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Veröffentlicht am 10.03.2021

Ein guter Abschluss mit einigen Schwächen

LUCE
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Ich war schon sehr neugierig auf das Finale dieser Reihe und wie die magische Geschichte um Luce, Mel, Jason und Jules ihr Ende finden würde. Der dritte Band von „Luce“ konnte mich leider nicht so überzeugen ...

Ich war schon sehr neugierig auf das Finale dieser Reihe und wie die magische Geschichte um Luce, Mel, Jason und Jules ihr Ende finden würde. Der dritte Band von „Luce“ konnte mich leider nicht so überzeugen wie die Vorgänger, aber ist dennoch ein passender Abschluss für die Reihe.

Genau wie schon in den ersten beiden Bänden hat mir das Setting wieder total gut gefallen. Die Welten, die Doreen hier geschaffen hat, sind wirklich faszinierend und komplex, mit vielen Details und kreativen Ideen versehen und immer sehr ausführlich beschrieben. Es war total interessant mit Luce und den anderen durch diese Welten zu reisen und immer mehr darüber zu erfahren, da die Orte auch alle toll ausgearbeitet waren.
Der Schreibstil von Doreen Hallmann hat mir auch wieder total gut gefallen, er liest sich sehr locker und flüssig und so bin ich von Anfang an wieder gut in die Geschichte reingekommen.

Die meisten Charaktere mochte ich auch in diesem Band wieder sehr gerne und sind sie mir durch ihre Entwicklung auch immer sympathischer geworden.
Luce ist eine tolle Protagonistin, die sich im Laufe der Reihe weiterentwickelt und stärker und erwachsender wird. Sie ist sehr hilfsbereit und würde für ihre liebsten alles tun, sodass sie sich auch öfters für sie in Gefahr begibt. Ihre Handlungen waren für mich oftmals nicht ganz nachvollziehbar und hat mir auch eine tiefe Bindung zu ihr gefehlt, doch habe ich sie dennoch sehr gerne auf ihrer Reise begleitet.
Auch Jason, Mel und Jules waren mir alle sehr sympathisch genau wie auch die meisten anderen Charaktere, die man auf ihrem Weg kennenlernt, doch hat mir bei ihnen allen ein wenig die Tiefe und Vielschichtigkeit gefehlt, sodass ich teilweise das Gefühl hatte, sie nicht wirklich zu kennen.

Der Einstieg in das Buch ist mir leicht gefallen, da die Handlung direkt auch an den Cliffhanger von Band zwei anschließt und so einen guten Übergang bildet. Die Geschichte war sehr komplex und voller Ideen, sodass es auch keine Längen gab und ich immer sehr schnell vorangekommen bin. Dennoch konnte mich die Story die meiste Zeit nicht wirklich mitreißen, da in vielen Momenten einfach extrem viel passiert ist und alles dadurch sehr verwirrend wird. Die vielen verschiedenen Handlungsstränge, Perspektivenwechsel und Gedanken- und Zeitsprünge machen es einem oft schwer einen richtigen Durchblick zu bekommen, der Handlung immer komplett zu folgen und zuzuordnen, wer sich so befindet. So gab es viele spannende Ansätze, doch wurden sie in meinen Augen einfach nicht tief genug ausgearbeitet, Nebenhandlungen haben keinen wirklichen Abschluss genommen und sind im Sand verlaufen und die Spannung ist dadurch in manchen Momenten ein wenig untergegangen, da es einfach zu viel war. Außerdem kamen mir einige Dinge auch sehr unrealistisch vor, da Umstände einfach nicht genauer beleuchtet wurden und Verbindungen aus dem Nichts aufgetaucht sind, die aber auch nicht wirklich relevant für die Handlung waren.
Auch die Liebesgeschichte konnte mich nicht wirklich mitreißen. Die Gefühle zwischen Luce und Jason waren für mich einfach nicht greifbar und es gab für mich auch keine wirkliche Anziehung, sodass ich nicht mit ihnen fühlen konnte. Genauso waren auch die anderen Verbindung zwischen den Charakteren für mich nicht wirklich tiefgründig und haben sich teils auch sehr schnell und nicht nachvollziehbar verändert.
Das Ende lässt noch sehr viele Fragen offen und kam auch etwas abrupt, doch hat es mit insgesamt auch gut gefallen.

Fazit: Der dritte Band konnte mich leider nicht so überzeugen wie die beiden Vorgänger, doch überzeugt das Buch mit einem flüssigen Schreibstil, faszinierenden, magischen Welten, einer spannenden Grundidee und sympathischen Charakteren, denen es aber ein wenig an Tiefe fehlt. Die Spannung kommt in meinen Augen ein wenig kurz, da die Story durch die vielen Handlungsstränge, Perspektivenwechsel und Sprünge sehr verwirrend ist und einfach der Durchblick fehlt.

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Veröffentlicht am 31.01.2021

Ich bin sehr zwiegespalten...

SMOKE
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Cinder hatte einen ganz normalen Roadtrip mit ihrer Freundin geplant, doch dann trifft sie auf den düsteren Smoke, der ihr erst hilft, aber dann schon bald eine andere Seite zeigt…

Ich war extrem gespannt ...

Cinder hatte einen ganz normalen Roadtrip mit ihrer Freundin geplant, doch dann trifft sie auf den düsteren Smoke, der ihr erst hilft, aber dann schon bald eine andere Seite zeigt…

Ich war extrem gespannt auf „Smoke“, da ich schon länger etwas von J. S. Wonda lesen wollte und ich schon super viel Gutes über ihre Bücher gehört hatte. Meine Erwartungen wurden leider nicht ganz erfüllt und die Geschichte lässt mich sehr zwiegespalten zurück.

Richtig gut gefallen hat mir auf Anhieb die fesselnde, geheimnisvolle und wirklich besondere Atmosphäre, die vor allem auch durch das Setting kreiert wurde. Ich konnte dadurch super gut in die Geschichte eintauchen und mir auch alles trotz der eher wenigen Beschreibungen gut vorstellen.
Jane S. Wondas Schreibstil mochte ich sofort extrem gerne, er ist total mitreißend, bildlich und einnehmend und konnte mich so auch an die Seiten fesseln. Es wurde eine durchgängige Spannung erschaffen und auch die Emotionen wurden in vielen Momenten sehr greifbar transportiert.

Cinder und Smoke sind sehr außergewöhnliche Protagonisten, die mich ein wenig zwiegespalten zurücklassen. Ich konnte für sie beide eigentlich keine Sympathien hegen und ihre Taten einfach nicht nachvollziehen, doch hat das die ganze Story auch irgendwie besonders gemacht.
Mit Cinder konnte ich die ganze Zeit nicht wirklich warm werden. Mit ihrer direkten und spontanen Art und ihrem sarkastischen Humor war sie mir erst sympathisch, doch konnte ich sie mit der Zeit immer weniger verstehen. Sie hat in meinen Augen beinahe kein Selbstwertgefühl und keinen Überlebenswille und auch wenn sie nicht alles mit sich machen lassen hat, konnte sie sich doch in den richtigen Momenten nicht behaupten. Der Zwiespalt in ihr und ihre Emotionen waren meistens sehr greifbar, doch hätte ich gerne einen tieferen Einblick in ihre Vergangenheit erhalten, um besser verstehen zu können, was in ihrem Kopf abgeht.
Auch zu Smoke konnte ich keine Verbindung aufbauen, da er die ganze Zeit sehr undurchsichtig ist, was aber auch sehr gut zur Geschichte gepasst hat. Ihn umgibt eine skrupellose und geheimnisvolle Aura und er ist ein sehr facettenreicher Charakter, dessen verschieden Seiten extrem schnell und ohne Vorwarnung wechseln können. In einem Moment ist er ein kranker Psycho, der Cinder demütigt und grausam behandelt, und im nächsten Moment ist er ein tierlieber, teils sogar sanfter Typ. Insgesamt hatte ich das Gefühl ihn gar nicht wirklich kennengelernt zu haben, da er noch einiges zu verbergen scheint.
Den übrigen Charaktere begegnet man meist nur kurz, weshalb sie sehr flach sind und keine große Bedeutung haben, was ich aber nicht schlimm fand, da der Fokus wirklich auf Cinder und Smoke lag. Boone war mir aber echt sympathisch, besonders wegen seinen Handlungen, doch auch ihn konnte ich nicht wirklich durchschauen.

Zwischen Smoke und Cinder herrscht eine besondere Dynamik, die ihre gemeinsamen Szenen immer spannend machen, doch war für mich leider die Verbindung zwischen ihnen nicht greifbar, da war für mich fast kein Prickeln, keine Leidenschaft und keine Gefühle. Hier hat es mir einfach an Tiefe gefehlt und auch an Gesprächen zwischen den beiden. Es war die meiste Zeit schon eine Anziehung zwischen ihnen zu spüren aber diese wurde in meinen Augen dann immer mehr von purer Gewalt überlagert, Smoke hat Cinder behandelt wie ein Tier und es war für mich einfach unverständlich und nicht nachvollziehbar wie Cinder damit umgegangen ist. Besonders eine Szene am Ende ging für mich einfach viel zu weit und hat für mich das letzte Fünkchen zwischen ihnen zerstört.
Dennoch herrschte auf jeden Fall die ganze Zeit eine hohe Spannung, die einen durch die Seiten zieht und einen das Buch mich mehr aus der Hand legen lässt. Die Idee hinter der Story fand ich einfach genial und es gab einige Wendungen, die mich überraschen konnten, auch wenn sie nicht komplett unvorhersehbar waren.Teilweise hatte ich das Gefühl, dass sich durch Cinders Zwiespalt und ihre Unentschlossenheit die Handlung etwas wiederholt hat, doch hat das der Spannung keinen wirklichen Abbruch getan, da sich die ganze Situation immer weiter verschärft hat und auch neue Aspekte dazu kamen. Die Wendung am Ende macht schon neugierig auf Band zwei, doch bin ich mir noch nicht sicher, ob ich weiterlesen werde.

Fazit: Ich bin extrem zwiegespalten. Einerseits war die Atmosphäre des Buches fesselnd, das Setting total besonders, der Schreibstil komplett überzeugend und die Spannung enorm hoch und mitreißend, doch konnte ich zu Cinder und Smoke keine wirkliche Sympathie aufbauen und ihre Handlungen nicht nachvollziehen, die Verbindung zwischen ihnen war für mich nicht greifbar und die zwar spürbare Anziehung wird für mich immer weiter von reiner Gewalt überlagert, bis hin zu einer Szene, die einfach zu weit ging. Ich bin noch unsicher, ob ich weiterlesen werde.

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Veröffentlicht am 04.07.2020

Spannend, aber nicht so gut wie Band 1

Phönix
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Callista hat sich dem Widerstand angeschlossen und betrauert noch den Verlust ihres Freundes Lukan. Doch der Kampf gegen die Maschinen wird immer härter und vieles ist nicht so, wie es scheint.

Flüssig ...

Callista hat sich dem Widerstand angeschlossen und betrauert noch den Verlust ihres Freundes Lukan. Doch der Kampf gegen die Maschinen wird immer härter und vieles ist nicht so, wie es scheint.

Flüssig geschrieben und angenehm zu lesen, war ich sofort wieder in der Story drin. Es herrscht die ganze Zeit eine gewisse Spannung, da man weiß, dass was passiert, aber nicht wann und wo.

Callista ist eine tolle, mutige Protagonistin, die alles dafür tut ihren Bruder und ihre Freunde zu beschützen. Ich habe sie gerne weiter auf ihrer Reise begleitet. Auch sonst sind die Charaktere sehr schön ausgearbeitet, nur mit Callistas Bruder Jona hab ich meine Probleme. Ich finde seine Fähigkeiten einfach zu unrealistisch und übertrieben und sein Verhalten ziemlich nervig.

Insgesamt fand ich die Story auch nicht so gut, wie die des ersten Teils, an einigen Stellen hat sie sich ziemlich gezogen, besonders der Anfang war sehr langwierig. Es passiert einfach nicht sehr viel und die einzelnen Sachen werden dann sehr gestreckt. Die Idee an sich finde ich sehr gut, aber sie ist nicht ganz neu und deshalb fand ich es an vielen Stellen sehr vorhersehbar.

Trotzdem werde ich wahrscheinlich den dritten Band lesen, da das Ende des zweiten dann wieder ziemlich gut war und neugierig macht.

Fazit: Der zweite Teil der Reihe konnte mich nicht so überzeugen, wie der erste Band, aber ist dennoch ziemlich spannend. Die Charaktere sind toll ausgearbeitet und trotz ein paar Längen bin ich schon sehr gespannt auf den letzten Teil dieser Reihe.

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Veröffentlicht am 02.03.2026

Kurzweilig, aber ohne große Tiefe und Spannung

Rabid
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Kennt ihr diese Bücher, die man zuschlägt & sich dann erstmal fragt „Was war das denn?!“ - „Rabid“ ist für mich zu einem dieser Bücher geworden und das leider nicht unbedingt im positiven Sinne.

Die Idee ...

Kennt ihr diese Bücher, die man zuschlägt & sich dann erstmal fragt „Was war das denn?!“ - „Rabid“ ist für mich zu einem dieser Bücher geworden und das leider nicht unbedingt im positiven Sinne.

Die Idee hinter der Geschichte hat mich total neugierig gemacht & da ich noch kein Buch der Autorinnen kannte, wollte ich mich mal überraschen lassen. Der Schreibstil hat mir auch meist sehr gut gefallen und dafür gesorgt, dass ich schnell durch die Seiten geflogen bin.

Nach einer noch relativ entspannten Einführung in die Welt, das Werwolf-Rudel und Senecas aktuelle Situation, nahm die Handlung dann immer mehr Fahrt auf. Das Konzept der Gestaltwandler und auch die Richtung, in die sich die Story entwickelt hat, fand ich sehr spannend. Besonders Senecas eigene Wandlung und die Beziehung zu ihrer Wölfin waren interessant, da die Umstände und auch ihr erstes Aufeinandertreffen alles andere als einfach sind. Auch wenn sie noch so ihre Meinungsverschiedenheiten haben, kommen die beiden Seelen sich so langsam näher und werden immer mehr eins, was schön mitzuerleben war. Dennoch blieb Seneca insgesamt eher flach und war ihr Charakter vor allem von einer Mischung aus Zorn, Verwirrung und Leidenschaft dominiert.
Tyrans Art fand ich eher anstrengend und auch wenn er ein paar sehr positive Seiten gezeigt hat, wurde ich einfach nicht so wirklich warm mit ihm.

Genauso hat mich die Handlung irgendwann einfach verloren, besonders weil der Spice so sehr in den Vordergrund gerückt wurde. Dieser wirkte etwas plump geschrieben und war allgemein einfach nicht meins, sondern eher unangenehm zu lesen. Auch an anderen Stellen haben manche Storybausteine für mich nicht ganz zusammengepasst oder waren so vorhersehbar, dass die Geschichte einfach ihren Sog verloren hat.

Wer nach Tiefe und viel Handlung sucht, ist mit „Rabid“ wohl nicht gut bedient, wer aber auf der Suche nach einer kurzweiligen, unterhaltsamen Story mit Werwolf-Smut ist, wird hier fündig.

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Veröffentlicht am 22.07.2024

Etwas enttäuschend, aber unterhaltsam

Underworld Chronicles - Verflucht
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Da ich mich sofort in das Cover verliebt habe und auch der Klappentext sehr vielversprechend klang, habe ich mich sehr auf diese Geschichte gefreut. „Underworld Chronicles“ konnte mich aber leider nur ...

Da ich mich sofort in das Cover verliebt habe und auch der Klappentext sehr vielversprechend klang, habe ich mich sehr auf diese Geschichte gefreut. „Underworld Chronicles“ konnte mich aber leider nur bedingt überzeugen und hatte neben einigen coolen Aspekten auch viele Kritikpunkte, da es bei diesem interessanten Reihenauftakt für mich an der Umsetzung gehapert hat.

Wie schon in den anderen Büchern von Kelly Oram, mochte ich auch hier den Schreibstil gerne. Er liest sich total flüssig und locker, sodass er mich gut mitnehmen konnte, ist einfach verständlich und oft auch bildlich. Dennoch haben mir von Anfang an viele Beschreibungen gefehlt, sodass ich mir weder die Welt noch die Charaktere so richtig vorstellen konnte. Es gab einige spannende Ideen und kommen interessante Wesen und Fähigkeiten vor, doch hat man viel zu wenig Details und Hintergründe erfahren. So konnte ich nicht ganz in die Welt und ihre Magie eintauchen, die zwar viel Potenzial, aber leider zu wenig Tiefe hatte, was sich hoffentlich in den Folgebänden noch ändert.

Nora war für mich eine eher schwierige Protagonistin, die ich auf der einen Seite zwar irgendwie mochte, zu der mir aber komplett die Bindung gefehlt hat und deren Verhalten ich oft auch gar nicht nachvollziehen konnte. Ihre starke Anziehung auf Männer hat ihr das Leben oft genug schwer gemacht und musste sie schon vieles deswegen durchmachen, woran sie zwar bestimmt auch stärker geworden ist, ihr Umgang damit war für mich aber nicht nachvollziehbar. Durch diese fehlende Nähe konnte ich einfach auch nicht so sehr mit ihr fühlen und hatte ich eher das Gefühl alles von außen zu beobachten als wirklich dabei zu sein, weshalb mich auch die ganze Story nicht so emotional mitnehmen konnte. Nora war aber dennoch auf jeden Fall sympathisch, ihre anderen Fähigkeiten echt faszinierend und scheint sie auch an sich eine vielschichtige Protagonistin, die sich noch wirklich weiterentwickeln kann.
Die anderen Charaktere blieben für mich auch eher blass, wobei ich sie teilweise wirklich mochte, teilweise einfach nicht so richtig mit ihnen zurecht kam. Das übergriffige Verhalten war egal in welchem Ausmaß echt nicht schön und anstrengend und hat dadurch schonmal viel Sympathie gekostet. Auch finde ich, dass dadurch sehr falsche Werte vermittelt wurden, da den Männern die Schuld an diesem Benehmen genommen wurde, was ich echt kritisch fand.
Parker und Terrence mochte ich noch ganz gerne, doch hat mir auch bei ihnen die Dreidimensionalität gefehlt, weshalb sie mir nicht wirklich ans Herz wachsen konnten.
So hatten die Charaktere teils zwar eine interessante, gute Basis, doch wurden sie einfach nicht genug ausgearbeitet, um irgendeine Nähe und Bindung aufzubauen.
Dadurch waren die Bindungen zwischen ihnen auch nicht wirklich greifbar. Zwar gab es hier auch schöne Ansätze, wodurch ein paar tolle Szenen entstanden sind, doch hat im Allgemeinen einfach wieder die Tiefe und Intensität gefehlt. Bei vielem bin ich aber super neugierig auf die Entwicklung, die auch jetzt schon angestoßen wurden.

Anfangs konnte die Story mich nicht so mitnehmen, da mir nicht nur bei der ganzen Welt, sondern auch der Handlung an sich einfach ein paar Hintergründe gefehlt haben. Vieles passierte ohne einen wirklichen Sinn, sodass ich nicht so richtig in die Geschichte hineingefunden habe und einfach der rote Faden gefehlt hat. Dann hat sich aber immer mehr Spannung aufgebaut und ab einem gewissen Punkt konnte mich die Story auch mehr catchen, da die Dinge dann mehr aufeinander aufgebaut haben. So hat die Geschichte mehr Logik und Dynamik bekommen und konnte mich von dort an auch mehr überzeugen. Ich bin durch den flüssigen Schreibstil auch super schnell vorangekommen und hatte so auch nicht das Gefühl, dass sich irgendwas gezogen hat. Das Ende hat auch echt gut gepasst und mich so auch irgendwie neugierig auf den zweiten Band gemacht, sodass ich der Reihe vielleicht noch eine Chance gebe.

Fazit: „Underworld Chronicles“ hat mich leider etwas enttäuscht. Es bietet neben einem flüssigen Schreibstil viel Potenzial, eine spannende Grundidee und interessante Protagonisten, doch wurde alles einfach nicht genug ausgearbeitet und hat mir in sehr vielem Hintergründe, Tiefe und Informationen gefehlt. Das Verhalten mancher Charaktere war echt kritisch und in der Story haben mir anfangs viele Zusammenhänge gefehlt, nach einer Weile wurde es aber besser und bin ich wirklich durch die Seiten geflogen, sodass das Buch an sich schon unterhaltsam war und mich überlegen lässt, die Reihe trotz einiger Kritikpunkte weiter zu verfolgen.

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