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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.05.2025

Gut geeignet für Einsteigerinnen

Frauen trainieren anders. Fitness und Sport im Einklang mit deinen Hormonen
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Als leidenschaftliche Leserin und Hobbysportlerin war ich sofort neugierig auf Tabea Lorchs „Frauen trainieren anders“. Allein die Tatsache, dass es ein eigenständiges Buch zum frauenspezifischen Training ...

Als leidenschaftliche Leserin und Hobbysportlerin war ich sofort neugierig auf Tabea Lorchs „Frauen trainieren anders“. Allein die Tatsache, dass es ein eigenständiges Buch zum frauenspezifischen Training gibt, ist schon ein Gewinn und finde ich echt toll, denn obwohl Frauen die Hälfte der Bevölkerung stellen, stammen laut Lorch lediglich 6–7 % der sportwissenschaftlichen Studien ausschließlich von und mit Frauen – eine erschreckend kleine Basis, auf der wir unsere Trainingspläne bauen. Das Werk rückt uns und damit die für lange Zeit vernachlässigte Zielgruppe in den Mittelpunkt und signalisiert damit dringend nötige Repräsentation im Fitnessbereich.



Positiv hervorzuheben ist der deutliche Appell an uns Frauen, sich nicht allein auf Ausdauer-, sondern vor allem auch auf Krafttraining zu konzentrieren. Wenn Lorch schreibt, „Kraftsport ist der Sport, den keine Frau ignorieren sollte“, trifft sie einen wunden Punkt vieler Fitnessratgeber, die uns weibliche Leserinnen noch immer Richtung Endlos-Cardio schicken. Ihr Plädoyer für schwere Gewichte, technische Sauberkeit und Progression ist praxisnah, motivierend und gerade für Einsteigerinnen gut nachvollziehbar. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen.



Doch je tiefer man in die Kapitel eintaucht, desto mehr stolpert man über ungestützte Behauptungen. Die Literaturliste am Ende ist überraschend kurz, und oft bleiben Aussagen ohne direkten Quellennachweis. Ein Beispiel ist der Vergleich, dass gestresste Frauen eher Fett ansetzen, während gestresste Männer Fett verlieren – eine These, die sich weder mit der steigenden Prävalenz von Übergewicht noch mit gängigen stressphysiologischen Modellen deckt. Ebenso wirken einige Zahlen, etwa zur empfohlenen täglichen Kalorienzufuhr, eher für Hochleistungssportlerinnen als für durchschnittlich aktive Frauen berechnet. Hier hätte eine stärkere Verankerung in der aktuellen Studienlage oder zumindest ein kritischer Verweis auf die Spannbreite individueller Bedürfnisse gutgetan.



Stilistisch liest sich das Buch flüssig: Lorch kombiniert persönliche Story-Times, Trainingspläne und Exkurse zu Themen wie Beckenbodentraining oder Menopause. Das macht die Lektüre angenehm kurzweilig, lässt jedoch gleichzeitig den Eindruck entstehen, dass hier vor allem die Meinung der Autorin statt ein wirklich breiter Konsens der Sportwissenschaft dargeboten wird.



Unterm Strich empfehle ich „Frauen trainieren anders“ allen Leserinnen, die ein motivierendes Einstiegswerk suchen und sich ausdrücklich fürs zyklus- oder lebensphasenbasierte Training interessieren. Als Inspirationsquelle funktioniert das Buch hervorragend; wer jedoch valides, detailliert belegtes Wissen erwartet, sollte mit einer gewissen Portion Skepsis weiterlesen und die genannten Richtwerte mithilfe zusätzlicher Fachliteratur oder professioneller Beratung verifizieren.

Veröffentlicht am 05.05.2025

Auftakt der Heist-Reihe

Heiress Takes All
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"Heiress takes all" ist der erste Teil der Heist-Reihe von Emily Wibberley und Austin Siegemund-Broka und hat mir ganz gut gefallen. Es fällt mir aber etwas schwer, das Buch zu beurteilen.

Die Ausgangslage ...

"Heiress takes all" ist der erste Teil der Heist-Reihe von Emily Wibberley und Austin Siegemund-Broka und hat mir ganz gut gefallen. Es fällt mir aber etwas schwer, das Buch zu beurteilen.

Die Ausgangslage ist spannend: Eine verstossene Erbin. Eine Luxushochzeit und ein Millionen-Diebstahl.
Olivia, 17, wurde zusammen mit ihrer Mutter von ihrem Vater verstoßen. Statt ein Leben in Saus und Braus zu führen, muss sie jetzt schauen, wie sie über die Runden kommt. Währenddessen plant ihr Vater schon die nächste Hochzeit. Olivia lässt das aber nicht auf sich sitzen, sondern plant einen Coup mit einer handverlesenen Diebescrew. Ob das mal gut geht?

Mich hat die Aufmachung sofort an die Inheritance-Reihe von Jennifer Lynn Barnes erinnert. Da ich diese Bücher aber (noch) nicht gelesen habe, aber generell Interesse an der Thematik habe, habe ich gleich die Gelegenheit genutzt. Generell finde ich die Ausstattung sehr gelungen und ansprechend gestaltet. Ich mag die Farbkombination sehr.

Ich liebe Coups bzw. Heists ja seit Brooklyn 99. Ich mag es, wenn etwas gut durchdacht und mit einem WOW-oder Aha-Erlebnis einhergeht.

Mich hat das Buch dahingehend jetzt zwar nicht vom Hocker gerissen, dennoch finde ich, dass es ganz gut gelöst wurde. Was ich noch gerne mochte, war der Schreibstil. Ich hatte zwar ein paar Startschwierigkeiten, habe dann aber trotzdem gerne weitergelesen.
Alles in allem habe ich mir aber etwas anderes erwartet. Ich hatte mit mehr Spannung und mehr Romance gerechnet und eigentlich mit weniger Selbstfindung. Versteht mich nicht falsch, es hat ihrer Charakterentwicklung gutgetan, aber das war nicht das, was ich mir von der Geschichte erwartet habe. Dadurch, dass die Protagonisten aber noch sehr jung sind, hätte ich aber wohl damit rechnen müssen.

Generell finde ich es auch cool, dass es einen 2. Teil gibt, bin aber noch nicht sicher, ob ich diesen auch lesen werde.

Veröffentlicht am 04.01.2021

Gans im Ernst

Gans Ernst von Jimmy Kimmel
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Als ich gesehen hab, dass Jimmy Kimmel ein Buch herausbringt, musste ich es unbedingt lesen, da ich finde, dass er einer der witzigsten Late-Night-Moderatoren überhaupt ist. Das Cover fand ich auch ganz ...

Als ich gesehen hab, dass Jimmy Kimmel ein Buch herausbringt, musste ich es unbedingt lesen, da ich finde, dass er einer der witzigsten Late-Night-Moderatoren überhaupt ist. Das Cover fand ich auch ganz süß und den Titel sehr ulkig.
Nachdem die ersten Seiten noch nicht so lustig waren, hatte ich gehofft, dass es noch besser wird. Ich fand es toll zu lesen, und die Illustrationen fand ich wirklich gelungen, aber vom Hocker hat es mich leider nicht gehaut. Ich konnte das Buch auch leider nicht an meinem Neffen „testen“ um zu sehen, ob es für die Zielgruppe geeigneter ist. Aber ich denke schon, dass kleine Kinder durchaus ihre Freude an dem doch recht kurzen Büchlein finden können.
Für meinen Geschmack hat es fast länger gedauert diese Rezi zu tippen, als das Buch zu lesen. Aber dennoch bereue ich es nicht und freue mich, meinen eigenen Kimmel im Regal stehen zu haben. Ich hoffe, sein (potentielles) nächstes Buch kann mich mehr überzeugen.

Veröffentlicht am 03.09.2020

Marionette?

American Spy
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„American Spy“ von Lauren Wilkinson ist ein interessantes Buch und hat mir nach anfänglichen Schwierigkeiten gut gefallen. Das Cover gefällt mir in seiner Schlichtheit ganz gut, auch wenn es jetzt nicht ...

„American Spy“ von Lauren Wilkinson ist ein interessantes Buch und hat mir nach anfänglichen Schwierigkeiten gut gefallen. Das Cover gefällt mir in seiner Schlichtheit ganz gut, auch wenn es jetzt nicht unbedingt nach Aufmerksamkeit schreit.

Die ersten Seiten des Buches fand ich sehr spannend geschrieben. Aber dann hat die anfängliche Euphorie leider schnell nachgelassen. Da das ganze Buch wie eine Nacherzählung aufgebaut ist, und die Protagonistin des Öfteren ihre beiden Kinder mit „Du“ adressiert bzw. sie persönlich anspricht, fand ich das doch etwas befremdlich. Später hat sich das dann zum Glück wieder gelegt und kam nur recht selten vor.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert, wobei mir der erste nicht so gut gefallen hat. Dabei geht es vor allem um die Vergangenheit und Kindheit der Protagonistin. Es wird viel zwischen den Jahren und auch Vergangenheit und Gegenwart hin und her gesprungen. Des Weiteren wurden sehr viele Namen erwähnt und da sie z.B. ihre Mutter oft nur mit dem Namen anspricht oder sie den Kindern gegenüber natürlich als Großmutter bezeichnet, war ich oft sehr verwirrt, bis mir eingefallen ist, ich muss ja aus Sicht der Kinder denken.

Zum Glück hat sich das nach dem ersten Abschnitt bzw. den ersten 150 Seiten gelegt und herauskam die Geschichte, die ich mir erhofft und auch gewünscht hatte. Endlich ging es darum, was man sich erwartet hatte. Den Auftrag um Burkina Faso. Es wurde richtig spannend, man konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Man wollte unbedingt wissen, was hier gespielt wurde. Auch wenn vor allem viel mit Marie gespielt wurde und es oft ein Kampf für sie war sich zu behaupten (vor allem in ihrer Zeit beim FBI). Am meisten fasziniert hat mich dabei die Anziehungskraft von der Zielperson. So charismatisch hätte ich ihn gar nicht erwartet. Auch wenn ich mich mit Politik leider gar nicht auskenne und die verschiedenen Begriffe und Organisationen auch nicht alle kenne; kurz, oft keinen Durchblick hatte, hat mir die Geschichte an sich gut gefallen. Aber ein Glossar am Ende des Buches mit den wichtigsten Begriffen, wäre vielleicht nicht verkehrt gewesen.
Etwas Schade fand ich es, dass die Handlung in der Gegenwart nur so kleinen Raum eingenommen hat. Hauptsächlich ging es eben um diesen Auftrag der in der Gegenwart aber nicht mehr groß behandelt wurde. Schade fand ich auch, dass man Marie hauptsächlich benutzt hat.

Die Spannung lässt dann bis zum Ende eigentlich nicht mehr nach und ich bin echt froh, durchgehalten zu haben und dem Buch eine Chance gegeben zu haben.
Fazit: Lohnt sich zu lesen.

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Veröffentlicht am 03.09.2020

Citygirl trifft Landei

Nur noch ein bisschen Glück
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„Nur noch ein bisschen Glück“ von Simona Ahrnstedt hat mir gut gefallen, auch wenn es etwas durchwachsen war. Es war mein erstes Buch der Autorin, obwohl ich beispielsweise „Die Erbin“ auch noch von ihr ...

„Nur noch ein bisschen Glück“ von Simona Ahrnstedt hat mir gut gefallen, auch wenn es etwas durchwachsen war. Es war mein erstes Buch der Autorin, obwohl ich beispielsweise „Die Erbin“ auch noch von ihr habe, welches noch wartet, gelesen zu werden.

Die Ausgangslage des Buches hat mir gut gefallen. Stella, die eine Kate bzw. kleine Hütte geerbt hat und sich diese ansehen möchte (auch wenn zum Zwecke des Verkaufes). Auf dem Weg dorthin lernt sie ihren Nachbarn Thor (gibt es einen besseren Namen?) kennen. Die Dynamik zwischen den beiden hat mir anfangs sehr gut gefallen, sich dann aber etwas gewandelt.

Thor hat zwei Kinder, Juni und Frans. Die Beziehung zu den Kindern hat mir gut gefallen, auch wenn es zwischen Stella und Juni gerne etwas emotionaler hätte sein dürfen. Generell hätte das Buch emotionaler sein können.

Zunächst hat mir das Buch ganz gut gefallen, aber nach ca. 150 Seiten kam es zu einem Missverständnis, das natürlich wieder in allerlei Schwierigkeiten gipfelte, statt dass man miteinander kommuniziert. Solche Lösungen mag ich persönlich nicht so gerne. Daraus hat sich dann auch sozusagen der Hauptkonflikt des Buches ergeben, was ich etwas unkreativ fand. Das Zwischenmenschliche, auf das sich die Handlung hauptsächlich gestützt hat, hat mir im Buch sehr gefallen, aber die Spannung ging dafür etwas flöten.

Die Liebesszenen fand ich anfangs schön, weil sich auch Zeit gelassen wurde (relativ gesehen), danach war es nur mehr eine Wiederholung nach der anderen. Es hatte einfach nichts Spezielles mehr und stattdessen hätte man sich mehr auf andere Handlungsstränge konzentrieren können.

Auch das Ende fand ich nicht sehr gut gelöst. Mit dem Hauptende bin ich zwar zufrieden, aber man hätte es eleganter lösen können. Dem Epilog stehe ich zwiespältig gegenüber, da man noch einen Interessenskonflikt vorwerfen könnte.
Auch Stellas Suche nach ihrem Vater hat viel zu wenig Raum bekommen.

Fazit: Ein Buch, das sich gut lesen lässt, aber gerne spezieller hätte sein dürfen.

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