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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.01.2021

Gabor, mein Freund, was willst Du mir sagen?

Die unbequeme Wahrheit
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+ + Durch die pointierte Sprache unterhaltsam zu lesen, aber inhaltlich für mich nicht überzeugend + +

Ich habe dieses Buch in unserer Stadtbibliothek entdeckt und aus Neugier mitgenommen. Titel und ...

+ + Durch die pointierte Sprache unterhaltsam zu lesen, aber inhaltlich für mich nicht überzeugend + +

Ich habe dieses Buch in unserer Stadtbibliothek entdeckt und aus Neugier mitgenommen. Titel und Klappentext haben mich angesprochen und die knapp 200 Seiten, in relativ großer Schrift und großzügiger Gestaltung, haben nach leicht zu lesender Lektüre ausgeschaut.

Inhaltlich hat mich das Buch aber leider nicht überzeugt und die Sprache hat mich nicht erreicht. Mir waren viele Stellen und Beschreibungen zu bildlich-symbolisch. z.B. der feuriger Kern der Produktion und des Kapitals und die bläuliche Kruste, in der sich diejenigen befinden, die nichts mehr oder noch nichts zur Wertsteigerung beitragen können.

Einzelne Gedanken, wie "Der Staat in seiner heutigen Verfasstheit ist das Problem, nicht die Lösung" konnte ich teilen und nachvollziehen, aber die wurden dann nicht weiterverfolgt. Vielleicht ist das auch der Anspruch, des Buches, dass viel angetriggert wird und jeder einzelne sich dann seine eigenen Gedanken machen muss.

Wer intellektuell-philosophische Werke mag, hat wahrscheinlich seine Freude mit dem Büchlein. Ich bin mehr ein Freund der klaren Worte.

Veröffentlicht am 01.01.2021

"Lebe gefährlich - aber mit Bedacht" - - Das Lebensmotto der Frau Musk

Eine Frau, ein Plan
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+ + Kurzweilige biographische Erzählung - - Einblicke in die Familie von Elon Musk - - an manchen Stellen für mich zu oberflächlich + +

Titel und Cover haben mich bei diesem Buch sofort angesprochen. ...

+ + Kurzweilige biographische Erzählung - - Einblicke in die Familie von Elon Musk - - an manchen Stellen für mich zu oberflächlich + +

Titel und Cover haben mich bei diesem Buch sofort angesprochen. Erst durch die Suchmaschine, habe ich erkannt, dass Maye Musk, die Mutter des prominenten Elon Musk ist. Das war dann der ausschlaggebende Grund, dass ich mich für dieses Buch entschieden habe.

Frau Musk erzählt auf den gut 200 Seiten Geschichten aus ihrem Leben. Es geht viel um ihre eigenen Eltern und ihre 3 Kinder ( Elon, Kimbal, Tosca). Sie erzählt von ihrer katastrophalen Ehe und den Nöten, die sie später als alleinerziehende Mutter durchstehen musste. Maye Musk hat einen Abschluss in Ernährungswissenschaften und war immer bemüht sich einen Namen auf diesem Gebiet zu machen. Parallel hat sich für sie, fast aus Zufall, eine Modell-Karriere ergeben, die interessanterweise erst im Alter ( mit ihren weißen Haaren ) richtig erfolgreich wurde. Bei instagram @mayemusk zeigt sie sich z.B. gerne in Pose und man bekommt ein Gefühl für sie.

Das Buch selber ist leicht und flüssig zu lesen. Durch private Fotos bekommt man noch ein besseres Gefühl für die Familie. Inhaltlich sind die Tipps der Frau Musk sehr einfach, vielleicht für manche Leser/innen zu einfach.

Veröffentlicht am 30.12.2020

interessant, aber sehr einseitig

Zukunft verpasst?
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+ + interessante Einblicke in die Welt der Konzerne - - ein hohes Lob auf die Digitalisierung, ohne Blick auf die Kehrseite + +

Thomas Middelhoff ist ein großer Name in der deutschen Konzernwelt und ...

+ + interessante Einblicke in die Welt der Konzerne - - ein hohes Lob auf die Digitalisierung, ohne Blick auf die Kehrseite + +

Thomas Middelhoff ist ein großer Name in der deutschen Konzernwelt und seine Sicht auf die wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation hat mich neugierig gemacht. Conny Boersch war mir bis jetzt völlig unbekannt.

Die ersten 100 Seiten haben mir richtig gut gefallen. Ich konnte den Autoren gut folgen und ihre Ausführungen waren sehr aufschlussreich. Danach hat sich für mich der Inhalt mehr oder weniger wiederholt. Es geht durchgängig um den rasanten Aufstieg von China, das Wachstum der Tec-Giganten in den USA und den veralteten Strukturen in den deutschen Konzernen. Thomas Middelhoff hatte in seiner Karriere mehrmals die Möglichkeit ein Unternehmen in die digitale Welt zu führen. Mit Quelle/Karstadt wäre z.B viel möglich gewesen, aber ihm war wohl der eigene kurzfristige Profit ( Boni,.. ) wichtiger, als die langfristige Umstrukturierung. Genau dieses Verhalten werfen, die Autoren der Manager-Generation der letzten 20 Jahre vor.

Obwohl sie klar und deutlich die falschen Entscheidungen und Subventionen der Politik kritisieren, sehen sie gerade in der Politik einen Lösungsweg. Der Punkt 1 des Maßnahmenplans "Deutscher Digitaler Entwicklungsfond", ist mit dem momentanen politischen Personal, aus meiner Sicht, nicht umsetzbar.

Bei dem ganzen Lob auf Homeoffice, flachen Hierarchien und digitaler Unterhaltungsindustrie, werden die ( nötigen / möglichen ) gesellschaftlichen Veränderungen nicht beleuchtet. z.B. Wie wird sich unser Geld- und Wirtschaftssystem in einer vernetzten globalisierten Welt weiterentwickeln? Werden Kryptowährungen, ICOs, blockchainbasierte Beteiligungen an Unternehmen, die Investmentmärkte verändern? Wie muss die Schulbildung reformiert werden, um deutsche Elite-Universitäten mit einer lebendigen Start-Up Szene am Markt zu platzieren?

Ich fand das Buch dank der sehr angenehmen und flüssigen Sprache sehr leicht zu lesen. Die hochwertige Gestaltung verdient ein Extralob. Aber einen wirklichen Mehrwert/Erkenntnisgewinn konnte ich für mich nicht erkennen.

Veröffentlicht am 28.12.2020

Ein Politkrimi, der auf wahren Begebenheiten beruht

Die Krieger
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+ + Beruht auf einer wahren Begebenheit - - Grundidee ist gut und interessant - - stellenweise aber sehr langatmig + +

Bei diesem Buch hat mich der Klappentext neugierig gemacht und die verfügbare Leseprobe ...

+ + Beruht auf einer wahren Begebenheit - - Grundidee ist gut und interessant - - stellenweise aber sehr langatmig + +

Bei diesem Buch hat mich der Klappentext neugierig gemacht und die verfügbare Leseprobe hat einen derben Krimi in Aussicht gestellt. Leider haben sich meine Erwartungen nicht ganz erfüllt, weil sich die Handlung ganz anders entwickelt hat.

Es geht mit Anschlägen in der Münchner Rotlichtszene los und der neue Ermittler Nick Marzek kommt überhaupt nicht voran. Erst als ein Bekennerschreiben aus Italien in die Ermittlungen einfließt, ergibt sich eine annehmbare Spur. Nick Marzek wird nach Italien geschickt und die italienische Putzfrau der Dienststelle begleitet ihn als Übersetzerin.

In Italien wälzen sie ewig Akten, die mit einer ominösen Gruppe LUDWIG zu tun haben. Es geht um reale Fälle und deren Hintergründe. Das war für mich zäh zu lesen und an einigen Stellen war ich geneigt, das Buch abzubrechen. Da das aber eigentlich nicht meine Art ist und ich doch neugierig auf die Auflösung war, hab ich weitergelesen. Am Ende war ich froh, dass ich dabei geblieben bin, weil ich dadurch was über die damals real existierende Gruppe LUDWIG gelernt habe.

Der Titel des Buches "Die Krieger" erschließt sich gegen Ende des Buches. Er leitet sich ab von den "Krieger des Christenkönigs" aus der Zeit des mexikanischen Bürgerkriegs Anfang des 20. Jahrhunderts.

Wer sich für Terrororganisationen wie NSU, Gladio,.. interessiert, wird in diesem Buch vielleicht Parallelen zu anderen "Fällen" finden.

Ich fand das Buch vom Thema her gut, aber stellenweise zu langatmig.

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Veröffentlicht am 06.12.2020

Die Hebamme und der Kommissar [ Band 1 ]

Fräulein Gold: Schatten und Licht
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+ + schöne historische Kulisse - - Handlung hat mich aber nicht wirklich fesseln können + +

Dieses Buch steht schon länger auf meiner Wunschliste, weil ich gerne historische Romane mit Krimihandlung lese. ...

+ + schöne historische Kulisse - - Handlung hat mich aber nicht wirklich fesseln können + +

Dieses Buch steht schon länger auf meiner Wunschliste, weil ich gerne historische Romane mit Krimihandlung lese. Das Cover ist wirklich ein Hingucker und der Klappentext liest sich vielversprechend.

Hulda Gold ist Ende Zwanzig, alleinstehend und eine sehr geschätzte Hebamme. Sie ist eigenwillig und nicht leicht im Umgang. Durch ihre Tätigkeit, wird sie unfreiwillig in Mordermittlungen verwickelt. Es geht um den ungeklärten Tod einer Frau, die sich ihr Geld auf dem Straßenstrich verdient hat. Sie lernt den scheuen Kommissar Karl North kennen und die beiden nähern sich während der Handlung an.

Obwohl ich Hulda Gold und ihre Mitstreiter recht sympathisch fand, hat mich die Handlung nicht fesseln können. Die Beschreibungen war mir an einigen Stellen zu ausufernd und die Zufälle waren mir zu viel.

Zwischen die Handlung waren Rückblenden in Form von Notizbucheinträgen der Verstorbenen eingearbeitet. Die fand ich richtig gut. Es geht um die Zustände in einer Irrenanstalt und eines Lazaretts während des 1. Weltkriegs.

Bei dieser Geschichte spielt die Krimihandlung nur eine Nebenrolle. Es geht um die Verbindung/Beziehung von Hulda und Karl, ihre Jugendliebe Felix, das schillernde Berlin und das Elend auf den Straßen. Die politischen Unruhen werden natürlich auch erwähnt.

Obwohl mich Band 1 noch nicht ganz überzeugt hat, werde ich mir trotzdem Band 2 noch holen.

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