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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2021

War okay

Geheimnisse der Hexen
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Dieses Hexenbuch profitiert in jeder Hinsicht von seinen Illustrationen. Sie beleben das Buch, unterstützen den Text, machen ihn verständlicher. Mein großes Problem allerdings war, dass mein Reader eben ...

Dieses Hexenbuch profitiert in jeder Hinsicht von seinen Illustrationen. Sie beleben das Buch, unterstützen den Text, machen ihn verständlicher. Mein großes Problem allerdings war, dass mein Reader eben jene schönen Illustrationen nicht ansprechend wiedergeben konnte. Das ganze Buch war winzig formatiert und schlecht lesbar, weshalb ich mir zunächst einmal ein anderes Gerät suchen musste.

Was ich dann bekam, war eine oft interessante, aber für mich manchmal auch etwas ermüdende Übersicht über diversen Hexenkram, von der Begriffsklärung über die Geschichte bis hin zu konkretem Hexenwissen über Steine oder sonstiges Zauberzeug. Insgesamt eigentlich recht aufschlussreich und wenn man drauf steht, sicherlich ein Highlight. Aber für mich als jemanden, der sich dachte „Hm, kann man ja mal reingucken“, war es zu viel. So sehr brenne ich dann doch nicht für das Thema Hexen, dass ich dieses Werk mit geballter Magierinnenpower hätte entsprechend würdigen und genießen können.
Ich habe mir gern die Bilder angeguckt, kurze Übersichten angeschaut und die knappen Fakten genossen, bei den ausführlicheren Texten dagegen schliff meine Motivation stellenweise etwas am Boden.

Mein Fazit:
Ich bin wahrscheinlich nicht ganz die Zielgruppe, auch wenn es an sich kein so übles Buch war. Ein paar unterhaltsame Stunden hatten wir, das Buch und ich, das lässt sich nicht leugnen. Daher werden es 3,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 25.03.2021

Hatte mir mehr erhofft

Bücherliebe – Was Bücherregale über uns verraten
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Die Vorstellung, anhand der Regale noch was über sich selbst zu lernen, klingt schon verlockend. Dieses Buch garantiert einem quasi einen Rundumschlag durch das Themengebiet Bücherregal, unterhaltsam und ...

Die Vorstellung, anhand der Regale noch was über sich selbst zu lernen, klingt schon verlockend. Dieses Buch garantiert einem quasi einen Rundumschlag durch das Themengebiet Bücherregal, unterhaltsam und lehrreich zugleich. Ich muss gestehen, dass einige Kapitel des Buches mich nicht so sehr gepackt haben, andere waren allerdings ganz witzig.

Als Bücherliebhaber fühlt man viele der Aussagen, die im Buch getroffen werden. Der teils aufbrausende und fast schon leidenschaftliche Schreibstil, wenn es um viel diskutierte Bücherthemen geht, war anfangs noch sehr amüsant mit anzusehen, aber die mühsam gewählte und dadurch manchmal ein wenig gestelzt wirkende Wortwahl machte es mir schwierig, das Buch in langen Zügen zu genießen. Das ist auch der Grund, weshalb ich für dieses eigentlich recht kleine Büchlein unerwartet lange gebraucht habe.

Besonders der Anfang des Buches hat mir noch viel Spaß gemacht. Man fühlt sich irgendwie verstanden, so als Bücherwurm und Regalliebhaber, dafür sorgte die witzige Einleitung. Auch den Abschnitt zu den Regalsortierungen empfand ich als sehr spannend, die vielen verschiedenen Möglichkeiten dessen hat wahrscheinlich jeder von uns schon mal gegeneinander abgewägt.
Zwischendurch ist das Geschriebene durch buchige Zitate aufgelockert und auch kleine Illustrationen finden sich hier und da. Diese gefielen mir im bereits erwähnten Teil zu den Sortier-Möglichkeiten extrem gut. Auch Listen zu verschiedenen Buch- und Regalbezogenen Themen bringen Abwechslung in die Berichte.

Allerdings muss ich auch sagen, dass man hier als Buchliebhaber manchmal in ziemliche Klischees gepresst wird, obwohl man eigentlich genau das Gegenteil in diesem Sachbuch erwartet hätte. Jeder Bücherwurm ist anders, aber hier hat man oft das Gefühl, man müsste ein zurückhaltender, ausgeglichener, konfliktscheuer und introvertierter Mensch sein, um Bücher zu mögen.

Zudem muss ich zugeben, dass gerade die historischen Fakten mich eher weniger interessiert haben. Als es darum ging, wer wann mal was für ein Regal mit wie vielen Büchern hatte, da habe ich dann etwas schneller geblättert.

Mein Fazit:
Insgesamt ein nettes Werk, was für mich stark und unterhaltsam begann, mich im Endeffekt aber nicht ganz überzeugen konnte.
3,5 von 5 Sternen.

Veröffentlicht am 18.02.2021

Nicht so fesselnd wie erhofft

Die Erwählten - Tödliche Bestimmung
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Bei den Erwählten gefiel mir von Anfang an die Idee, mal ein Buch über Helden zu schreiben, nachdem sie ihre große Tat (vermeintlich) schon vollendet haben. Ich mochte den Einblick in das Leben, was sich ...

Bei den Erwählten gefiel mir von Anfang an die Idee, mal ein Buch über Helden zu schreiben, nachdem sie ihre große Tat (vermeintlich) schon vollendet haben. Ich mochte den Einblick in das Leben, was sich den Erwählten nun bietet, das war eine Perspektive, die man sonst eher selten zu sehen bekommt und hat mich ein wenig an den Film „Die Unglaublichen“ erinnert.

Die Geschichte wird leider nicht aus Sloans Ich-Perspektive erzählt, was ich schade finde, denn gerade bei solchen persönlichen, belastenden Dingen wie der Vergangenheit von ihr, hätte ich gern die Möglichkeit gehabt, noch tiefer in ihren Kopf und ihre Gedanken schauen zu können, auch wenn das Ganze für die gewählte Perspektive schon recht gut ausgearbeitet war.

Was mir gefiel, war, dass die normale Geschichte hin und wieder aufgelockert wird durch Ausschnitte aus Bücher, Zeitungen oder alten Akten. Ich mag es, wenn Bücher mit so etwas ausgestattet sind, sofern es nicht überhand nimmt und den Lesefluss stört, was hier aber eindeutig nicht der Fall war. Dadurch wurde die Erzählung passend ergänzt und hat hier und dort Hinweise und Details geliefert, die einem vielleicht sonst zum Gesamtbild gefehlt hätten.

Die anderen Figuren neben Sloan blieben für mich leider relativ blass. Ich habe wirklich versucht, mich mit ihnen anzufreunden, aber so richtig ist mir das nicht gelungen. An der Stelle hätten vielleicht regelmäßige Perspektivwechseln Abhilfe schaffen können, gerade bei so vielen verschiedenen Personen sehr spannend, wenn auch anspruchsvoll in der Umsetzung.

Die Geschichte an sich mochte ich und habe sie gern verfolgt, auch wenn ich stellenweise ein wenig stecken geblieben bin. Das Buch ist zwar kein allzu dicker Schinken, aber um es mal eben zwischen meine Vorlesungen zu schieben doch ein wenig zu lang, sodass ich länger gebraucht habe als gewollt.

Mein Fazit:
Die Figuren blieben für mich leider ein wenig farblos, sodass ich auch nur bedingt mit ihnen mitfiebern und richtig in das Geschehen eintauchen konnte. An und für sich aber eine gut durchdachte Geschichte, die 3,5 von 5 Sternen von mir bekommt.

Veröffentlicht am 01.02.2021

Hat mich wütend, aber auch neugierig gemacht

Don't LOVE me (Teil 1)
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Lena Kiefer dürfte vielen durch ihre Dystopie Ophelia Scale bekannt sein und mit Don't love me hat sie den Grundstein für eine New Adult Trilogie gelegt. Normalerweise stehe ich echt nicht drauf, dieses ...

Lena Kiefer dürfte vielen durch ihre Dystopie Ophelia Scale bekannt sein und mit Don't love me hat sie den Grundstein für eine New Adult Trilogie gelegt. Normalerweise stehe ich echt nicht drauf, dieses Genre auf die Ohren zu bekommen, es gibt Dinge, die muss man von anderen einfach nicht mit Inbrunst eines Hörbuchsprechers vorgetragen bekommen, zumindest ich persönlich nicht. Aber ich war so neugierig auf die Geschichte, dass ich über meinen Schatten gesprungen bin und dem Ganzen eine Chance gegeben habe.

Tatsächlich muss ich sagen, dass ich von den Sprechern positiv überrascht war. Ich mochte beide sehr gern und sie haben perfekt zu Lyall und Kenzie gepasst, auch wenn mir beim männlichen Sprecher nicht immer gefallen hat, wie er andere Personen vertont hat abgesehen von Lyall.
Ich bin immer noch kein Fan davon, mir die Bettszenen aus Büchern berichten zu lassen. Aber die beiden haben es fast geschafft, das erträglich zu machen.

Nun zur Geschichte, ich muss zunächst einmal meine Begeisterung darüber loswerden, was für ein großartiges Berufsfeld die beiden Protagonisten vereint. Innendesign und Architektur finde ich super spannend und habe bisher kaum Bücher gelesen, in denen so etwas breiter thematisiert wird. Ich habe Kenzie bei ihrer Arbeit unheimlich gern über die Schulter geschaut und mich über ihre Ideen und die leidenschaftliche Kreativität gefreut wie ein Schneekönig.

Ihre Vergangenheit hat mir schwer zu schaffen gemacht und ich habe oft mit ihr gelitten. Aber ich hätte mir auf der anderen Seite auch gewünscht, dass sie trotz dessen häufiger mal auf den Tisch gehauen hätte, wenn Leute in ihr ungewollte Erinnerungen hochholen und sie mal darüber spricht, anstatt alles stumm in sich hineinzufressen. Sie macht vieles mit sich selbst aus, zieht Schlüsse für sich und handelt danach, anstatt mal den Mund aufzumachen. Aber das ist ja ein bekanntes Problem von New Adult Protagonistinnen, welches mir in diesem Fall besonders das Ende des Buches versaut hat.

Lyall ist im Grunde genommen ein echt armes Schwein. Zwar hat er so seine arroganten Momente, aber es gibt kaum einen Menschen, der ihn nicht verabscheut oder herumschubst, sodass man sein Verhalten getrost als Schutzpanzer verstehen kann. Lyalls Familie ist ein furchtbarer Clan, der unter der grausamen, strikten und manipulativen Diktatur eines alten Biestes steht. Abgesehen von seiner Schwester, seinem Cousin und seiner Mutter ist dort jeder schlimmer als der nächste und ich war beim Hören echt entsetzt, wie man so eine Umgebung aushalten kann.

Fast schlimmer noch als die Familie ist das Dorf, wo die Geschichte spielt. Ein Kaff in Schottland, jeder kennt jeden, jeder liebt jeden, abgesehen von Lyall, den hasst jeder. Und das ist nicht nur so eine dezente „Man läster hinter seinem Rücken“-Ablehnung, sondern offener Hass und unverhohlene Feindschaft. Mich hat es einfach nur sauer gemacht, wie grausam der junge Mann behandelt wird, und das wegen etwas, was ihm meiner Meinung nach nicht angelastet werden sollte.

Lyall und Kenzie zusammen mochte ich, sie waren ein schönes Duo. Er hilft ihr, ein wenig lockerer zu werden und sich mal auf kleine Abenteuer einzulassen, unterstützt sie jedoch immer in den richtigen Momenten, wenn es drauf ankommt. Und sie nimmt ihn (zunächst) unvoreingenommen so wie er ist, ohne sich zu arg auf das zu verlassen, was die anderen sagen.

Durch das Buch zieht sich ein großes Geheimnis. Eines, über das sich in Laufe des Hörbuches viel spekulieren lässt, was einen im Endeffekt aber nicht so groß überrascht, wenn man ein aufmerksamer Leser/Hörer ist und schon ein paar Bücher in diese Richtung kennt. Was mich allerdings wundert, ist, dass es sich tatsächlich bis zuletzt durchzieht. Und was mich noch mehr wundert, ist, wie viel Bedeutung Kenzie dem beimisst. Ich war überrascht, wie drastisch ihre Reaktion ausfällt, als sich offenbart, was das Mysterium ist, was jeder an-, aber keiner ausspricht. Und ich fand es falsch von ihr.

Alles in allem hat die Geschichte mein Blut relativ oft zum Kochen gebracht. Ich habe mich häufig geärgert und empfand die gefühlvollen, ruhigen Momente, in denen man einfach mal entspannen konnte, als zu selten gestreut, weil über allem dieses Geheimnis wie ein Damoklesschwert schwebte. Aber ich mochte es, wie die Spannung konstant gehalten wurde, und ich kann auch nicht leugnen, dass ich verdammt neugierig bin darauf, wie es weitergeht.

Mein Fazit:
Etwas mehr positive Energie und es wären 4 Sterne geworden, jetzt reicht es nur für 3,5 von 5.
Ich bin dennoch unheimlich gespannt auf die Fortsetzung!

Veröffentlicht am 21.01.2021

Hatte mehr erhofft

INFINITUM - Die Ewigkeit der Sterne
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Mit Infinitum habe ich mir natürlich ordentlich was vorgenommen. Ich muss gestehen, dass ich das Buch deutlich unterschätzt und mich auf der anderen Seite leider überschätzt hatte, und als beides kollidierte, ...

Mit Infinitum habe ich mir natürlich ordentlich was vorgenommen. Ich muss gestehen, dass ich das Buch deutlich unterschätzt und mich auf der anderen Seite leider überschätzt hatte, und als beides kollidierte, hatte das eine deutlich längere Lesezeit zur Folge als erwartet. Das ist mir schon ein wenig unangenehm, aber wenn ein Buch sich nicht einfach so runterlesen lässt, sondern ein wenig mehr durchdacht werden will, dann ist das so und ich nehme mir auch die Zeit dafür.

Nach Eragon hat Paolini hier einen neuen Hammer rausgehauen. Klar, das Buch ist nichts für zwischendurch, nichts, was man mal eben wegatmen kann. Aber es lohnt sich.
Der Schreibstil hat mich positiv überrascht, ich hätte gedacht, dass das alles entweder etwas blümiger oder aber sehr viel langweiliger und trockener ausfallen würde. Aber so konnte ich mich gut auf das Geschehen konzentrieren, ohne dass ich der Formulierung viel hätte nachhängen müssen, wie im Vorfeld befürchtet.

Die Protagonistin Kira war mir zu Beginn noch etwas fern. Ich konnte mich dadurch, dass von einem auktorialen Erzähler berichtet wird und Kira nicht aus ihrer Ich-Perspektive erzählt, nur schwer in sie und ihre Gedankenwelt hineinversetzen, so gern ich das auch getan hätte. Im Laufe der Zeit rückten wir allerdings etwas enger zusammen, selbst wenn sie mir rückblickend betrachtet nicht so sympathisch geworden ist wie erhofft.

Das Worldbuilding, wenn man es denn so nennen kann, denn in einer komplett anderen Welt befinden wir uns ja nun eigentlich nicht, fand ich sehr gut gelungen. Paolini entführt uns wie selbstverständlich in das Weltall und seine Planeten, macht uns mit den Eigenarten und dem Leben dort vertraut und zeigt uns, was uns abseits des Bekannten noch alles zu erwarten hat. Ich muss sagen, dass ich an manchen Stellen sehr erstaunt war und einige Entwicklungen nicht hatte kommen sehen, das gefiel mir.

Leider fiel die Geschichte für mich, eben weil sie so umfangreich und detailliert war, hier und da etwas zäh und dröge aus. Es gab Abschnitte, da hätte ich gern zugunsten von Tempo gerafft, und denke, dass dennoch nicht allzu viel verloren gegangen wäre.

Mein Fazit:
Ein lesenswertes Buch, auch wenn ich ewig gebraucht habe und mir manchmal etwas mehr Rasanz gewünscht hätte. Man sollte sich schon bewusst sein, was für einen Klopper man sich antut, ich habe das zugegebenermaßen echt unterschätzt. Aber da das nicht die Schuld des Buches ist, vergebe ich 3,5 bzw. gerundet 4 von 5 Sternen.