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Jenny_Colditz

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 30.12.2020

Großartiger Auftakt in ein neues spannendes Abenteuer

Ruf der Rusalka
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Vor wenigen Sekunden habe ich dieses Buch beendet. In mir schwingen die unterschiedlichsten Gefühle noch mit, eine einzelne Träne rinnt noch über meine Wange.

Ich weiß nicht wie ich in Worte fasse kann, ...

Vor wenigen Sekunden habe ich dieses Buch beendet. In mir schwingen die unterschiedlichsten Gefühle noch mit, eine einzelne Träne rinnt noch über meine Wange.

Ich weiß nicht wie ich in Worte fasse kann, warum und wie mir das Buch gefallen hat.
Zu Anfang treffen wir auf einen wohl trunksüchtigen Autor, welcher auch gern Ermittler spielt. Während der Geschichte lernen wir Lewis näher kennen, und vor allem seine inneren Ängste und Abgründe. Wir begleiten ihn durch unterschiedliche Stadien und hoffen mit ihm das er sich diesen stellen kann. Denn trotz seine Verhaltens ist er eine liebenswerte Person. Der Charakter durch den Autor gut dargestellt. Sowie alle weiteren Figuren in diesem Roman. Besonders ans Herz gewachsen sind mir Dietrich. "Jeder braucht einen Dietrich!" Ein klasse Satz, der mich herzhaft lachen lies. Und natürlich Kate. Eine unglaublich mutige und starke Frau ihrer Zeit. Ihrer Zeit voraus. Welche ein riesiges Herz hat und trotz ihrer großen Pläne nie ihre Faszination für die kleinen Dinge verliert.

Ich habe, wie ich das häufiger mache, das Ende vorher schon gelesen. Habe dadurch natürlich des Rätsels Lösung gekannt. Aber in keiner Sekunde wurde es dadurch langweilig. Denn nicht das Ziel ist das Ziel, sondern der Weg dahin. Früh im Buch hatte ich eine Vermutung und wollte diese bestätigt wissen. Welche Wendungen allerdings dahin führten brachte mich zum lachen und weinen zeitgleich. Und das ist der Wert dieses Buches. Gefühle so nah beieinander. Die Wendungen waren für mich somit nicht überraschend, aber tief emotional. Der Autor versteht es trefflich mit dem unbekannten zu spielen und die Spannung so aufrecht zu erhalten.
Und so habe ich kurz vor Jahresende noch mein Highlight 2020 gefunden. Meine nächste Aktion wird direkt die Vorbestellung des zweiten Bandes sein und die Vorfreude auf diesen.

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Veröffentlicht am 03.12.2020

Tolle Auftakt einer spannenden neuen Reihe

Federn über London 1
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Mit Federn über London - Erwachen, starte die Autorin Sabine Schulter in eine neue und sehr interessante Fantasyreihe.

Clear erwacht und kann sich an nichts erinnern. Ist sie Tod, im Himmel in der Hölle? ...

Mit Federn über London - Erwachen, starte die Autorin Sabine Schulter in eine neue und sehr interessante Fantasyreihe.

Clear erwacht und kann sich an nichts erinnern. Ist sie Tod, im Himmel in der Hölle? Und warum hat sie schwarze Schwingen auf dem Rücken? Wir werden mitten hinein geworfen in das fantastische London. In welcher die Welt der Übersinnlichen für uns normal sterbliche verborgen bleibt. Für Clear bisher auch, aber mit ihrem Tod ändert sich alles. Sie ist nun ein Engel, betraut mit neuen Aufgaben, Rechten und Pflichten. Die Aufgaben der einzelnen Engel sind schon detailliert dargestellt ohne das sie in langatmige Ausschweifungen gleiten. Allgemein erfährt man viel von der Welt in welcher sich die Protas bewegen, ohne das längen entstehen. Man erfährt so vieles und kann sich alles schön vorstellen. Die Charaktere sind ebenfalls gut ausgearbeitet, auch wenn sie mir ab und an eine wenig zu "gut" erschienen. Nahezu perfekt. Auch mit Clear hatte ich so meine Schwierigkeiten. Sie scheint sich zwar gut in ihre neue Welt einzuleben und damit eher weniger Schwierigkeiten zu haben, auf der anderen Seite "jammert" sie mir ein wenig zu viel. Mit ihrer Erwachung kommt auch eine Erkenntnis daher, welche sie doch arg stört. Dieser Gedanke ist zu Anfang recht engstirnig gedacht, nicht alles bedacht. Und daran hält sie fest und stört sich daran, so dass ihre Gedanken von fast nichts anderem eingenommen werden.

trotz allem geht es recht spannend und actionreich zu. Man lernt diverse Engel und andere Übersinnliche kennen. Mir gefiel der Perspektivwechsel auf die einzelnen Charaktere. So dass man viel von der Geschichte mitbekam und die einzelnen Figuren besser kennen lernte.

In einer der vorangegangenen Rezis las ich das die Lovestory zu kurz kam und mehr ausgeschmückt werden sollte. Dies sehe ich nicht so. Es war für meinen Geschmack völlig okay. Ich mochte es sehr das die Story und nicht die Liebesgeschichte im Vordergrund stand. Für mich persönlich hätte es auch gern weniger sein könne, aber mit Romantasy komm ich so oder so wenig klar. Für mich war es auch nicht ganz nachvollziehbar das die zwei Protas sich nach so kurzer Zeit schon zueinander hingezogen fühlten, ohne das sie beide wussten warum. Aber das ist Geschmackssache und wird von vielen Lesern gemocht. Weiterhin fand ich es sehr amüsant wie die Augen von Ease beschrieben wurden. Bisher dachte ich das Autoren nur für blaue und grüne Augen diverse romantische Beschreibungen finden und braun immer einfach nur als braun gilt. In diesem Buch bewundert Clear seine Augen mehrfach und jedes mal wird eine neue Beschreibung für dessen Glanz gefunden. Nicht ganz mein ding, aber auch nicht schlimm. All das ist ja ein rein persönliches Ding, was aber der Geschichte im gesamten kein Abbruch tut und somit auch nicht zum Sterneverlust führt.

Denn ich war sehr begeistert von der Geschichte. Das buch wurde in einem Rutsch gelesen und ich freue mich schon sehr auf weitere Teile der Reihe.

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Veröffentlicht am 20.11.2020

Das Wunderland einmal anders

Andrew im Wunderland (Band 1): Ludens City
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In Ihrer Danksagung schrieb sie, das wenn jeder eine "Alice im Wunderland" Adaption schreiben könnte, sie das ja auch mal versucht.

Und ich finde, das ist ihr wunderbar gelungen. Was wäre wenn Alice keine ...

In Ihrer Danksagung schrieb sie, das wenn jeder eine "Alice im Wunderland" Adaption schreiben könnte, sie das ja auch mal versucht.

Und ich finde, das ist ihr wunderbar gelungen. Was wäre wenn Alice keine Alice sondern ein Andrew wäre? Und was wenn das weiße Häschen nicht nur weiß, sondern auch heiß wäre?

Dieser und weiterer Fragen hat sich Fanny Bechert gestellt. Und noch einige weitere beantwortet.

Man wird aber nicht einfach ins Wunderland geschleudert und erlebt Alice Abenteuer aus der Sicht eines männlichen Protagonisten, sondern auch noch mal ein paar Jahre in die Vergangenheit. Denn das Wunderland und Ludens City wird durch einen Bürgermeister verwaltet, regiert und unterdrückt. Migwicks gelten als die Ausgestoßenen. Wesen mit oftmals merkwürdigem Äußeren. So zum Beispiel Lola, das heiße.. äh weiße Häschen. Sie erscheint Andrew, unserm Held der keiner sein möchte, in einem Stripclub, mit süßem Puschlschwanz und Hasenohren. Auf seinem Weg trifft er noch auf zum Beispiel, Gemüsekörper, Mäuse, Katzen, Puppenriche, Nachtfalter und vieles mehr. Jede der Figuren ist anschaulich beschrieben und animiert das Kopfkino wunderbar. Andrew wird ziemlich schnell klar in welcher Fantasywelt er sich befindet und möchte seine Verantwortung gern an die kleine Alice abgeben. Allerdings gibt es diese in dem Teil der Geschichte noch nicht. Denn wir betreten die Welt weit früher als dies dann Alice einmal tun wird. So dass uns zwar schon parallelen auffallen, aber man nicht auf den Gedanken kommt "Das war damals aber ganz anders!!!11!1"

Alle Figuren sind gut beschrieben, auf einige wird mehr eingegangen, andere nur kurz beleuchtet. Allerdings kann ich mir jeden gut bildlich vorstellen. Aber Andrew gefällt mir schon deutlich am besten. Im allgemeinen komm ich mit männlichen Protas immer besser klar. Und Andrew und ich liegen schon arg auf einer Wellenlänge. Aber mal ehrlich, wer mag schon heilende Priester welche ihr Mana nicht kontrollieren können? ;) Auch sein Sarkasmus, die Sicht auf die Welt und seine Ausdrucksweise sind erfrischend ehrlich. Keine unnötigen Umschreibungen oder Beschönigungen. Wenn der Darm zwickt ist der Toilettengang nun einmal wichtiger als das Gespräch mit einem Hasen. Gerade so etwas vermiss ich oft in einigen Roman. Die unverblümte Wahrheit. Jeder Prota hat unterschiedliche menschliche Bedürfnisse, aber nicht jeder Autor getraut sich darüber zu schreiben. Hau dir mal den kleinen Zeh am Stuhlbein und sag mir nicht das du da nicht wie ein Rohrspatz fluchst und wüste Beschimpfungen um die haust. Und natürlich darf dies auch Andrew, was ihn in meinen Augen noch nahbarer und echter macht. So konnte ich mich gut mit ihm identifizieren. Er war halt nicht der typische Held, sondern recht menschlich. Das hat der Geschichte sehr gut getan. Und ich freue mich jetzt schon sehr auf den nächsten Teil. 5 von 5 Hasenohren. Und auch ein Lob an Fannys Mann, der wirklich wunderbare Figuren geschaffen hat, ich liebe Teipoh, eine großartige Figur.

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Veröffentlicht am 19.11.2020

Würdiger Abschluss. Actionreich und spannungsgeladen

Cotton Reloaded: Nemesis - Folge 06
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Wenn man diesen Teil gelesen / gehört hat, begleitet man Cotton und sein Team schon einige Monate quer durch die Welt. Erlebte mit ihnen viele Abenteuer, Herzschmerzmomente und vieles mehr. Mir ist jeder ...

Wenn man diesen Teil gelesen / gehört hat, begleitet man Cotton und sein Team schon einige Monate quer durch die Welt. Erlebte mit ihnen viele Abenteuer, Herzschmerzmomente und vieles mehr. Mir ist jeder einzelne der Teammitglieder ans Herz gewachsen, der eine mehr der andere weniger, aber jeder ist wichtig für die Geschichte.

Mit dieser Folge endet, fürs erste, die Abenteuer des G-Teams. Und das tut es actiongeladen, so wie wir es lieben. Man erfuhr in der letzten Folge viel privates und durchwegs spannendes. Jetzt treffen alle aufeinander. Die Hand Gottes, John Highs Sohn, Dale und mittendrin in allem Cotton, welcher nach wie vor hart für die Wahrheit kämpft. Können sie am Ende siegen?



Ich bleibe nach beenden Wehmütig zurück. Soll es das schon gewesen sein? Ich habe üb er 50 Folgen der normalen Serie gehört, plus diverse Sondereditionen und nun die Nemesis Reihe beendet. Ich hoffe sehr darauf das sich zukünftig weitere Autoren an Cotton bedienen und seine Geschichte weiter erzählen. Auch der Sprecher wird nun für mich immer die Stimme Cottons bleiben. Ich merkte schon jetzt, das er für mich gedanklich zu keiner anderen Person mehr passt. so lange begleitet er mich nun schon.

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Veröffentlicht am 10.11.2020

Spannend und lehrreich

Die Tinktur des Todes
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Für mich ein absolutes Highlight.

Edinburgh 1847. Wie schön muss diese Stadt da schon gewesen sein? Für mich die schönste Stadt unserer schönen Erde. So war ich nach nur den ersten beiden Wörtern schon ...

Für mich ein absolutes Highlight.

Edinburgh 1847. Wie schön muss diese Stadt da schon gewesen sein? Für mich die schönste Stadt unserer schönen Erde. So war ich nach nur den ersten beiden Wörtern schon sicher das dieses Buch ein Must Have ist. Zusammen mit dem spannenden Kriminalfall versprach ich mir viel Abwechslung.
Diese Bewertung gilt für das Ebook, sowie das Hörbuch. Denn nur in Kombi konnte man es lesen. Da das Hörbuch massive Schnittfehler aufwies. Wofür die Geschichte allerdings nichts kann und ich deswegen keine Sterne abziehe. Ab Kapitel 33 wurden diese nicht zu Ende erzählt, sondern wiederholten nur den Anfang. So dass ich die jeweiligen Ende als Ebook las und dann weiterhörte.
Vor allem da der Sprecher erstklassig war. Einer der wirklich wenig deutschsprachigen welche den Namen der schönsten Stadt auch richtig aussprach. Musik für meine Ohren.

Zur Geschichte selber. Wir lernen die wichtigen Figuren, Will und Sarah, näher kennen. Aber doch nicht alles, vieles bleibt im verborgenen. Wer ist Will wirklich, und was treibt ihn an? Schritt für Schritt dringen wir tiefer vor, allerdings lässt es auch Raum für weitere Fragen und Fortführungen in weiteren Romanen. Wir treffen Will beim Besuch einer Dirne, seiner Freundin. Welche er tot auffindet. An einen natürlichen tod glaubt er nicht, beweisen kann er es allerdings auch nicht. Bis er durch Zufall eine zweite Tode findet, welche die selben Merkmale wie seine Freundin aufweist. Will beginnt für sich zu ermitteln, Fragen zu stellen. Dies allerdings nur nebenbei. Denn als Assistent von Prof. Simpson hat er nicht viel Freizeit. Der Professor ist einer der angesehensten Gynäkologen seiner Zeit. Während Will ihn begleite, erfahren wir als Leser einiges über die Medizin des 19.ten Jahrhunderts. Wirklich interessant, spannend, grausam, oftmals recht blutig und auch gespickt mit Unwissenheit und Dummheit. So predigten einige das Frauen die Qualen der Geburt ohne Linderungen ertragen müssen, auch wenn der Arzt gerade seinen Arm in deren Uterus hat und das Kind im Mutterleib dreht. Gerade diese genauen Beschreibungen haben mir sehr gut gefallen. Da die Geburt, deren Komplikationen und alles was damit zu tun hat in vielen Büchern ein Tabuthema ist. Hier so genau darüber zu lesen war sehr sehr gut. Auch weitere medizinischen Erfahrungen der damaligen Zeit war sehr interessant. Die Entwicklung einer Anästhesie war gerade erst in der Entwicklung, viel lief noch schief.

Auch der Kriminalfall war durchwegs spannend. Ich fieberte und überlegte lange mit, wer für die grausamen Morde verantwortlich war und vor allem was dessen Beweggrund war. Zusammen mit Will kam ich dann darauf und rannte mit ihm gemeinsam atemlos durch die Straßen Edinburghs. Alles fügte sich zusammen und wurde erklärbar, so dass am Ende für mich keine Fragen offen blieben. Zumindest nicht was es mit diesem Fall auf sich hatte. Fragen zu Will und Sarah blieben natürlich, und lassen auf viele weitere Bücher in der schönsten Stadt hoffen.

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