Nicht ganz so stark wie der erste Teil
Prey – Deine Tage sind gezähltEs ist zwei Uhr nachts, als Jefferson in einem Diner auf eine platinblonde Frau mit Lederjacke trifft, die vor seinen Augen den Koch ersticht. Dann geht sie seelenruhig davon ... Eine Provokation, die ...
Es ist zwei Uhr nachts, als Jefferson in einem Diner auf eine platinblonde Frau mit Lederjacke trifft, die vor seinen Augen den Koch ersticht. Dann geht sie seelenruhig davon ... Eine Provokation, die Winter nicht ignorieren kann. Das Spiel ist eröffnet.
Auch dieser Band startet sofort mit einem Mord und schmeißt den Leser direkt ins Geschehen. Wie im ersten Teil sind die Charaktere sehr plastisch, rund und realistisch beschrieben, was mir half, sofort einen Draht zu ihnen aufzubauen. Das komplette Buch ist ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen der zunächst unbekannten Mörderin des Kochs und Jefferson samt seiner alten Kollegin Mendoza. Genau das war es aber auch, was mich ein bisschen störte. Man erfuhr zwar immer mehr über einen Fall, der sich bereits vor 6 Jahren ereignete, dessen Lösung sich langsam wie ein Puzzle zusammensetzte, jedoch war dies für meinen Geschmack zu sehr in die Länge gezogen. Die Spannung hinkte hin und wieder nach, was die tollen Charaktere zwar oft wieder wett machten, mich aber trotzdem ein wenig unzufrieden zurück ließ.
Obwohl das Ende vorauszusehen war, hinterließ mich die letzte Seite doch mit einem kurzen Gänsehautmoment.
Ich bin hin und her gerissen, werde aber Band 2, den ich versehentlich ausließ, dennoch lesen.