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Veröffentlicht am 06.06.2021

Eine begeisterte Autorin, die mich am Ende leider verloren hat

Elefanten
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„Elefanten“ von der Wissenschaftlerin Hannah Mumby ist ein Sachbuch über ebenjene Tiere, und dabei doch so viel mehr.
Hier ein kurzer Einblick in den Klappentext:

>>Wie viel haben wir mit Elefanten gemein? ...

„Elefanten“ von der Wissenschaftlerin Hannah Mumby ist ein Sachbuch über ebenjene Tiere, und dabei doch so viel mehr.
Hier ein kurzer Einblick in den Klappentext:

>>Wie viel haben wir mit Elefanten gemein? Eine junge Wissenschaftlerin gibt – auf den Spuren einer verborgenen Welt – berührende Einblicke in die Psyche der Elefanten.

Was ist ein Elefant? Ein Säugetier, ein religiöses Symbol, eine Jagdbeute und Quelle von Elfenbein? Die Lieblingsfigur aus einem Kinderbuch, das Aushängeschild für modernen Naturschutz, eine Touristenfalle oder ein Statussymbol? Zu bestimmten Zeiten ist er all das auf einmal gewesen, und die Vielfalt der Bilder zeugt von der komplexen Geschichte, die uns mit den grauen Riesen verbindet. Klug, voll Witz und Selbstironie verknüpft die Verhaltensbiologin Hannah Mumby ihre ausgezeichnete Forschung mit persönlichen Erlebnissen in Kenia, Südafrika, Nepal und Myanmar. Ihr Buch eröffnet einen einzigartigen Einblick in das Leben und Sterben der Elefanten – und in ihre oft verborgene Welt.<<


Wie Titel und Klappentext schon verraten, dreht sich in diesem Buch alles um die sanften grauen Riesen und darum, dass Elefanten so viel mehr sind als das. Man begleitet die Autorin vom Ende ihres Studiums an auf ihrer Reise um die Welt und zu den verschiedenen Organisationen und Gruppen, die mit Elefanten arbeiten bzw. sie erforschen. Dabei lässt Hannah den Leser an ihren kleinen und großen Erkenntnissen über Elefanten, deren Leben und die Verbindung bzw. Parallelen zwischen Menschen und Elefanten teilhaben.
Dadurch wird das Buch so viel mehr als ein „einfaches“ Sachbuch. Es geht zwar auch viel um verschiedene Studien und das Wissen über Elefanten, hinzu kommen aber auch ein aufregender Reisebericht und einige philosophische Gedanken der Autorin. Dadurch wird das Buch aufgelockert und es liest sich am Ende wie eine Mischung aus Autobiografie und Elefantenreport.

Besonders in den ersten Teilen des Buches war ich regelrecht gefesselt und habe alle Informationen aufgesaugt, die Begeisterung, die Hannah den Tieren und ihrer Erforschung entgegen bringt, hat mich mitgerissen und ich konnte förmlich die heiße Brise der Savanne und den Geruch von Elefantendung riechen.
Leider muss ich sagen, dass diese Beheisterung meinerseits im Verlaufe des gar nicht mal so umfangreichen Buches immer weiter abgeflacht ist. Gerade die grüblerischen und philosophischen Gedanken der Autorin wurden für mich immer weniger zu spannenden Einblicken und mehr zu unnötigen Abschweifungen, der Rote Faden ging für mich irgendwie verloren. Auch wenn sich die Geschichte am Lebenslauf eines Elefanten orientiert —Geburt - Leben - Tod, wurden die Inhalte für mich immer schwerer greifbar, es kam mir vor als würde die Autorin sich in ihren eigenen Gedanken verlieren. Stattdessen hätte ich mir tiefergehende Erklärungen zu den Elefanten und dem Zusammenhang zwischen Forschung, Mensch und deren Einfluss auf die Tiere und ihr Leben gewünscht. Die Sichtweise der Autorin kam mir hier für mich ein wenig zu einseitig und teilweise zu unkritisch vor.

Besonders schön fand ich wiederum die beiden eingefügten Fotostrecken, die Bilder aus dem Fundus der Autorin und von ihren Forschungsreisen zeigen. Dadurch fühlt man sich nochmal mehr mitgenommen.

FAZIT: Man erfährt viele neue und spannende Dinge über Elefanten und ihr Leben, und erhält dazu einen Reisebericht der absolut begeisterten und begeisterungsfähigen Autorin. Nichtsdestotrotz handelt es sich immer weniger um ein Sachbuch, die Autorin schweift leicht ab. Wenn man sich das vorher bewusst macht und sich darauf einstellt bekommt man aber ein gutes Buch über Elefanten mit autobiographischen Zügen.

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Veröffentlicht am 16.12.2022

KEIN Fantasy, sondern Dark Romance & Erotik

Neon Gods - Hades & Persephone
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Neon Gods - Hades & Persephone ist Band 1 der Dark Olympus-Reihe von Katee Robert.

Hier zunächst der Klappentext:
>>Er ist ein Mythos. Doch vom ersten Augenblick an gehört er ihr ...
Als ihre Mutter Persephone ...

Neon Gods - Hades & Persephone ist Band 1 der Dark Olympus-Reihe von Katee Robert.

Hier zunächst der Klappentext:
>>Er ist ein Mythos. Doch vom ersten Augenblick an gehört er ihr ...
Als ihre Mutter Persephone auf einem Ball überraschend Zeus verspricht, bleibt der jungen Frau keine Wahl: Sie flieht über die Brücke des Styx in die Unterstadt, wo sie plötzlich dem geheimnisvollen Hades gegenübersteht. Seit Jahren hat ihn niemand mehr gesehen, er ist ein Mythos, ein Monster - und ihre einzige Chance, Zeus und ihrer Mutter zu entkommen. Vom ersten Augenblick an übt Hades eine Faszination auf Persephone aus, der sie sich nicht entziehen kann. Und so bietet sie ihm einen Deal an, der ihrer beider Leben für immer verändern wird …<<

Das in meinen Augen wichtigste vorab: Auch wenn die Namen der Charaktere und vielleicht sogar der Klappentext es suggerieren, es handelt sich hier NICHT um Fantasy! Ich kenne bisher nicht die gesamte Reihe, kann jedoch sagen, dass in Band 1&2 Fantasy keine Rolle spielt.
In meinen Augen handelt es sich hier eher um eine Mischung aus Dark Romance in Richtung Mafia-Geschichte und Erotik. Vor allem das Thema Erotik spielt eine sehr große Rolle, was ich nicht erwartet hatte, sodass ich von diesem Buch leider sehr enttäuscht wurde. Daher hoffe ich sehr, dass diese Rezension hilft, dass das Buch die richtigen Leserinnen findet.

Neben dem Punkt, dass ich offensichtlich leider nicht zur Zielgruppe des Buches gehöre, fand ich leider auch die Protagonist
innen und generell die Handlung sehr enttäuschend. Das Konzept der Stadt Olympus und der Dreizehn finde ich wahnsinnig spannend und interessant, doch im gesamten Buch erfährt man weder etwas über die Gesellschaft noch die Stadt oder überhaupt die Welt, in der man sich bewegt. Die Idee zum World Building ist damit zwar interessant und vielversprechend, wird aber überhaupt nicht ausgebaut oder überhaupt zum Thema gemacht.
Und auch die Protagonisten blieben für mich bis zum Schluss sehr blass und nicht greifbar, obwohl mir insbesondere Persephone zu beginn gleich sympathisch war. Im Laufe der Story konnte ich mich jedoch immer weniger mit ihr identifizieren, und obwohl sie und Hades sich auch emotional immer näher kommen, konnte ich ihre Beziehung absolut nicht nachvollziehen. Wie bereits erwähnt spielt Erotik hier die tragende Rolle, es gibt BDSM-Elemente und öffentliche Sexclubs, und immer wieder kommt Persephone in Situationen, in denen sie bemerkt, dass Hades' Verhalten herrisch und übergriffig bestimmend ist, doch im nächsten Nebensatz wiegelt sie alles ab indem sie sagt, dass es ihr überraschenderweise gefalle. Für mich wurde sie damit leider immer mehr zu einem schwachen und inkonsequenten Charakter. Seine Leidenschaft von BDSM und öffentlicher Zurschaustellung soll laut Hades nur der Pflege seines schlechten Rufes dienen, doch natürlich fährt Persephone auch darauf ab.
Ein weiterer Punkt, bei dem ich vorab fehlgeleitet wurde ist das Thema Fake Dating, das in diesem Buch jedoch keine Rolle spielt, denn auch wenn die Protagonisten das am Anfang vereinbaren, entscheiden sie sofort, dass alles echt sein muss und kein fake, und so folgen schnell die ersten expliziten Szenen.

Das gleiche gilt für den vermeintlichen Hauptkonflikt der Geschichte. Dieser wird immer wieder angedeutet und es werden Drohungen ausgesprochen, die jedoch absolut leer bleiben. Am Ende wird der Konflikt nicht wirklich aufgelöst, sondern verläuft einfach im Leeren.

Ich könnte mir gut vorstellen, dass Leserinnen, für die das Erotik-Thema und die entsprechenden Szenen hier auf ihre Kosten kommen, für alle, denen es um die Story geht und die eine spannende und neue Adaption des Mythos um Hades & Persephone erwarten, würde ich dieses Buch jedoch nicht empfehlen.

FAZIT: Kein Fantasy, keine spannende Handlung, dafür jede Menge Erotik. Wer genau das sucht, könnte durchaus Freude an diesem Buch haben, für andere Leser
innen würde ich diese Reihe nicht empfehlen.

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Veröffentlicht am 02.03.2021

Schleppender Einstieg

Der Wald der verlorenen Schatten
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Als ich das Buch „Der Wald der verlorenen Schatten“ von Danbi Eo das erste Mal gesehen habe, hat es mich direkt angesprochen: das Cover sieht wunderschön und geheimnisvoll aus, das Buch ist ein kleines ...

Als ich das Buch „Der Wald der verlorenen Schatten“ von Danbi Eo das erste Mal gesehen habe, hat es mich direkt angesprochen: das Cover sieht wunderschön und geheimnisvoll aus, das Buch ist ein kleines Hardcover und liegt gut in der Hand, und auch den Klappentext fand ich sehr spannend:

>>Hyoju, eine junge Frau von 29 Jahren, verlor als Kind ihre Eltern bei einem Autounfall. Sie arbeitet als Ticketverkäuferin an einem Busschalter, ein Job, der ihr keinen Spaß macht. Sie fühlt sich leer und ausgebrannt, weil sie ohne Sinn und Zweck in den Tag hineinlebt. Ihr Freund hat vor Kurzem die Beziehung beendet, als er erfahren hat, dass sie eine Waise ist. Umso mehr überrascht es sie, als sie plötzlich Nachricht vom Tod ihrer Großmutter erhält, und sie fährt in ein kleines Dorf, um an der Bestattung teilzunehmen. Am letzten Tag der Beerdigungsfeier halten die Dorfbewohner ein merkwürdiges Ritual auf einem Hügel vor einem nahe gelegenen Berg ab; dabei warnen sie Hyoju, den Berg zu betreten. Als sie nach Hause zurückkehren will, betritt sie irrtümlich die verbotene Zone. Im gleichen Moment bemerkt sie, wie ein silbern glänzender Schatten aus ihrem Körper entweicht. Auf ihrem Weg trifft sie einen geheimnisvollen Mann namens Muyeong, der halb menschlich, halb göttlich ist, magische Kräfte besitzt und den Kreislauf des Waldes behütet. Er führt sie zu einem 1000-jährigen Ginkgobaum, dem eigentlichen Herrscher des Waldes, der alle seine Bewohner miteinander verbindet. Hyoju erfährt: Wenn es ihr nicht gelingt, ihren Schatten innerhalb der nächsten fünf Tage wiederzufinden, ist sie dazu verdammt, für immer als Geist im Wald umherzuirren. Zusammen mit Muyeong macht sie sich auf die Suche nach ihrem Schatten, und damit beginnt die wundervolle Geschichte von Hyoju und Muyeong, die den Leser in eine magische Welt entführt …<<

Dieser verrät auch schon sehr viel von den Grundzügen der Geschichte und fasst damit ca. die Hälfte des knapp 250 Seiten langen Buches zusammen, da mir gerade dieser erste Teil des Buches ziemlich belanglos und wenig ansprechend erschien.
Ich hatte meine Schwierigkeiten in die Geschichte hineinzufinden und mich mit der Protagonistin anzufreunden, mit der ich tatsächlich erst gegen Ende des Buches langsam warm geworden bin. Die meiste Zeit fand ich sie leider sehr unsympathisch und unfreundlich.
Auch mit dem Schreibstil konnte ich mich am Anfang gar nicht anfreunden, die Sätze kamen mir oft kurz und unzusammenhängend vor, ich kam überhaupt nicht in den Lesefluss.

Gegen Mitte des Buches wurde es dann etwas besser, die Zeit zwischen Hyoju und Muyeong im Wald wurde langsam greifbarer, es gab spannende Szenen und lustige Wortwechsel, und auch das Ende des Buches, quasi die Auflösung des Abenteurs haben mir gut gefallen und Freude bereitet. Ich muss jedoch gestehen, dass ich das Buch wahrscheinlich gar nicht so weit gelesen hätte, wenn ich es nicht im Rahmen einer Leserunde rezensieren würde.

FAZIT: Ob es an der anderen Erzählkultur liegt oder speziell an der Autorin kann ich leider nicht sagen, ich wurde insgesamt nur schwer warm mit der Geschichte und der
Protagonistin. Erst gegen Mitte/ Ende wurde es besser, was leider sehr schade und für mich viel verschenktes Potential ist.

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