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marpije

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2017

Familiengeheimnisse

Die verbotene Zeit
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London 1975 - Carla nach einem schweren Autounfall und längeren zeit im Krankenhaus hat Teil von ihrer Erinnerungen verloren, sie erinnert sich nicht am zeit vor ihren Unfall. Sie probiert die vergessene ...


London 1975 - Carla nach einem schweren Autounfall und längeren zeit im Krankenhaus hat Teil von ihrer Erinnerungen verloren, sie erinnert sich nicht am zeit vor ihren Unfall. Sie probiert die vergessene Zeit rekonstruieren , durch ein Notiz in ihren alten Kalender sie findet ein Telefonnummer von Journalist David Grant, er erzählt Carla dass sie vor  den Unfall mit ihre spurlos verschwundene Schwester, Anastasia, beschäftig war und mit Aufklärung wer Edith von Stettenheim war und welche Rolle sie hat in Leben von ihren Eltern gespielt. Carla will der Spur verfolgen und reist zu ihren Vater nach Cornwall , doch hier trifft sie auf dicke Mauer von Familiengeheimnissen  und Schweigen. Sie ist entschlossen die Vergangenheit aufzuklären und ihre Erinnerungen wieder haben...


Das Buch ist geschrieben aus mehreren Erzählperspektiven und auf verschiedenen Zeitebenem , ich begleite Carla im London 1975 aber auch Edith und Dora , die beste Freundinnen in Berlin 1922. Dora, die Mutter von Carla ist eine Tochter von Küchenhilfe , Edith ist von die "obere Klasse " , trotz die sehr unterschiedlichen Herkunft die zwei verbindet eine besondere Freundschaft , Freundschaft auf Leben und Tod....


Claire Winter hat schönes Buch geschrieben über Liebe, Leidenschaft und Freundschaft in sehr gefährlichen Zeiten, während die zweite Weltkrieg tobt . Die Autorin ist gut gelungen die historische Kulisse mit die Geschichte verbinden , ich als Leser bekomme  hier viel  Fakten aus diesen gnadenlosen Zeit.


Die Stimmung ist eher bedrückend , durch die Familiengeheimnisse, Schweigen und die Eheprobleme verdunkelt sich die Atmosphäre immer mehr, aber der Spannung steigt von erste Seite und ist gut erhalten.


Lesenswerte Lektüre !!!

Veröffentlicht am 07.03.2017

Neue Anfang

Ein geschenkter Anfang
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Lou und Jo - große Liebe auf der kleiner bretonischer Insel , Liebe welche selbst nach den Tod ist nicht zum aufhalten , weil Lou gestorben ist.  Jo trauert  und in den Trauer er liebt sie weiter genauso ...


Lou und Jo - große Liebe auf der kleiner bretonischer Insel , Liebe welche selbst nach den Tod ist nicht zum aufhalten , weil Lou gestorben ist.  Jo trauert  und in den Trauer er liebt sie weiter genauso stark und grenzenlos wie vorher und er wird alles machen um ihre Auftrag  zu erfüllen....
Lou war ein Mörtel in die Familie , sie hat die alle Mitglieder zusammen gehalten , jetzt wenn sie tot ist , droht die Fassade zum zerfallen . Jo war immer auf die Liebe zum Lou  und auf die Arbeit konzentriert, die Familienleben hat ihn weniger interessiert, mit die Kindern hat er kein gutes Verhältnis - sein Sohn Cyrian verabscheut ihn und die Tochter Sarah ist ihm fast fremd, die beide sind nicht glücklich und laut Lou, Jo kann für die beide das Glück erschaffen. Jo zweifelt aber die Liebe zum seine Frau siegt und er kämpft für die neue Anfang für alle....


Lorraine Fouchet hat wunderschönes Buch geschrieben über Liebe und ihre Macht, eine Liebe welche heilt und zeigt der neue Weg, ihre Protagonisten sind aus Fleisch und Blut, sie lächeln, sie weinen, sie lieben, sie hassen, sie machen ständig Fehler, sie sind unzufrieden mit eigenem Leben , aber das alles macht die Personen sehr realistisch, lebendig und sympathisch. Alle Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet mit vielen tiefen Blicken in das innere Welt und die Gefühle , jeder Person hat eigene Persönlichkeit welche hier gut zum Vorschein kommt.


Die Stimmung ist traurig, aber nicht drückend , die Autorin schreibt über die tragischen Ereignissen unglaublich leise und ruhig, die poetische Nostalgie berührt und drückt die Tränen in die Augen.
Die Geschichte ist geschrieben aus mehreren Erzählperspektiven  , alle Familienmitglieder haben hier "ihre Stimmen" bekommen, dass tut sehr gut, ich als Leser , kann die Situationen aus verschiedenen Winkeln beobachten und besser die Betroffene verstehen. Besonders gut hat mir gefallen  dass Lou hat mich bei lesen  die ganze zeit begleitet.


Große Leseempfehlung !!!

Veröffentlicht am 28.02.2017

Eine Katze muss ein Kumpel haben

Tiffany
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Julietta hat gerade ein Mann kennengelernt, Leander, die beide haben sie in sich verliebt und verbringen immer mehr Zeit zusammen, das passt überhaupt nicht die Katze von Juliette, Tiffany, sie ist eifersüchtig ...

Julietta hat gerade ein Mann kennengelernt, Leander, die beide haben sie in sich verliebt und verbringen immer mehr Zeit zusammen, das passt überhaupt nicht die Katze von Juliette, Tiffany, sie ist eifersüchtig . Tiffany ist eine ganz besondere Katze, sie kann nicht nur miauen sondern auch sprechen, sie unterhielt sich mit Julietta ständig und in diesen Gesprächen Tiffany hat der Oberhand, alles was sie will ,sie bekommt, ihre Ton ist schnippisch und ironisch, aber sie liebt ihre Frauchen grenzenlos. Tiffany , wenn Leander das Juliettas Herz erobert hat , hat große Angst bekommen, ihre Frauchen auf der eleganter , charmanter Mann verlieren, sie benimmt sich wie eine kleine Zicke und an einem Tag sie überschritt die Grenze ... Julietta ist traurig und Tiffany will ihr helfen....


Die Geschichte ist wundervoll geschrieben, leicht, flüssig und mit viel Humor, die Dialogen zwischen Katze und Mensch sind besser als ein Kabarett und ich bin sicher dass jeder welche das Buch liest eigene Bauchmuskeln trainiert wird :)


Tiffany ist eine Katze mit menschlichen Charakter und Gefühlen, sie liebt Julietta , sie ist sehr eifersüchtig und zickig ohne Grenze , sie benimmt sich wie kleines, schlecht erzogenes Kind , aber unter die dicken Fell versteckt sich gutes, kleines, ein bisschen einsames Herzlein , welche für die Frauchen nur das beste will.


Das ganze ist sehr angenehm zu lesen, locker und witzig mit heiteren Stimmung und herrlichen Ende.


Das Buch sollen ALLE lesen, es wärmt und hebt die Stimmung , die Katzenliebhaber werden große Freude hier haben und auf eigene Samtpfoten anders schauen und die noch nicht Katzenliebhaber überzeugen sich selbst dass Katzen besondere Wesen sind :)

Veröffentlicht am 25.02.2017

Große Leiden

Der grüne Palast
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Wien 1816, Erzherzogin Leopoldine muss nach Brasilien reisen und dort heiraten den portugiesischen Thronfolger Pedro. Um die Reise ihr ein bisschen leichter zu machen und vor den Heimweh schonen nach ...


Wien 1816, Erzherzogin Leopoldine muss nach Brasilien reisen und dort heiraten den portugiesischen Thronfolger Pedro. Um die Reise ihr ein bisschen leichter zu machen und vor den Heimweh schonen nach Brasilien begleitet Leopoldine Gräfin Lazansky , eine junge Witwe mit sehr charmanten aber auch klugen Charakter. Die Gräfin ist empört, weil auf die Reise bis zum Hafen in Livorno begeht sich auch Fürst Metternich, der ist nicht besonders beliebt und die Gräfin hasst seine politische Intrigen. Leopoldine lernt portugiesisch und saugt alle Informationen über das fremde Land von Marquis de Marialva , der erzählt über Brasilien und über die königliche Familie dort, leider seine Informationen sind nicht aus der erste Hand, er war selber noch nie im diesen Land , darum die Enttäuschung von die zwei Frauen ist sehr groß - Marquis de Marialva hat die Brasilien als Paradies bezeichnet , aber er hat vergessen dazu sagen dass in diesen Paradies große Armut , Kinderhandel und Sklaverei herrscht , dass dort keine Krankenhäuser  und Schulen gibt , dass das Volk nicht lesen und schreiben kann und dass der Thronfolger ein skrupelloses, egoistisches Mann ist . Leopoldine zu erst liebt sein Mann, aber nach mehreren Demütigungen sie empfindet für ihn Hass und hat Angst von ihm . Sie findet Trost beim Doktor Alexander Frieberg und auch ihre Arbeit für Volk - sie baut Schulen und Krankenhäuser spendet ihr glückliche Stunden- der Volk liebt sie und Pedro ist gehasst....


Das Buch hat eine ungewöhnliche Form, es besteht nur aus Briefen, in größter Teil schreibt Leopoldine ihre Schwester Marie-Louise und Gräfin Lazansky schreibt ihre Schwester Caroline - die Briefe haben sehr vertraute Form, die erzählen alles über alltäglichen Sachen , aber auch das ganze Gefühlswelt kommt hier zum Vorschein- Liebe, Einsamkeit, Zweifeln, Verlust, Hass, Angst, Zuneigung und Freude, nichts ist geschwiegen ob das Liebesaffäre oder politische Bewegung ist . Aus den Briefen , ich als Leser , kann genaues Bild von die Personen und die Situationen entnehmen , die sind sehr persönlich aber auch mit sehr viel politischen Details, Hof Intrigen und Informationen aus Mode , die bieten mir sehr große Panorama aus damaligen Zeit , wo die Ehe nur aus politischen Gründen geschlossen war und die Liebe hat ganz andere Bedeutung.


Der Schreibstil ist sehr flüssig und überhaupt nicht trocken , die Stimmung leider verdunkelt sich immer mehr, von die hellen , glücklichen Kindheit ich vertiefe mich zusammen mit Leopoldine immer mehr in die dunkle, herzlose erwachsenen Welt . Die Autorin ist gelungen sehr lebhafte Personen darzustellen in sehr bildhafter Szenerie und Schritt um Schritt die geistliche Veränderung von diesen mir schildern, das ganze ist sehr berührend!!!!!!


Große Leseempfehlung !!!!

Veröffentlicht am 16.02.2017

Bewegend und Emotional !!

Der Rest der Zeit
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Die Ärztin Tünde plötzlich wird sie selbst Patientin, ihre Geschwister , Adam und Melinda , eilen ihr beizustehen und erzählen eigenen Lebensgeschichten - über falschen Entscheidungen und unerfüllten Leben. ...

Die Ärztin Tünde plötzlich wird sie selbst Patientin, ihre Geschwister , Adam und Melinda , eilen ihr beizustehen und erzählen eigenen Lebensgeschichten - über falschen Entscheidungen und unerfüllten Leben. Tünde arbeite als Ärztin aber eigentlich wollte sie eine Schriftstellerin werden, Adam hat eine Frau geheiratet ohne Liebe nur um sich selber stärken, Melinda ist mit einem Mann und träumt über die anderen....


Die Personen aus diesen Buch sind sehr gut ausgearbeitet, ich bekomme beim lesen tiefe Blicke in die Gedanken und auch die Gefühlswelt von die drei Geschwister ist mir nicht fremd , das sorgt für die große Nähe welche habe ich zu den drei empfunden und trotz die vielen Kanten, Schwächen , Zweifeln und nicht immer für mich verständnisvollen Handeln sind mir alle drei sympathisch .


Der Schreibstil ist sehr ruhig, obwohl das ganze ist mit  sehr viel Emotionen beladen hier "schreit" nichts, die Dramaturgie ist von eine, feine Nebel aus Melancholie und Nostalgie eigehüllt und die reich inhaltlich Sätze haben beruhigendes Wirkung..


Die Geschichte ist in drei  Erzählperspektiven geschrieben - Tünde, Melinda und Adam , die Abwechslung finde ich als sehr gelungen, dadurch kann ich die Familie aus drei Perspektiven erleben  und die verschiedene Meinungen hören.


Bernadette Nemeth schreibt ehrlich und schonungslos , sie zögert nicht über die menschlichen Fehlern schreiben - die  kleinen ,die großen und die zerstörenden , über die bitteren Lügen und unerfüllten Träumen.


Sehr lesenswert !!!