Das kleine Büchlein (153 Seiten) ist leider sehr schnell gelesen, hat es aber in sich. Anfangs taucht der Weihnachtshund Nick nicht oft auf, hauptsächlich geht es eher um Irina, Lars, das Christkind, Weihnachtsmann ...
Das kleine Büchlein (153 Seiten) ist leider sehr schnell gelesen, hat es aber in sich. Anfangs taucht der Weihnachtshund Nick nicht oft auf, hauptsächlich geht es eher um Irina, Lars, das Christkind, Weihnachtsmann und seine Elfen. Aber gegen Ende des Buches nimmt Nick mehr Raum ein. So oder so ist das Buch aber sehr unterhaltsam.
Buchhändlerin Lena lässt sich nach einer Lesung auf eine Wette mit dem Erfolgsautor Benjamin Floros ein, der behauptet er habe den ultimativen Alogorithmus für die Liebe per Online-Dating gefunden. Mit ...
Buchhändlerin Lena lässt sich nach einer Lesung auf eine Wette mit dem Erfolgsautor Benjamin Floros ein, der behauptet er habe den ultimativen Alogorithmus für die Liebe per Online-Dating gefunden. Mit so was kann er doch keinen passender Mann für sie finden. Erst recht nicht bei solchen Testfragen wie "Leckst du den Deckel eines Joghurtbechers ab" oder "Isst du die Pizza mit Messer und Gabel oder lieber mit der Hand?. Oder etwa doch? Anfangs ist Lena skeptisch, doch dann verliebt sie sich in Antonio und will nicht mehr weiterdaten. Der oder keiner. Aber ist Antonio wirklich so ein Hammertyp?
Das Buch ist humorvoll geschrieben und ich kann mir durchaus vorstellen, dass reale Treffen nach virtueller Kontaktaufnahme durchaus wie beschrieben ablaufen könnten. Da wäre der Typ, wo lange die Speisekarte studiert und dann vorschlägt sich einen gemischten Salat zu teilen. Oder der Kandidat, der seiner Mutter alles recht machen will und ob sie sich deshalb die Haare blond färben würde.
Auf Seite 19 gibt es einen leichten Bezug auf Corona: Da verkaufen sich Benjamin Floros Bücher wie Klopapier während der Corona-Krise. Da dachte ich mir noch, sind die Einschränkungen auch thematisiert? Wird es vielleicht doch kein so lustiges Buch? Dann aber tauchte Corona nicht mehr in der Handlung auf
Der Buchtitel klang nicht allzu verlockend – man könnte ja als erstes an einen Dachschaden und all den Ärger damit denken, den er mit sich bringt. Aber immer noch besser als der Titel der englischen Originalausgabe: ...
Der Buchtitel klang nicht allzu verlockend – man könnte ja als erstes an einen Dachschaden und all den Ärger damit denken, den er mit sich bringt. Aber immer noch besser als der Titel der englischen Originalausgabe: „Confessions of a Forty-Something F**k up“
Das Buch ist in einer Ich-Erzählung geschrieben, in der Nell (eigentlich Penelope) ein ganzes Jahr lang über ihr Leben Anfang 40 schreibt – von Januar bis die ersten Januartage des Folgejahres. Auch dafür, wofür sie dankbar ist (nach fast jedem der vielen Kapitel) und das man was aus seinem Leben machen soll. Die lebenslustige Witwe Criket hat ihr u. a. nämlich eine wichtige Lektion erteilt: Du bist nicht zu alt, es ist nicht zu spät, und ja, du kannst es. Auch „Wenn die Schuhe schon im Geschäft nicht bequem sind, werden sie es später auch nicht sein“ und „Würdige jeden, vom Kassierer an der Supermarktkasse über die Busfahrerin bis hin zum Barista, der deinen Kaffee macht“ sind wichtige Sätze, die auf jeden von uns zutreffen sollten. Wobei man der Busfahrerin ja nicht unbedingt jeden Tag ein Guten Morgen sagen muss, aber freundlich aussehend und nicht griesgrämig einsteigen ist doch leicht zu schaffen
Vom Klappentext her war ich etwas skeptisch, als ich über ihren Job als Nachrufschreiberin erfuhr. Aber der Job wird nach ihrem ersten Nachruf (der auch nur kurz gehalten ist) nur noch ab und zu erwähnt. Das Buch ist sehr lustig geschrieben, man will fast gar nicht mit dem Lesen aufhören. Zum Beispiel das mit dem Valentinstag, zu sagen man schenkt sich nichts – und dann doch enttäuscht zu sein, wenn der Freund sich daran hält. Und die Whatts-Up Autokorrektur von Pilates (Pi Latte) waren nur zwei der zahlreichen Highlights, mit der ich so richtig abschalten konnte.
Wofür soll/könnte man eigentlich dankbar sein? Als Nell eine Dankesliste beginnt, liest sie als Tip „Ich atme“. Ist das wirklich ernst gemeint, fragt sie sich. Dankbarkeit schön und gut, aber ohne zu atmen wäre sie schlicht und einfach tot. Dann doch lieber dem Fremden dankbar sein, der sie rechtzeitig vor ihrer Haltestelle geweckt hat, nachdem sie auf seiner Schulter eingeschlafen ist.
Bücher über Bücher üben meist einen gewissen Reiz auf mich aus – so war es auch bei diesem Buch. Einen ganz besonderen Zauber bringt die 9-jährige Schaschah (die sich nur so nennt) in das Buch, denn sie ...
Bücher über Bücher üben meist einen gewissen Reiz auf mich aus – so war es auch bei diesem Buch. Einen ganz besonderen Zauber bringt die 9-jährige Schaschah (die sich nur so nennt) in das Buch, denn sie begleitet den 72-jährigen Buchhändler Carl Kollhoff auf seinen Buchspaziergängen. Zu denen, wo er Bücher an seine Kunden ausliefert. Carl möchte das zwar nicht, aber das kleine Mädchen bleibt stur und zaubert so nebenbei oft auch ein Lächeln in Carls Kunden. Mit welchen Methoden möchte ich hier nicht beschreiben, das würde den Lesegenuss kaputt machen.
Das Buch ist (4. Auflage 2021) allen Buchhändlerinnen und Buchhändlern gewidmet, die selbst in Krisen uns mit einem ganz besonderen Lebensmittel versorgen. Damit wird wohl auf die Corona-Pandemie Bezug genommen. Das Buch ist sehr humorvoll geschrieben, dafür sorgen zum Beispiel auch die speziellen Sprachfehler einer Kundin, wie „Er handelte mit gerauchten Autos“ oder „Selbst-Erfroschung“. Das Buch hat auch ganz spezielle Figuren zu bieten wie die Katze, die einfach Hund genannt wird. Ich habe mit dem Buch sehr gut abschalten können, schade dass es nur 222 Seiten hatte.
Für dieses Buch muss man schon Begeisterung für Tiere mitbringen – für mich, der 5 Jahre lang im Freundeskreis des Augsburger Zoos Mitglied war, kein Problem. Das Buch gibt einen informativen Einblick ...
Für dieses Buch muss man schon Begeisterung für Tiere mitbringen – für mich, der 5 Jahre lang im Freundeskreis des Augsburger Zoos Mitglied war, kein Problem. Das Buch gibt einen informativen Einblick in den Beruf Tierärztin speziell im Dschungel und seine Schattenseiten (Gestank, Regen, Mücken, Strom nur stundenweise, kalte Dusche, Ausdauer und Geduld, bei 40 Grad in langer Kleidung arbeiten), aber berichtet auch von Freuden an diesem Beruf. Selbst wenn man mal genervt ist und zwei Tage ins Hotel zieht zum entspannen, man ist wieder froh wenn es zurück in den Dschungel geht.
Das Buch nimmt einen mit in verschiedene Dschungels und Regenwälder – nach Mexiko, Guatemala, Costa Rica, Südafrika, Madagaskar, Insel Borneo, Phillipinen. Es gibt viele interessante Informationen z. B. zu Nashornvogel, Leistenkrokodil, Nasenaffen, Haien, Tukanen und vielen weiteren Tieren. Besonders die Infos zu den Fledermäusen sind interessant und bringen mir eine Erweiterung meines Wissens. So sind die Tiere in der Lage, einen Zusammenstoss mit etwas so kleinem wie einem Haar zu vermeiden dank ihres guten See- und Hörvermögens, Geruchs-, Geschmacks- und Tastsinn. Und dass sie einen wichtigen Nutzer als Insektenfresser haben und nach den Bienen die wichtigsten Bestäuberinnen der Welt sind, das wusste ich bislang auch nicht.
Ziel der Tierärzte und Forscher im Dschungel ist z. B. die Verbreitungsmuster und Lebensweise der Tiere zu studieren, um Lösungsansätze zu suchen, in denen Mensch, Tier und Wirtschaft möglichst konfliktfrei nebeneinander existieren kann. Dabei geht es auch um das Thema Krankheitsübertragung (Corona ist keinesfalls etwas neues). Zoonotische Krankheiten sind mit Umweltveränderungen und menschlichem Verhalten in Verbindung zu bringen. Der Rückgang der Artenvielfalt und die Störung von Ökosystemen machen es sehr viel wahrscheinlicher, dass Viren die ursprünglich auf Wildtiere spezialisiert waren, nun auch auf den Menschen übergehen.
Das Buch liefert auch gute Argumente für den Klima- und Umweltschutz und zeigt auf, was der Klimawandel anrichtet. Ein Grad mehr oder weniger sind für uns nicht viel, aber für Arten die sich perfekt an ihre Umgebung angepasst haben, kann ein Grad Unterschied den Tod bedeuten. Doch wie viel Nachhaltigkeit muss sein? Da ist auch die Politik gefragt.
Das Buch hat 57 farbige Fotos, mit denen die beschriebenen Erlebnisse noch anschaulicher werden. So gibt es u. a. Fotos von Lemuren, Gibbons, Zwergelefanten, Braunkehl-Faultier und Rotrücken-Totenkopfaffe. Das Buch ist auf einem Recyclingkarton eingefasst und der Verbindungskleber ist aus Holzleim und vegan. Durch klimaneutrales Drucken wurde die Erstaufforstung von Laubmischwäldern in Schleswig-Holstein unterstützt.
Die Autorin hat zusammen mit anderen den Nepada Wildlife e. V. gegründet, wobei Nepada als Kurzform für Nebelparder steht, hält Vorträge und entwickelt Lehrmaterialien.