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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.03.2017

Unbedingt lesen

Der Jahrhundertsturm (Jahrhundertsturm-Serie 1)
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Während Levin von Briest von seinem Vater zwei Güter erbt, geht sein Bruder Alvin leer aus und bewirbt sich daraufhin beim Preußischen Regiment.
Gleichzeitig kann Otto von Bismarck dort keine Karriere ...

Während Levin von Briest von seinem Vater zwei Güter erbt, geht sein Bruder Alvin leer aus und bewirbt sich daraufhin beim Preußischen Regiment.
Gleichzeitig kann Otto von Bismarck dort keine Karriere starten und beginnt seine politische Karriere.
In Nürnberg fährt die erste mit Dampf betriebene Eisenbahn, Paul Baermann, ein Fan der Bahn, schleicht sich nachts auf das Gelände um sie zu sehen. Jedoch passiert ihm ein Unglück: Er beschädigt den Adler Triebwagen. Nun muß er sein Geld, das für seine Ausbildung gedacht war, für die Reparatur ausgeben.
Louise und ihre Mutter leben verarmt in Paris. Der Vater von Louise hat alles Geld verspielt und sich anschließend umgebracht. Sie lassen sich von anderen Männers aushalten. Als Louise einen Mann verletzt, sieht sie nur noch eine Chance: Sie flieht nach Deutschland.

Dies ist wieder ein grandioser Roman von Richard Dübell. Die Charaktere sind sehr gut beschrieben und der Autor schafft es durch seinen wunderbaren Schreibstil sie zum Leben zu erwecken, so daß man als Leser mit ihnen mitleidet und zittert. Auch die Landschaft ist hier wieder einfach toll und bildhaft beschrieben, man sieht alles vor sich, als wenn man selbst dabei wäre. Auch der Spannungsbogen bleibt hier von Anfang bis Ende erhalten. Die in diesem Roman doch vielen Personen und Handlungsstränge sind keinesfalls verwirrend, sondern immer klar und verständlich geschrieben. Man kommt an keiner Stelle durcheinander, was bei einem so vielseitigen und gehaltvollen Buch nicht selbstverständlich ist! Der Roman umfaßt wirklich alles, was man sich wünscht: Leichten Humor, Spannung, Intrigen, Liebe sowie einen tollen Einblick in die Historie der damaligen Zeit. Richard Dübell hat auch hier bewiesen, daß er seine historischen Romane nicht einfach nur dahin schreibt, sondern vorher intensiv recherchiert.

Dies ist wieder ein absolut empfehlenswerter Roman von einem tollen Autor!

Veröffentlicht am 05.03.2017

Wunderschön

Apfelrosenzeit
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Die Freundinnen Sanne, Mona, Fritzi und Kirsten treffen sich im Haus ihrer verstorbenen Freundin Isa, um es auszuräumen. Daß dies eine Reise in die Vergangenheit wird, ist allen klar, denn in diesem Haus ...

Die Freundinnen Sanne, Mona, Fritzi und Kirsten treffen sich im Haus ihrer verstorbenen Freundin Isa, um es auszuräumen. Daß dies eine Reise in die Vergangenheit wird, ist allen klar, denn in diesem Haus haben die Frauen als junge Studentinnen in einer WG zusammen gelebt. Jede von ihnen hatte Träume, wie die Zukunft aussehen sollte, doch nur wenige davon sind in Erfüllung gegangen. Zuerst will keine der Freundinnen das zugeben. Jede spielt den anderen vor, wie glücklich sie doch sei. Doch nach und nach bröckeln die Fassaden und es kommen ganz unterschiedliche Sorgen ans Licht. Als sich dann herausstellt, daß sich die Schicksalswege von zwei der vier Frauen fatal gekreuzt haben, kommt es zum Streit. Kann eine so lange Freundschaft diese Belastungsprobe aushalten oder trennen sich nun die Wege der Frauen?

Ich habe das Buch mit Begeisterung gelesen. Es hätte tausend Seiten haben können, ich hätte es verschlungen. Die Frauen sind so gut beschrieben, daß man jede von ihnen irgendwie kennt. Manchmal entdeckt man auch sich selber in ihnen. Das Buch wird nie albern oder kitschig. Es beschreibt das Leben, das einige Überraschungen für uns bereithält. Ob gute oder schlechte stellt sich manchmal erst später heraus. Nach "Kirschsommer" ist der Autorin wieder ein wunderschönes Buch gelungen, das Lust auf mehr macht.

Veröffentlicht am 05.03.2017

Macht Spaß

Schmitz' Häuschen
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Ralf Schmitz erbt das baufällige Haus seiner Tante. Und nimmt die Herausforderung an. Es wird kräftig renoviert, die Handwerker arbeiten mehr Schlecht als Recht und alles läuft im geordneten Chaos ab.

Nachdem ...

Ralf Schmitz erbt das baufällige Haus seiner Tante. Und nimmt die Herausforderung an. Es wird kräftig renoviert, die Handwerker arbeiten mehr Schlecht als Recht und alles läuft im geordneten Chaos ab.

Nachdem ich die Lesung von Schmitz´ Mama im Fernsehen gesehen hatte und das Katzenbuch schon sehr witzig fand, habe ich mir dies Buch dann noch gekauft. Ich bin ein wenig enttäuscht, denn es reicht bei weitem nicht an die Vorgänger heran. Ich weiß nicht, ob es am Thema liegt und das Buch für Männer witziger wäre, ich fand es einfach an manchen Stellen überzogen und sehr auf den ohnehin nicht guten Ruf von Handwerkern abgestimmt. Irgendwie sind hier sämtliche Vorurteile versammelt. Es liest sich flott weg, was auch an den zum Teil nur halb beschriebenen Seiten liegt, es gibt auch einige Stellen zum Lachen - allerdings wirkt es insgesamt einfach gekünstelt.

Ein schönes Buch für Zwischendurch, mehr kann man nicht erwarten, es heitert etwas auf. Allerdings sollte man vielleicht einen Faible fürs Renovieren haben.

Veröffentlicht am 05.03.2017

Lehrreich

Friederike. Prinzessin der Herzen
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Die junge Prinzessin Friederike von Mecklenburg-Strelitz steht schon immer im Schatten ihrer ehrgeizigen Schwester Luise. Das ändert sich auch nicht, als beide an den preußischen Königshof verheiratet ...

Die junge Prinzessin Friederike von Mecklenburg-Strelitz steht schon immer im Schatten ihrer ehrgeizigen Schwester Luise. Das ändert sich auch nicht, als beide an den preußischen Königshof verheiratet werden. Luise heiratet den Kronprinzen, während Friederike mit dem Zweitgeborenen verheiratet wird. Für Friederike beginnt eine schwere Zeit in einer unglücklichen Ehe. Erst nach Jahren finden sie und ihr Gemahl zueinander. Als dieser plötzlich stirbt, beginnt für Friederike eine Suche nach dem, was sie eigentlich gewollt hat: Lieben und geliebt zu werden.

Wer ein Stück deutsche und sogar europäische Geschichte erleben will, muß dieses Buch unbedingt lesen. Eigentlich fand ich diese Zeit im Geschichtsunterricht immer langweilig, aber so verpackt wie in diesem Buch kommt keine Langeweile auf. Die genauen Beschreibungen der Mode oder der unverschämten Franzosen beim Diner geben dem Leser die Möglichkeit, alles im Kopf mitzuerleben. Da laufen Bilder vor den Augen wie ein Film ab und man hat das Gefühl, dabei zu sein. Schnell stellt man fest, daß auch Prinzen und Könige sowie Prinzessin und Königin auch nur Menschen mit Fehlern, Schwächen und Träumen sind. Nach diesem Buch finde ich es gar nicht mehr so romantisch, Prinzessin zu sein. Auf jeden Fall hat das Buch mir einen interessanten Blick auf die Zeit am preußischen Königshof verschafft.

Eine kleine Zeitreise, die mir Spaß gemacht hat!

Veröffentlicht am 05.03.2017

Wunderschön

Insel der blauen Gletscher
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Die junge Emilie fühlt sich in ihrer Welt im Jahre 1907 eingeengt. Sie möchte Reisen machen und Abenteuer erleben. Doch das ist für eine junge Dame dieser Zeit höchst unpassend. Da kommt es ihr sehr gelegen, ...

Die junge Emilie fühlt sich in ihrer Welt im Jahre 1907 eingeengt. Sie möchte Reisen machen und Abenteuer erleben. Doch das ist für eine junge Dame dieser Zeit höchst unpassend. Da kommt es ihr sehr gelegen, daß ihr jüngerer Bruder Max zu einer Expedition in die Arktis geschickt werden soll. Max fürchtet sich vor dieser Reise und läßt sich von Emilie gerne überreden, ihre Rollen zu tauschen. So beginnt für Emilie ein Abenteuer voller Gefahren.

Hanna wird im Jahr 2013 von ihrem Mann verlassen. Deshalb muß sie ihr Leben vollkommen verändern und arbeitet wieder als Reisejournalistin. Ihr erster Auftrag führt sie nach Spitzbergen. Dort lernt sie den Polarforscher Kare kennen und entdeckt mit ihm gemeinsam eine Gletschermumie. Hanna ahnt, daß eine unheimliche Geschichte dahinter steckt und begibt sich auf Spurensuche.

Die beiden nebeneinander laufenden Geschichten sind interessant und verknüpfen sich zum Schluß auf verblüffende Art und Weise. So, wie die Autorin die Landschaft der Arktis beschreibt, kann nur jemand schreiben, der sich in diese Welt im Norden verliebt total verliebt hat. Das spürt man bei jeder Zeile dieses Romans. Ich kenne jetzt alle Bücher von Christine Kabus und bin immer wieder erstaunt, wie genau sie die Leser auf die Reise schickt. Ich glaube, man könnte die Bücher auch als Reiseführer verwenden. Die Geschichte um die beiden Frauen, Emilie und Hanna, zeigen deutlich, wie sehr sich das Leben in 100 Jahren geändert hat. Und trotzdem ändert sich manches nie, z.B. die Erwartung, daß Frauen viel verzeihen und einfach wegstecken. Zum Glück beweisen unsere Hauptpersonen, daß es nicht so sein muß-

Ich finde, das Buch ist rundum gelungen und empfehle jedem, der auf Abenteuerreise vom Sessel aus gehen will, es zu lesen!