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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.03.2017

Unbedingt lesen

Das Vermächtnis der Landgrafen
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Eisenach im Jahre 1259. Der angesehene Bürger Dietmar Hellgreve kann im Auftrag von Landgraf Albrecht, dem neuen Landsherren, den Raubritter Herwig von Hörselgau als Mörder von zwei Eisenacher Bürgern ...

Eisenach im Jahre 1259. Der angesehene Bürger Dietmar Hellgreve kann im Auftrag von Landgraf Albrecht, dem neuen Landsherren, den Raubritter Herwig von Hörselgau als Mörder von zwei Eisenacher Bürgern überführen. Damit macht er sich Feinde in den Reihen, die hinter Herwig standen. Kurz darauf lassen Sophie von Brabant und ihr Schwiegersohn den Krieg um die Thüringer Erbfolge neu aufleben und besetzen Eisenach. Hellgreve bleibt nichts anderes, als auf die Wartburg zu fliehen und diese zu verteidigen.

Mit "Das Vermächtnis des Landgrafen" ist Thomas Bienert ein gelungener historischer Roman gelungen, der die Geschehnisse rund um die Wartburg toll beschreibt. Der Schreibstil ist nicht einfach, man muß sich erst "einlesen", was aber relativ schnell gelingt. Und dann hat das Buch den Leser in seinen Bann gezogen. Die Handlung ist spannend und aufregend, läßt kaum Zeit zum Luft holen. Die Beschreibungen des Lebens in der damaligen Zeit sowie der Schlachten sind äußerst bildlich dargestellt und laufen im Kopf wie ein Film ab. Die Charaktere sind ebenso gut und detailreich beschrieben, allerdings so, daß man zu keiner Zeit darauf kommt, wer der Mörder ist. Man rätselt wirklich bis zum Schluß.

Eine Leseempfehlung für den anspruchsvolleren Fan von historischen Romanen!

Veröffentlicht am 04.03.2017

Unbedingt lesen

Verderbnis
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Jack Caffery ermittelt im Fall eines Autodiebstahls. Doch nicht nur das Auto ist weg, nein, in ihm saß die kleine Tochter der Besitzer. Als kurz darauf das nächste Auto mit Kind gejackt wird, merkt Caffery, ...

Jack Caffery ermittelt im Fall eines Autodiebstahls. Doch nicht nur das Auto ist weg, nein, in ihm saß die kleine Tochter der Besitzer. Als kurz darauf das nächste Auto mit Kind gejackt wird, merkt Caffery, daß diese Entführungen kein Zufall sind. Er beginnt mit der Polizeitaucherin Flea Marley zu ermitteln...

"Verderbnis" ist der nun schon 5. Band um das Ermittlerteam Caffery/Marley. Und ich muß sagen, diese Serie ist einfach toll. Auch dieses Buch ist wieder spannend von Anfang bis Ende. Der Leser wird sehr oft auf falsche Fährten gelenkt, kommt jedoch an keiner Stelle dem wahren Mörder auf die Spur. Die Charaktere werden hier sehr schön weiterentwickelt. Obwohl die Bücher fast nahtlos weitergehen, kann man trotzdem jedes für sich lesen ohne Vorkenntnisse haben zu müssen. Mo Hayder hat einen wunderbaren Schreibstil, den man locker lesen kann und zügig im Buch voran kommt.

Veröffentlicht am 04.03.2017

Absolut top

Zwei Esel auf Sardinien
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Jutta wird auf die Hochzeit von Brunos Verwandter nach Sizilien eingeladen. Schon alleine die Anreise erweist sich als schwieriger, als Gedacht. Der Flughafen ist aufgrund einer Demonstration der Bauern ...

Jutta wird auf die Hochzeit von Brunos Verwandter nach Sizilien eingeladen. Schon alleine die Anreise erweist sich als schwieriger, als Gedacht. Der Flughafen ist aufgrund einer Demonstration der Bauern voller Ziegen, an die Koffer ist kein drankommen und die Mietwagen sind aus. Zum Glück finden sich Bruno und Jutta wenigstens, gemeinsam geht es auf die abenteuerliche Weiterreise per Esel.

Die Kapitel werden wechselweise erzählt. Einmal aus der Sicht von Jutta, das nächste aus der Sicht von Bruno. Es wird klar, daß beide eine andere Weltanschauung haben und die Ereignisse ganz unterschiedlich einschätzen und werten. Geschrieben ist das Buch wunderbar flüssig, sehr humorvoll und man merkt bei beiden, wie sehr sie dem anderen verbunden sind und was sie für ihn auf sich nehmen.

Ein lesenswertes Buch, daß dem Leser die Lachtränen in die Augen treibt.

Veröffentlicht am 04.03.2017

Unbedingt lesen

Schattenfreundin
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Katrin zieht mit ihrem Mann und ihrem 3jährigen Sohn Leo zurück in ihre Heimat Münster. Alles sieht gut aus, sie hat einen tollen Beruf, ihr Mann macht Karriere und sie findet eine neue Freundin, Tanja. ...

Katrin zieht mit ihrem Mann und ihrem 3jährigen Sohn Leo zurück in ihre Heimat Münster. Alles sieht gut aus, sie hat einen tollen Beruf, ihr Mann macht Karriere und sie findet eine neue Freundin, Tanja. Doch dann kommt es knüppeldick: Ihr Vater stirbt plötzlich. Katrin bittet ihre neue Freundin, während der Beerdigung auf Leo aufzupassen. Doch diese verschwindet spurlos mit Leo. Auf ihrer Suche nach Leo muß sie feststellen, daß Tanja ein falsches Spiel gespielt hat und alles, was sie erzählt hat, gelogen war.

Dies ist das erste Buch von Christine Drews und es ist rundum gelungen. Die Handlung besteht aus vielen verschiedenen Strängen, die zunächst scheinbar völlig belanglos sind, sich dann jedoch zu einem großen Fiasko zusammenfinden. Die Charaktere sind sehr gut dargestellt, und man möchte Katrin am liebsten manchmal zuraunen, sie soll nicht so vertrauensselig zu fremden Leuten sein. Hier wird eine Spannung erzeugt, die es dem Leser fast unmöglich macht, das Buch noch einmal aus der Hand zu legen!

Veröffentlicht am 04.03.2017

Unbedingt lesen

Der Schmerzsammler
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Die Profilerin und Sektenbeauftragte des LKA Düsseldorf, Fran Miller, bekommt es mit einem äußerst brutalen Fall von Satanismus zu tun. Der Täter sammelt die Schmerzensschreie seiner Opfer während er sie ...

Die Profilerin und Sektenbeauftragte des LKA Düsseldorf, Fran Miller, bekommt es mit einem äußerst brutalen Fall von Satanismus zu tun. Der Täter sammelt die Schmerzensschreie seiner Opfer während er sie foltert. Die aufgefundenen Leichen weisen immer brutalere Foltermerkmale auf. Und auch Fran steht auf der "Sammelliste" des Täters... Zeitgleich wird einer Gruppe Satanisten unter dem Anführer Lars Rüttgen, vorgeworfen, auf einem Friedhof blutige Rituale vollführt zu haben. Hängen beide Fälle zusammen?

Ein echter Pageturner! Die Handlung ist von Beginn bis Ende des Buches spannend. Und zwar in einer Form, daß man fast ununterbrochen die Luft anhalten möchte. Der Schreibstil ist wunderbar fließend, spannend und packt vom ersten Satz an. Und läßt den Leser nicht eher ruhen, bis man endlich beim Schlußsatz angekommen ist. Die Spannung wird hier von Seite zu Seite immer íntensiver. Gespickt mit Szenen, in denen die Folter detailiert beschrieben wird, ist dies Buch allerdings auch sehr blutrünstig. Muß man mögen und darf nicht zu sensibel sein! Für mich war es ein Treffer!