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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.01.2021

Eine wundervolle Geschichte

Lied der Weite
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Kent Haruf nimmt den Leser mit auf eine Reise in ein kleines und ruhiges Städtchen namens Holt, in dem jeder Einwohner seine eigene Geschichte zu erzählen hat.
Victoria ist ein siebzehnjähriges Mädchen, ...

Kent Haruf nimmt den Leser mit auf eine Reise in ein kleines und ruhiges Städtchen namens Holt, in dem jeder Einwohner seine eigene Geschichte zu erzählen hat.
Victoria ist ein siebzehnjähriges Mädchen, das unerwartet schwanger und aufgrunddessen von ihrer Mutter vor die Tür gesetzt wird. Zunächst kommt sie bei ihrer fürsorglichen Lehrerin Maggie Jones unter, die jedoch die Farm der McPheron Brüder für eine geeignetere Umgebung hält.

Die einzelnen Charaktere sind so wundervoll gezeichnet, dass ich nahezu jeden von ihnen gerne persönlich kennenlernen würde.
Die beiden Jungen, bei denen es mir manches Mal fast das Herz zerriss, weil sie trotz ihres jungen Alters schon so viel seelischen Schmerz in sich tragen.
Victoria, die von ihrer Mutter im Stich gelassen wurde, obwohl sie gerade jetzt eine starke Schulter braucht, an der sie sich stützen kann.
Und die McPheron Brüder, die aufgrund von Victorias Anwesenheit so einen tollen Wandel durchlebt haben, dass man die Liebe und Fürsorglichkeit in ihnen fast greifen konnte.

Der Schreibstil hat mir unheimlich gut gefallen. Die einzelnen Worte und Umschreibungen scheinen so mit Bedacht gewählt, dass sie jede einzelne Situation perfekt beschreiben und in mir das Gefühl weckten, ich sei dabei und nicht nur stiller Leser.
Anfangs dachte ich, dass mich die fehlende Kennzeichnung der wörtlichen Rede verwirren würde, jedoch fiel es mir immer leichter und wurde irgendwann selbstverständlich.

Eine wundervolle und zugleich tragisch angehauchte Geschichte, die zeigt, dass nicht jede Situation so ausweglos erscheint, wenn man nur die richtige Unterstützung an seiner Seite hat.

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Veröffentlicht am 04.01.2021

Eine Melodie für jede Gelegenheit

Mister Franks fabelhaftes Talent für Harmonie
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Stell dir vor, es gibt einen Menschen, der dir immer genau die Musik empfiehlt, die du gerade brauchst. Egal ob du glücklich oder traurig bist, er findet den perfekten Song für dich - & genau so ein Mensch ...

Stell dir vor, es gibt einen Menschen, der dir immer genau die Musik empfiehlt, die du gerade brauchst. Egal ob du glücklich oder traurig bist, er findet den perfekten Song für dich - & genau so ein Mensch ist Mister Frank. Sein Plattenladen ist für ihn mehr als nur ein Job - er ist sein Leben. Bis eines Tages eine mysteriöse Frau in Grün vor seinem Laden auftaucht und alles verändert.


Der Schreibstil von Rachel Joyce ist so angenehm und bildhaft, dass es mir ein leichtes war, das Buch in fast einem Rutsch zu lesen. Es hatte schon fast etwas märchenhaftes an sich, was mich immer wieder zum Träumen einlud.


Die einzelnen Charaktere sind jeweils so eigen und verschieden, dass man sie mit all ihren Ecken und Kanten sofort in sein Herz schließen muss. Nicht nur Frank, der zwischen den Zeilen eine unglaubliche Wärme ausstrahlte oder Ilse, der man ihre Unsicherheit so oft anmerkte, dass man sie am liebsten in den Arm genommen hätte. Sondern auch Kit, der genauso liebevoll wie tollpatschig ist. Oder Maud, die auf den ersten Blick sehr schroff wirkte, aber bei näherer Betrachtung für all ihre Freunde sorgte und sich nur das Beste für sie wünschte.


Besonders gut gefallen hat mir auch die Songliste am Schluss. Schon während des Lesens habe ich immer wieder Spotify angemacht und einige Lieder begleitend angehört, was dem Lesen nochmal ein ganz anderes Gefühl gegeben hat.


Eine ganz zauberhafte Geschichte, die voller Freundschaft und Wärme, aber auch Dramatik und Einsamkeit ist.

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Veröffentlicht am 04.01.2021

Unglaublich spannend!

Blutrausch - Er muss töten (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 9)
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Ein grausamer Mord. Ein gehäutetes Opfer. Und zwei Ermittler, die erneut vor einem schier unlösbaren Rätsel stehen.

Mit "Blutrausch – Er muss töten" hat Chris Carter bereits den neunten Fall für Robert ...

Ein grausamer Mord. Ein gehäutetes Opfer. Und zwei Ermittler, die erneut vor einem schier unlösbaren Rätsel stehen.

Mit "Blutrausch – Er muss töten" hat Chris Carter bereits den neunten Fall für Robert Hunter und Carlos Garcia geschrieben. In typischer Carter Manie, steht das Ermittlerduo auch dieses Mal vor einer unglaublich grausamen Mordserie.

Über die letzten acht Bände habe ich mich inzwischen so an Hunter und Garcia gewöhnt, dass ich es sich immer ein wenig nach Zuhause anfühlt, wenn ich von den beiden lese. Aber nicht nur die beiden Protagonisten, sondern auch einige Nebencharaktere sind mir inzwischen so ans Herz gewachsen, dass ich mich jedes Mal freue, wieder von ihnen zu lesen.

Ich liebe den Schreibstil von Carter, die grausamen Bilder, die er zeichnet lassen einem immer wieder das Blut in den Adern gefrieren und machen es einem beinahe unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. Durch immer neue Wendungen und ein unfassbar spannendes Finale, bleibt der Spannungsbogen durchgehend bis aufs Äußerste gespannt.

Zart besaitete Leser sollten sich vielleicht lieber zweimal überlegen, ob sie sich von Carter in seinen blutigen und äußerst grausamen Bann ziehen lassen.
Ich wurde auch dieses Mal nicht enttäuscht und wunder mich immer wieder, wie facettenreich die Fälle von Robert Hunter sind, obwohl es sich bei "Blutrausch" bereits um den neunten Band handelt.

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Veröffentlicht am 04.01.2021

Kuriose Charaktere bilden wundervolle Geschichte

Was man von hier aus sehen kann
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Ich bin schon so oft um dieses Buch herum geschlichen, es war also nur eine Frage der Zeit, bis ich es endlich lesen würde. & das lange Warten hat sich gelohnt.

Ich wurde mit einer wundervollen Geschichte ...

Ich bin schon so oft um dieses Buch herum geschlichen, es war also nur eine Frage der Zeit, bis ich es endlich lesen würde. & das lange Warten hat sich gelohnt.

Ich wurde mit einer wundervollen Geschichte belohnt, die mich von der ersten bis zur letzten Seite mitriss.
Ein Großteil schreibe ich den verschiedenen Charakteren zu, die allesamt zauberhaft und unterschiedlicher nicht sein könnten. Jeder bringt seinen eigenen Beitrag zur Geschichte mit und macht aus ihr ein zauberhaftes Gesamtwerk.
Ich fieberte in allen Lebensphasen der Protagonisten mit. Trauerte. Freute mich. War Teil von ihnen.

Der Schreibstil macht es einem leicht zu folgen und das Buch geradezu zu verschlingen.

Eine wirklich schöne Geschichte, bei der man sich wünschte, dass sie nie enden würde.

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Veröffentlicht am 04.01.2021

Wohlfühl-Roman!

Fünf Tage im Mai
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Ich hab lange nach einem Roman gesucht, der mich mal wieder richtig berührte – in "Fünf Tage im Mai" wurde ich fündig.

Die Geschichte handelt im Wesentlichen von Illy und ihrem Urgroßvater, die über ...

Ich hab lange nach einem Roman gesucht, der mich mal wieder richtig berührte – in "Fünf Tage im Mai" wurde ich fündig.

Die Geschichte handelt im Wesentlichen von Illy und ihrem Urgroßvater, die über die verschiedenen Lebensabschnitte begleitet werden.

Ich fand es besonders schön, dass man die Entwicklung der Beziehungen zwischen Illy & den Menschen, die in ihr Leben traten, sehen konnte. Menschen kommen und gehen. Die Bindung zu den Eltern entfernt sich, nähert sich wieder an, macht Veränderungen durch. Eine Konstante blieb jedoch – Tat'ka hat durchweg einen besonderen Stellenwert im Leben von Illy und stand ihr immer mit Rat und Tat zur Seite. Das Band zwischen den beiden ist so stark, dass man es durch die Seiten und Jahre hinweg sogar spüren konnte.

Ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen und habe es an einem Tag komplett verschlungen. Was blieb war ein Gefühl der Zufriedenheit, das mir bewies, dass es sich um eine wundervolle Geschichte handelte.

Was mir abseits vom Leseerlebnis noch total gut gefallen hat, ist das, was sich unter dem Schutzumschlag verbirgt: eine Holzmaserung. Wirklich toll gemacht.

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