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Veröffentlicht am 04.02.2021

Ein gigantischer Auftakt

Elbleuchten
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„Elbleuchten“ aus der Feder von Miriam Georg – einer Autorin, die ich mir merken muss – ist der Auftakt einer hanseatischen Familiensaga. Die Autorin nimmt uns auf eine abenteuerliche Reise nach Hamburg ...

„Elbleuchten“ aus der Feder von Miriam Georg – einer Autorin, die ich mir merken muss – ist der Auftakt einer hanseatischen Familiensaga. Die Autorin nimmt uns auf eine abenteuerliche Reise nach Hamburg zum Ende des 19. Jahrhunderts mit.
Hier lernen wir die Familie Karsten kennen. Lily ist die Tochter einer der erfolgreichsten Reederfamililien Hamburgs. Lilly genießt ihr Leben in einer herrlichen Villa an der Bellevue, sie wird umsorgt von Bediensteten und ihren Eltern. Rührend kümmert sie sich um ihren kleinen Bruder Michel. Ihr großer Traum ist es, einmal Schriftstellerin zu werden. Doch ein Unglück, das an einem heißen Sommertag 1886 geschieht, verändert Lillys Leben. Bei einer Schiffstaufe wird von einer Windböe ihr Hut in die Elbe geweht. Ein Arbeiter soll in zurückholen – und gerät in einen grauenvollen Unfall. Dann lernen wir Jo Bolten, der als Kind im Elend der Altstädter Gängeviertel lebte, kennen. Er arbeitet im Hafen für Ludwig Oolkert, den mächtigsten Kaufmann der Stadt. Als Jo bei der Familie Karsten um Hilfe für seinen verletzten Freund bittet, wird er kaltherzig abgewiesen.
Doch Lily will unbedingt helfen! Also nimmt Jo sie mit in seine Welt, in der nur der tägliche Kampf ums Überleben zählt. Lily sieht mit eigenen Augen das Elend dieser Menschen und erkennt die Ungerechtigkeit zwischen Männer und Frauen. Bald kommen Jo und Lily sich näher. Doch Jo hat ein Geheimnis, dass Lily nie erfahren darf…….
Wow! Ein absoluter Pageturner. Eine Geschichte, die unter die Haut geht, und die mich auch jetzt noch, nach Beendigung fesselt und nicht loslässt. Lillys Leben in Hamburg vor 130 Jahren läuft wie ein Film vor meinem inneren Auge ab. Ich bewundere die prächtigen Villen, die entlang der Alster und an der Elbchaussee stehen. Ich flaniere mit Lilly durch die traumhafte Gegend. Doch dann ist da das Elendsviertel der Stadt, richtige Slums, hier kann man nicht mehr von „Leben“ sprechen. Noch jetzt habe ich ein Gänsehautfeeling, wenn ich mir gewisse Szenen vor Augen führe. Durch den supertollen Schreibstil der Autorin hat man einfach das Gefühl live dabei zu sein. Man trifft in dieser Stadt auf zwei Welten. Und ich sehe Lillys entsetzen Gesichtsausdruck, als sie das erste Mal das Gängeviertel betritt. Und Lilly ist wirklich eine außergewöhnliche Person, eine Protagonistin die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Sie könnte ja ihr Prinzessinnenleben weiterführen, doch Lilly ist eine Kämpfernatur. Sie widersetzt sich den strengen Regeln des Elternhauses, will für mehr Gerechtigkeit für die Frauen kämpfen und geht einen Weg, für den ich sie bewundert habe. Auch Jo, der es in seinem bisherigen Leben nicht leicht gehabt hat, hilft wo er nur kann. Und die Armut und das Elend der Menschen im Gängeviertel gehen wirklich unter die Haut. Außerdem ist die Anziehung, die zwischen Lilly und Jo herrscht, förmlich zu spüren. Doch diese Liebe darf nicht sein. ..Auch gibt es ja im Hause Karstens noch ein dunkles Geheimnis, dass ja nicht an die Öffentlichkeit darf. Lily und Jos Leben hat mich wirklich sehr berührt und ich stand beim Lesen ständig unter Strom. Der Spannungsbogen ist einfach gigantisch. Und es kamen sehr viele Emotionen an die Oberfläche.
Für mich ist diese Traumlektüre ein absolutes Lesehighlight – ein Meisterwerk, das ich von der ersten bis letzten Seite genossen habe. Ich warte schon jetzt voller Spannung auf die Fortsetzung. Auch das Cover ist ein echter Hingucker. Gerne vergebe ich für dieses Lesevergnügen 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 03.02.2021

Einfach spitze!

Immunbooster Natur
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Und nun das nächste kleine interessante Büchlein aus der „Immunbooster-Reihe“, einer Buchreihe, die mich wirklich total begeistert. Der Autor Dr. rer. nat. Markus Strauß ist Geograf, Geologe, Biologe, ...

Und nun das nächste kleine interessante Büchlein aus der „Immunbooster-Reihe“, einer Buchreihe, die mich wirklich total begeistert. Der Autor Dr. rer. nat. Markus Strauß ist Geograf, Geologe, Biologe, bekannter Wildpflanzen-und Baumexperte, Berater und Hochschuldozent. In seinem Buch dreht es sich um die „Natur“ und im speziellen darum, wie man mit Wildpflanzen sein Immunsystem auf Vordermann bringen kann. Und die Natur bietet uns wirklich eine Fülle von essbaren Pflanzen, deren Heilwirkung auf unser Immunsystem schulmedizinisch bewiesen ist. In diesem praktischen Natur-Heilbuch stellt uns der Autor neun einheimische Wildpflanzen vor, die für unseren Immunschutz besonders wirksam sind.
Mir gefällt der Aufbau dieses Buches sehr gut. Nach einer interessanten Einleitung lernen wir die 13 Immunbooster-Stoffgruppen, dies sind – um einige zu nennen: Vitamin C, Scharfstoffe, Ätherische Öle, Schleimstoffe, Ballaststoffe, Bitterstoffe usw. Ich habe mir jetzt mal die Scharfstoffe herausgepickt. Unter Scharfstoffen werden Stoffe verschiedener chemischer Zusammensetzung zusammengefasst. Und in der heimischen Natur finden wir diese vor allem in zwei Pflanzenfamilien, den Lauch- und Kreuzblütengewächsen, das sind u.a. Zwiebel, Knoblauch und Bärlauch. Und dann kommt ein Kapitel, das ich regelrecht verschlungen habe. Hier sind nämlich die neun einheimischen Wildpflanzen aufgeführt, aus denen man wirklich allerlei zaubern kann. Hier habe mich für den „Löwenzahn“ entschieden. Von Oktober bis Februar kann man die Wurzeln ausstechen. In kleine Stücke geschnitten, schmecken sie im Salat als auch im gedünsteten Gemüse. Man kann sie aber auch trocknen oder rösten. Die frischen Löwenzahnblätter im Frühling lassen sich herrlich für Blattsalate verwenden. Und die Knospen sollen hervorragend mit Rührei schmecken. Dies ist nur ein kleiner Auszug, am besten die Lektüre selber lesen. Ich freue mich schon jetzt auf den Frühling, denn dann geht’s hinaus in die Natur. Diesen tollen Ratgeber kann ich wirklich nur besten empfehlen und vergebe dafür sehr gerne 5 Sterne.

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Veröffentlicht am 31.01.2021

Ein toller Auftakt einer neuen Familiensaga

Die Frauen vom Jungfernstieg. Gerdas Entscheidung
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In ihrem neuen Roman, dem Auftakt der Jungfernstieg-Saga, entführt uns die Autorin Lena Johannson nach Posen, denn hier beginnt unsere Geschichte.
Hier lebt Gerda, die Protagonistin dieser Geschichte ...

In ihrem neuen Roman, dem Auftakt der Jungfernstieg-Saga, entführt uns die Autorin Lena Johannson nach Posen, denn hier beginnt unsere Geschichte.
Hier lebt Gerda, die Protagonistin dieser Geschichte glücklich und zufrieden. Ihr Vater besitzt eine Apotheke, in der Oscar – von dem Gerda fasziniert ist - schon immer mithilft. Doch der junge Mann will mehr erreichen, er studiert, wird Apotheker und macht seinen Doktor. Er ist voller Tatendrang und als sich im Jahr 1889 die Gelegenheit bietet, in Hamburg das Labor eines gewissen Paul Carl Beiersdorf zu kaufen, schlägt der erfolgreiche Apotheker sofort zu. Zusammen mit Gerda baut er sich in Altona ein neues Leben auf. Er beginnt mit der Entwicklung neuartiger Produkte. Oscar ist erfolgreich, doch in der Hamburger Gesellschaft Fuß zu fassen, ist nicht einfach. Er vertritt moderne Ansichten und ist Jude. Doch Gerda, seine kunstinteressierte Frau, hat eine brillante Idee. Um sein Ansehen zu retten, beginnt in ihrer Villa Salonabende zu veranstalten und einflussreiche Gäste einzuladen. Doch wird sie damit Erfolg haben…..
Eine tolle Geschichte, die mich von Anfang an in ihren Bann gezogen hat. Ich lerne eine äußerst liebenswerte Protagonistin kennen. Sie hat wirklich wunderbare Eltern und hat eine unvergessliche Zeit in Posen verbracht. Sie war jedoch auch mutig und ist ihrer großen Liebe Oscar nach Hamburg gefolgt. Es ist ja förmlich zu spüren, mit welcher Begeisterung sich die beiden in ihr neues Leben gestürzt haben. Oscar will das Labor von Paul Carl Beiersdorfer – der uns ja allen bekannt ist, zumindest dem Namen nach – an die Weltspitze führen. Er schäumt geradezu über vor lauter neuer Ideen. Doch Beiersdorfer macht es ihm nicht leicht, ist er doch ein Hanseate vom alten Schlag.
Doch ich bewundere Oscar für seinen Mut und seine Zielstrebigkeit. Auch die Salonabende bei Gerda habe ich sehr genossen, da sind ja wirklich etwas ganz besonderes. Der Schreibstil der Autorin ist einfach super, eine unterhaltsame Lektüre, die man nicht mehr aus der Hand legen kann.
Auch das Cover ist ein echter Hingucker. Gerne vergebe ich für diese Wohlfühllektüre, mit der ich Traumlesestunden verbracht habe, 5 Sterne. Ich freue mich jetzt schon auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 30.01.2021

Ein toller Regionalkrimi

Bierbrauerblues
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„Bierbrauerblues“ ist ein äußerst gelungener Debütroman der Wahlwienerin Natascha Keferböck.
In ihrem ersten Regionalkrimi entführt sie uns in das kleine Dörfchen Koppelried, das in der Nähe von Salzburg ...

„Bierbrauerblues“ ist ein äußerst gelungener Debütroman der Wahlwienerin Natascha Keferböck.
In ihrem ersten Regionalkrimi entführt sie uns in das kleine Dörfchen Koppelried, das in der Nähe von Salzburg liegt. Und hier lerne ich wunderbare Menschen kennen und tauche in eine aufregende Geschichte ein.
Ein großes Ereignis steht in Koppelried an. Der Gastwirt und Brauereibesitzer Riegler führt die schöne Marie vor den Traualtar. Doch schon auf der Hochzeit gibt es einige besondere Vorkommnisse. Und drei Tage nach dem großen Ereignis liegt der Brauwirt tot im eigenen Weißbier. Hauptverdächtige ist Marie, denn die hat sie Hochzeitsnacht nicht mit ihrem Bräutigam verbracht, sondern mit Polizist Aigner – im Boxspringbett mitten im Schaufenster vom Möbel Eidenpichler. Und natürlich ist dies Dorfgespräch. Gemeinsam mit Chefinspektor Buchinger macht sich Aigner unter verstockten Dörflern, kauzigen Salzburgern und versnobten Münchnern auf die Suche nach dem Mörder. Und über das Ergebnis werdet ihr euch wundern……
Wow! Gratulation an die Autorin. Der Schreibstil ist einfach spitze. Die Protagonisten ein absoluter Traum. Ich habe mich in Koppelried einfach pudelwohl gefühlt. Durch die herrlichen Beschreibungen kann ich mir das Salzburger Land, diese herrliche Gegend wunderbar vorstellen. Und auch alle Mitwirkenden Charaktere sehe ich vor mir. Allen voran Raphael Aigner, der Dorfpolizist, in meinen Augen ein Unikat. Ein sympathischer Kerl, der mir mit seinem österreichischen Charme des Öfteren ein Grinsen ins Gesicht gezaubert hat. Er lebt ja zusammen mit seinem Sohn Felix, den habe ich übrigens sofort ins Herz geschlossen habe und seiner Schwester Gabi, die sich ja auch kein Blatt vor den Mund nimmt, in einem Haus. Eine eingeschworene Gemeinschaft. Ich mache auch einen Abstecher in den Rieglerbräu und beobachte den Riegler und seine Gäste. Und wenn man den Riegler kennenlernt, macht man sich ja so seine Gedanken. Wenn ich mir manche Szenen vor Augen führe, bekomme ich ja Gänsehautfeeling. Und die Spannung steigt bis zum Ende. Ein tolles Gesamtpaket, dem es an nichts fehlt, ein herausragender Provinzkrimi mit großem Herz.
Begeistert hat mich sowohl das tolle Cover als auch die Erklärung der Mundartbegriffe am Ende des Buches. Gerne vergebe ich für dieses Lesevergnügen der Extraklasse, das mir Traumlesestunden beschert hat 5 Sterne und freue mich jetzt schon auf meinen nächsten Ausflug nach Koppelried.

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Veröffentlicht am 30.01.2021

Ein toller Ratgeber

Immunbooster Meditation
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Im Verlag Knaur.Leben ist eine neue kleine, aber lehrreiche Buchreihe erschienen, und zwar „Immunbooster“ und hier habe ich mich erst einmal für „Meditation“ entschieden. Die Autorin Ursula Richard, die ...

Im Verlag Knaur.Leben ist eine neue kleine, aber lehrreiche Buchreihe erschienen, und zwar „Immunbooster“ und hier habe ich mich erst einmal für „Meditation“ entschieden. Die Autorin Ursula Richard, die Übersetzerin u.a. von Thich Nhat Hanh ist, meditiert seit Mitte der Achtzigerjahre und findet es immer noch eine der lohnenswertesten Aktivitäten. Und ich wollte mir selbst ein Bild machen, denn stimmt es wirklich, dass täglich zu meditieren die „Beste Medizin“ ist. Und die Meditationsexpertin Ursula Richard erklärt auf einfach Weise, wie man eine Meditationspraxis aufbauen kann. In dem Büchlein gibt es u.a. praktische Übungen für einen achtsamen Alltag und ein gesundes Leben. Sie stellt kurz und bündig verschiedene Formen der Achtsamkeitsmeditation vor. Sie führt uns aber auch an wichtige thematische Meditationen wie die Herzens- oder die Dankbarkeitsmeditation heran. Es werden aber auch Themen, wie Meditation im Sitzen oder Gehen und Ort und Zeit behandelt. Jeder Mensch ist anders. Es ist von großer Bedeutung für sich das Richtige zu finden. Absolut wichtig – und das nehme ich für mich mit – ist, sich eine Zeit der Stille und Meditation zu reservieren. Es muss nicht viel sein – oft reicht ein kurzer Augenblick. Was ich bisher schon immer geliebt habe, sind Waldspaziergänge und da ist „Waldbaden“ das in dieser Lektüre auch ausführlich beschrieben wird, genau das richtige für mich. Eine lehrreiche Lektüre, für die ich sehr gerne 5 Sterne vergebe und die ich nur bestens empfehlen kann.

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