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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.07.2022

Neustart nach 15 Jahren

Morgen kann kommen
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In Ildiko von Kürthy neustem Roman "Morgen kann kommen" dreht sich alles um Neuanfang in unterschiedlichen Konstellationen, wobei 5 Menschen zufällig in einer alten Villa aufeinander treffen.

Ausgangspunkt ...

In Ildiko von Kürthy neustem Roman "Morgen kann kommen" dreht sich alles um Neuanfang in unterschiedlichen Konstellationen, wobei 5 Menschen zufällig in einer alten Villa aufeinander treffen.

Ausgangspunkt ist Ruth, die durch ein zerrissenes Foto im einer Drogerie von der Affäre ihres Mannes erfährt. Jahrelang hat sie sich ihrem egoistischen und selbstverliebten (Schauspieler) Ehemann Karl untergeordnet und ihr eigenes Leben völlig nach ihm ausgerichtet und sich dabei völlig aufgegeben. Nun flüchtet sie Hals über Kopf in die Villa ihrer Großeltern, wo ihre Schwester Marie (nennt sich mittlerweile Gloria) ein offenes Haus für alle möglichen gestrandeten Menschen betreibt. Die beiden Schwestern haben seit 15 Jahren nicht mehr miteinander gesprochen, als es durch Karls Intrige zu einem Verwürfnis zwischen ihnen gekommen ist. Die beiden Frauen haben nie über die damaligen Ereignisse gesprochen oder versucht es aufzuklären.

Dann gibt es noch den todkranken Rudi, welcher sich bereits seinen eigenen Todestag in wenigen Tagen ausgesucht hat und vorher aber noch einiges klären möchte. Außerdem versucht der übergewichtige Erdal in einer Abnahmeklinik ein paar Kilos zu verlieren, doch so richtig wohl fühlt er sich da nicht und sucht immer mehr die Nähe seiner Freundin Gloria und deren Gäste. Schließlich tauch noch Erdals Cousine Fatma auf, die dringend eine Auszeit braucht um sich über einiges klar zu werden.

Allen ist gemeinsam, dass sie einen Neuanfang wagen wollen, aber nicht sicher sind, ob Sie den Mut und Kraft haben die Vergangenheit und entstandenen Verletzungen wirklich hinter sich lassen zu können. Besonders die beiden Schwestern müssen lernen, sich wieder aufeinander einzulassen und über die Missverständnisse offen zu reden.

Wird es Ihnen der Neuanfang gelingen oder sich die "eingefahrenen Wege" doch bereits zu tief um sie noch einmal verlassen zu können?

Das Buch "Morgen kann kommen" vermittelt einen das Gefühl, dass man einen Neuanfang doch wagen soll, denn nur so kann man auch wieder glücklich werden. Es bringt nichts, weiter im alten Leben auszuharren, auch wenn man merkt, dass man sich darin verloren hat oder nicht mehr glücklich und zufrieden ist. Es gibt nur das eine Leben und man sollte das Beste für sich selber daraus machen und nicht nur das Gläck von anderen abhängig machen.
Besonders gefallen haben mir die eingestreuten bunten Illustrationen im Buch, die ich so noch in sehr sehr wenigen Büchern angetroffen habe.

  • Einzelne Kategorien
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  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.07.2022

Vom amerikanischen Rebell zum neuen englischen Earl

Secret Royal
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Nick lebt eigentlich ein ruhiges und recht beschauliches Leben in Amerika, doch sein Leben wird durch eine Email von seinem unbekannten Großvater in England gehörig durcheinander gewirbelt.

Er soll den ...

Nick lebt eigentlich ein ruhiges und recht beschauliches Leben in Amerika, doch sein Leben wird durch eine Email von seinem unbekannten Großvater in England gehörig durcheinander gewirbelt.

Er soll den Titel "Earl of Englefield" von seinem schwer kranken Großvater übernehmen, obwohl dieser ihn bisher nicht wirklich als Enkel anerkennen wollte.
Mit einigen Überredungskünsten schafft es Brooke, die Assitentin des alten Earls, ihn schließlich nach England zu holen.

Eigentlich will Nick so schnell wieder zurück nach Amerika, aber besonders das Kribbeln zwischen ihm und Brooke lässt ihn doch immer länger in England zu bleiben.

Besonders Booke wehrt sich mit allen Mitteln gegen ihre aufkommenden Gefühle für Nick, denn nach einer schlechten Erfahrung mit ihrem Exfreund will sie sich nicht wieder mit einem "Prominenten" einlasen.

Während Nick mir sympathisch rüberkommen ist, bin ich mit dem Verhalten von Brooke nicht immer so richtig warm geworden.
Der Schreibstil von Avery Flynn hat mit gefallen, auch wenn die Geschichte häufiger ziemlich vorhersehbar war und gerade zum Ende einige unglaubhafte "Zufälle" und Wendungen hatte. Dadurch fällt es mir auch ein bisschen schwer das Buch einzuorden. Es war eine typische (royale) Liebesgeschichte, die mir wahrscheinlich nicht lange in Erinnerung bleiben wird. als leichte Sommerlektüre für zwischendurch war es ganz gut, aber ich bin mir noch unsicher ob ich Teil 2 und 3 der Reihe noch lesen will. Aber bis Januar 2023 und Juli 2023 kann ich es mir ja noch überlegen.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 06.03.2021

Tess Hjalmarsson ermittelt wieder

Cold Case – Das gezeichnete Opfer
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Tina Frennstadt hat mit "Cold Case - Das gezeichnete Opfer" bereits den 2. Fall um die Ermittlerin Tess Hjalmarsson vorgelegt.

Dieses Mal dreht es sich um einen alten Fall um den bisher ungeklärten Mord ...

Tina Frennstadt hat mit "Cold Case - Das gezeichnete Opfer" bereits den 2. Fall um die Ermittlerin Tess Hjalmarsson vorgelegt.

Dieses Mal dreht es sich um einen alten Fall um den bisher ungeklärten Mord an einem jungen Pianisten. Tess und ihren Kollegen bleibt nur ganz wenig Zeit den Fall zu lösen, denn die Einheit soll aus Spargründen aufgelöst werden.

Ausgangspunkt ist der aktuelle Leichenfund an einer umstrittenen Künstlerin, die an einem Leuchtturm gefunden wird. Die einzige Verbindung zu dem alten Fall ist eine seltene Lehmart.
Tess und ihre Kollegen versuchen die alten Freunde und auch Beschuldigten des jungen Pianisten aufzuspüren, um den Fall doch noch zu klären.

Tina Frennstedt erzählt nicht nur den beruflichen Alltag, sondern auch Tess Privatleben nimmt wieder einen gewissen Raum.

Für mich persönlich kam der aktuelle Fall in der Geschichte zu, denn es drehte sich nahezu nur um alten Fall. Erst mit der Lösung des Falles wurde die Verbindung zwischen den beiden Morden kurz angesprochen, die ich so nicht erwatet hätte. Zwar gab es ein paar überraschende Wendungen, doch nach dem bestehenden Klappentext hat mich das Buch insgesamt ein wenig enttäuscht. Ich hatte da einfach andere Erwartungen gehabt. Gebe es einen anderen Klappentext (wo mehr der "alte" Fall im Vordergrund steht, wäre meine Meinung vielleicht anders ausgefallen.

Es war ein Krimi, welche mich nicht immer voll überzeugen konnte, aber ich würde weitere Fälle mit Tess lesen. Gerade wo im Privatleben noch einige offene Fragen geblieben sind. Aus diesem Grund gebe ich dieses Mal 3,5 Sterne, welche ich ggf. auf 4 Sterne aufrunde (wenn es keine halben Sterne gibt).

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Spannung
  • Charaktere
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Veröffentlicht am 24.01.2021

Der Traum von der Musikkarriere

One Last Song
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Rileys großer Traum ist es, als Sängerin in New York erfolgreich zu sein, aber bisher fehlte ihr das nötige Quentchen Glück. Sie hat mit ihrem Vater eine Vereinbarung getroffen, dass sie 2 Jahre Zeit hat ...

Rileys großer Traum ist es, als Sängerin in New York erfolgreich zu sein, aber bisher fehlte ihr das nötige Quentchen Glück. Sie hat mit ihrem Vater eine Vereinbarung getroffen, dass sie 2 Jahre Zeit hat um ihren Traum zu verwirklichen, ehe sie nach Hause zurückkehren soll.

Bei ihrem Kellnerjob lernt sie zufällig Julian kennen, der bereits sehr erfolgreich in einer Band als Musiker ist. Eigentlich hatte er sich geschworen nie wieder einer Frau zu nah zu kommen, die auch auf die Bühne will, doch Riley will ihn einfach nicht aus dem Kopf gehen. Seine Exfreundin hatte das Beziehungsende medienwirksam zum pushen ihrer eigenen Karriere genutzt und Julian fürchtet sich vor einer Wiederholung.

Doch Riley will zunächst nur von Julians musikalischen Erfahrungen lernen und nichts mit den Medien zutun haben. Doch schneller als ihnen beiden lieb ist, kommt die Beziehung doch an die Öffentlichkeit. Riley erkennt, wie schwer eín Leben in der Öffentlichkeit sein kann und stellt alles in Frage.

Hat die Beziehung von Julian und Riley doch noch eine Chance und wird sie ihren großen Traum doch noch verwirklichen.

"One last song" von Nicole Böhm ist der Auftakt einer 3 teiligen Reihe, die sich u.a. um die New York Music & Stage Academie dreht.

Obwohl das Buch abwechselnd aus Sicht von Julian und Riley geschrieben ist, konnte es mich nicht wirklich überzeugen und mitreißen. Ich empfand die Charaktere als eher "flach" dargestellt und die Story in manchen Stellen als etwas langatmig. Leider hat für mich die Autorin viel vom Potential verschenkt, denn eigentlich gefiel mir der Klappentext recht gut. Aus diesem Grund vergebe ich dieses Mal 3,5 Sterne.

Veröffentlicht am 19.01.2020

Schuld aus der Vergangenheit

Das Ritual des Wassers
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"Das Ritual des Wassers" von Eva Garcia Saenz ist der 2. Fall um den Inspector "Kraken".

Dieses Mal muss er den Mord an einer alten Bekannten aufklären, die in einem alten historischen Wasserkessel ertränkt ...

"Das Ritual des Wassers" von Eva Garcia Saenz ist der 2. Fall um den Inspector "Kraken".

Dieses Mal muss er den Mord an einer alten Bekannten aufklären, die in einem alten historischen Wasserkessel ertränkt wird. Schnell wird klar, dass es eine Verbindung zu einem Ferienlager von 1992 gibt, an dem Kraken mit seinen Freunden teilgenommen hat. Nach und nach geschehen weitere Morde, die alle irgendwie mit der Freizeit 1992 zusammenhängen.

Für den Leser bleibt die Spannung die ganze Zeit erhalten, da die Autorin es geschickt schafft, zwei Zeitebenen miteinander zu verweben. Zum einen die Gegenwart zum anderen das Ferienlagen aus den 90ger Jahren. Schafft es Kraken noch rechtzeitig den scheinbaren Serienmörder zu fassen oder liegt der Schlüssel doch in der Vergangenheit begraben?

Der Autorin gelingt es gekonnt, immer mal falsche Spuren zu legen, so dass für mich die Auflösung - besonders für die Vorkommnisse in dem Ferienlager ziemlich überraschend kam. Es war für mich zwar nicht unbedingt ein Thriller, aber auf jeden Fall ein Krimi, der mich gut unterhalten konnte.
Ich freue mich daher auch bereits auf den dritten Fall "Die Herren der Zeit", der Ende März 2020 veröffentlicht wird.