. Denn jeder ist einzigartig und wertvoll.

Des Weiteren fehlt mir in dem Buch auch Freds Erkenntnis, dass er sich Pollo gegenüber falsch verhalten hat und er sein Verhalten nicht reflektiert.
Man hätte den Kindern zeigen können wie es richtig geht. Nicht ablehnend, sondern mitfühlend.

Das Buch hatte eine gute Botschaft, doch leider gefiel mir der Weg dorthin überhaupt und lies mich nach dem Lesen doch sehr ernüchternd zurück. Sehr schade.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.12.2020

Schöne Idee, die nicht gut umgesetzt wurde

Wenn zwei sich texten
0

Als ich auf "Wenn zwei sich texten" aufmerksam geworden bin, wusste ich sofort, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte.
Ich bin ein großer Fan von Büchern in diesem Stil und ich mag die Dynamik, ...

Als ich auf "Wenn zwei sich texten" aufmerksam geworden bin, wusste ich sofort, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte.
Ich bin ein großer Fan von Büchern in diesem Stil und ich mag die Dynamik, die zwischen den Figuren durch das Schreiben von Nachrichten entsteht.
Ich finde es auch immer sehr interessant, wie sich Gefühle nur durch Textnachrichten entwickeln können.

Da ich schon mehrere Bücher dieser Art gelesen habe, wie zum Beispiel den gelungenen Chat-Roman "Häkelenten tanzen nicht" von Jennifer Wolf. War ich doch sehr überrascht, wie schwer es mir hier tatsächlich fiel, den SMS zwischen Haley und Martin zu folgen.
Dies lag vor allem daran, dass sich Haley und Martin bereits kennen und den gleichen Freundeskreis haben. Demnach haben sie viele Hintergrundinformationen über die einzelnen Figuren, die dem Leser allerdings nicht bekannt sind.
Ich habe mich besonders mit der Figurenkonstellation schwer getan, besonders die Freunde von den beiden konnte ich nur schwer auseinander halten und ihre Beziehungen zueinander. Dies war für mich manchmal ein einziges Wirrwarr.

Nach einiger Zeit hatte ich mich an den Stil gewöhnt, doch trotzdem hatte ich das Gefühl, nicht alles zu verstehen und mitzukriegen. Für mich waren es manchmal überaus kryptische Nachrichten, die ich nicht verstanden habe und denen ich vom Sinn her nicht folgen konnte.

Für dieses Buch wäre eine erzählerische Handlung definitiv von Vorteil gewesen.
Die Charaktere bleiben leider auch sehr oberflächlich und man hat das Gefühl, sie auch nach dem Lesen nicht weiter kennengelernt zu haben.

Da ich den Stil des Buches sehr mochte, habe ich es dennoch gerne gelesen und wollte auch wissen, wie es ausgeht. Berühren konnte es mich leider nicht.
Ein Epilog oder etwas ähnliches was über das letzte Kapitel hinaus geht, hätte mir auch gut gefallen. Das Ende kam mir dann zu abrupt.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.05.2026

Hatte mir mehr erhofft

Pure Grace Academy (Band 1) - The Final Bow
0

Der erste Teil der "Pure Grace Academy"- Reihe von Jennifer Bright sollte ein spannender Romance-Suspence Roman sein, doch leider konnte mich das Buch nicht von sich überzeugen.

Zwar war der Schreibstil ...

Der erste Teil der "Pure Grace Academy"- Reihe von Jennifer Bright sollte ein spannender Romance-Suspence Roman sein, doch leider konnte mich das Buch nicht von sich überzeugen.

Zwar war der Schreibstil gut zu lesen und man kam gut in die Geschichte rein. Allerdings wurde ich von Anfang an nicht warm mit den Figuren, die mir zwischendurch noch recht kindisch daher kommen. Auch der sprachliche Ausdruck der Figuren passte für mich manchmal nicht, da es an manchen Stellen einfach nur plump rüberkam.

Auch fehlte es mir in diesem Buch definitiv an Spannung, diese baute sich nur sehr schleppend auf und es fehlte mir an diesem gewissen Reiz, der einen dazu bringt, ein Buch unbedingt weiter lesen zu wollen. Aurelie's Suche nach der Wahrheit über den vermeintlichen Selbstmord ihrer Mutter war mehr schlecht als recht inszeniert. Die Auflösung am Ende kam mir so etwas an den Haaren herbeigezogen vor und konnte mich wirklich nicht schocken.

Und was mich am meisten an diesem Buch gestört hat, war der Überschuss an Spice. Für mich passte es meistens einfach nicht in die Handlung rein und war einfach nur zu viel. Das bei New Adult Büchern auch Spice enthalten ist, ist mir klar. Aber für mich muss das auch gut portioniert und passend sein und nicht gefühlt, das halbe Buch in Anspruch nehmen.
Für den ganzen Spice kam dann auch das Thema Academy und Ballett viel zu kurz, für mich waren das nur Randthemen, um das Buch einzuordnen.

Ich hatte mir von diesem Buch wesentlich mehr erhofft und blieb ziemlich enttäuscht zurück.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.12.2025

Enttäuschend

Silver Elite
0

"Silver Elite" von Dani Francis wurde als nächster großer Hype nach "Fourth Wing" gehandelt. Da ich ein großer Fan von Fourth Wing bin, musste ich dieses Buch natürlich auch sofort lesen.

Lieder muss ...

"Silver Elite" von Dani Francis wurde als nächster großer Hype nach "Fourth Wing" gehandelt. Da ich ein großer Fan von Fourth Wing bin, musste ich dieses Buch natürlich auch sofort lesen.

Lieder muss ich für mich sagen, dass ich den Hype um dieses Buch hier nicht nachvollziehen kann. Es kann bei Weitem nicht mit Fourth Wing mithalten.
Das Worldbuilding ist nicht schlecht, aber wer schon andere Dystopien gelesen hat, wird jetzt nicht sonderlich überrascht sein.

Die Story war an sich ganz okay, konnte mich aber auch nicht wirklich abholen. Mir fehlte es hier einfach an dem gewissen Etwas.
Für mich blieben nach dem Beenden des Buches einfach auch viel zu viele Fragen offen und manches machte für mich auch einfach keinen Sinn.

Mit Wren haben wir für meinen Geschmack auch eine sehr unsympathische Protagonistin bekommen. Am Anfang ich sie sehr überheblich und arrogant und so von sich selbst überzeugt, dass es einen nicht wundert, dass die anderen Charaktere neben ihr blasss zurück bleiben. Bei so einem großen Ego ist halt nicht viel Platz für andere. Kommt sie in der Ausbildung zur Silver Elite nicht weiter, geht sie sich bei ihrem Vorgesetzten beschweren.
Ich emfpand sie einfach nur als nervig und ihre Handlungen waren in vielen Situationen einfach nur zum Kopf schütteln.

Ihr Loveinterest Cross bleibt auch sehr blass zurück und außer einer körperlichen Anziehung, konnte ich jetzt nicht nachvollziehen, was die beiden aneinander finden. Die Entwicklung der Gefühle geschah für mich von einem Moment auf den anderen und ich habe mich gefragt, wo das plötzlich herkam.

Dieses Buch war für mich eine große Enttäuschung und auf den zweiten Teil werde ich getrost verzichten können.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.03.2025

Leider nicht so wie erwartet

Our Infinite Fates
0

Laut Verlag sollte uns in diesem Buch die Red String Theory begegnen. Ein ostasiatischer Mythos, der besagt, dass Menschen, die füreinander bestimmt sind, durch einen roten Faden miteinander verbunden ...

Laut Verlag sollte uns in diesem Buch die Red String Theory begegnen. Ein ostasiatischer Mythos, der besagt, dass Menschen, die füreinander bestimmt sind, durch einen roten Faden miteinander verbunden sind und es vom Schicksal vorgesehen ist, dass sie sich begegnen. Auch der Klappentext versprach mir eine epische Liebesgeschichte und ich hatte mit viel Drama und Schmerz gerechnet.
Leider muss ich nach dem Beenden des Buches sagen, dass ich doch schon recht enttäuscht von der Handlung des Buches bin und vor allem von der Auflösung am Ende.

Zum Anfang wird man sehr in die Geschichte hineingeworfen und erlebt Evelyn und Arden in verschiedenen Leben, in jedem davon töten sie sich vor ihrem 18. Geburtstag.
In ihrem aktuellen Leben möchte Evelyn dies auf jeden Fall verhindern, da ihre Schwestern an Leukämie erkrankt ist und durch ihre Knochenmarksspende gerettet werden kann. Doch Evelyns 18. Geburtstag rückt immer näher und die Angst, dass Arden sie wieder vorher umbringt, wächst von Tag zu Tag.

Ich fand die Grundidee in diesem Buch gar nicht so schlecht. Leider wiederholte sich das Szenarium immer und immer wieder. Man erfährt von den unterschiedlichen Leben von den beiden und doch enden sie immer auf die gleiche Weise, ohne das man den Grund dafür erfährt. Empfand ich dies am Anfang noch als spannend und fesselnd, so wurde dies mit der Zeit doch recht vorhersehbar und konnte mich dann nur noch wenig packen. Die Antwort auf das Warum hat sich einfach viel zu lange hingezogen.

Und als die Auflösung dann endlich kam, war ich doch nur mehr als enttäuscht. Ich hatte hier einfach mit mehr gerechnet. Diese Erklärung wirkte irgendwie plump, so als hätte man sonst nicht gewusst, wie man das ganze jetzt erklären sollte. Für mich nur so semi logisch und fernab von mysthisch. Hatte für mich meines Erachtens mit der Red String Theory so gar nichts zu tun.

Die Liebesgeschichte konnte mich leider auch nicht erreichen, da sie für meinen Geschmack einfach nicht vorhanden war. Mir erschloss sich nicht, was beide jetzt am jeweils anderen finden und woher diese starken Gefühle plötzlich kommen. Ich konnte sie nicht nachvollziehen, für mich fehlte es hier stark an Interaktionen zwischen Arden und Evelyn, die auf eine tiefe Verbundenheit und Liebe hindeuten.

Für mich leider sehr enttäuschend, da ich hier mit einer sehr epischen und gefühlvollen Liebesgeschichte gerechnet hatte, die es so aber leider nicht gab.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere