Schwacher und anspruchsloser Auftakt in die Back-to-you-Reihe
Billionaire CrushAbby und Hank waren ein Paar in der Highschool und erlebten ihre erste große Liebe gemeinsam. Aber nach dem Abschluss trennte sich Abby von ihm. Hank hatte die Möglichkeit, ein Studium am renommierten ...
Abby und Hank waren ein Paar in der Highschool und erlebten ihre erste große Liebe gemeinsam. Aber nach dem Abschluss trennte sich Abby von ihm. Hank hatte die Möglichkeit, ein Studium am renommierten MIT in Boston zu beginnen und Abby wollte in ihrer kleinen Heimatstadt bleiben und seiner Karriere nicht im Wege stehen. Er bat sie, auf ihn zu warten, aber Abby konnte sich das nicht vorstellen.
10 Jahre später treffen sie sich nun wieder. Hank ist inzwischen erfolgreicher CEO seines eigenen Unternehmens und hat einen weiteren großartigen Deal in Aussicht. Er würde gerne dort mit Abby anknüpfen, wo sie einst aufgehört haben, aber Abby weiß, dass er wieder gehen wird. Und erneut ist sie nicht bereit, eine Fernbeziehung einzugehen oder Geduld bis zu seiner Rückkehr aufzubringen.
Warten auf jemanden. Das ist der rote Faden, der sich durch diese Geschichte zieht. Erst spät erfährt man, warum Abby so wenig Vertrauen darin hat, dass jemand zu ihr zurückkehren könnte.
Man kann als Leser*In Spekulationen anstellen und eine vage Vermutung entwickeln. Und bis zur Auflösung ist es eine lange und teils schwerfällige Reise mit häufigen Wiederholungen, die bei mir durchaus Ermüdung hervorgerufen hat. Auf dem Weg bin ich nicht wirklich warm geworden mit den Protagonisten. Bei beiden fehlte mir das gewisse Etwas, das mich herausgefordert hat. Abby war mir oft zu pessimistisch und tragisch. Hank dagegen zu weichgespült ohne viele Ecken und Kanten. Auch die erotischen Szenen waren eher Beiwerk als prickelnder Genuss.
Sicher, der Schreibstil ist durchaus flüssig und leicht, aber das macht es auch zu einer recht anspruchslosen Lektüre. Für mich war es das erste Buch von Mira Lynn Kelly. Erst nach der Lektüre habe ich festgestellt, dass sie bisher auf Deutsch im Bereich der sogenannten Heftromane erschienen ist. Das erklärt natürlich so einiges. Beispielsweise Ausdrücke wie „unter seinen Lenden“. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen - ich habe schon deutlich schlechtere Geschichten gelesen, die mich weniger unterhalten haben. Es gibt andere Autorinnen, die nach Starts bei den Verlegern von Trivialliteratur einen Sprung nach oben gemacht haben und
nun anspruchsvollere Lektüre verfassen. Leider gehört Mira Lynn Kelly - noch - nicht dazu.
Ich hoffe einfach, dass „Billionaire Crush“ ein schwacher Start in eine Reihe ist, wie es öfter vorkommt, und die Autorin ihr durchaus vorhandenes Potenzial weiter entwickelt.