Profilbild von Kristja

Kristja

Lesejury Star
offline

Kristja ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Kristja über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.06.2021

Sehr langatmig

Princess of Night and Shadows. Götterglut
0

Ein Fantasyroman mit Halbgöttern, die über die Elemente herrschen? Her damit. Doch ich muss sagen, ich bin enttäuscht. Sayehs Mutter hat viele schlimme Dinge getan. Und da Sayeh die gleichen Fähigkeiten ...

Ein Fantasyroman mit Halbgöttern, die über die Elemente herrschen? Her damit. Doch ich muss sagen, ich bin enttäuscht. Sayehs Mutter hat viele schlimme Dinge getan. Und da Sayeh die gleichen Fähigkeiten besitzt, nämlich das Kontrollieren der Schatten haben die anderen momentan herrschenden Halbgötter Angst vor ihr. Nun soll sie innerhalb von sechzig Tagen lernen den Schatten herbeizurufen, um sich dann zu opfern. Dafür wird sie in den verschiedenen Reichen verweilen und lernen. Klingt spannend? Ist es leider nicht. Sayeh als Charakter ist, durch ihre Vergangenheit, wo sie fünf Jahre in einem Felsen eingesperrt war, ziemlich unbeholfen. Dabei helfen ihr die anderen Halbgötter, was übrigens die Kinder der momentan herrschenden sind und damit in ihrem Alter, wo sie können. Trotzdem hat Sayeh überhaupt keinen Lebenswillen oder versucht Pläne zu schmieden, um sich nicht opfern zu müssen. Egal, was die herrschenden Halbgötter ihr sagen, sie nimmt es so hin. Das war echt zum Haare raufen. Wie kann jemand so wenig Lebenswillen besitzen und absolut nichts hinterfragen?! Ich kann verstehen, dass sie etwas unbeholfen ist. Aber dennoch.. die einen sagen, sie ist böse, die anderen nicht. Wieso glaubt sie ausgerechnet denen, die sie opfern wollen?! Weiter lernen wir die ganzen Reiche der Elemente zwar kennen, aber Sayehs Lehrweg geht dabei richtig unter. Diese sechzig Tage haben sich überhaupt nicht wie ein Countdown angefühlt. Es war einfach nur zäh und konnte mich kaum fesseln. Erst ab der Mitte wurde es etwas spannender, als Sayeh endlich angefangen hat, nachzudenken und zu hinterfragen.

Plötzlich stand die Vereidigung der Halbgötter an, in denen diese die Macht erhalten. Es geschah wahnsinnig viel auf einmal. Meiner Meinung sogar ein bisschen zu viel. Aber immerhin war es endlich mal spannend. Und so konnte mich das noch richtig fesseln. Doch leider war diese Szene dann auch relativ schnell wieder vorbei und es geht um die Zeit nach der Vereidigung. Klar, es ist schon interessant zu sehen, wie sich nun alles entwickelt. Aber es hat was gefehlt. Es ging die ganze Zeit so schleppend voran, dann kam kurz die Action und schon war es wieder vorbei. Es ist schade.

Fazit:

Die Charaktere waren individuell. Aber konnten mich nicht richtig überzeugen. Dafür war das Buch mir zu zäh. Insbesondere Sayeh fand ich anstrengend, da sie überhaupt keinen Lebenswillen besitzt. Wobei.. am Ende hat Azar mich mehr als überzeugt. Der hätte ruhig schon eher im Buch auftreten können. Hätte dem Buch sicher gut getan. Die Story an sich ist bis über die Mitte sehr zäh, dann sprunghaftig sehr spannend und actiongeladen, um dann sehr schnell wieder abzuklingen.

2.5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.02.2021

Spannende Ideen, aber Umsetzung hätte besser sein können

Hush (Band 1) - Verbotene Worte
0

Zunächst einmal finde ich die Idee des Buches wirklich genial. Genau deswegen habe ich zu dem Buch gegriffen. Verbotene Worte und eine Protagonistin, die Antworten sucht, scheinen ein Abenteuer zu versprechen. ...

Zunächst einmal finde ich die Idee des Buches wirklich genial. Genau deswegen habe ich zu dem Buch gegriffen. Verbotene Worte und eine Protagonistin, die Antworten sucht, scheinen ein Abenteuer zu versprechen. Das Abenteuer lässt aber meiner Meinung nach zu wünschen übrig. Ich habe so viel mehr erwartet.
Schon der Einstieg in das Buch fiel mir etwas schwer. Ich konnte die Charaktere nicht greifen und generell war ich etwas mit Informationen überflutet. Die Welt klang sehr interessant und ich habe die Beschreibungen gern gelesen, auch Shaes Begabung fand ich spannend. Doch gefühlt ist die immer weiter in den Hintergrund gerückt. Shae, die Protagonistin, wirkte unnahbar für mich. Durch manche Gedanken von ihr hatte ich sie sogar als eine eher kaltherzige Person wahrgenommen. Da fehlten einfach die Emotionen bzw. wurden sie nur so kurz beschrieben, dass es gleichgültig wirkte. Zum Glück war die kaltherzige Wahrnehmung nur von kurzer Dauer. Jedoch wurde die Kaltherzigkeit durch Naivität und Impulsivität ausgetauscht. Was jetzt besser ist? Keine Ahnung. Aber Shae war mir viel zu naiv, da sie ihren Verdacht, der ja theoretisch schon ziemlich gefährlich ist und der sie auch in Gefahr bringen könnte, gefühlt jedem sofort erzählt hat. Sie vertraut einfach viel zu schnell und ist überhaupt nicht misstrauisch, wenn ein gewisser Jemand von hohem Stand ihr plötzlich als Einziger helfen will. Ich meine, es liegt doch auf der Hand, was der Sinn und Zweck dahinter ist. Aber Shae ist viel zu blind, um das zu bemerken. Selbst Hinweise und Lügen, die sie selbst bemerkt, lassen sie nicht wirklich zweifeln. Das war einfach nur anstrengend zu lesen.
Das Abenteuer, das ich erwartet habe, blieb eher aus. Ihr Weg, um Antworten zu finden, lief ständig zu gut. Aus jeder Situation kam sie praktisch sofort wieder heraus. Auch die eingebauten Zwischenszenen, die Spannung aufbauen sollten, waren so schnell abgehandelt, dass manche dieser Szenen deplatziert wirkten. Viele Szenen, wirklich viele, hatten Potential um Spannung aufzubauen. Aber es ging einfach zu schnell. Ich habe kaum realisiert, dass jetzt etwas Schreckliches passieren könnte, da war es auch schon wieder vorbei. Die Szenen hätten näher ausgeführt werden sollen. Einfach ein bisschen Zeit lassen. So wirkte es als würden wir durch die Geschichte rasen. Und so ging es das ganze Buch über. Die Autorin hat sich keine Zeit mit den einzelnen Szenen genommen, sondern alle gefühlt nur angeschnitten und sie schon wieder abgeschlossen. So gab es keine richtige Spannung und so richtig konnte ich dann auch nicht in die Handlung eintauchen.
Weiterhin finde ich es schade, dass es keinen richtigen Plottwist gab. Es war mir von Anfang an klar, wer die „Guten“ und wer die „Bösen“ sind. Und genau so ist es auch gekommen. Es war viel zu offensichtlich. Nur nicht für Shae. Habe da am Ende was ganz anderes erwartet. Charaktere, die ein falsches Spiel spielen oder so. Aber nein.
Das Ende hat dann quasi alle Fragen ziemlich schnell und unspektakulär aufgelöst. Auch da habe ich auf noch etwas Besonderes gehofft. Oder noch eine Falle. Aber auch hier ist es ziemlich glimpflich fast schon wieder zu gut ausgegangen.
Fazit:
Die Autorin hat viele spannende Ideen für ein gutes Buch. Jedoch sind diese Ideen nur teilweise oder eben nicht ausreichend genug umgesetzt worden. Das Buch hätte ruhig noch mehr Seiten vertragen können, damit diese Ideen Platz hätten. Aber so hat mir einfach was gefehlt. Auch die Protagonistin fand ich durch ihre Art sehr anstrengend und hat mir etwas Spaß beim Lesen genommen.

2.5/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.02.2021

Träge mit wenig Handlung

House of Scarlett
0

Während ich bei Band 1 von Legend und Scarlett hin und weg war, war es in diesem Band ganz anders. Der Anfang hat mir noch ganz gut gefallen mit den Rückblenden. Das Drama, wodurch die beiden allerdings ...

Während ich bei Band 1 von Legend und Scarlett hin und weg war, war es in diesem Band ganz anders. Der Anfang hat mir noch ganz gut gefallen mit den Rückblenden. Das Drama, wodurch die beiden allerdings wieder zusammenfanden, fand ich allerdings drüber. Auch diese ganze Aktion danach war mir zu kitschig. Scarlett geht es nach der Not-OP nicht gut. Und da habe ich schon erwartet, dass die Erholungsphase nun etwas dauert. Was auch der Fall war. Im Großteil des Buches ging es darum, wie sich Legend um Scarlett kümmert und wie toll sie sich gegenseitig finden. Ich meine, ich fand es schön, dass es dort nicht nur um das Köprerliche ging und sie sich auch so näher gekommen sind, aber das hätte man auch anders lösen können. Legend wurde als der perfekte Freund dargestellt, der Scarlett wortwörtlich auf Händen trägt. Außerdem haben die zwei sich wirklich permanent angehimmelt. Das war auch etwas sehr viel. Für mich zu kitschig und auch etwas lang gezogen. Denn es ist nicht wirklich viel passiert in der Zeit. Natürlich gibt es noch Scarletts Ex, Legends Gegner Bodhi und seinen Club, der den Bach runter geht, aber das wurde alles gefühlt immer nur in Nebensätzen abgehandelt, was ich wirklich schade fand. Denn tatsächlich sind diese Handlungen zwar etwas weiter gelaufen, aber wurden nicht abgeschlossen.
Schön fand ich aber die Aussprache zwischen Scarlett und Meryl. Wobei ich schon geahnt habe, dass ihre Begleitung da komisch angesehen wird. Aber dass die eine sich so an den ran geschmissen hat.. Oh man, das wird im dritten Band sicher noch zu Konflikten führen.
Zum Ende hin wurde das Buch wieder spannender und ich habe wirklich noch Großes erwartet. Aber leider wird das scheinbar erst im dritten Band thematisiert. Trotzdem hat es mich nochmal sehr neugierig gemacht und fesseln können.


Fazit:

Für mich fehlt in diesem Band, dass die Handlung richtig voran gebracht wird. Es war an sich ein schöner 2. Band, den ich auch gerne gelesen habe. Auch die Charaktere mochte ich weiterhin trotz des in den Himmel lobens des anderen. Besonders Bump habe ich in's Herz geschlossen. Ich hätte es schöner gefunden, wenn wenigstens der Kampf noch Thema wäre, aber so war es für mich ein eher träger 2. Band, der für das große Finale vorbereitet.


2.5/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 07.04.2026

Zäh

When Shadows Darken the Sun
0

Die Tag-und-Nacht-Spiele stehen wieder an, bei dem der Schattenhof gegen den Lichthof antritt und darum kämpft für dreißig Jahre über den dritten Hof zu herrschen. Cass erscheint dort als Zofe ihrer Licht-Primarin ...

Die Tag-und-Nacht-Spiele stehen wieder an, bei dem der Schattenhof gegen den Lichthof antritt und darum kämpft für dreißig Jahre über den dritten Hof zu herrschen. Cass erscheint dort als Zofe ihrer Licht-Primarin und gemeinsam mit einem kleinen Team reisen sie mit ihren Lichtwölfen an den Schattenhof, wo sie relativ schnell auf Nox, dem Primar des Schattenhofes, und sein Gefolge treffen. Schon das erste Aufeinandertreffen zeigt, wie es auch weiterlaufen wird. Nox wirkt etwas überheblich, aber Cass stellt sich ihm relativ schnell entgegen. Schon da fand ich sie ziemlich frech und etwas zu forsch. Doch bei der Begegnung geschieht noch etwas Unerwartetes. Denn ein Lichtkrieger wird aus dem Nebel angegriffen und mitgenommen. Cass eilt direkt hinterher, der Rest nicht. Auch hier wieder, was ist mit den anderen Kämpfern des Lichthofes. Dass die Schattenkrieger nicht loslaufen, ist klar.

Bevor die eigentlichen Spiele beginnen, gibt es ziemlich viel Vorgeplänkel. Tatsächlich sind die Spiele leider ziemlich schnell am Ende abgehandelt. Viel eher geht es um die Zeit vor den Spielen und die ganzen Machtkämpfe. Denn natürlich will der Schattenhof die Primarin vorführen und verunsichern. Ständig geht Cass dazwischen, was ich einfach zu viel fand. Als Zofe ist sie denkbar ungeeignet. Ich fand aber eben auch dieses Machtgehabe ziemlich drüber und eher langweilig. Es hat sich extrem gezogen. Ich wurde von dem Buch nicht gefesselt. Dazu wurden ziemlich viele Nebenaspekte beschrieben, die die Story einfach nicht weitergebracht haben. Lieber hätte ich mehr über die Kräfte selbst erfahren, denn das war bis zum Ende für mich ein großes Fragezeichen. Und dann ging es auch noch für Cass und Nox auf eine Mission, um den verletzten Soldaten zu retten. Ja, ich weiß, dass diese Mission die beiden zusammenschweißen sollte. Sie reden viel mehr miteinander, merken, wie der andere drauf ist, lernen viel über den anderen Hof und natürlich kommen sie sich durch Gefahren und gemeinsames Kämpfen näher. Alles sehr nette Ideen. Aber auch das hat mich leider total gelangweilt. Erst mal war es leider absolut kein Enemies to lovers, weil die zwei eigentlich nie richtige Feinde waren und es sehr schnell in die Richtung Schwärmerei ging. Es wirkte alles plump runtergeschrieben und die Kämpfe hatten keinen richtigen Spannungsbogen. Dazu war die Annäherung mir viel zu klischeehaft und mit zu viel Schwärmerei. Es wurde ständig erwähnt, wie mutig Nox Cass doch findet. Dann teilen die sich ein Bett und wachen natürlich kuschelnd auf. Kitschig. Also ich habe leider absolut kein Kribbeln geschweige denn Funken gespürt.

Als dann endlich die eigentlichen Spiele anstehen, gibt es natürlich noch ein Drama. Denn nach der Annäherung stehen sie sich nun als Feinde gegenüber. Wer hat wen nun getäuscht? Und was steckt dahinter? Können die ihre Mission hinter sich lassen und so tun als wäre nichts gewesen? Die Spiele selbst sind mir leider viel zu schnell abgehandelt. Gerade das hätte glaube ich noch richtig Spannung in das Buch bringen können.


Fazit:

Für mich war das Buch leider wirklich langweilig und zäh. Ich musste mich stellenweise zwingen weiterzulesen. Das Vorgeplänkel vor den Spielen hat die Spannung nicht erhöht, sondern das Buch künstlich in die Länge gezogen. Ich weiß, dass Nox und Cass sich in der Zeit näherkommen sollen, aber das wirkte sowieso so unglaublich konstruiert und klischeehaft, dass man sowieso kein Kribbeln spürte. Kein richtiges Enemies-to-lovers. Daher hätte man das deutlich kürzen können. Generell wirkte vieles einfach zu nebensächlich, dafür wurden die Kräfte eher als gegeben angesehen und kaum näher erläutert.

2/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 30.09.2025

Flop

Honeybridge. All Mine
0

Nach der Scheidung von ihrem Ex-Mann, erfüllt sich Isabella Tucci endlich ihren Traum und kauft in Honeybridge ein Lokal, in dem sie ihr eigenes Restaurant eröffnen will. Von Männern hat sie nach dem Betrug ...

Nach der Scheidung von ihrem Ex-Mann, erfüllt sich Isabella Tucci endlich ihren Traum und kauft in Honeybridge ein Lokal, in dem sie ihr eigenes Restaurant eröffnen will. Von Männern hat sie nach dem Betrug von ihrem Ex erst mal genug. Sie will sich ein Jahr lang nur auf sich und ihre Karriere konzentrieren. Voller Tatendrang startet sie in die Renovierungen, was ich richtig nachempfinden konnte. Doch kaum geht es los, gehen auch schon die ersten Dinge schief. Und leider fand ich das hier schon total künstlich und gewollt. Denn natürlich fängt es mit einem Wasserrohrbruch an und sie hat ein dünnes weißes Shirt an, mit dem sie nun zum Nachbarn muss. Etienne, ihr Nachbar, der ein eigenes kleines Lokal hat, hilft ihr aus und sie lernen sich kennen.

Etienne ist ein Aufreißer, der nichts schnell anbrennen lässt, aber keine zwei Mal will. Entspricht also dem totalen Buch-Playboy-Klischee. Doch Isabella bleibt ihrem Vorsatz treu und geht ganz am Anfang nicht so richtig auf seine Flirt-Versuche ein. Er gibt nicht auf. Was ich aber hier schon wieder unrealistisch fand ist, dass er nun keine andere will. Jetzt schon. Von einer Seite auf die andere. Das war kein Prozess. Stattdessen versucht er es noch energischer bei Isabella und das war mir viel zu viel. Und ja, teilweise cringe. Ich lecke doch Leuten, die ich nicht kenne, das Handgelenk ab? Superseltsam. Entsprechend fand ich die meisten Szenen nicht wirklich spicy. Von Funken kann leider erst gar nicht die Rede sein. Man sollte auch meinen, dass erwachsene Menschen merken, wenn sie sich verlieben, und sich selbst nicht so komische Fragen stellen, als wären sie 15. Das war schon sehr klischeehaft, weswegen ich doch öfter mal die Augen verdreht habe.

Die Kleinstadt-Vibes sind bei mir auch nicht so richtig angekommen, obwohl jeder jedem hilft. Es wirkte alles viel zu gewollt, künstlich und zu schnell. Isabella hat direkt neue beste Freundinnen gefunden. Und dann jagt ein Event das nächste, um neue spicy Szenen zu erzeugen. Dabei hätten manche Themen wirklich interessant werden können, hätte man ihnen denn den Raum gegeben. Aber es geht eben doch nur darum, dass sie sich wieder nahe kommen und Isabella am Ende einen Rückzieher macht. Dann wird direkt das nächste Event gestartet. Ich hätte mir mehr von der Restaurant-Eröffnung und dem Alltag gewünscht. Denn auch als sie mal die Konkurrenz auskundschaftet, wird nur der Besuch in Etiennes Lokal beschrieben, was ich sehr schade fand. Generell geht es auch in den Freundesgruppen nur um das Eine. Man sollte meinen, die Leute hätten mit Mitte 30 auch andere Themen, über die man mal reden kann. Aber die haben sich alle verhalten wie Teenager. Leider hat auch das Ende mit der Spannung das Buch nicht mehr retten können. Denn diese Wendung hat sich schon lange vorher abgezeichnet und hatte dann meiner Meinung nach einige Unstimmigkeiten. Und wieder, ich erwarte von Erwachsenen ein Gespräch und nicht so ein Verhalten. Generell wurde das Ende nochmal total klischeehaft aufgeblasen, war einfach nur drüber.


Fazit:

Für mich war das Buch leider ein Flop und ich belasse es nun beim ersten Band. Etienne und Isabella harmonieren meiner Meinung nach nicht wirklich. Die ganze Storyline zielt auf den nächsten intimen Moment der beiden ab und die sind oft eher seltsam als spicy. Es werden viel zu viele Themen angeschnitten und keine erhält so richtig Raum zum Entfalten, weswegen alles zu gewollt wirkt. Auch die Entwicklung der Charaktere erfolgt zu abrupt und damit unauthentisch, außerdem verhalten die sich generell eher wie Teenager und nicht wie Erwachsene mit eigenem Lokal. Es plätscherte alles vor sich hin und das Ende war vorhersehbar und hat keine spannende Wendung gebracht, stattdessen war sie leider einfach nicht stimmig und eher drüber.

2/5 Sterne

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere