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Veröffentlicht am 11.05.2021

Ein wenig vorhersehbar, aber trotzdem unterhaltsam

Höllenkind
1

Worum geht’s?
Eigentlich wollte Pathopsychologin Clara Vidalis ihre Freistellung für einen Kurzurlaub in Florenz nutzen. Doch kaum kann sie einmal entspannen, stolpert sie schon unverhofft in den nächsten ...

Worum geht’s?
Eigentlich wollte Pathopsychologin Clara Vidalis ihre Freistellung für einen Kurzurlaub in Florenz nutzen. Doch kaum kann sie einmal entspannen, stolpert sie schon unverhofft in den nächsten Fall. Der als Bluthochzeit bekannt gewordene mysteriöse Todesfall der Erbin einer der einflussreichsten Familien Italiens stellt nicht nur den Ermittler des Vatikans vor ein schier unlösbares Rätsel, sondern fordert auch von Clara einen Einsatz, der nicht nur ihr Leben in Gefahr bringt.


Meine Meinung
Mit mittlerweile acht Bänden besteht die Reihe um Ermittlerin Clara Vidalis nun doch schon eine ganze Weile. Trotzdem bin ich bisher irgendwie noch nicht dazu gekommen, die gesamte Reihe zu lesen und habe mich daher dazu entschlossen, einfach mal mitten drin einzusteigen.

Im Nachhinein betrachtet kann ich ehrlich gesagt nicht behaupten, dass mich Höllenkind wirklich vom Hocker gerissen hätte. Ohne alle sieben vorherigen Bücher zu kennen, bin ich mir aber auch nicht sicher, ob das nicht eventuell einfach ein Symptom einer durchaus langen Reihe darstellt.

Gut zurecht gekommen bin ich zunächst einmal mit den Figuren. Selbst ohne Vorwissen kommt man recht leicht hinter die Beziehungsdynamiken und versteht, wer wie mit wem zu tun hat. Dabei wirkten die einzelnen Protagonisten sogar auf mich recht lebendig, auch wenn mir sicherlich einige entscheidende Informationen bezüglich ihrer Entwicklung im Laufe der Reihe fehlen.

Die Handlung an sich hatte auf jeden Fall Potenzial, in der Umsetzung allerdings hätte ich dann doch an der ein oder anderen Stelle etwas mehr erwartet. So haben beispielsweise die Orts- und Perspektivwechsel theoretisch für Spannung sorgen können, da aber recht schnell ein massives Foreshadowing betrieben wurde, war mir spätestens auf der Hälfte des Buches klar, worauf das Ganze hinauslaufen würde.

Gelangweilt habe ich mich aber tatsächlich trotzdem nicht, denn der Weg dahin war recht unterhaltsam zu lesen und mit einer Menge mehr oder weniger kreativ ums Leben gekommener Figuren gespickt. Insgesamt würde ich Höllenkind daher durchaus als solide Thrillerunterhaltung bezeichnen, auch wenn das Buch sicherlich über die ein oder andere Schwäche verfügt, die es eben nicht zum ganz großen Kino macht.


Fazit
Auch wenn recht schnell klar wurde, worauf die Geschichte hinaus laufen würde, konnte mich Höllenkind praktisch über den gesamten Handlungsstrang hinweg mehr oder weniger gut unterhalten. Wer hier auf atemlose Spannung hofft, wird eventuell eher enttäuscht, nette Lesestunden kann man mit diesem Buch aber auf jeden Fall trotzdem verbringen.

Dafür verteile ich dreieinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.03.2021

Grundsätzlich ansprechend, in der Umsetzung aber nicht ganz überzeugend

Breakaway
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Worum geht’s?
Nach einem verhängnisvollen Zwischenfall flieht Lia aus ihrer Studienstadt nach Berlin, um dort für einige Zeit den Kopf frei zu bekommen. Das funktioniert kurzzeitig auch gut, bis sie auf ...

Worum geht’s?
Nach einem verhängnisvollen Zwischenfall flieht Lia aus ihrer Studienstadt nach Berlin, um dort für einige Zeit den Kopf frei zu bekommen. Das funktioniert kurzzeitig auch gut, bis sie auf Noah trifft und sich in ihn verliebt. Denn nachdem ihr Selbstvertrauen so stark verletzt wurde, fällt es ihr schwer, wieder Vertrauen zu jemandem aufzubauen – und die eine Sache, die Noah überhaupt nicht leiden kann, sind Geheimnisse. Ausgerechnet das, wovon Lia eine ganze Menge mit sich herum schleppt.


Meine Meinung
Mir fällt es noch immer nicht gerade leicht, meine Meinung zu diesem Buch in Worte zu fassen. Auf der einen Seite möchte ich wirklich gerne begeistert sein, da die Geschichte viele gute Ansätze hat und theoretisch ein echtes Highlight meines Lesejahres hätte werden können. Auf der anderen Seite sind da allerdings auch einige Kritikpunkte, die sich leider recht stark in meinem Gesamteindruck niederschlagen und es mir dadurch erheblich erschweren, zu einem stimmigen Gesamturteil zu kommen.

Was mich zunächst einmal sehr angesprochen hat, waren zum einen das toll gestaltete Cover, zum anderen aber auch das Setting in Deutschland. Bei der Masse an in Amerika spielenden New Adult Büchern war das für mich ein wirklich großer Pluspunkt, der die Handlung an sich für mich ein wenig greifbarer gemacht hat.

Auch die Grundidee hinter dieser Geschichte war nicht schlecht, da sie sich eigentlich wunderbar dazu eignet, um wichtige Punkte und Thematiken anzusprechen. Ich persönlich habe aber einfach unglaublich lange gebraucht um in die Handlung hinein zu finden und konnte mich dann mit der Geheimniskrämerei um die entscheidenden Ereignisse einfach nicht anfreunden.

Schwierig wurde es dann für mich aber vor allem bei den Charakteren. An sich ist insbesondere das Umfeld der Protagonisten in Berlin ein wirklich toller Haufen, mit dem ich in der Realität sicherlich gerne meine Zeit verbringen würde. Gerade auch diese Gruppendynamik hat mich nach diesem doch ein wenig enttäuschenden Buch dazu gebracht, auch Teil zwei der Reihe eine Chance geben zu wollen.

Problematisch fand ich aber so ein wenig die Konzipierung der Beziehung zwischen Lia und Noah. Wirklich gefühlt habe ich die beschriebene Anziehung zwischen den beiden ehrlich gesagt nicht, und auch isoliert betrachtet hat es mir bei Lia so ein wenig an Mehrdimensionalität gefehlt, was ich angesichts ihrer eigenen Storyline wirklich am stärksten bedauert habe.


Fazit
Insgesamt habe ich mich mit diesem Buch wirklich ein wenig schwer getan. Grundsätzlich mochte ich die Idee der Geschichte zwar, und auch die Charaktere haben in ihrer Dynamik insgesamt eine ganze Menge Charme. Die Umsetzung liegt mir aber noch immer ein wenig schwer im Magen und macht es mir aktuell unmöglich, wirklich begeistert zu sein. Vielleicht ändert sich mein Eindruck bei einem möglichen Reread noch einmal, im Moment war das für mich aber einfach noch nicht so das Wahre.

Dafür vergebe ich dreieinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.03.2021

Interessante, aber stellenweise leider auch schwächelnde Familiengeschichte

Junge Frau, am Fenster stehend, Abendlicht, blaues Kleid
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Worum geht’s?
Germanistikstudentin Hannah weiß mit ihren 27 Jahren noch immer nicht so wirklich, was sie eigentlich vom Leben will. Mit einer halbherzigen Promotion zögert sie die Entscheidung hinaus – ...

Worum geht’s?
Germanistikstudentin Hannah weiß mit ihren 27 Jahren noch immer nicht so wirklich, was sie eigentlich vom Leben will. Mit einer halbherzigen Promotion zögert sie die Entscheidung hinaus – bis sie zufällig auf den Brief einer israelischen Anwaltskanzlei stößt, der ihre Großmutter als die Erbin eines enteigneten jüdischen Kunsthändlers ausweist. Evelyn jedoch weigert sich standhaft, auch nur ein Detail aus ihrer Vergangenheit preis zu geben, und so macht sich Hannah eben auf eigene Faust daran, mehr über ihre Familiengeschichte herauszufinden.


Meine Meinung
Dieses Buch erfüllt mit Sicherheit einige Kriterien, die für mich eine wirklich gute Familiengeschichte ausmachen. Nichtsdestotrotz haben mir Einstieg und Schluss der Geschichte erhebliche Schwierigkeiten bereitet, was mich noch immer ein wenig enttäuscht.

Zu Beginn fiel es mir erstaunlich schwer, in die Handlung hinein zu finden. Irgendwie habe ich weder zu den Charakteren, noch zu den einzelnen Ereignissen einen Zugang gefunden und musste mich seitenweise wirklich zwingen, weiterzulesen.

Mit der Zeit wurde das wesentlich besser, was meiner Meinung nach insbesondere an den Sprüngen zwischen Vergangenheit und Gegenwart lag. Die unterschiedlichen Figuren wurden wesentlich authentischer und auch die Handlung nahm ordentlich an Fahrt auf. Nach gut dem ersten Viertel hatte ich daher auch wirklich Spaß am Lesen und wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.

Was dann allerdings wieder nicht ganz so rund lief, war der Schluss. Irgendwie kamen mir die letzten paar Kapitel zunehmend gehetzt vor, einzelne Entwicklungen und Handlungsstränge wurden nicht mehr wirklich erzählt, sondern eher in einem Nebensatz abgearbeitet. Zufriedenstellend gelöst fand ich das persönlich nicht, was mich angesichts der zuvor wirklich gut aufgebauten Spannung doch schon eher stark enttäuscht hat.


Fazit
Diese Familiengeschichte macht in ihrer Mitte vieles richtig gut, aber um an diesen Punkt zu kommen, muss man als Leser wirklich ein wenig Durchhaltevermögen an den Tag legen. Auch das Ende hätte man meiner Meinung nach wesentlich besser gestalten können, was insgesamt einfach sehr schade war. Der restliche Teil der Geschichte ist absolut gelungen und konnte mich über weite Strecken der Handlung hinweg begeistern, da mir persönlich jedoch viel an schlüssigen Enden liegt, kann ich diesen Kritikpunkt in meiner Bewertung leider nicht ignorieren.

Von mir gibt es dafür dreieinhalb Bücherstapel.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.01.2021

Tolle Ideen, die aber nicht immer praktikabel umsetzbar sind

Super fresh
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Meine Meinung
Das Konzept Schnell und gesund im Alltag kochen hat mich auf jeden Fall direkt angesprochen und meine Neugierde auf die Rezepte geweckt. Leider hat sich die Idee in der Umsetzung dann teilweise ...

Meine Meinung
Das Konzept Schnell und gesund im Alltag kochen hat mich auf jeden Fall direkt angesprochen und meine Neugierde auf die Rezepte geweckt. Leider hat sich die Idee in der Umsetzung dann teilweise als eher unpraktisch erwiesen.

Ich kann an dieser Stelle keinerlei Erfahrungswerte über das Angebot australischer Supermärkte anbringen, in meiner Umgebung habe ich jedoch nicht mal eben so alle Zutaten für die Rezepte in diesem Buch kaufen können. Insbesondere exotischere Zutaten wurden dann außerdem in so geringem Maße benötigt, dass man sich noch etwas einfallen lassen musste, um Reste zu verwerten und sie nicht unnötig verderben zu lassen.

Insgesamt habe ich jetzt zwar ein paar spannende Ergänzungen für meinen Kochalltag gefunden, der Arbeitsaufwand für einige Rezepte lässt mich das Konzept des Buches bezogen auf meinen Alltag allerdings ein wenig in Frage stellen. In der Heimat der Autorin mag das vielleicht super funktionieren, ich stoße bei diesem Buch aber hin und wieder auf Schwierigkeiten, die mir meine bisherige Kochroutine dann doch ein wenig attraktiver erscheinen lassen.


Fazit
Von der Grundidee her gefällt mir dieses Kochbuch auf jeden Fall sehr gut, in der Umsetzung stoße aber zumindest ich an Grenzen, die überwiegend durch das lokale Angebot der umliegenden Lebensmittelgeschäfte bedingt sind. Einfach und praktisch sind definitiv nicht alle Rezepte umzusetzen, was das Kochbuch in meinen Augen zwar zu einer netten Ergänzung für die Küche, aber nicht zu einem absoluten Must – have macht.

Dafür gibt es von mir dreieinhalb Bücherstapel.

Veröffentlicht am 22.12.2020

Eine Achterbahn der Situationskomik

Sauer macht listig
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Worum geht’s?
Nach 22 Ehejahren eröffnet zu bekommen, dass der eigene Ehemann eine Affäre mit einer wesentlich jüngeren Frau hat – das trifft Elenor völlig unvorbereitet. Ohne ein abgeschlossenes Studium ...

Worum geht’s?
Nach 22 Ehejahren eröffnet zu bekommen, dass der eigene Ehemann eine Affäre mit einer wesentlich jüngeren Frau hat – das trifft Elenor völlig unvorbereitet. Ohne ein abgeschlossenes Studium oder einen Beruf steht sie wenig unabhängig da, doch kampflos in einer unglücklichen Ehe versauern, dass sieht sie erst recht nicht ein. Voller Tatendrang stürzt sie sich also in eine mitunter ganz schön skurrile Phase der Selbstfindung und entdeckt dabei Seiten an sich, die sie Jahre zuvor nicht für existent gehalten hätte.


Meine Meinung
Schon das Wortspiel im Titel verspricht eine Geschichte mit viel Augenzwinkern und einem ordentlichen Rachefeldzug. Prinzipiell bekommt man auch genau das in diesem Buch geliefert, ob die inhaltliche Umsetzung dieser Richtung dann allerdings auch jedem Hörer zusagt, steht noch mal auf einem anderen Blatt.

Gut gefallen hat mir zunächst einmal die Sprecherin. Die Intonation hat größtenteils stimmig und natürlich gewirkt, und auch die einzelnen Charaktere ließen sich durch individuelle Sprachmuster besser auseinanderhalten.

So ein wenig meine Probleme hatte ich dann aber tatsächlich mit den Figuren. Insbesondere Elenor kam mir an einiger Stelle ein wenig arg sprunghaft vor, auch wenn ich aufgrund ihrer Ausgangssituation natürlich nicht mit einer vollkommen in sich ruhenden und daher ausschließlich logisch handelnden Persönlichkeit gerechnet habe. Nichtsdestotrotz konnte ich da gedanklich nicht immer anknüpfen und blieb dementsprechend auch hin und wieder mal ein wenig verwirrt zurück.

Auch die Handlung an sich war mir an mancher Stelle nicht greifbar genug, was aber vermutlich zu einem großen Teil einfach daran lag, dass ich nicht wirklich zur Zielgruppe dieser Geschichte gehöre. Wer aber Lust auf einen unterhaltsamen Selbstfindungstrip der Protagonistin hat, der wird an diesem Hörbuch definitiv seine Freude haben.


Fazit
Grundsätzlich ist Sauer macht listig eine durchaus nette Geschichte, bei der man einfach mal abschalten und zuhören kann. Viel Humor und der ein oder andere skurrile Charakter sind hier ebenfalls enthalten, was das Hörerlebnis insgesamt wirklich angenehm macht. Allerdings gehe ich stark davon aus, dass ich eher weniger zur Zielgruppe gehöre und mich die Geschichte daher nicht vollkommen ansprechen konnte.

Von mir gibt es dafür dreieinhalb Bücherstapel.

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  • Charaktere