Ich bin ein Manganeuling. Aber leider sehe ich hier, so wie oftmals bei regulären Büchern eine Verschlechterung zum ersten Teil.
Nahtlos erleben wir die Geschichte der drei Freunde, die sich seit dem ...
Ich bin ein Manganeuling. Aber leider sehe ich hier, so wie oftmals bei regulären Büchern eine Verschlechterung zum ersten Teil.
Nahtlos erleben wir die Geschichte der drei Freunde, die sich seit dem Kindergarten kennen und nun nach ein paar Jahren kommt Kei wieder. Immer noch optisch ein Mädchen, körperlich ein Junge und spricht von sich selbst, geschlechtslos zu sein. So ist Kei auch nicht wählerisch ob er ein Mädchen oder einen Jungen küsst. Und so wird auch im zweiten Teil wieder ein Spielchen gespielt, wo Kei sich an Yohei ranmacht und einen Keil zwischen ihn und Yui drängt. Aber das will Kei eigentlich gar nicht.
Das Buch hat nach wie vor wunderbare Zeichnungen und bringt die Emotionen super rüber. Aber anders als im ersten Teil gibt es weniger Dialoge vor und nach relevanten Szenen, welche über mehrere Seiten lang nur aus dem reinen Bild bestehen. So oftmals von weit weg bis hin ins Auge. Leider geht da zu viel an Kontext und Zwischenmenschlichen verloren.
Und das ist ein weiteres Problem. Der Dialog der dazu führt, dass man auch mal nein sagt. Und dies wird einfach ignoriert. Kei hat eine extrem schwierige Art und wird mehr als einmal, wie schon im ersten Teil, übergriffig und küsst oder berührt andere Personen, auch wenn diese expizit nein sagen. Es wird zwar nicht gut gesprochen durch den Autor, aber leider zu sehr vereinfacht. Würde ein Mann dies machen, wäre sofort die nächste Anzeige da.
Ich habe trotz langsamen lesens das Buch in einer halben Stunde durch. Das es 7 Bände geben wird ist zwar ein Ansporn für die Liebhaber der Reihe, aber mir wird die Geschichte jetzt schon zu sehr in die Länge gezogen und das Bitchverhalten von Kei zu sehr gefördert. Ich werde daher höchsten in meiner Bücherei die Augen aufhalten, werde die Folgebände aber nicht kaufen.
Vorab möchte ich mich bei netgGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanken, welches keinen Einfluss auf die Bewertung nimmt.
Wir schreiben das 15. Jahrhundert. Die junge Königin und ...
Vorab möchte ich mich bei netgGalley für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars bedanken, welches keinen Einfluss auf die Bewertung nimmt.
Wir schreiben das 15. Jahrhundert. Die junge Königin und spätere Kaisergemahlin Barbara von Cilli, gerade mal 14 Jahre alt, trifft auf den 15-jährigen Vlad (dem zweiten, Vater des späteren Pfählers).
Beide finden recht schnell eine Gemeinsamkeit, die Erforschung des Außergewöhnlichen. Barbara die schon länger an der Chemie interessiert ist und nicht das liebliche kleine Frauchen ist, wie es alle gerne hätten und Vlad der offiziell als Gefangener am Hofe gilt, verstehen sich sehr schnell sehr gut.
So erfahren wir in einer längeren Zeitlinie, wie die beiden mehr als Freunde wurden, Vlad am Ende aber immer ihr Beschützer sein wird. Mit Hilfe von Alchemie und dämonischen Fähigkeiten, haben Sie sich zum Ziel gesetzt, die Vampire mit all ihren Unterklassen auszumerzen.
Sigismund, der König, ahnt nichts davon und ich einfach nur froh das seine Königin sehr beliebt ist und ihn bei politischen Entscheidungen hilft. Natürlich nur hinter verschlossenen Türen, immerhin ist sie eine Frau. Auch die Entwicklung der Ehe und Geburten sind ein Teil der Geschichte. So ist die Geschichte trotz ihres fantastischen Teils, sehr nah an der wirklichen Zeit im 15 Jahrhundert angelehnt und wie es um Übernahme von Reichen geht und Kriege die dadurch entstanden sind.
Barbara wird somit zur „Schwarzen Königin“ und führt einen Krieg gegen die großen Herrschafter der Vampire an.
Das zweite große „Paar“ ist in unserer Gegenwart. Hier treffen wir auf Len, dem seine Großmutter eigentlich in Prag auf große Tour gehen sollte. Doch diese ist kurzfristig ausgefallen und so fährt er und trifft dort auf Klara und ihre Oma. Klara ist sofort ganz sein Fall und er sehr schnell in diese verknallt. Aber auch sie scheint nicht abgeneigt zu sein.
Bis es dann zu einem Zwischenfall kommt und Len seine Papiere und sein Geld verliert. Er ist nun gezwungen in Prag zu bleiben und darf erstmal nicht mit der Reisegruppe weiterreisen. So lernt er jedoch andere Personen kennen, welche sich mit der „Schwarzen Königin“ auskennen, ihn als letzten Nachfahren des Vlad II erkennen und somit als einen Draculesti (Vampirjäger).
So erfährt er schnell die Geschichte um die schwarze Königin und wird von nun an gejagt. Alchemie, Unsterblichkeit und so manch andere Wesen als Vampire kreuzen seinen Weg.
Schwerpunkt der Dark Fantasy ist am Ende die Charakterbildung und die ausschweifende Geschichte mit langen Dialogen und viel aufbauschenden Inhalt. Der Autor hat sich viel Mühe gegeben, die wichtigen Charaktere gut in den Vordergrund zu stellen und somit Len und Barbara den meisten Tiefgang zu geben. Die anderen Charaktere sind jetzt nicht pauschal blass dagegen, sind aber oftmals nur Randfiguren. So z.B. Klara, die erst später im Buch eine wichtige Wendung erleben wird. Sehr schön war es zu sehen, wie die Umwelt mit Barbara umgegangen ist. Eine solche Powerfrau, in einer solchen Zeit, schier unmöglich. Doch sie war immer taff und hat es geschafft, unter der Decke der Verheimlichung, sehr viel zu erreichen ohne dass es ihr Mann mitbekam. So war es mir sympathisch, dass Sie sich Sorgen machte, wenn wichtige und sehr teure Abschriften zerstört werden konnte.
Aber die Geschichte in sich war mir zu groß aufgebauscht, teilweise zu detailreich und es hätten auch 50-100 Seiten weniger sein können, gerade in den Passagen der Vergangenheit. In der Gegenwart war immer was los und es machte weit aus mehr Spaß diese zu lesen.
Das Buch ist gut recherchiert und bringt eine interessante Geschichte mit sich, wo ich es toll fand, dass mal nicht der Vampir, sondern die Menschen im Vordergrund stehen. Leider ist das Buch nur eines nicht, nämlich ein Page Turner. Hier müsste mal so mancher die Definition nachschlagen, denn der Wunsch Seite für Seite zu durchfliegen und den Wunsch, dass Buch gar nicht mehr aus den Finger zu legen, kann ich nicht teilen. Dafür war es zu langatmig.
Mit dem zweiten Teil "Night of Crowns: Kämpf um dein Herz" hat die Dilogie ihren Abschluss gefunden. Wo wir im ersten Teil das Spielfeld und die Charaktere, die Regeln kennen lernten, so wird im zweiten ...
Mit dem zweiten Teil "Night of Crowns: Kämpf um dein Herz" hat die Dilogie ihren Abschluss gefunden. Wo wir im ersten Teil das Spielfeld und die Charaktere, die Regeln kennen lernten, so wird im zweiten Teil alles über den Haufen geworfen. Alles was man aus dem ersten Teil zu wissen dachte, wird hier geändert, ergänzt oder aus einer anderen Sichtweise neu definiert.
So erleben wir die Geschichte nahtlos im Anschluss an den ersten Teil. Alice als Slaves steht zwischen den weißen und schwarzen Spielern und kämpft dafür mit dem Fluch zu brechen und zugleich um ihre Gefühle für Jackson.
Aufbau/Logik/Umsetzung:
Sehr gut war der Einstieg in das Buch, welches nochmals die Spielfiguren und die Regeln wiedergibt. So auch die letzte Situation des ersten Buches, damit man sich hier wieder gut einfinden konnte.
Die Geschichte hat hierbei mehr Action, Wendungen, Sackgassen und Charaktere als im ersten Teil. Zum einen gibt es dem Buch viel Inhalt und Geschehen, aber erweckt Fragen so wie es vorangegangen beantwortet. Zudem werden Einstellungen von Alice zu Charakteren mal verbessert, mal verschlechtert und die Spielregeln werden teilweise neu gedeutet.
Leider hat das Buch einiges an Logikfehlern mit sich gebracht. Von zeitlichen Fehlern, über Personen die nicht in der Szene sein dürften, über Situationsfehlern.
Sprache/ Umsetzung des Hörbuches:
Die Sprache wirkt sehr oft, sehr einfach gehalten. Ich habe hier natürlich keine hochgestochene Sprache erwartet, aber die Autorin hat hier ein ziemlich ungleiches Konzept zusammengebracht. Geht es um Gegenstände die man selten im Tag liest, so bringt die Autorin diese Situationsbedingt gut unter. Die Umgangssprache der Charaktere ist aber schon extrem jung und lapidar gehalten.
Die Autorin zieht dabei oftmals weniger gute Vergleiche und arbeitet mit einer bildlichen Sprache, welche meistens sehr simpel und auch wiederholend gewählt wurde. So erwähnt sie einen körperlichen Zustand „meine Muskeln waren zum reißen gespannt“, zweimal innerhalb von drei Hörminuten. Oder auch Alice Beschreibung: "er schaut mich böse an", "erdolcht mich mit seinen Blicken" sind in manchen Kapiteln mehrfach zu hören. Auch die Beschreibung wie gesprochen wurde: „flüsterte er leise“, gehören für mich nicht in das Hörbuch, dies hätte man auch so sprechen können.
Zudem Alice sehr oft sehr quengelig wirkt und sich nicht vernünftig argumentieren kann, warum sie anders denkt. Im Lesen wäre es wahrscheinlich weniger stark aufgefallen, hier leider aber doch sehr anstrengend dies immer wieder mal zu hören.
Für einen jungen Menschen ist dies vielleicht weniger störend, aber so habe ich im Buch ständig Déjà-vus gehabt, da ich es ja schon weniger Minuten zuvor schonmal gehört habe.
Ein Trinkspiel kann man sehr gut auf die Worte: Knurren, fauchen und brüllen einbringen. Alternativen wie „sprach sie, redeten sie, sagte er, gab er wieder, argumentierte er“ kommen leider zu wenig rüber.
Ein Lob muss ich hier auf die Sprecherin Madiha Kelling Bergner geben. Sie hat einen guten Job gemacht und es auch geschafft, den Charakteren ihre eigene Stimme zu geben und die Emotionen richtig rüberzubringen. Ihre jugendliche Stimme passt perfekt zu Alice.
An der Sprache darf man sich hier also nicht zu sehr stören. Wenn einem sowas jedoch sehr wichtig ist, rate ich alleine deswegen schon vom Buch ab.
Charakter:
Alice widerspricht jedem und bei allem, sie diskutiert und lässt kaum eine andere Meinung zu. Sie ist seht störrig und meint sehr oft im Recht zu sein und setzt ihre Emotionen über ihren Verstand. Wenn ihr dann ein Ultimatum gesetzt wird und sie nichts mehr dazu sagen soll, wirkt sie kindisch und schnippig.
Doch so negativ es wirkt, steckt dahinter ein Mensch, welcher dem Fluch ein Ende setzten will und sich Sorgen um ihre Freunde macht. Nur das ihre Reaktionen und ihre Gedanken, ihre Handlungen oftmals sehr kindisch und unüberlegt wirken. Im ersten Teil war sie mir daher weitaus sympathischer, da sie in diesem Teil so kindlich wirkte und sowenig ihrer Verantwortung bewusst.
Die anderen Charaktere bekommen in diesem Buch teilweise mehr Spielraum und andere werden neu eingebracht. So ist das Frettchen Pringles und der Rabe Dagger neu dabei und beide waren für die Leser der Leserunde eine wunderbare Abwechslung. Wir erfahren aber auch mehr über Vince und Jackson sowie über die Königinnen.
Natürlich haben die „Alten“ des Buches ihren Platz. Curse überrascht einen noch ganz ordentlich und der Fluch zeigt wie weit seine Macht reicht. So erfahren wir noch mehr über die Geschichte der Personen dahinter und wie es zum Fluch gekommen ist.
Fazit:
Für mich war ganz klar gewesen das ich diesen zweiten Teil lesen möchte und war erfreut das ich das Hörbuch als Rezensionsexemplar bekommen habe. Ich bin dessen sehr dankbar und freue mich es hören zu dürfen, auch wenn es oben anders wirkt.
Ich bin mir bewusst, wie negativ diese Rezension wirkt, aber es ist das was mir aufgefallen ist und einem Leser bzw. Hörer vorher bewusst sein wollte. Die Geschichte selbst ist vielfältig und machte Spaß. Viele Änderungen, die Charakterentwicklung und die Ideenfindung der Spieler war toll. Nur kann ich leider nicht allzu viel dazu schreiben, da es zu sehr spoilern würde.
Alles in allem war der zweite Teil für mich ok gewesen, wenn auch nicht so gut wie der erste Teil.
Wer das erste Buch kennt, sollte diese mit diesem zweiten Teil vervollständigen. Erwartungen sollte man nicht stellen, da man begeistert sein kann oder ernüchtert, vor allem da es so viel anders entwickelt hat wie gedacht. So ist es am besten es auf sich zukommen zu lassen.
Für mich hat diese Umsetzung als Hörbuch eine 3,5 bekommen.
„Wie die Ruhe vor dem Sturm“ ist ein Buch, welches mir im Jahre 2020 immer mal wieder begegnet ist. Die Reihe wurde so ziemlich überall hoch gelobt und so nahm ich mir nun im neuen Jahr vor, diese als ...
„Wie die Ruhe vor dem Sturm“ ist ein Buch, welches mir im Jahre 2020 immer mal wieder begegnet ist. Die Reihe wurde so ziemlich überall hoch gelobt und so nahm ich mir nun im neuen Jahr vor, diese als Hörbuch über meine App zu hören.
Vorweg sollte ich bei der Bewertung dazusagen, dass ich schon echt kritisch bin was Geschichten betrifft, wo die Liebe mit ganz stark im Mittelpunkt steht.
Positiv fand ich hier, dass mehr als zwei Drittel der Geschichte im Erwachsenenalter gespielt haben. Bitte verstehe der, welcher du gerade diese Rezension liest, dies nicht falsch. Ich mochte die Ellie und Grey als Jugendliche total. Beide waren mir sehr sympathisch und gerade Ellie als Büchernarr welche sogar noch auf einer Party ein Buch liest. So könnte ich an ihrer Stelle sein. Ihre introvertierte Art, dass sie keinen Trends nachläuft und dann der widerwillige Weg zum Homecoming Ball fand ich super. Und wie kann es ihr da anders ergehen als das sie sich in ihn verliebt.
Ihr Verlust der Mutter und einem depressiven Vater, fand ich immens gut umgesetzt und haben mich mit ihr leiden lassen. Wie Grey trotz Distanz immer für sie da war. Das fand ich toll. Das diese Entfernung für beide schwer werden würde war klar gewesen. Von daher wundert es einen nicht, wenn dann mit dem College endgültig die Verbindung nach und nach verloren geht.
Dann in seinen eigenen Kapiteln Greyson mit einem cholerischen Vater, die Mutter psychisch krank, der gerne mehr wäre wie Elli. Es passt so perfekt zusammen. Er will die Firma vom Vater nicht übernehmen und hat eigene Pläne.
Dann der große Sprung, 15 Jahre in die Zukunft. Elli nun Anfang 30 und arbeitet als Nanny. Da trifft sie ihn wieder. Verwitwet, zwei Kinder, Inhaber der Firma seines Vaters und verbittert und bis auf die Knochen kalt. Der Schock bei ihr.
Ich muss leider sagen, hier war ich weniger über seine Veränderung geschockt als Elli. Er hat die Frau seines Lebens verloren, klar prägt das. Ich habe Menschen wegen weniger negativen zum Arschloch werden sehen, geschweige kalt wo vorher eine warme Art war.
Mich persönlich schockierte das er kaum auf dem College war, dann Nicole traf, diese schwängert. Wie schnell muss er über Elli hinweg gewesen sein. Doch dies ist nicht einmal Bestandteil der Geschichte gewesen und Elli schaut einfach drüber hinweg, dass da kaum Zeit zwischen ihr und der Neuen war. Dann die Aussage das er nie die Firma des Vaters will. Nun ist er der Geschäftsführer. Warum? Wie kam es dazu? Dies sind zwar nur Randthemen aber für mich komplett außen vorgelassen und hätten mir auch geholfen ihn als Charakter besser zu verstehen.
Nun ist er da, das Häufchen Elend. Für seine Kinder lebt er nur noch, aber ist nur noch ein Schatten seiner selbst. Die Kinder in Trauer und Wut am Leben. Auch beide haben einen Menschen verloren, der ihnen immens wichtig ist. Aber Greyson hat dafür keinen Kopf. So kommt Elli wieder und man möchte meinen er hat alles von damals vergessen. Diesen Eindruck verkörpert er so extrem gut, dass es schon richtig weh tat und ich mit Elli Mitleid hatte.
Der Rest der Geschichte ist die Verarbeitung von Trauer, Verlust, zu sich selbst wiederfinden, für die Familie da sein.
Es ist nicht schlecht geschrieben und Elli war mir durchgängig sympathisch und vor allem da sie an die Kinder dachte. Die weitere Entwicklung war dann abzusehen, dass Ende ist für mich stimmig auch wenn manch einer es nicht so sehen mag. Aber kann man nicht verstehen, dass 15 Jahre Beziehung bzw. Ehe nicht in weniger als zwei einfach verschwinden? Ich verstehe auch Greyson aber mit ihm bin ich nicht warm geworden.
Die Geschichte ist von daher in Ordnung aber für mich keine vier oder sogar fünf Sterne wert.
Zur Hörbuchausgabe muss ich noch dazusagen, dass mir die Besetzung nicht ganz so gut gefallen hat. Beide Sprecher sind wirklich gut in ihrem Job, aber für mich stimmlich zu nah beieinander. Ich musste mich auf die Stimmen konzentrieren, da die männliche Synchronstimme in den sanften Passagen zu oft an die von der Sprecherin Frau Meisheit herankam. So war der Unterschied schonmal zu gering und es hätte auch die Gedankenpassage von Elli sein können, welche ausschließlich von der Sprecherin eingesprochen wurden ist.
Alles in allem war es eine Geschichte mit einem etwas anderen Happy End und für mich mit guten 3,5 Sternen bewertet wird.
Die Ferien könnten für die 17-jährige Mia so schön sein, wenn nicht drei Monate zuvor ihr Leben in die Brüche gegangen wären. Die Beziehung zu ihrem Freund, die immerhin ein Jahr gehalten hat, wurde von ...
Die Ferien könnten für die 17-jährige Mia so schön sein, wenn nicht drei Monate zuvor ihr Leben in die Brüche gegangen wären. Die Beziehung zu ihrem Freund, die immerhin ein Jahr gehalten hat, wurde von ihm durch eine SMS beendet. Zu dem hat er den gemeinsamen Freundeskreis auf seine Seite gezogen. Diese gehen nun im Sommer auf die Campingtour die Mia organisiert hat. Dies alles ist so schlimm für das junge Mädel, dass sie nun immer noch täglich weint und nicht drüber hinwegkommen kann.
So ist es für sie schon fast ein Ausweg aus dem Alltag, dass ihre beiden Eltern beruflich aus der Stadt raus sind und sie mit ihrem jüngeren Bruder (1 Jahr jünger) und der 14-jährigen Schwester zur Tante verschifft werden. Und dies wortwörtlich, denn sie lebt auf der kleinen Insel „Whidbee Island“. Bekannt für eine wunderschöne Natur und einem sehr bekannten Fluch, welcher jedes Jahr sehr viele Touristen anlockt.
So lernt Mia auch recht schnell den jungen Joe (Joseph) Dalca kennen. (Ja bei der Abkürzung haben sich schon so manche gedacht, „Jo“ wäre sinniger gewesen). Joe und seine Zwillingsschwester, führen zusammen mit ihrer Großmutter den Laden „Mirage“. Hier bekommst so ziemlich alles an Kräutern, Heilsteinen, und sonstigem was dir mit Magie das Leben vereinfachen soll. Außer Liebestränke, dies ist eine feste Grundregel.
Schnell erfährt Mia, das Joe und seine Schwester dem Dalca-Fluch an sich haben und es ihnen verboten ist, die wahre Liebe zu finden. Aber Mia ist störrig und sie findet Joe toll, den ersten Jungen seit ihrem Ex und er bringt sie zum Lachen, etwas was sie seit drei Monaten nicht mehr konnte. Also ist es für sie klar, dass sie den Fluch aufheben will.
Die Grundidee fand ich echt süß und für ein Jugendbuch ist es auch gutgeschrieben. Für mich mit ner 3 vorne war es dann etwas zu teeniemäßig und stellenweise etwas zu klischeehaft. Aber für jemanden in dem Alter von 14-20, ist es eine Geschichte welche Freude bringen kann.
Denn Mia ist ein freundliches Mädchen, welches jedem helfen würde, egal wie gemein er war. Sie kümmert sich um die Geschwister und hat für alle ein offenes Ohr. Sie ist sehr empathisch, was man daran merkt, wie lange sie ihrer ersten Liebe hinterhertrauert um dann verhältnismäßig schnell jemand neues in Joe zu finden. Dem Fluch will sie keinen Glauben schenken und geht daher sachlich an das Thema ran. Auch wenn dieser schon Tote gefordert hat.
Von Joe erfährt man nur aus Mias Sicht, denn sie führt einen mit der Geschichte durch das ganze Buch. Joe ist halt beliebt bei den Mädels, durch den Fluch gehen alle nach dem ersten Date zu nem anderen Typen. Da vergeht dann auch dem letzten irgendwann mal die Lust aufs daten.
Ziemlich viel Raum, aber passend zur Geschichte, bekommen Nebencharaktere wie Lila die Cousine oder die Großmutter von Joe. Hier erfährt man die Wahrheit über den Fluch oder auch das die Insel so manches Geheimnis birgt. Sehr gut fand ich in diesem Zusammenhang, die Offenheit der Autorin das Buch in moderne Zeiten zu bringen und Themen mit Mobbing oder Homosexualität mit einzubringen.
Alles in allem ist es ein solides Buch. Für die Generation 20+ finde ich es eher wenig geeignet, da der Fluch etwas zu lasch abgehandelt wurde und die Liebesgeschichte zu sehr mit einem Hin-und-Her des Beziehungsstatus einherging.
Für die Teenies von 14-20 finde ich es passend, da es zeitlich perfekt reinpasst bzw. man gerade so dran vorbei ist.
Von daher wäre es nen drei Sterne Buch aus meiner Sicht und meinem Alter zu verdanken