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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.02.2021

Aus den Anfängen der Kinderheilkunde

Kinderklinik Weißensee - Zeit der Wunder (Die Kinderärztin 1)
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Berlin 1911: Die beiden Waisenmädchen Marlene und Emma Lindow beginnen ihre Lehre als Kinderkrankenschwestern in der Kinderklinik Weißensee. An Marlenes sechstem Geburtstag starb ihre Mutter, und seither ...

Berlin 1911: Die beiden Waisenmädchen Marlene und Emma Lindow beginnen ihre Lehre als Kinderkrankenschwestern in der Kinderklinik Weißensee. An Marlenes sechstem Geburtstag starb ihre Mutter, und seither hat die ältere Schwester immer für Emma gesorgt, getreu dem Versprechen, das Marlene der sterbenden Mutter gab. In der Ausbildung werden beide selbständiger, die enge Nähe zwischen den beiden verschwindet nach und nach. Beide gehen in ihrer Ausbildung auf und sind Feuer und Flamme für die neu gegründete Kinderklinik und für die kleinen Patienten, die dort behandelt werden.

Als historischer Roman angelegt, erzählt das Buch einiges über die Kinderklinik Weißensee, die es tatsächlich gab, wie die Autorin Antonia Blum in ihrem Nachwort erläutert. Die Geschehnisse um die Schwestern Lindow sind jedoch Fiktion, auch wenn sie gut in die historischen Gegebenheiten eingebettet werden. Es wird auch immer wieder Bezug genommen auf den medizinischen Stand der damaligen Zeit. Die Erzählung spielt in den Anfängen der Kinderheilkunde, bis dahin wurden Kinder als kleine Erwachsene gesehen und auch so behandelt. Doch durch die beiden Männer, in die sich die beiden Schwestern verlieben, gerät das Buch auch zu einem Liebesroman, der immer mal wieder droht im Kitsch zu versinken. Mir hätte es besser gefallen, wenn der Schwerpunkt der Geschichte mehr auf dem historischen Hintergrund gelegen wäre.

Wer gerne in einem Gefühlsbad versinkt, eingebettet in einen historisch fundierten Rahmen, wird in diesem Buch einen guten Schmöker für sich finden. Ich vergebe 3,5 von 5 Sternen, die ich auf 4 Sterne aufrunde.

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Veröffentlicht am 25.02.2021

Romantisch mit einer Prise Erotik

Kissing Chloe Brown (Brown Sisters 1)
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Chloe Brown ist chronisch krank und lebt inzwischen sehr zurückgezogen. Sie hat eine Liste erstellt von Aufgaben, die sie erledigen möchte. Ihr Nachbar Red Morgan wäre bestens dafür geeignet, sie bei diesen ...

Chloe Brown ist chronisch krank und lebt inzwischen sehr zurückgezogen. Sie hat eine Liste erstellt von Aufgaben, die sie erledigen möchte. Ihr Nachbar Red Morgan wäre bestens dafür geeignet, sie bei diesen Herausforderungen zu unterstützen; wie schade nur, dass sie ihn so gar nicht mag! Oder ist da doch was ganz Besonderes zwischen ihnen?

Mit diesen Eckdaten beginnt die Autorin Talia Hibbert eine Liebesgeschichte, in die sie sehr viel erotische Spannung einbaut. Mit der Krankheit Fibromyalgie bringt sie einen interessanten Aspekt in die Erzählung, werden doch einige wichtige Symptome der Krankheit geschildert. Dennoch bleiben Chloe und Red insgesamt eher blass, auch wenn ihre Vorgeschichte teilweise mit einfließt. Denn beide sind „gebrannte Kinder“, verletzt von vorherigen Beziehungen, keiner hat ernsthaft Interesse an einer dauerhaften Liebesgeschichte. Doch die Anziehung zwischen den beiden ist sehr groß, und so entwickelt sich die Geschichte sehr vorhersehbar weiter. Der Schreibstil der Autorin ist leicht und gefällig, wobei die spritzigen Dialoge zwischen den Hauptpersonen überzeugen. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 23.02.2021

Adventskalendergeschichte für Ponyfreundinnen

Pony-Weihnachten für Stella
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Stella wünscht sich zu Weihnachten nichts sehnlicher als ein eigenes Pony. Aber sie weiß auch, dass das nicht realistisch ist… Da beobachtet sie in der Stadt ein freilaufendes Pony. Sie sucht es immer ...

Stella wünscht sich zu Weihnachten nichts sehnlicher als ein eigenes Pony. Aber sie weiß auch, dass das nicht realistisch ist… Da beobachtet sie in der Stadt ein freilaufendes Pony. Sie sucht es immer wieder, füttert es. Doch wohin verschwindet das Tier immer wieder?

Eine spannende Geschichte in 24 Kapiteln erzählt über Stellas Wunsch und was daraus wird. Dazu öffnet das Mädchen jeden Tag eine Tür in einem Adventskalender, der auf den ersten Blick überhaupt nicht zu Weihnachten passt. Doch überrascht muss sie feststellen, dass dies ein magischer Adventskalender ist. Und die Leserin darf erkunden, was diese Türchen mit Stellas größtem Wunsch zu tun haben. - Wie sehr sich gerade Mädchen ein eigenes Pferd oder doch zumindest ein eigenes Pony wünschen, das erleben viele Eltern, das ganze Jahr über und vor allem zu Weihnachten. Ob Stellas Wunsch wohl umgesetzt werden kann? Hier darf mitgefiebert werden – aber ob jede Leserin zum Schluss so realistisch ist zu erkennen, dass eine solche Lösung nur im Buch möglich ist?

Die Geschichte ist spannend geschrieben, die 24 Kapitel eignen sich gut als Adventskalender zum Vorlesen oder Selberlesen. Die bunten Illustrationen lockern den Text gut auf und passen gut zur Geschichte. Meiner Tochter (10 Jahre) hat das Buch sehr gut gefallen, sie hat es sich sofort geschnappt und in kürzester Zeit gelesen: Als Adventskalender war ihr die Geschichte zu spannend. Auf jeden Fall eignet sich das Buch bestens als vorweihnachtliche Lektüre. Ich vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 22.02.2021

Heiter und ein bisschen weihnachtlich

Drei Frauen im Schnee
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Sonja lebt mit ihrem Mann und ihren Teenager-Zwillingen unter demselben Dach wie ihre Schwiegermutter. Als der alljährliche Weihnachtsstress ins Haus steht, beginnt sie sich zu fragen, ob es wirklich immer ...

Sonja lebt mit ihrem Mann und ihren Teenager-Zwillingen unter demselben Dach wie ihre Schwiegermutter. Als der alljährliche Weihnachtsstress ins Haus steht, beginnt sie sich zu fragen, ob es wirklich immer dasselbe sein muss – dasselbe Essen, derselbe Weihnachtsschmuck, derselbe Ablauf… Am Fest der Liebe verlässt sie spontan das Haus und trifft auf dem Friedhof zwei Frauen, Karin und Bernadette. Auf Anhieb verstehen sie sich gut – so gut, dass Sonja nach einer verrückten Silvesternacht in Karins Hotel auf dem Stoos landet, wo Bernadette bereits Karin unter die Arme greift. Alle drei Frauen haben Stoff genug zum Überlegen, wohin ihr Weg gehen soll.

Eine Geschichte rund um Weihnachten, das Fest der Liebe, das doch so anstrengend für viele Familien ist: Auch die drei Frauen müssen das erleben. Jede von ihnen hat ihre eigenen Gedanken und Sorgen, und jede hilft der anderen, soweit das geht. Dadurch gerät die Geschichte immer wieder mal sehr nachdenklich und emotional aufgeladen, auch wenn der heitere Grundton immer vorhanden ist.

Diese spannende Geschichte rund um drei Frauen am Wendepunkt ihres Lebens empfehle ich sehr gerne weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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Veröffentlicht am 22.02.2021

Hexenabenteuer für junge Leser

Paul und die Klettenhexe – Das Geheimnis der Seemagierin
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Paul freut sich auf die Klassenfahrt, denn alle wollen ans Meer und dort etwas über Fossilien lernen. Für den spektakulärsten Fund gibt es sogar einen Preis, und natürlich will er den gewinnen. Die Klettenhexe ...

Paul freut sich auf die Klassenfahrt, denn alle wollen ans Meer und dort etwas über Fossilien lernen. Für den spektakulärsten Fund gibt es sogar einen Preis, und natürlich will er den gewinnen. Die Klettenhexe will zunächst gar nicht so richtig ihren Garten verlassen, doch dann ist sie die Erste, die sich auf die Spuren eines Abenteuers macht…

Das Buch ist Teil einer Reihe, wobei ich die vorhergehenden Bände nicht kenne und immer das Gefühl hatte beim Lesen, dass mir einige wichtige Informationen fehlten. Die Hexe Klarinde konnte ich nie so richtig fassen, und auch das Verhältnis zwischen Paul und Klarinde ist mir auch nicht ganz klar geworden. Die Meerhexe hingegen ist sehr gut geraten, das Abenteuer rund um die Geschehnisse mit ihr hat richtig Spaß gemacht. Für junge Leser (ab 9 Jahren) ist die Geschichte genau richtig, die lustigen Illustrationen ergänzen die Erzählung und lockern den Text gut auf. Meine Tochter (10 Jahre) hat sich schnell in die Geschichte eingefunden und das Abenteuer sehr genossen.

Dieses spannende Kinderbuch empfehle ich sehr gerne weiter und vergebe 4 von 5 Sternen.

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