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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.08.2021

Eher etwas für jüngere Leser

Crave
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Nach dem erschütternden Tod ihrer Eltern zieht die junge Grace zu ihrem Onkel in die Katmere Academy, die hoch oben im eisigsten Alaska liegt. Doch schnell bemerkt sie, dass die Schule Geheimnisse hütet ...

Nach dem erschütternden Tod ihrer Eltern zieht die junge Grace zu ihrem Onkel in die Katmere Academy, die hoch oben im eisigsten Alaska liegt. Doch schnell bemerkt sie, dass die Schule Geheimnisse hütet und sonderbare Dinge geschehen, die sie sich nicht erklären kann. Als es mehrfach zu gefährlichen Zwischenfällen kommt, ist sich Grace sicher: Jemand trachtet ihr nach dem Leben.

Da ich Jugendgeschichten, die in Schulen oder Internaten spielen, besonders gerne lese und mich von der Atmosphäre mitreißen lasse, hatte ich entsprechende Erwartungen an das Buch, die teilweise erfüllt werden konnten.

Der Anfang hat viel Spaß beim Lesen gemacht, dass das Internatfeeling sehr gut übermittelt wurde was zum einen auch an dem locker-leichten Schreibstil liegt, wodurch sich die Geschichte flüssig lesen ließ. Grace wirkte wie eine ganz gewöhnliche 17-jährige, die den schweren Verlust ihrer Eltern verarbeiten muss und sich mit schwierigen Mitschülern an einem ihr völlig unbekannten Ort rumschlagen muss. Ab und zu war sie noch recht naiv und gutgläubig, was ich ihr aufgrund ihres Alters noch abkaufen konnte und für glaubwürdig hielt. Leider wurde es im Laufe der Geschichte immer schlimmer. Als sie Jaxon kennenlernte war sie so überzeugt von ihrem Bild, das sie von Jaxon hatte, dass sie alles andere blauäugig ausgeblendet hat. Sie hat ihn quasi so gesehen wie sie ihn sehen wollte, ohne die Fakten zu berücksichtigen. Das wurde auch in ihrem Verhalten anderen gegenüber deutlich, vor denen sie Jaxon, denn sie übrigens erst seit wenigen Tagen überhaupt kannte, mit Haut und Haaren verteidigte. Leider lässt sie sich teilweise durch ihre Leichtgläubigkeit oder Ich-schließe-die-Augen-vor-der-Wahrheit-Haltung schnell in die Irre führen und das führte dazu, dass sie mich irgendwann nur noch nervte und ich nichts über sie lesen wollte.

Da ein Großteil der Handlung aus den Liebeleien zwischen ihr und Jaxon besteht , kommt nur wenig Spannung auf und die teilweise übernatürlichen Aspekte geraten eher in den Hintergrund. Auch die Geschichte an sich entwickelt sich nur schleppend weiter und das bei gut 600 Seiten. Es wird zwar als Romantasy deklariert, was hier allerdings heißt: 85% zähe und für mich nervige Liebesgeschichte und 15% Fantasyelemente. Wäre zumindest die Liebesgeschichte überzeugend und nicht so klischeehaft und kitschig gewesen, dann wäre das noch okay gewesen für mich, aber so habe ich nur dem Ende des Buches entgegengefiebert.

Das Ende konnte zwar noch etwas an der Bewertung reißen, aber auch das kam so plötzlich auf Teufel komm raus und wurde ins Ende gequetscht, damit daraus noch ein schöner Cliffhanger werden konnte. Zwar lässt das Ende noch einige Fragen offen, allerdings bin ich momentan geneigt die Reihe nicht weiter zu verfolgen, da mir die Liebesszenen zu langweilig und ätzend waren.

Fazit: Toller unterhaltsamer Anfang mit lästigen Liebessituationen im Mittelteil und offenem Ende. Eher für jüngere Leser geeignet.

Veröffentlicht am 21.06.2021

Leider enttäuschend

Partem. Wie die Liebe so kalt
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Als Xenia und Jael aufeinandertreffen ist zwischen den beiden eine sonderbare Stimmung und schnell wird deutlich, dass sie etwas zu verbergen haben. Doch während Xenia ahnungslos ist, hütet Jael ein folgenschweres ...

Als Xenia und Jael aufeinandertreffen ist zwischen den beiden eine sonderbare Stimmung und schnell wird deutlich, dass sie etwas zu verbergen haben. Doch während Xenia ahnungslos ist, hütet Jael ein folgenschweres Geheimnis, welches alles verändern kann...

Gleich zu Beginn wird durch die mysteriösen Andeutungen bezüglich des Partems und der Rollen von Jael und Chrystal Spannung aufgebaut und ich lechzte nach jedem bisschen Information zum Partem und ihrer Mission. Auch das fehlende Wissen von Xenia und ihrem Freund gegenüber Jael und Chrystal haben Spannung erhöht. Dadurch, dass diese immer nur häppchenweise kamen, konnte ich mir nur ein Gesamtbild zusammenreimen und hatte die Hoffnung noch eine Einführung in diese sonderbare Magie zu bekommen und welche Intentionen dahinter stecken. Darauf kann man leider lange warten. Zwar werden einige Situationen aufgeklärt und ergeben im Nachhinein mehr Sinn, aber so ganz klar welche Rolle das Partem spielt habe ich immer noch nicht. So hatte ich den Eindruck das ganze Buch über hingehalten worden zu sein ohne am Ende deutlich mehr zu wissen, was das Buch nachträglich ziemlich fad und langweilig gemacht hat. Es geschehen zwar bedeutende Handlungen, die ich jedoch nicht ganz beurteilen konnte aufgrund der spärlichen Informationen. So plätschert die Geschichte nur so vor sich hin, ohne dass wirklich etwas Aufregendes passiert, mal abgesehen vom Einstieg.
Die Charaktere waren mir überwiegend sympathisch. Vor allem die Geheimnisse und charakterlichen Eigenschaften von Jael und Chrystal haben sie äußerst interessant gemacht. Felix ist sehr liebevoll und sehr menschlich aufgrund seiner familiären Situation und damit super authentisch und sympathisch geschildert.
Die Idee des Partems und der Blume mit den unterschiedlichen Stufen ist ziemlich kreativ umgesetzt worden und hat mir als Akzent sehr gefallen.

Fazit: Tolle Idee verpackt in eine Geschichte, die mehr Informationen, Magie und Spannung hätte vertragen können. Aus meiner Sicht wurde hier eindeutig Potenzial verschenkt. Ich weiß nicht, ob ich den zweiten Band noch lesen werde.

Veröffentlicht am 22.05.2021

Nicht tiefgründig genug

Deluxe Dreams
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Mittellos reist die junge Sadie mit ihren letzten Ersparnissen durch Europa und landet in Paris, als ein Unbekannter sie überfällt. Plötzlich eilt ihr ein charmanter Fremder zu Hilfe und nimmt sie sogar ...

Mittellos reist die junge Sadie mit ihren letzten Ersparnissen durch Europa und landet in Paris, als ein Unbekannter sie überfällt. Plötzlich eilt ihr ein charmanter Fremder zu Hilfe und nimmt sie sogar kurzfristig bei sich auf, damit sie sich von ihren Verletzungen erholen kann. Doch ahnt Sadie nicht wer ihr Retter ist und in welche dunklen Geheimnisse er hütet...

Der Anfang hat mich sofort fesseln können und der Reiz bestand für mich darin, dass Sadie eine Zeitlang völlig ahnungslos ist und Olivier ihr auch nichts Konkretes zu sich sagt. Dadurch waren beide vollkommen unbefangen im Umgang miteinander und es bestand eine Leichtigkeit zwischen ihnen, die mir Freude beim Lesen bereitet hat. Leider legte sich die Spannung und dieses locker-leichte Gefühl schnell und es wurde ziemlich erotisch, womit ich in Büchern kein Problem habe. Hier ging mir aber alles zu schnell und beschränkte sich nur auf das Äußerliche der beiden. Sie finden sich optisch anziehend, kennen sich kaum und trotzdem kommen sie sich sehr schnell näher und ab da handeln viele Szenen von Sex. Für mich war das überhaupt nicht nachvollziehbar und die tiefen Gefühle zwischen beiden fehlte mir komplett, sodass ich kaum noch einen Anreiz hatte weiterzulesen. Gegen Ende wurde es noch etwas fesselnder, als Oliviers Familie auftaucht und ihre Beziehung zu zerstören versucht. Die Gefahr und die Bedrohung haben eine andere Dynamik in die Geschichte gebracht und den Spannungsbogen wieder angehoben. Einige Stränge sind noch offen und werden sich vermutlich in den Folgebänden klären. Für mich ist aber hier Schluss und ich werde die anderen Bände wohl nicht lesen.

Fazit: Eine super Start zwischen Sadie und Olivier, der leider nach und nach zu oberflächlich wurde und sich stark auf sexuelle Handlungen beschränkte. Tiefgründige Emotionen haben mir hier komplett gefehlt.

Veröffentlicht am 15.03.2021

Langatmig

Nordwesttod
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Kommissarin Anna Wagner zieht nach einer unschönen Scheidung in den Norden, um im Landeskriminalamt Schleswig-Holstein eine Stelle aufzubauen, die auf Vermisstenfälle spezialisiert ist. Gleich ihr erster ...

Kommissarin Anna Wagner zieht nach einer unschönen Scheidung in den Norden, um im Landeskriminalamt Schleswig-Holstein eine Stelle aufzubauen, die auf Vermisstenfälle spezialisiert ist. Gleich ihr erster Fall führt sie nach St. Peter-Ording an die Nordseeküste: Eine junge Umweltaktivistin aus einer einflussreichen Hoteliersfamilie, wird vermisst. Hat ihr Verschwinden etwas mit den aggressiven Expansionsplänen ihrer Familie zu tun, wurde sie vielleicht entführt? Anna Wagner und der Dienststellenleiter Hendrik Norberg ermitteln unter Hochdruck, denn niemand weiß, wann genau Nina Brechtmann verschwunden ist … und jede Minute zählt.

Die Atmosphäre und das Ambiente an der Nordsee gefallen mir besonders gut und in Kombination mit einem Krimi hatte ich große Erwartungen an das Buch. Gleich von Anfang an wird der Leser durch einen erschütternden Fund in einen Mordfall hineingezogen, der allerdings lange ohne Verbindung zum Hauptfaden auskommen muss und ich erst ganz am Ende klären lässt.
Die Ermittler Wagner und Norberg haben beide ihre eigene Vergangenheit, die sich unterschiedlich stark in den Handlungen zeigt, die Charaktere jedoch nahbarer und sympathischer macht.
Langsam entwickelt sich die Kriminalgeschichte durch das Verschwinden der jungen Nina. Bis dahin fand ich es auch noch einigermaßen interessant, aber trotz vieler Ermittlungsansätze zogen sich die Erkenntnisse und die Ermittlung stark, sodass nach der Hälfte des Buches sehr wenig passiert ist. Dadurch hatte ich keine Lust mehr weiterzulesen und es war nicht fesselnd und das trotz der Geheimnisse und unerklärlichen Verhaltensweisen mancher Verdächtiger.
Die Auflösung des Falls habe ich im vorhinein schon geahnt, sodass mich diese nicht mehr überraschen könnte. Ganz im Gegenteil, ich fand das Motiv der Tat mehr als öde und nicht innovativ. Absolut nicht spannend und in der Art in vielen Bücher schon gelesen. Leider konnte auch der Schreibstil die Geschichte hinsichtlich des Spannungsbogens nicht mehr retten.

Fazit: Einigermaßen gut lesbare Kriminalgeschichte, die allerdings nichts Besonderes und Einzigartiges hat. Konnte mich leider nicht überzeugen.

Veröffentlicht am 29.01.2021

LOVE - E wie Ella

A single kiss
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Ella hat ihr Leben als die französische Paris Hilton endgültig satt. Da kommt ihr die Idee eines Auslandsjahres in Plymouth sehr gelegen, um Abstand von ihrer Familie und der Pariser High Society zu nehmen. ...

Ella hat ihr Leben als die französische Paris Hilton endgültig satt. Da kommt ihr die Idee eines Auslandsjahres in Plymouth sehr gelegen, um Abstand von ihrer Familie und der Pariser High Society zu nehmen. Auch wenn sie sich fest vorgenommen hat ihre Beziehung zu Étienne zu kitten, verdreht ihr der gutaussehende Fotografiestudent Callum, dessen Äußeres nahezu nach Bad Boy schreit, ihr gehörig den Kopf und versteht sie auf eine Art und Weise, wie sie noch nie jemand verstanden hat...doch kommen sie aus zwei verschiedenen Welten. Kann ihre Liebe dennoch bestehen?

Nachdem ich den ersten Band der Love-Reihe geradezu verschlungen habe, war ich mehr als gespannt auf Ellas Geschichte, die ja glücklicherweise unabhängig von den anderen gelesen werden kann. Der Anfang war super. Ellas Leben in der Pariser High Society kennenzulernen und mit welchen gravierenden Problemen sie konfrontiert ist, war sehr aufschlussreich und verleiht ihr eine gewisse Tiefe, da sie im ersten Band eher oberflächlich beschrieben wird. Der Teil in Plymouth war anfangs auch noch ganz interessant, doch schon bald plätscherte die Geschichte vor sich hin und konnte mich leider nicht mehr fesseln. Ellas Perspektive fand ich dabei noch am aufregendsten, während ich Callum zwar sympathisch fand, seine Erlebnisse mich aber nicht fesseln konnten. Die Liebesgeschichte war auch eher fad und zäh und konnte mich leider gar nicht berühren. Da fand ich Libbys und Jaspers Geschichte bei weitem besser. Hier kamen einfach keine Gefühle auf und am Ausgang war ich auch eher desinteressiert. Der Schreibstil hingegen war ein Highlight, da er so schön locker und leicht zu lesen ist. Vor allem die eingeworfenen französischen Begriffe haben mich begeistern können und der Geschichte noch einen französischen Flair, der natürlich zu Ellas Geschichte passt, gegeben. Insgesamt war die Geschichte eine nette Unterhaltung für zwischendurch, aber nicht mehr.