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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 12.01.2021

Skurril und unterhaltsam

QualityLand 2.0 (QualityLand 2)
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Peter Arbeitsloser arbeitet als Maschinentherapeut, er kümmert sich um die Beziehungsprobleme von Haushaltsgeräten. Kiki sucht nach ihren Wurzeln, dabei gerät sie in den Fokus eines Killers. Martyn Vorstand ...

Peter Arbeitsloser arbeitet als Maschinentherapeut, er kümmert sich um die Beziehungsprobleme von Haushaltsgeräten. Kiki sucht nach ihren Wurzeln, dabei gerät sie in den Fokus eines Killers. Martyn Vorstand versucht verzweifelt, seinen Level nach oben zu kriegen. Aisha Ärztin fragt sich einerseits, was aus John of Us wurde, andererseits will sie herausfinden, was der Auslöser für den Dritten Weltkrieg war.

Marc-Uwe Klings Dystopie setzt unmittelbar an den Vorgänger „QualityLand“ an und schreibt die Geschichte konsequent weiter. Die spitze Feder vom ersten Band führt er weiter, seine Fantasie lässt ein Feuerwerk an Einfällen steigen, gespickt von Gesellschaftskritik und verfeinert mit skurrilen Ideen, die immer wieder zu unerwarteten Wendungen führen. Ich hab immer wieder herzhaft lachen müssen und mich bestens unterhalten gefühlt. Man sollte allerdings unbedingt den ersten Band kennen, um dieses Buch bestens zu genießen. Dann findet man sich auch besser zurecht in den vielen parallel verlaufenden Handlungssträngen.

Sehr gerne empfehle ich „QualityLand 2.0“ weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 11.01.2021

Interessante Familiengeschichte

Ada
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Ada zieht mit ihrer Mutter von Südamerika zurück nach Deutschland, in die noch junge Bundesrepublik. Sie fühlt, dass die Erwachsenen ihr etwas verschweigen – doch genau diese Teile des Unausgesprochenen ...

Ada zieht mit ihrer Mutter von Südamerika zurück nach Deutschland, in die noch junge Bundesrepublik. Sie fühlt, dass die Erwachsenen ihr etwas verschweigen – doch genau diese Teile des Unausgesprochenen benötigt sie, um ihre eigene Identität zu finden.

Die Geschichte, die Christian Berkel in dem Buch „Der Apfelbaum“ erzählt, wird mit dieser Erzählung weiter vertieft. So ergibt sich eine interessante Familiengeschichte, die jedoch keine Biografie darstellt, wie der Autor zu Beginn des Buches betont. Schon mit dem bereits erschienen Teil der Geschichte war ich neugierig geworden auf Ada und hatte mir insgeheim noch mehr von ihren Erlebnissen gewünscht. Die Sprachlosigkeit der Erwachsenen, die Sehnsucht der jungen Frau nach der Vergangenheit ihrer Familie als Bestandteil ihrer eigenen Identität lässt den Leser zusammen mit Ada immer weitersuchen, so dass man in das Buch versinkt und erst zum Schluss wieder daraus auftaucht.

Sehr gerne empfehle ich dieses Buch weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 05.01.2021

Ein bisschen Grusel und viel Abenteuer

Malvina Moorwood (Bd. 1)
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Malvina Moorwood wohnt in einem Schloss. Als ihre Eltern beschließen, das zu verkaufen, weiß Malvina sofort: Das darf nicht sein! Zusammen mit Freund Tom macht sie sich auf, um Moorwood Castle zu retten. ...

Malvina Moorwood wohnt in einem Schloss. Als ihre Eltern beschließen, das zu verkaufen, weiß Malvina sofort: Das darf nicht sein! Zusammen mit Freund Tom macht sie sich auf, um Moorwood Castle zu retten. Ein großes Abenteuer beginnt…

Malvina ist Teil einer Familie, die etwas chaotisch daherkommt: Es ist nicht nur die Kernfamilie mit vier Kindern, die im Anbau neben dem Schloss wohnt, sondern da gibt es noch eine Tante und einen Großvater. Zudem ist jeder der Familienmitglieder recht eigen, einschließlich Malvina, die gerne auch mal einen Dickkopf zeigt. Das Schloss selbst ist nicht mehr bewohnbar, doch Malvina weiß genau, wie sie in den abgesperrten Bereich des Schlosses kommt. Zum Glück begleitet sie Tom, denn die beiden ergänzen sich bestens darin, das Geheimnis von Moorwood Castle zu lösen, und sei es noch so gefährlich oder gruselig. Die Geschichte ist spannend geschrieben und zielt auf Leser ab 9 Jahren. Der flüssige Schreibstil, die Illustrationen, die kurzen Kapitel sowie die etwas größere Schrift sind der Zielgruppe angepasst, da liest man auch mal gerne ein dickeres Buch von immerhin gut 300 Seiten.

Dieses Kinderbuch mit einer etwas schaurigen Atmosphäre, aber dennoch viel Spannung und auch Humor empfehle ich gerne weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 05.01.2021

Das Corona-Tagebuch eines Comedians

Die große Pause
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Der Comedian Bastian Bielendorfer hat ein Tagebuch geführt rund um das Corona-Geschehen in der ersten Hälfte des Jahres 2020. Zusammen mit seiner Frau, der Schwiegermutter und dem Mops der Familie hat ...

Der Comedian Bastian Bielendorfer hat ein Tagebuch geführt rund um das Corona-Geschehen in der ersten Hälfte des Jahres 2020. Zusammen mit seiner Frau, der Schwiegermutter und dem Mops der Familie hat er eine Art Zwangs-WG erlebt.

Bastian Bielendorfer ist bekannt als Lehrerkind, das ein Buch über seine merkwürdigen Erlebnisse aus dieser Rolle heraus schrieb. Nun hat er seine Sichtweise zum „Corona-Wahnsinn“ festgehalten. Als Selbständiger in der Unterhaltungsbranche von sofort an auf Null, das ist mehr als ungewohnt, das muss einfach seltsam sein. Dazu kommen noch die Erlebnisse im Lockdown, eine bisher nie dagewesene Erfahrung für uns alle. Bastian Bielendorfer dokumentiert seine Erlebnisse mit viel Humor, aber auch mit einem dicken Schuss Nachdenklichkeit. Beim Lesen blitzen Erinnerungen an eigene Erlebnisse auf, denn sicher wird jeder von uns einige skurrile Anekdoten dazu erzählen können.

Wie es wohl sein wird, das Buch zu lesen, wenn wir endlich aus dieser Ausnahmesituation herauskommen? Noch geht es mir so, dass ich viel zu sehr drin stecke, um den Humor dahinter wirklich goutieren zu können. Ich vergebe 4 von 5 Sternen und empfehle das Buch gerne weiter.

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Veröffentlicht am 05.01.2021

Überraschendes Weltraumabenteuer

Himmelfahrt mit Hyperspeed
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Provinzpfarrer Gregor Dümpel wird aus seinem öden Alltag aus Beerdigungen herausgerissen durch ein mysteriöses Piepsen der Kirchenorgel. Zusammen mit seinem Konfirmanden Ronny wird er in ein galaktisches ...

Provinzpfarrer Gregor Dümpel wird aus seinem öden Alltag aus Beerdigungen herausgerissen durch ein mysteriöses Piepsen der Kirchenorgel. Zusammen mit seinem Konfirmanden Ronny wird er in ein galaktisches Abenteuer zwischen den Sternen geschleudert. Dort trifft er in der Archäologin Chloé und dem Außerirdischen Kheel überraschend Verbündete in einem Kampf gegen die Andur, die die Weltmacht übernehmen wollen.

Mit dieser Geschichte katapultiert der Autor Mikael Lundt seine Protagonisten (und auch den Leser) in eine intergalaktische Schnitzeljagd, die so ausgefallen ist wie der Humor, der hinter der Erzählung steckt. Skurril ist so manches, was hier geschieht, und auch der Glaube des Pfarrers wird gewaltig auf die Probe gestellt – wiewohl er doch so besonders wichtig ist! Die Geschichte ist so abgefahren, dass ich mich einfach damit treiben ließ, denn diese Reise durch die Galaxis ist von solch überraschenden Wendungen geprägt, dass nichts vorhersehbar ist. Und das soll es ja auch, denn hier trifft SF voll auf Humor, so dass eine ganz besondere Weltraumkomödie entsteht.

Sehr gerne empfehle ich das Buch allen weiter, die an einem solchen Genre-Mix interessiert sind, und vergebe 4 von 5 Sternen.

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