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Veröffentlicht am 10.04.2021

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Meine Meinung

Ich muss gestehen, dass ich schon einiges über das Buch gewusst habe, bevor ich es gelesen habe. Meine Neugier auf Bidens Geschichte war sehr groß. Hoffen doch auch wir Deutschen, dass sich ...

Meine Meinung

Ich muss gestehen, dass ich schon einiges über das Buch gewusst habe, bevor ich es gelesen habe. Meine Neugier auf Bidens Geschichte war sehr groß. Hoffen doch auch wir Deutschen, dass sich die Situation auf der ganzen Welt mit Bidens Präsidentschaft zum Positiven entwickelt.


Besonders die Erzählungen über seinem Sohn Beau haben mich interessiert. Sehr emotional erzählt Biden von der Krankheit seines Sohnes. Vor Jahren verlor er seine erste Frau und Tochter bei einem Autounfall. Damals wie heute arbeitet Biden sehr viel, um seiner Trauer keinen zu großen Platz einzuräumen.

Besonders berührt hat mich der aussichtslose Kampf Beaus gegen seinen Hirntumor. Jeder, der schon einmal einen Angehörigen mit unheilbarem Krebs begleitet hat, weiß wie sehr die ganze Familie darunter leidet. Dem eigenen Kind beim Sterben zuzusehen, ist das Schlimmste das es gibt.

Wenn Joe Biden jemanden sein Beileid ausspricht, weiß er ganz genau, was in einem trauernden Menschen vorgeht. Biden kommt sehr warmherzig rüber. Ein Familienmensch durch und durch.


Die Freundschaft mit Barack Obama kommt in dieser Biografie groß zu tragen. Gegenseitiges Verständnis, Ehrlichkeit und konstruktive Kritik zueinander, ist das Geheimnis ihrer langjährigen Freundschaft.


Vizepräsident Biden hatte eine sehr schwere Zeit hinter sich. Nur dem guten Zusammenhalt in der Familie dürfte es geschuldet sein, dass Biden aus dieser Situation gestärkt herausgekommen ist.

Ich muss ehrlich gestehen, dass mich die Erzählungen über seine Familie viel mehr interessiert haben. Die Politik war mir stellenweise zu viel. Davon erfahren wir eh stets in allen Medien.


Durch @Monerls-bunte-Welt bin ich auf einen sehr gravierenden Fehler aufmerksam gemacht worden. Als er seine Enkelin Finnegan auf Auslandsreisen mitgenommen hatte, besuchten sie unter anderem auch das KZ Dachau.

„Ich wollte, dass sie begriff, dass die Menschen, die in den 1930er und 1940er Jahren hier gewohnt hatten, gewusst haben mussten, was sich in diesem Lager abspielte. Sie wohnten so nah, dass sie das verbrannte Menschenfleisch buchstäblich gerochen haben mussten. Wie konnten sie nichts gewusst haben?“ (Buch S. 104)

Jedoch gab es zu der Zeit keine Häuser in unmittelbarer Nähe. Die wurden erst viel später gebaut. Zwischen den ersten Häusern lagen große Felder.

Meine Meinung dazu: Verbranntes Menschenfleisch hätte man doch bestimmt trotzdem wahrnehmen können. Man denke nur mal darüber nach, wenn irgendwo im Sommer gegrillt wird. Der Duft von Gegrilltem ist wirklich oftmals meilenweit zu riechen. Dennoch gebe @Monerls-bunte-Welt Recht. So ein gravierender Fehler darf nicht passieren. Der Verlag sollte das wirklich ändern.


Was in Deutschland passiert ist darf nicht mehr passieren. Dennoch möchte ich nicht über die Menschen urteilen, die von den Gräueltaten wussten und sich nicht getraut haben etwas zu unternehmen. Man bedenke die Zeit und die Ängste der Menschen. Jeder hatte Angst um sein Leben. An wen hätte man sich wenden sollen? Was unternehmen wir heute, (als Einzelner) gegen Ungerechtigkeiten?

Fazit

Eine interessante Biografie, die ich gerne gelesen habe, mich aber nicht zufrieden zurück gelassen hat. Mich hat überwiegend die Familie Biden interessiert. Die Politik Bidens betreffend stellt sich mir die Frage: Was kann ich glauben? Die Zukunft wird es zeigen. Ich bewerte hier nur den Schreibstil und den gravierenden Fehler, das KZ Dachaus betreffend, da ich das Leben eines anderen Menschen nicht bewerten möchte. Was war das Versprechen Bidens an seinen verstorbenen Sohn? Sein Ding weiter zu machen. Das hat er! 3 Sterne vergebe ich gerne

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Veröffentlicht am 02.02.2021

Spannend, aber oftmals sehr verwirrend.

Zuflucht
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Zum Inhalt

Cassandra ist mit ihren 96 Jahren ein sehr eigenwilliger Charakter. Mit einem als Rollstuhl umfunktionierten Stuhl, lebt sie total zurückgezogen auf einer kleinen Insel in Ontario. Einst ...



Zum Inhalt

Cassandra ist mit ihren 96 Jahren ein sehr eigenwilliger Charakter. Mit einem als Rollstuhl umfunktionierten Stuhl, lebt sie total zurückgezogen auf einer kleinen Insel in Ontario. Einst hat es sie in die weite Welt hinausgezogen. In New York, Mexiko und Montreal hat sie als Krankenschwester Geld verdient. Ihr Sohn ist im Krieg gefallen. Da erhält sie von einer jungen Frau aus Burma Mails. Sie behauptet dass ihr verstorbener Großvater der Sohn von Cassandra ist. Sie braucht Cassandras Hilfe.




Meine Meinung

Die Vergangenheit ist ein gefährlicher Ort, den man mit Vorsicht aufsuchen sollte. Seite 72

Bei diesem Buch hatte ich wirklich Probleme, die richtigen Worte zu finden. Einerseits entspricht die Thematik absolut meinem Lesegeschmack. Anderseits konnte mich die Umsetzung nicht komplett überzeugen. Zu viele Geschehnisse wurden hier in knapp 400 Seiten gepackt. Für mich waren einige Protagonisten nicht richtig greifbar.

Mit Cassandra wurde ich nicht richtig warm. Ich fand ihren grenzenlosen Egoismus ziemlich unsympathisch. Zu ihren Schwestern hatte sie kein inniges Verhältnis. Lizzie und Belle starben in den Zwanzigern. Lily und Grace starben in den Siebzigern. Ruth, Winnie und Ida erlagen alle drei in den Achtzigern einem Schlaganfall. May verstarb Jahre später an Herzversagen. Mit ihr hatte Cassandra den meisten Kontakt. Als Nesthäkchen und Liebling ihres Vaters genoss Cassandra viele Vorzüge in der Familie. Ihre Mutter starb kurz nach der Geburt. Ihrem Vater durfte sie als Kind immer assistieren, wenn er mit Fröschen, Käfern und Insekten Experimente machte.

Zu May hatte Cassandra ein sehr zwiegespaltenes Verhältnis. May ermöglichte ihr die Ausbildung zur Krankenschwester. Das meiste Geld ging stets für die kleine Schwester drauf. Mit der Geheimniskrämerei von Cassandra kam sie nicht zurecht. Ihre Lügen waren für May leicht durchschaubar. Doch auch May hatte ihre Geheimnisse.

Nenne nie den Brunnen, aus dem du nicht trinken willst. Der Tropfen Wasser, den du ablehnst, könnte der sein, der dir das Leben rettet. Seite 156

Gut gefallen haben mir die Reisen, die Cassandra gemacht hat. Mit dem Zug reiste sie nach Mexiko. Die Landschaftsbeschreibungen haben mich sofort an Frida Kahlo erinnert. Tatsächlich führt ihr beruflicher Weg sie zu der wunderbaren Frida. Auch in New York kreuzen sich ihre Wege. Das hat mir alles sehr gut gefallen. Dennoch waren mir die Übergänge in der Erzählung zu sprunghaft. Erst bei Frida, im nächsten Moment schon wieder bei ihrer Schwester May. Solche Sprünge ziehen sich in einem sehr raschen Tempo durch die ganze Geschichte.

In der Gegenwart muss die 23 jährige Nang Aung Myaing um das Vertrauen der alten Dame kämpfen. Etwas besser lernt man die junge Asiatin erst am Ende kennen. Überwiegend schwelgt die 96 jährige in Erinnerungen, an denen sie den Leser teilnehmen lässt. Mir hat die Atmosphäre in Cassandras Steinhaus sehr gut gefallen. Ich konnte mir sehr gut vorstellen, dass dies ein Ort zum Entschleunigen wäre.

Fazit

Der Schreibstil liest sich wie Butter. Trotz meiner Kritikpunkte hatte ich das Buch schnell durchgelesen. War stets neugierig was als Nächstes kommt. Die ledige Mutter Cassandra ist eine sehr ehrgeizige Frau, die leidenschaftlich gerne fotografiert. Sie geht ihren Weg ohne Wenn und aber. Es gibt viele Zitate, die mir sehr gut gefallen haben. Daher kann ich für die Geschichte gute 3 Sterne vergeben. Ich mag einzelne in sich abgeschlossene Romane. Hier wäre eindeutig eine Dilogie angebracht gewesen. Ich hätte gerne alle Protagonisten besser kennengelernt. Alleine die Landschaftsbeschreibungen und der wunderbare Schreibstil sind es wert, das Buch zu lesen. Die Geschichte hält noch einige Überraschungen bereit. Und die in einem flotten Tempo! Das Ende? Ganz ehrlich, ich konnte die Handlungsweise von Cassandra nicht nachvollziehen.

Danke Merilyn Simonds

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Veröffentlicht am 16.12.2020

Und am Ende kam das wahre Wunder …

Ein Weihnachtsmann fürs Leben
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Meine Meinung



Die kleine Luisa belauscht ein Telefonat zwischen ihrer Mutter und Oma. Luisa hört heraus, dass die Mama schon gerne eine Schulter zum Anlehnen hätte. Also muss ein Mann her, denkt Luisa. ...

Meine Meinung



Die kleine Luisa belauscht ein Telefonat zwischen ihrer Mutter und Oma. Luisa hört heraus, dass die Mama schon gerne eine Schulter zum Anlehnen hätte. Also muss ein Mann her, denkt Luisa. Aber nicht irgendeiner. Ein Prinz sollte es schon sein. Klug, reich und wunderschön. Der hat in der kleinen Wohnung auch noch Platz. So entschließt sich Luisa, einen Prinzen im Kaufhaus „Wunder“ zu kaufen. Dort arbeitet ihrer Mutter in der unteren Etage als Fotografin. Alle Mitarbeiter kennen die kleine Luisa. Mit ihrem Wunsch der Mama einen Prinzen zu kaufen, rührt sie an den den Herzen der Wunder-Angestellten. Aber, was ist wenn die Mama schon einen Prinzen hat? Was ist, wenn Luisa diesen Mann nicht akzeptiert, weil er kein Prinz ist? Ob ihr der Besitzer des Kaufhauses Wunder hilft? Auf dem Foto lächelt er, der Herr Wunder.

Wie habe ich mich auf diese Weihnachtsgeschichte gefreut. Der Klappentext und das Cover haben mir richtig Lust auf dieses Büchlein gemacht. Die ersten Kapitel habe ich auch wirklich gerne gelesen. Ab einem bestimmten Punkt fand ich jedoch die Suche nach dem Prinzen übertrieben. Nach gefühlten 50 mal >>Ich will einen Prinzen für meine Mama<< wurde es mir aber zu viel. Vor allem spielt sich die Geschichte ausschließlich im Kaufhaus Wunder ab. So begleitet man als Leser Luisa in die verschiedenen Abteilungen. Der böse Geschäftsführer darf sie nicht zu lange am gleichen Ort sehen. Na und der Kaufhausdetektiv Daniel passt immer auf, dass sie schön brav von einer Abteilung zur anderen wandert. Stets sucht sie dabei nach einem Prinzen für ihre Mutter. Kann es sein, dass Daniel ein Auge auf ihre Mutter hat? Das darf nicht sein. Er ist ja keine Prinz. Luisa will einen Prinzen für ihre Mama.

Für mich ist die Geschichte zu konstruiert. Hier wollte die Autorin um jeden Preis ein kleines Mädchen putzig darstellen. Stellenweise ist ihr das auch gelungen. Viele Aktionen waren jedoch für mich nicht nachvollziehbar. Denkt eine 5jährige wirklich so?


Luisa war der Ansicht, dass Haare viel über einen Menschen aussagten. Seite 188


Kinder sind sehr clever. Bestimmt gibt es Kinder, die mit 5 Jahren schon solche Gedankengänge haben. Aber, geht ein so gescheites Kind wirklich los, um der Mama einen Prinzen zu kaufen? Sie weiß ja auch, wer die Geschenke wirklich kauft. Fast alles in der Geschichte war vorhersehbar. Die Zufälle am Ende nahmen überhand. Es war mir zu kitschig.

Fazit

Der Schreibstil liest sich wie Butter. Die Idee ist genial. Leider konnte mich die Umsetzung absolut nicht überzeugen. Es gibt bestimmt kleine Mädchen, die Prinzen lieben und für die Mama auch einen haben wollen. In dieser Geschichte fand ich es jedoch übertrieben.

Danke Angela Ochel

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Veröffentlicht am 18.08.2020

Hat meinen Geschmack leider nicht getroffen.

Jedes Mal, wenn wir uns in der Eisdiele treffen, explodiert dein verdammtes Gesicht
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Meine Meinung


Hat meinen Geschmack leider nicht getroffen.

Diese Kurzgeschichte ist wahrlich irr und verstörend. Mit Ethan und Spiderweb bekommt man eine Geschichte serviert, die man entweder liebt ...

Meine Meinung


Hat meinen Geschmack leider nicht getroffen.

Diese Kurzgeschichte ist wahrlich irr und verstörend. Mit Ethan und Spiderweb bekommt man eine Geschichte serviert, die man entweder liebt oder nicht. Zweiteres trifft für mich zu. Da hat jedoch der Autor nichts falsch gemacht. Er hat lediglich meinen Geschmack nicht ganz getroffen. Zu Anfang fand ich die Geschichte noch ganz süß. Aber dann kam eine Brutalität zum Einsatz, die bei mir ein übles Gefühl im Magen hinterlassen hat. Unappetitliche Szenen haben noch eins daraufgesetzt. Das Ende fand ich irr ohne Grenzen. Ich denke mal, das ist Sinn und Zweck dieses Büchleins.

Fazit

Diese Story vom Festa Verlag erfüllt alle Anforderungen, die Liebhaber dieses Genres erwarten. Mir haben Klappentext und Cover gut gefallen. Daher habe ich mich mal auf dieses Genre eingelassen. Der Schreibstil ist flüssig und so habe ich diese Kurzgeschichte binnen einer Stunde durchgelesen. Für mich ein Versuch, den ich nicht durchgehend schlecht fand. Eins hat der Autor geschafft: Mein nächsten Besuch in der Eisdiele werde ich mit anderen Augen betrachten.

Danke Carlton Mellick III

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Veröffentlicht am 28.07.2020

Der Absturz eines Mathematik Genies.

Die Erfindung der Null
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Meine Meinung

Der Absturz eines Mathematik Genies.

Dieses Buch zu besprechen fällt mir sehr schwer. Die Idee ist genial. Der Schreibstil schlägt dem Einheitsbrei ein Schnippchen. Was ich jedoch noch ...

Meine Meinung

Der Absturz eines Mathematik Genies.

Dieses Buch zu besprechen fällt mir sehr schwer. Die Idee ist genial. Der Schreibstil schlägt dem Einheitsbrei ein Schnippchen. Was ich jedoch noch nie in einem Buch erlebt habe , dass mir kein einziger Protagonist sympathisch war. Die Atmosphäre in der Geschichte empfand ich kalt.

Martin Gödeler ist der Hauptprotagonist in diesem Roman. Aus seiner Sicht erleben wir das Geschehen. Der Doktor der Mathematik liebt Zahlen. Berechnet gerne das gesamte Leben. Gibt Nachhilfeunterricht. Zwei Jungen und ein Mädchen unterrichtet er. Sie scheinen von Zahlen ebenso begeistert wie er. Als Martin an einer Grippe erkrankt, kümmern sich die Drei um ihn. Sehen wie verwahrlost der Doktor lebt. Die Wohnung total verdreckt. Müll ohne Ende. Das Bett in dem er liegt eine wahre Keimschleuder. Die drei Nachhilfeschüler sind auf einmal wie umgewandelt. Zeigen sich von einer äußerst brutalen Seite. Ziemlich unappetitliche Szenen spielen sich ab.

Die unbekannte Susanne Melforsch erscheint einmal im Unterricht. Sie scheint von da an Martin zu verfolgen. Oder er sie? Diese Frau kommt sehr unscheinbar rüber.

Martin Gödeler wird an dem Mord an Susanne Melforsch verdächtigt. Sie war seine Urlaubsbegleitung, in Frankreich. Der Staatsanwalt kann ihm nichts nachweisen. Er wird aus der Untersuchungshaft entlassen. Verschwindet spurlos. Überlässt dem jungen Staatsanwalt seine Geschichte.

Seelische Abgründe offenbaren sich dem Leser. Seien es die drei Nachhilfeschüler, die mysteriöse Susanne oder das Mathematik Genie Gödeler. Der heruntergekommene Gödeler wäscht sich nicht und lebt in einer verwahrlosten Wohnung. Seine Lebensgeschichte ist spannend, aber komplett emotionslos. Erotische Szenen haben mich kalt lassen. Ebenso das Drama um seine Ehe. Noch nicht mal die Tatsache, dass er das Leben seiner Tochter nicht mehr miterlebt, konnte mich berühren. Ich hatte stets das Gefühl, das ist vom Autor so gewollt. Das Ganze passiert jedoch in einer Sprache, die ich so noch nicht gelesen habe. Das hat mir gefallen. Gödeles Vorliebe für griechische Mythologie kommt groß zu tragen. Bei Martin war ich mir nie sicher, ob er zu wahren Gefühlen fähig ist. Zahlen! Ja, die kann er lieben. Da bin ich mir absolut sicher. Beim Tanz kann man ihn auch etwas menschlicher erleben. Sein Handlungen konnte ich nicht nachvollziehen. Die Beziehungen zu Frauen waren für mich ungreifbar.



Ich empfinde die Nähe nicht nur als angenehm, sondern als entspannend. Keine Nervosität. Die Wärme des menschlichen Körpers. (Martin Gödeler)



Das klingt für mich wie die Berechnung der Null. Null Emotionen folgen diesem Zitat. Ich habe mehrmals überlegt, ob Frauen überhaupt einen Wert für ihn haben. Ob sie nur dazu dienen seine Bedürfnisse zu decken, oder ob er in ihnen Menschen aus Fleisch und Blut sieht, die auch eigene Bedürfnisse haben.



Die nummerologische Null ist der Kreis, das Rad des Lebens. Bestehend aus den vier Speichen des Seins: Wissen – Wollen – Wagen – Schweigen. (Martin Gödeler)



Das Ende hat das Rad dieser Geschichte für mich dann komplett umgedreht. Auf dieses Finale war ich nicht gefasst.

Fazit

Wenn mich diese Geschichte auch nicht richtig mitnehmen konnte, so möchte ich doch den den einzigartigen Schreibstil erwähnen. Etwas mehr Emotionen und Zugang zu den Protagonisten hätten diesem Roman gut getan. Mir blieben alle fremd. Die Frage ob er Susanne Melforsch umgebracht hat, wird erst ziemlich am Ende beantwortet. Das Finale hat mich fasziniert. Darauf wäre ich im Leben nicht gekommen. Ich vergebe knappe 3 Sterne.

Danke Michael Wildenhain

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