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Veröffentlicht am 01.02.2021

Gefährliche Schatten

Nox - Donner und Asche
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„Nox – Donner und Asche“ von Ayleen Beekmann ist eine spannende Romantasy, in der bedrohliche Schattenwesen für Aufregung sorgen.
Die achtzehnjährige Annika führt ein ganz normales Leben Dies ändert sich ...

„Nox – Donner und Asche“ von Ayleen Beekmann ist eine spannende Romantasy, in der bedrohliche Schattenwesen für Aufregung sorgen.
Die achtzehnjährige Annika führt ein ganz normales Leben Dies ändert sich am 16. Geburtstag ihre Schwester, an dem sie zum ersten Mal einem der seltsamen Schattenwesen begegnet. Ab diesem Tag tauchen sie öfter in ihrer Gegenwart auf und Annika weiß nicht, wie sie sie loswerden kann. Ausgerechnet der arrogante und leider auch gutaussehende Elias bietet ihr seine Hilfe dabei an. Er scheint viel mehr über die Wesen zu wissen und die seltsamen Veränderungen, die mit Annika vorgehen.

Ohne lange Vorwarnung wird man von der Autorin gemeinsam mit Annika in ihre erste unheimliche Begegnung hineinkatapultiert. So herrscht von Anfang an eine gewisse Grundspannung, die sich durch die ganze Geschichte zieht.
Ich mag Annika, die sehr familienverbunden und sympathisch erscheint. Die enge Beziehung zu ihrer Schwester und ihrem Vater ist sehr schön dargestellt und ein wichtiger Bestandteil der Handlung.
Elias wirkt zunächst sehr geheimnisvoll. Er bietet seine Hilfe an, aber gleichzeitig provoziert er Annika in einer Tour. Das sorgt aber auch für witzige Schlagabtausche und ein unübersehbares Knistern zwischen den beiden.
Die Grundidee dieser Romantasy finde ich persönlich sehr interessant und habe ich auch in dieser Form noch nicht so gelesen. Die Autorin konnte mich an einigen Stellen mit ihren Wendungen überraschen und so wurde ich bis zum Ende von der fesselnden Story mitgerissen. Punkte gibt es von mir auch für den Humor, der trotz aller Schatten im gesamten Buch immer wieder aufblitzt.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und ich bin schnell durch die Seiten geflogen. Die Geschichte wird komplett aus Annikas Perspektive erzählt, so dass man sich in ihre Gefühle und Ängste gut hineinversetzen kann. Die übrigen Charaktere bekommen trotzdem genug Raum und kommen nicht zu kurz. Vor allem Marleen hat mir sehr gut gefallen.

Mein Fazit:
Fantasy, Spannung, Romantik und Humor bilden einen guten Mix, der noch ein wenig Luft nach oben hat. Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung und sehr gute 4 von 5 Sternen!

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Veröffentlicht am 24.01.2021

Nettes Landleben

Das kleine Cottage auf dem Hügel
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„Das kleine Cottage auf dem Hügel“ von Emma Davies verdient das Prädikat Feel-Good-Roman.
Maddie wagt einen Neuanfang und zieht von London aufs Land. Doch der vielversprechenden Job, mit dem sie voller ...

„Das kleine Cottage auf dem Hügel“ von Emma Davies verdient das Prädikat Feel-Good-Roman.
Maddie wagt einen Neuanfang und zieht von London aufs Land. Doch der vielversprechenden Job, mit dem sie voller Tatendrang durchstarten wollte, entpuppt sich als ganz anders als erwartet. Statt eines luxuriösen Resorts, dass sie touristisch vermarkten soll, sieht sie sich eher einem Bauernhof mit einigen baufälligen Hütten gegenüber. Der mürrische Eigentümer Seth, gegen dessen Willen sie offenbar engagiert wurde, sprüht auch nicht gerade vor Freude über ihre Anwesenheit. Aber Maddie hat keine große Wahl, denn sie ist nicht ohne Grund aus London weggezogen. Und nach und nach schleicht sich nicht nur die idyllische Umgebung in ihr Herz.

Das Buch ist tatsächlich ein Wohlfühlroman, der einen beim Lesen in die malerischen englischen Landschaften entführt und für unterhaltsame Lesestunden sorgt.
Maddie flieht vor einem beruflichen Desaster, dessen Hintergründe erst nach und nach enthüllt werden. Sie setzt all ihre Hoffnungen in den neuen Auftrag und wird zunächst bitter enttäuscht. Trotzdem gibt sie nicht gleich auf, obwohl sie auf zahlreiche Hindernisse und die abwehrende Meinung von Seth stößt.
Seth hat persönliche Gründe für sein Verhalten, aber Maddie beeindruckt ihn trotz allem und er will sie nicht verletzten. Also raufen sich die beiden zusammen und merken schnell, wie gut sie als Team funktionieren. Dabei kommen sie sich auch privat langsam näher und die Großstadtpflanze Maddie entdeckt ganz neue anziehende Seiten des Landlebens.
Der Schreibstil der Autorin liest sich leicht und flüssig und die warmherzigen Charaktere sorgen für eine entspannte Stimmung. Bis zum erwarteten Happy End sind noch einige Hindernisse zu überwinden und die teils traurige Vergangenheit der Protagonisten rückt in den Fokus der Handlung. Von der kleinen Gemeinschaft unterschiedlicher Menschen, die sich hier zusammengefunden haben, hat jeder seine eigene Geschichte.

Mein Fazit:
Ein traumhaftes Setting und nette Charaktere sind die Pluspunkte dieser netten Lovestory, die von mir gern eine Empfehlung bekommt.

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Veröffentlicht am 22.01.2021

Die Frau des Mafioso

In den Fesseln der Vergangenheit
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„In den Fesseln der Vergangenheit: Katie & Jayden“ ist der der Auftakt der Danger Meets Love Reihe von Sara-Maria Lukas.
Jayden ist seit Jahren hinter dem Mörder seiner gesamten Familie her, der der Sohn ...

„In den Fesseln der Vergangenheit: Katie & Jayden“ ist der der Auftakt der Danger Meets Love Reihe von Sara-Maria Lukas.
Jayden ist seit Jahren hinter dem Mörder seiner gesamten Familie her, der der Sohn eines einflussreichen Mafiapaten ist. Endlich wittert er seine Chance, ihn aus seinem Versteck zu locken, denn er hat seine vermeintliche Ex-Frau nun schon seit Monaten beobachtet und nun ist der ideale Zeitpunkt gekommen, sie zu entführen. Katie hat hart gekämpft, um ihre naiv eingegangene Ehe mit dem Mafioso zu beenden. Es hat sie viel gekostet und ausgerechnet jetzt holt sie ihre Vergangenheit erneut unbarmherzig ein.

Die Ausgangsituation klingt spannend und auch die Umsetzung im Buch hat mich überzeugt.
Katie hat einen Fehler gemacht, der nur schwer wieder zu korrigieren ist. Aber mit eiserner Disziplin und enormen Kampfgeist gelingt es ihr, ihre Unabhängigkeit wiederzuerlangen. Dieser Kampfgeist zeigt sich auch, als sie von Jayden und seinen brutalen Handlangern entführt wird. Ihr Überlebensinstinkt und ihre Erfahrungen in der Vergangenheit lassen sie weiterhin stark bleiben.
Jayden ist überrascht, denn er hat ein anderes Verhalten von einer Mafiabraut erwartet. Er variiert seine Taktiken, aber ihm kommen immer größere Zweifeln an seinem Vorhaben. Das Stockholm-Syndrom kommt wohl auf beiden Seiten zum Tragen, denn neben Abscheu fühlen beide auch eine unglaubliche gegenseitige Anziehung.
Mir gefällt vor allem die Darstellung von Katie, die im Vergleich zu Jayden hier ganz klar der stärkere Charakter ist. Ihre Emotionen wirken authentisch und nachvollziehbar und ihr Mut ist beeindruckend.
Der Schreibstil der Autorin liest sich wie immer leicht und flüssig. Die Handlung bleibt bis zum Schluss spannend, obwohl das Ende für meinen Geschmack etwas zu schnell und einfach abgehandelt wurde.

Mein Fazit:
„Danger meets Love“ kann man hier wörtlich nehmen und spannende und unterhaltsame Lesestunden sind garantiert. Von mir gibt es gern eine Empfehlung!

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Veröffentlicht am 16.01.2021

Angst vorm Leben

Auf sieben Beinen
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„Auf sieben Beinen“ ist eine mal etwas andere Lovestory von Fine Sturm.
Franzi hat eine stark ausgeprägte Angst vor Hunden, da sie vor zehn Jahren durch einen Hundebiss ihren Unterschenkel verloren hat. ...

„Auf sieben Beinen“ ist eine mal etwas andere Lovestory von Fine Sturm.
Franzi hat eine stark ausgeprägte Angst vor Hunden, da sie vor zehn Jahren durch einen Hundebiss ihren Unterschenkel verloren hat. Seitdem verkriecht sie sich am liebsten in ihrem persönlichen Schneckenhaus und versucht, ihre Behinderung so gut es geht zu verbergen. Nur ihre engste Freundin und ihre Familie wissen davon. An eine Beziehung oder die Liebe will sie überhaupt nicht denken. Als der Architekt Jan in ihr Leben stolpert, weist sie ihn zunächst vehement zurück. Aber irgendwie sind die Gefühle, die er bei ihr auslöst, auch wunderschön. Wenn da nicht sein vierbeiniger Freund wäre.

Das Buch beginnt mit einem Rückblick zu dem unglaublich traumatischen Ereignis in Franzis Leben, welches auch zehn Jahre später immer noch wie eine dunkle Wolke über ihr hängt. Durch den kurzen Überblick über ihre Vorgeschichte hat man sofort Verständnis für sie und ihr oft ruppiges und abweisenden Verhalten. Franzis Angst vor Hunden hat sich auf eine Angst ausgeweitet, dass irgendwer ihre Behinderung bemerken könnte oder sie deswegen ablehnt. Daher geht sie allen Situationen aus dem Weg und hat ein ausgeklügeltes Vermeidungsverhalten entwickelt.
Auf der einen Seite kann ich Franzis Gefühle und Ängste durchaus nachvollziehen, aber andererseits hat sie mich in einigen Situationen mit ihrer Sturheit einfach genervt. Es dauert recht lange bis ihr endlich klar wird, dass sie sich in ihren Ängsten verrannt hat und sich mit ihrer Negativität selbst im Weg steht.
Jan fand ich am Anfang nicht unbedingt sympathisch. Auch ohne Wissen über Franzis Situation waren seine Sprüche überhaupt nicht nett und sein Umgang mit ihrer Hundeangst war respektlos und ging für einen verantwortungsvollen Hundehalter gar nicht. Zum Glück wandelt er sich im Laufe der Handlung und wird wesentlich liebenswerter.
Der Schreibstil liest sich leicht und flüssig und die Autorin hat die Entwicklung der Charaktere schön und authentisch beschrieben. Mein Herz gehört Vierbeiner Hansi, dem selbst Franzi irgendwann nicht widerstehen kann.

Mein Fazit:
Das Buch erzählt eine ungewöhnliche Lovestory, die vielleicht einige Klischees und viele Dramen enthält, aber auch Überraschungen und gute Unterhaltung bietet. Von mir gibt es gern eine Leseempfehlung!

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Veröffentlicht am 12.01.2021

Es geht mystisch weiter

Burning Oceans: Im Sog der Gezeiten
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„Burning Oceans: Im Sog der Gezeiten“ ist der zweite Band der Trilogie von Linda Schirmer.
Cait musste zu Beginn des ersten Bandes aus dem pulsierenden London in die irische Einöde nach Streamstown ziehen. ...

„Burning Oceans: Im Sog der Gezeiten“ ist der zweite Band der Trilogie von Linda Schirmer.
Cait musste zu Beginn des ersten Bandes aus dem pulsierenden London in die irische Einöde nach Streamstown ziehen. Inzwischen hat sie sich damit arrangiert, was auch an dem gutaussehenden aber geheimnisvollen Blake liegen könnte. Doch Blake hat die Schule abgebrochen und scheint unauffindbar. Als Cait ihn endlich wiedertrifft, bleiben die erhofften Antworten auf ihre dringlichen Fragen weiterhin aus. Und zusätzlich gibt es erneut mysteriöse Ereignisse in der Gegend, wie Schafe, die unauffindbar verschwinden. Cait muss sich entscheiden, ob sie Abstand hält oder ob sie sich komplett auf Blake einlässt.

Mir hat der erste Band sehr gut gefallen und ich habe mich auf die Fortsetzung gefreut. Leider konnte mich diese nicht ganz so mitreißen, wie ich erhofft habe.
Das mystische Irland mit all seinen Legenden und Sagen steht wieder im Mittelpunkt der fantasievollen Geschichte. Es tauchen neue geheimnisvolle Wesen auf und auch über Blake gibt es einige interessante Enthüllungen.
Cait beginnt ihr letztes Schuljahr und arbeitet nebenbei in der Praxis ihres Vaters. Ihre Schwester ist wohlbehalten zurück und auch ihre Mutter lebt inzwischen Zuhause. Doch die Familienidylle bekommt nach und nach Risse, die im Laufe der Handlung immer deutlicher werden. Die Beziehung zu Blake, wenn man es denn so nennen möchte, ist ein ständiges Auf und Ab zwischen Liebeserklärungen und Funkstille, was mich manchmal echt genervt hat. Auch das Love-Triangle mit James wird neu belebt, wirkt aber total konstruiert und hinterlässt nur Fragezeichen.
Am unterhaltsamsten finde ich persönlich die Handlungsstränge um Cara und Andrej, die zu meinen Lieblingsfiguren im Buch gehören. Bei Caits sprunghafter und konfuser Art kam ich irgendwann nicht mehr mit. Trotzdem würde es mich interessieren, was uns im finalen Band erwartet und wie die Handlungsstränge dort aufgelöst werden. Der Cliffhanger am Ende hinterlässt noch mehr offene Fragen als der erste Teil und ich hoffe auf ein paar Antworten.

Mein Fazit:
Das mystische Irland zieht mich immer wieder in seinen Bann und mir gefällt die Grundidee des Buches sehr gut. Ich bin neugierig auf das Finale und gebe für den mittleren Band gute 4 von 5 Sternen.

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