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Veröffentlicht am 11.03.2021

Grandioses Buch

Save Me
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Sie kommen aus unterschiedlichen Welten.
Und doch sind sie füreinander bestimmt.

Geld, Glamour, Luxus, Macht - all das könnte Ruby Bell nicht weniger interessieren. Seit sie ein Stipendium für das renommierte ...

Sie kommen aus unterschiedlichen Welten.
Und doch sind sie füreinander bestimmt.

Geld, Glamour, Luxus, Macht - all das könnte Ruby Bell nicht weniger interessieren. Seit sie ein Stipendium für das renommierte Maxton Hall College erhalten hat, versucht sie in erster Linie eins: ihren Mitschülern so wenig wie möglich aufzufallen. Vor allem von James Beaufort, dem heimlichen Anführer des Colleges, hält sie sich fern. Er ist zu arrogant, zu reich, zu attraktiv. Während Rubys größter Traum ein Studium in Oxford ist, scheint er nur für die nächste Party zu leben. Doch dann findet Ruby etwas heraus, was sonst niemand weiß - etwas, was den Ruf von James‘ Familie zerstören würde, sollte es an die Öffentlichkeit geraten. Plötzlich weiß James genau, wer sie ist. Und obwohl sie niemals Teil seiner Welt sein wollte, lassen ihr James - und ihr Herz - schon bald keine andere Wahl ...

Ich liebe Badboy- Goodgirl Bücher und deshalb habe ich mich schon lange auf dieses Buch gefreut, da es im deutschen YA Genre quasi schon ein Klassiker ist. Ich habe allerdings auch schon viel Kritik an diesem Buch gehört und war mir dann unsicher, ob es tatsächlich meinen Geschmack treffen wird. Denn was diese Geschichten angeht bin ich sehr wählerisch, da es einfach schon so eine Menge von ihnen gibt. Wenn es euch allerdings nicht ausmacht ein Buch mit ein paar Klischees zu lesen, dann solltet ihr nicht lange nachdenken und das Buch einfach lesen. Mich konnte es auf jeden Fall überzeugen, für mich ist es definitiv ein Highlight.
Ruby ist mir sehr sympathisch, denn ich mag organisierte Personen. Mir gefällt es, wie sie für das kämpft, was sie will und mir gefällt es, wie sie das mit einer unglaublichen Eleganz meistern zu scheint. Ihr Planer würde ich wirklich mal gerne sehen. Manchmal wünschte ich, dass auch ich mehr wie Ruby wäre. Denn ganz ehrlich ich bin zwar ein sehr organisierter Mensch, aber das mit den Listen funktioniert bei mir eher weniger. Jedenfalls ist es sehr erfrischen, dass man bei dem „Goodgirl“ auch mal sieht, dass sie nicht immer den „Badboy“ braucht um aus sich raus zu kommen, wenn ihr etwas wichtig ist, so wie Oxford, kann sie sich ganz alleine darum kümmern. Durch ihre Zielstrebigkeit wird sie auch sehr mutig und wenn ihr etwas in die Quere kommt, ist sie bereit, dass selbst zu regeln und für sich und ihre Träume zu kämpfen. Ich finde das sehr bewundernswert. Ruby hat auf jeden Fall einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.
Bei James geht der Charakter dann schon extrem mehr ins Klischee, er ist ein reicher verwöhnterJunge mit reichen, verwöhnten Freunden und lässt die Sau raus auf. Dazu darf natürlich nicht der grausame Vater fehlen, der ihn unbedingt als nachfolgenden Geschäftsführer will. Dieser reiche, verwöhnte Junge baut natürlich erneut scheiße und auf einmal ist der grausame Vater einverstanden damit, eine Bestrafung zu verhängen. Ist nichts sonderlich neues, kann man auch auf Portalen wie Wattpad lesen und dort sogar umsonst. Was aber wichtig ist, ist was die Autorin aus diesen Klischees macht, denn wenn diese gut ausgearbeitet sind, können sie auch Freude machen. Denn schließlich gibt es so viele Geschichten darüber, weil wir es eben so gerne lesen und ganz ehrlich wenn euch dieses Klischee nicht gefällt, solltet ihr einfach nicht zu solchen Büchern greifen, denn das wird ja im Klappentext schon deutlich. Ich finde jedoch, dass auch James ein toller Charakter ist, er ist eben gefangen in seinem Hass und seiner Trauer und ganz ehrlich wenn man sich in seine Lage versetzt ist das auch echt nachvollziehbar, trotzdem muss ich gestehen, wenn James jetzt noch viel mehr Fehler macht, wird es echt grenzwertig. Er hat sich jetzt schon viel erlaubt und auch wenn sein guter Wille immer mal wieder durchblitzt, kann es sein, dass das einfach nicht ausreicht. Ich finde allerdings, dass diese Fehler den Charakter auch so realistisch machen, denn ist einfach nicht wahrscheinlich, dass sich ein Mensch von jetzt auf gleich ändert, „nur“ weil er jetzt interessiert an einer Frau ist. Das ist auch gut so, sonst wären wir nämlich wieder am typischen YA Problem, wo der männliche Charakter quasi außer seiner Liebe zu der Protagonistin keine Charaktereigenschaften hat. Meiner Meinung nach ist James ein ausgeprägter Charakter, der zwar extrem klischeehaft gestaltet wurde, aber das ist ja nicht unbedingt etwas schlechtes.
Kommen wir zu der brillanten Autorin hinter dieser ergreifenden Geschichte. Ach Mona Kasten, du hast es erneut geschafft, mich für deine Geschichte zu begeistern. Dein lockerer Schreibstil und deine tollen Geschichten ziehen mich einfach jedes Mal in ihren Bann, sei es die Again Reihe oder jetzt auch die Save me Reihe, ich bin ein Fan! Bis jetzt habe ich noch kein schlechtes Buch von dir gelesen und das ist wirklich Wahnsinn, ich hoffe du machst so weiter und versorgt uns noch viele Jahre mit grandiosem Lesestoff. Jetzt mache ich mich gespannt auf den Weg das zweite Buch zu lesen und auch, wenn ich von solchen Reihen meistens nicht so überzeugt bin, glaube ich, dass wenn es einer schafft, dann du.
Fazit: Jeder der keine Klischees möchte, sollte die Finger von diesem Buch lassen. Jeder der allerdings an dem Klappentext Interesse gefunden hat, sollte es auf jeden Fall lesen, denn es ist ein großartiges Buch und es gibt sogar den ein oder anderen Plottwist, mit dem ich nicht gerechnet hätte. Eine klare Leseempfehlung von mir!

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Veröffentlicht am 07.03.2021

Wow, wow, wow

Das Lied der Krähen
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Kleine Vorabinfo: Ich habe dieses Buch auf Englisch gelesen und falls ihr euch dies ebenfalls überlegt, solltet ihr euch sicher sein, dass die Worte hier teilweise sehr speziell gewählt wurden und sich ...

Kleine Vorabinfo: Ich habe dieses Buch auf Englisch gelesen und falls ihr euch dies ebenfalls überlegt, solltet ihr euch sicher sein, dass die Worte hier teilweise sehr speziell gewählt wurden und sich dieses Buch somit nicht unbedingt als Einsteigergeschichte eignet. Habt ihr allerding schon mehrere Fantasy Bücher auf Englisch verschlungen und es genossen, könnt ihr das Buch mit gutem Gewissen auf Englisch kaufen.
Nun zur eigentlichen Rezension:
Hier ein kleiner Ausschnitt, der mich wirklich berührt hat:
„Many boys will bring you flowers. But some day you`ll meet a boy who will learn your favourite flowers, your favourite song, your favourite sweet. And even if he is too poor to give you any of them, it won´t matter because he will have taken the time to know you as no one else does. Only that boy earns your heart.“
In diesem Buch geht es um sechs Außenseiter. Das Leben spielt ihnen übel mit und so kommt es dazu, dass Kaz Brekker, ein Gang Anführer, sie überredet sich auf einen beinahe unmöglichen Raub einzulassen. Auf dem Weg dahin müssen sie allerdings so einige Umwege gehen.
Normalerweise, finde ich es immer schwierig diese Bücher der Kategorie: Ist seinen Hype wert. oder Ist seinen Hype nicht wert. einzuordnen. Hier fällt es mir allerdings extrem leicht, denn die Autorin hat ihren Ruhm wirklich verdient. Auf den ersten Seiten war ich zwar zuerst etwas skeptisch, da es sich hier wirklich auch um ein sehr strategisches Buch handelt, im Mittelpunkt steht wirklich die Handlung und der Plot und nicht die Liebe (welche aber dennoch eine tolle Begleitrolle spielt) und ehrlich gesagt, sind die ersten hundert Seiten ein wenig zäh, danach wird es aber richtig gut. Was man dazu sagen muss, ein ausgezeichnet guter Plot, er nimmt dich mit auf eine Achterbahn und wenn du denkst: Jetzt ist es vorbei! , dann kommt von irgendwo her ein Kaz Brekker mit einem Masterplan vorbei. Da wären wir auch schon bei dem Charakter, der dieses Buch mitunter wirklich einzigartig macht. Er ist nicht nur ein gebrochener Junge, sondern auch ein Masterplan, der sich nicht zu schade ist seine Hände dreckig zu machen für Geld und seine Liebste. Teilweise hat er mich ein wenig an den Professor von Haus des Geldes erinnert, und das meine ich durchaus positiv. Ich war mir schon vorher sicher, dass Kaz Brekker mein Herz erobern würde und ich hatte recht. Wer auf den mysteriösen Badboy, mit genialen Plänen, schwarzen Haaren und ausgeklügelten Plänen steht, der wird sich wohl oder übel einen Kaz Brekker Schrein errichten müssen ; ) , denn genau das ist er.
Doch unerwarteter Weise, waren es nicht nur Kaz und Inej, die mich von sich überzeugen konnten. Überraschend schnell, war ich nämlich ein Riesen Fan von Nina und Matthias. Jeder von ihnen hat eine spannende Persönlichkeit. Vor allem Nina, diese selbstbewusste, charmante Frau kann man nur lieben. Ihre Enemies to Lovers Geschichte hatte unfassbar interessante Wendungen und hat mich wirklich in ihren Bann gezogen. Ich hätte es nicht gedacht, doch in diesem Buch stimme ich tatsächlich der Autorin bezüglich der Pärchen voll und ganz zu. Ich hoffen, dass wir im zweiten Band auch noch mehr von Jesper und Wylan erfahren werden, denn diese süße Beziehung will mir auch nicht mehr aus dem Kopf. Arrrrgh, ich bin so verliebt in diese Geschichte!
Ich kann nur sagen, dass ich mir jeden gesprochenen und unausgesprochenen Satz dieses Buchs mit Freude in mein Zimmer tapezieren, oder ihn sonst auf eine Weise bei mir tragen würde. Jedem der Fantasy liebt, kann ich dieses Buch nur empfehlen, die Storyline ist spannend und ebbt nicht ab, die Charaktere sind facettenreich und haben alle etwas Reizendes an sich. Die Worte sind toll gewählt und werden mit einem großartigen Schreibstil zu einem noch großartigeren Buch.
Ich bin gespannt, wie die Serie wird, denn dieser schaue ich schon jetzt freudig entgegen.

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Veröffentlicht am 07.03.2021

Ein Fantasyhighlight

Grischa 1: Goldene Flammen
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Hier ein kleiner Ausschnitt:
„The problem with wanting“ , he whispered, his mouth trailing along my jaw until it hovered over my lips, „is that it makes us weak.“ Um schon einmal vorneweg unseren Badboy ...

Hier ein kleiner Ausschnitt:
„The problem with wanting“ , he whispered, his mouth trailing along my jaw until it hovered over my lips, „is that it makes us weak.“ Um schon einmal vorneweg unseren Badboy den Dunklen zu zitieren.
Neue Probleme erfordern neue Lösungen. Das muss die durchschnittliche Kartografin, Alina Starkov, auf die harte Art lernen. Als sie mit ihrem Kindheitsfreund Mal und der weiteren Armee des Zaren die Schattenflur durchqueren muss. Denn dort kommt es zu Komplikationen, die Alina dazu bringen, etwas in sich hervorzuholen, dessen sie sich nie wirklich bewusst war. Ihre Kraft bleibt allerdings nicht lange unbekannt, denn schon bald ist sie unter den Fittichen des Dunklen.
Die Meinung zu der Shadow and Bones Serie ist häufig ziemlich zwiegespalten, die meisten lieben das Buch oder sind der Meinung es ist ein Flop. Aufgrund dessen, war ich mir unsicher, ob ich es wirklich lesen sollte. Doch als ich dann gesehen habe, dass es der Auftakt zu der „Das Lied der Krähen“- Dilogie ist, wollte ich es doch lesen. Schon am Anfang wurde ich positiv überrascht, durch den angenehmen Schreibstil, findet man schnell in die Geschichte herein und ich wollte so schnell auch gar nicht mehr raus. Das erste Buch ist noch ziemlich kurzgehalten, was ich gut finde, denn so bleibt man länger dran und ich habe es sogar geschafft, das Buch an einem Tag zu verschlingen. Die Seitenzahl steigert sich dann aber mit den Büchern.
Die Charaktere haben alle ihren eigenen Charme und sind auf ihre Art interessant und liebenswert. Doch das kann es einem in diesem Buch auch wirklich schwer machen, denn im letzten Viertel des Buchs ist mir aufgefallen: Eigentlich finde ich, dass jeder Mann recht gut zu Alina passt. Sie bringen auf jeden Fall neue Seite in ihr hervor und es ist wirklich einfach, sich mit den Charakteren anzufreunden. Ich denke, hier ist für jeden Geschmack etwas dabei. Diese grundsätzlich verschiedenen Charaktere führen einen großen Teil zu diesem grandiosen Buch bei. Denn jeder Charakter handelt anders, denkt anders und fühlt anders. Das macht die Geschichte wirklich wahnsinnig süchtig machend. Es wird meiner Meinung nach nie langweilig und ich habe meine Augen nur schwer wieder von den Seiten wegzerren können. Das habe ich allerdings ehrlich gesagt aber schon geahnt, denn Leigh Bardugo hat wirklich großes Talent. In ihren Charakteren finde ich jedes Mal aufs Neue wieder einzigartig, liebenswerte Details.
Ein besonders spannender Charakter: Der Dunkle. Hier haben wir wieder unseren mysteriösen Badboy mit einer tragischen Vergangenheit, schwarzen Haaren und einer großen Portion Anziehungskraft. Er scheint mit seinen beeindruckenden Plänen immer ein Schritt voraus und kann somit nicht nur mit gutem Aussehen, sondern auch mit Intelligenz punkten. Doch er hat noch ein weiteres Talent: er schafft es unverwechselbar gut eine Maske aufrecht zu erhalten. Ehrlich gesagt, würde Alina doch noch zu einem Bösewicht werden, wären sie das beste Paar, dass man sich vorstellen kann. Ohne Zweifel würden sie als absolutes Power Couple über die ganze Welt herrschen können.
Er ist aber nicht der einzige Charakter, der beeindruckt, da ist auch noch unser bezaubernder Pirat ähhhh ….Freibeuter, Nikolaj Lantsov,. Er wechselt die Fassaden wie die Sonne ihren Standort. Er kann immer genau der sein, denn du dir wünschst. Dabei stellt sich oft die Frage: Aber welche von all diesen Persönlichkeiten, ist die Seine? Und ich glaube genau das macht ihn besonders, er ist von allem ein wenig, er ist der charmante Prinz, er ist der brutale Freibeuter, er ist der herrschende Thronerbe, er ist der ausgefuchste Freibeuter (, der leidenschaftliche Heiratsanträge Steller) und noch so viel mehr. Manchmal kommt es mir so vor, als wäre er eine Mischung von allen guten Charaktereigenschaften, ich würde es vermutlich nicht schaffen ihm zu widerstehen.
Kommen wir zu Mal… naja er ist eben Mal. Er ist nicht wirklich einzigartig, bis auf sein Talent, als Fährtenleser, und trotzdem denke ich, dass er genau das ist, was Alina gerade braucht. Ihre Welt verändert sich schlagartig, droht aus den Fugen zu geraten und in all dieser Unruhe, hat sie doch einen festen Anker: Mal. Er ist im Gegensatz zu unseren anderen Verehrern, zwar „nur“ ein gewöhnlicher Mensch, doch er setzt wirklich viel daran, sein Bestes zu geben. Ich denke wirklich, dass er Alina guttut und von dem her sehe ich (zumindest noch bis jetzt) keinen Grund ihn nicht zu mögen.
Fazit: Ich empfehle das Buch nicht nur Leuten, die Six of Crows geliebt haben oder lesen möchten, sondern finde es auch so als Geschichte sehr lesenswert. Wer eine spannende Liebesstory mit unerwarteten Plottwists und Fantasy möchte, wird dieses Buch lieben.

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Veröffentlicht am 24.02.2021

Trifft meinen Geschmack

Forever Free - San Teresa University
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Ihr größter Traum war es, endlich frei zu sein. Niemals hätte sie gedacht, dass sie ihr Herz dabei verlieren würde

Raelyn Miller kann es kaum erwarten, ihr Studium in Kalifornien zu beginnen und weit ...

Ihr größter Traum war es, endlich frei zu sein. Niemals hätte sie gedacht, dass sie ihr Herz dabei verlieren würde

Raelyn Miller kann es kaum erwarten, ihr Studium in Kalifornien zu beginnen und weit weg von zu Hause noch einmal ganz von vorn anzufangen. Doch schnell stellt sie fest, dass es gar nicht so leicht ist, auf eigenen Beinen zu stehen und dass ihr altes Leben sie stärker im Griff hat, als sie dachte. Vor allem, als sie den geheimnisvollen Hunter kennenlernt, zu dem sie sich magisch hingezogen fühlt, obwohl er doch alles verkörpert, was Raelyn endlich hinter sich lassen wollte ...

Ehrlich gesagt, ja auch mir ist sofort der Gedanke gekommen: Das klingt ziemlich typisch YA. Der Badboy und das schüchterne Good Girl, dass von zuhause weg möchte. Ich muss aber auch sagen, dass mich das Buch sehr im positiven überrascht hat und ich den Hate gegenüber der Geschichte nicht wirklich nachvollziehen kann. Nur weil die Grundidee sehr geläufig ist, heißt das noch lange nicht, dass die Story nicht einzigartig oder gut ist.
Mir gefallen solche Geschichten dieser Art immer sehr gut, dass bedeutet allerdings auch, dass ich viel davon lese und viele Vergleiche habe. Ich muss aber sagen, bei diesen Vergleichen und auch im Allgemeinen schneidet dieses Buch bei mir wirklich super ab. Ich bin oftmals der Meinung, dass die Charaktere sehr unrealistisch sind und einfach die typischen Storys für Mitleid aufgehalst bekommen, dass ist hier aber meiner Meinung nach nicht so. Jeder Charakter hat eine eher ausgefallene Story und die Spannung hat sich am Ende wirklich mega gesteigert. Zugegeben die letzten 150 Seiten konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, auch wenn es mir davor schon schwierig fiel. Ich möchte hier nun nicht spoilern kann aber nur sagen, dass die Enthüllung des "Geheimnisses" wirklich gut war. Es wurde nicht ein riesen Drama um nichts gemacht, wie es in diesen Büchern oft ist, es wurde aber auch nicht eine unverzeihliche Story aufgetischt, die das Goodgirl natürlich blind vor Liebe einfach schluckt. Der Grad zwischen übertrieben und untertrieben ist schmal, aber wurde hier finde ich perfekt getroffen. Das einzige, was mich an Hunter ein wenig stört ist, dass wir nicht wirklich viel von seiner angeblichen "Badboy" Seite mitbekommen, ihn als solchen anzupreisen und dann nur ab und zu ein paar Details durchsickern zu lassen finde ich etwas irreführend. Das hätte das Buch nicht unbedingt gebraucht.
Raelyn wirkt anfangs, wie ein typisches YA Mädchen, verloren, verweint, bemuttert und mit einem toten Vater im Schlepptau, ja ich weiß das ist derbe ausgedrückt muss aber hier einfach sein, denn mal ehrlich wir alle müssen bei sowas oft ein Stöhnen verkneifen. Trotzdem kam mir bei ihr dieses "Ich-trau- mich- nicht- dir-zu- sagen- wie-es-wirklich-ist- Art" irgendwie authentischer rüber, als bei vielen anderen. Das kommt vermutlich daher, da ihre Sicht wirklich außerordentlich gut geschrieben wurde. Oftmals kam es mir vor als hätte die Autorin ein paar KDrama Stellen reingeschrieben (vermutlich da sie diese liebt), dass hat mich aber keinesfalls gestört, da ich selber an diesen süßen teils dramatischen Stellen gefallen finde. Ich kann allerdings auch nachvollziehen, wenn es manchen ein wenig zu kitschig wurde.
Ich finde das Buch aber sehr toll, weil die Handlungen in einem tollen Tempo aufeinanderfolgen. Es ist nicht ein ewiges Warten darauf, dass endlich was passiert, aber es geht auch nicht zu schnell. Auch die Nebencharaktere werden schön in die Handlung eingebaut und man bekommt sofort Lust ihre Geschichte auch zu lesen ( das werde ich auf jeden Fall tun). In diesem Buch sind sie nicht nur zur Beschleunigung der Liebesgeschichte und zur Unterstützung der Protagonisten da, nein sie bekommen einen einzigartigen liebenswerten Charakter und bald sogar noch ihre eigenen Bücher.
Fazit: Unerwartet ist dieses Buch zu einer meiner Lieblinge geworden und ich kann es nur empfehlen. Ich verstehe, wenn es nicht jedermanns Geschmack ist, trotzdem hoffe ich, dass ihr nicht zu stark von den negativen Kommentaren beeinflusst werdet und dem Buch seine verdiente Chance gebt.

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Veröffentlicht am 20.02.2021

Ich liebe dieses Buch

The Light in Us
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Charlotte Conroy stand am Anfang einer großen Karriere als Geigerin, doch dann zerbrach ihr Leben und die Musik in ihr verstummte. Aus Geldnot nimmt sie den Job als Assistentin für einen jungen Mann an, ...

Charlotte Conroy stand am Anfang einer großen Karriere als Geigerin, doch dann zerbrach ihr Leben und die Musik in ihr verstummte. Aus Geldnot nimmt sie den Job als Assistentin für einen jungen Mann an, der sein Augenlicht bei einem Unfall verloren hat. Noah Lake war Fotograf und Extremsportler, immer auf der Jagd nach dem nächsten Adrenalinrausch. Nun stößt er alle Menschen von sich, unfähig, sein Schicksal anzunehmen. Doch Charlotte ist entschlossen, ihm zu beweisen, dass das Leben noch so viel mehr zu bieten hat …

Dieses Buch war der Anfang einer großen Liebe. Der von mir zu Emma Scott. Um ehrlich zu sein, war ich anfangs ein wenig skeptisch, da der Hype um Emma Scott ja immens ist. Diese Zweifel waren aber völlig unberechtigt. Denn dieses Buch hat mich umgehauen ich habe wortwörtlich gelacht, geweint und geliebt. Ihr Schreibstil ist so schön locker und flüssig, dass es süchtig macht. Ihre Worte sind besonders gewählt, sodass jedes ein Treffer ins Herz ist. Ihre Charaktere hat man sofort lieb und jene haben auch wirklich gute Chemie. Ihre Bücher werden aber vor allem so einzigartig, weil sie sich immer wieder traut über Randgruppen zu schreiben. Sie erschafft einzigartige Charaktere, mit ihren Makeln und Tugenden. Es ist fast unmöglich sich nicht ebenfalls in diese zu verlieben.
Charlotte und Noah haben einfach großartig zusammengepasst. Sie erinnern mich von ihrer Geschichte her sogar ein bisschen an "ein ganzes halbes Jahr" und das ist großartig, denn ich habe auch dieses Buch sehr gerne gemocht. Noah und Charlotte haben es geschafft mich wieder so zu berühren, dass ich alles dafür geben würde dieses Buch noch einmal zum ersten Mal lesen dürfte. Leider ist das ja nicht möglich aber ein Reread wird es mit Sicherheit geben. Es hat mir nämlich wirklich wahnsinnig gut gefallen, wie die beiden miteinander umgegangen sind. Noah war zwar anfangs etwas engstirnig, doch der, im Alltag leicht ungeschickten Charlotte, konnte selbst er nicht widerstehen. Schon alleine das mit anzusehen in den Kapiteln aus seiner Sicht, die überaus gelungen sind und einen tollen Einblick in seine Gefühlswelt gewährten, war ein Fest. Die Freude war allerdings noch größer, als man auch in Charlottes Sicht herauslesen konnte, dass der leicht grummelige Noah, auch ihr Herz nicht kaltlässt. Ihre Annäherungen waren noch umso süßer, in kleinen aber feinen Schritten ging es voran. Für mich hatte diese Liebesstory, genau das richtige Tempo.
Allerdings war auch in dieser Geschichte nicht alles positiv. Beide Hauptcharaktere haben mit schweren Schicksalsschlägen zu kämpfen. Manche sind offensichtlicher und manche sind gut versteckt, in der Hoffnung, dass sie nicht bei den falschen Personen ans Licht kommen. Ich kann gar nicht richtig beschreiben, wie herzzerreißend manche diese Stellen werden konnten, doch um ehrlich zu sein habe ich die ein oder andere Träne vergossen.
Mitunter das Beste an diesem Buch war aber der Schluss, zuerst hatte ich wirklich Angst, dass dies ein schlechtes Ende nehmen wird, doch ich hatte mehr als Glück. Ein besseres Ende hätte es zu dieser Geschichte meiner Meinung nach nicht geben können. Dieses Buch so zu beenden ist genial, denn ich habe es schon länger gelesen, aber ich habe die Geschichte und das Ende immer noch nicht vergessen. Ich stelle es mir schwer vor, ein gutes Ende für eine Geschichte zu finden, doch Emma Scott hat dies, wie auch die anderen Herausforderungen in diesem Buch herausragend gemeistert und von mir gibt es deshalb eine klare Empfehlung. Lest diese Geschichte auf jeden Fall!

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