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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.03.2021

Träumerisch und melancholisch

Flaming Clouds – Der Himmel in deinen Farben
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Verliebe dich nicht in einen Piloten, denn alle Piloten sind am Ende doch arrogant. Doch als sie auf den grüblerischen Nick trifft, ist es um ihr Herz geschehen. Als die beiden sich näherkommen, merkt ...

Verliebe dich nicht in einen Piloten, denn alle Piloten sind am Ende doch arrogant. Doch als sie auf den grüblerischen Nick trifft, ist es um ihr Herz geschehen. Als die beiden sich näherkommen, merkt sie schnell, dass nicht anders ist und mehr zu bieten hat. Sein Herz schlägt nicht wirklich für den Fliegerberuf, sondern eigentlich für die Kunst. Doch nicht nur Nick muss sich ungeliebten Wahrheiten stellen, sondern auch Olivia.

Dieser Roman bietet mehr, als man zunächst vermutet. Wir begleiten zwei Charaktere, sie sich im Laufe ihres Lebens verloren haben und auf der Suche nach sich selbst und ihrer wahren Bestimmung sind. Leise und träumerisch erzählt, braucht man etwas, um in die Geschichte zu kommen und große Höhepunkte findet man auch nicht. Dennoch kann die künstlerisch verträume Sprache verzaubern und man lernt die Charaktere über die Zeit sehr gut kennen. Gerade die innere Zerrissenheit und Unsicherheit wird gut durch die Autorin dargestellt und das Buch hat daher eine eher melancholische Grundstimmung. Die Handlung nimmt so einige Wendungen und man weiß lange nicht, worauf alles hinausläuft. Ein Countdown in tage an jedem Kapitelanfang schürt jedoch Spannung, die sich in einem Erkenntnisreichen Ende entlädt.

Der Himmel in deinen Farben ist eine Geschichte, auf die man sich einlassen und von ihr verzaubern lassen muss. Mit verträumter Sprache begleitet man Nick und Olivia, wie sie zu sich selber finden und zueinander. Dabei bleibt die Handlung eher unaufgeregt und punktet eher durch den verträumten künstlerischen Stil.

Veröffentlicht am 07.03.2021

Bewegend mit wichtigen Botschaften

Die Blaue Ritterin
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Mona hat nicht wirklich Freunde in der Schule und zieht sich daher am liebsten in eine Traumwelt zurück, in der sie Freunde hat und Spaß und Anerkennung. Dafür schweigt sie in der realen Welt und vergräbt ...

Mona hat nicht wirklich Freunde in der Schule und zieht sich daher am liebsten in eine Traumwelt zurück, in der sie Freunde hat und Spaß und Anerkennung. Dafür schweigt sie in der realen Welt und vergräbt sich dadurch noch mehr in der Einsamkeit. Bis sie einen verletzten Vogel findet. Diesen pflegt sie mit ihrem Mitschüler Julius und erkennt, was um sie herum wirklich los ist und das Freundschaft doch nicht so unwichtig ist.

Ein berührendes Kinderbuch, welches die Aspekte von Einsamkeit und fehlender Liebe sehr schön beleuchtet. Ob nun in der Familie oder auch im Sozialleben, Kontakte und Freunde und nähe sind so wichtig. Aber es wird auch deutlich, was passiert, wenn dies einem Kind fehlt. Die Welt um Mona ist sehr schön gezeichnet und auch die Traumwelt, in der sie alles findet, was ihr sonst fehlt. Das Buch ist dadurch aber gerade zu Beginn recht düster gehalten, verbreitet aber auch viel Freude und Hoffnung, gerade zum Ende. Flüssig und leicht verständlich geschrieben, ist es gut zum Gemeinsam lesen geeignet. Es ist für Kinder ab 10 sicherlich gut verständlich, sollte aber begleitend gelesen werden und zu Konversationen anregen.

Ein bewegendes Buch mit schönen Botschaften, welches hoffentlich zu wichtigen Gesprächen anregt. Leicht verständlich geschrieben mit fantasievoller bildlicher Sprache und ergänzt durch zauberhafte Illustrationen ist „Die blaue Ritterin“ ein Buch, welches hoffentlich viele Familien begeistern wird.

Veröffentlicht am 01.03.2021

Mystische Kelpies in Schottland

Finstere Wasser
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Kenzie war schon immer von Kelpies fasziniert - mystischen Wasserpferden, welche in den schottischen Highlands immer mal wieder auftauchen, sich in Menschen verwandeln können und so Menschen in den nassen ...

Kenzie war schon immer von Kelpies fasziniert - mystischen Wasserpferden, welche in den schottischen Highlands immer mal wieder auftauchen, sich in Menschen verwandeln können und so Menschen in den nassen Tod locken. Nach einem tragischen Vorfall hat auch ihre Familie einen sehr großen Hass und Vorurteile gegenüber den Wesen und es ist Kenzie strengstens untersagt, sich Gewässern allein zu nähern. Doch sind wirklich alle Kelpies böse und was ist, wenn man sein Herz an eines verliert?

Das Buch von Sarah Koch ist faszinierend und begeistert mit einer Thematik abseits vom Bekannten, denn allzu viele Geschichten über Kelpies sind mir nicht bekannt. Die Handlung ist dahingehend auch sehr interessant, wie sie den Kelpies Persönlichkeit eingehaucht hat und sie Kelpie Rye die Menschenwelt entdecken lässt. Die Liebesgeschichte ist intensiv, ging mit aber deutlich zu schnell und zu einfach. Mackenzie ist dann doch sehr naiv und gutgläubig und es ist nicht so ganz nachvollziehbar, wie schnell sie ihr Herz an ein dämonisches menschenfressendes Wesen verliert. Rye auf der anderen Seite lernt man gut kennen und es kam sehr schön glaubwürdig rüber, wie er sich und seiner Eigenkontrolle nicht vertraut. Die Handlung hat neben der etwas zu glatten Liebesgeschichte aber noch so einige andere Wendungen und ein kämpferisches Ende zu bieten, sodass man gut unterhalten wird. Mit lockerem Schreibstil und anschaulicher Schreibweise kann man sich gut in die schottischen Highlands wegdenken, in der Kelpies dann doch nicht so selten sind, wie man denkt.

Eine interessante Geschichte über dämonische Kelpies, die dann doch mehr Facetten haben, als man denkt. Die Hauptprotagonistin bleibt mit ihrer Gutgläubigkeit etwas unglaubwürdig, die restliche Geschichte kann jedoch unterhalten und mit frischen Ideen begeistern.

Veröffentlicht am 24.02.2021

Düstere komplexe Zukunftsvision

Exit this City
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“Exit this City” entführt seine Leser in eine düstere Zukunftsvision, in der Lebensmittel knapp sind und für die Effizienzsteigerung Bienen genmanipuliert wurden. Leider sind daraufhin Killerbienen entstanden, ...

“Exit this City” entführt seine Leser in eine düstere Zukunftsvision, in der Lebensmittel knapp sind und für die Effizienzsteigerung Bienen genmanipuliert wurden. Leider sind daraufhin Killerbienen entstanden, deren Stich tödlich ist. Dazu ist die Welt mittlerweile von Korruption zerfressen. Das will sich Veeru nicht länger gefallen lassen und zettelt einen Aufstand gegen die Landbesitzer und einen großen Ernährungskonzern an. Da sie eine der wenigen das Bienengift überlebt hat, wird sie verehrt und findet schnell Mitstreiter. Gleichzeitig begleitet man Marti, der ohne Gedächtnis durch Delhi irrt, als ein radioaktiver Staubsturm die Stadt bedroht. Er kann vor ihm fliehen, doch von wem wird er dabei verfolgt?

Die Autorin hat eine ziemlich komplexe düstere Zukunft geschaffen, die brutal ist und erschreckend real erscheint, wenn man das aktuelle Weltgeschehen im Blick hat. Dabei bringt der Wechsel zwischen den beiden Handlungsorten Indien und Deutschland eine schöne neue Komponente in die Geschichte und verhilft ihr zu Dynamik. Der Einstieg in die Geschichte fällt allerdings etwas schwer, da die Autorin direkt einsteigt und mit vielen Begriffen hantiert, die man zunächst nicht gut versteht. Hier hätte ein Glossar geholfen. Dazu die komplexe Geschichte um Genmanipulationen, Korruption und Egoismus - Gesellschaftskritik gepaart mit Sci-fi-Elementen. Die Geschichte braucht also etwas, um in Fahrt zu kommen, das letzte Drittel des Buches lässt einen dann aber atemlos zurück, wenn sich alle Handlungsstränge verdichten. Dazu begegnet man vielen spannenden Charakteren, die neben Gewalt, Angst und Unterdrückung trotzdem ihre Menschlichkeit nicht verloren haben. Eine Geschichte, auf die man sich einlassen muss, die einen aber gegen Ende so richtig packen und begeistern kann.

Eine interessante komplexe Welt, die erschreckend real eine Zukunftsvision aufzeigt und dabei mit Gesellschaftskritik nicht spart. Spannende vielseitige Charaktere helfen über so manche Länge hinweg. Nicht nur für Fans des Genres werden hier schöne Denkansätze für ein Zusammenleben in Zukunft aufgezeigt.

Veröffentlicht am 21.02.2021

Der Zauber der Natur

Hüterin des Waldes 1: Hannas Geheimnis
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Dieses wundervolle Buch entführt große und kleine Leser in den Wald mit seiner faszinierenden Tier- und Pflanzenwelt. Hannah und ihre Familie ziehen nach dem Verlust der geliebten Oma auf das Land in deren ...

Dieses wundervolle Buch entführt große und kleine Leser in den Wald mit seiner faszinierenden Tier- und Pflanzenwelt. Hannah und ihre Familie ziehen nach dem Verlust der geliebten Oma auf das Land in deren Haus. Doch Hannah hätte nie gedacht, dass ihre Oma ihr nicht nur den geliebten Ort der Kindheit hinterlassen hat, sondern auch ein großes Geheimnis und Vermächtnis. Denn ihre Oma war die Hüterin des Waldes und nun brauchen die Tiere erneut jemanden, der ihnen in der Not hilft.

Das Buch ist wirklich zauberhaft gestaltet innen wie außen mit tollen passenden Illustrationen. Die Geschichte dazu ist sehr schön altersgerecht und schafft es, die Faszination für die Natur zu vermitteln. Die Tier-Charaktere sind einfach zauberhaft und allen voran natürlich Flitz, denn man so frech wie er ist, schnell ins Herz schließt. Hannah ist einfach ein tolles hilfsbereites Mädchen, die man gerne durch die Geschichte begleitet. Die ganze Geschichte ist für Leseanfänger passend kurz gehalten, der erste Band schafft es aber schon gut, die Charaktere einzuführen und Lust auf weitere Abenteuer zu wecken. Hier wird spielerisch und spannend Spaß an der Natur geweckt, welches man nach der Lektüre sicherlich bei einem schönen Spaziergang und er Natur noch vertiefen kann.