Profilbild von Rajet

Rajet

Lesejury Star
offline

Rajet ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Rajet über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.04.2021

YouTube-Star als Hexenjägerin!

Die Hexenjägerin - Der Zirkel der Nacht
0

Der Schreibstil lässt sich gut lesen, aber nicht durchgängig spannend.

Das Cover zeigt eine junge Frau mit blauen Haaren (Robin), dahinter ist ein Vollmond zu sehen, die Äste eines Baums, indem Katzen ...

Der Schreibstil lässt sich gut lesen, aber nicht durchgängig spannend.

Das Cover zeigt eine junge Frau mit blauen Haaren (Robin), dahinter ist ein Vollmond zu sehen, die Äste eines Baums, indem Katzen und Raben sitzen. Auch die Schrift die wie andere Elemente etwas erhaben und glänzend sind runden das Bild ab.

Der Klappentext macht neugierig auf einen neuen Reihenauftakt.

Fazit: Ein Anfang, der es in sich hat: unheimlich fesselnd und spannend, dass ohne Hintergründe zu nennen, eine Hexenjägerin in Action zeigt. Der Roman ist der Auftaktband zu einer Trilogie um die Hexenjägerin Robin. Die genauen Details zum Tod ihrer Mutter bleiben erstmal offen nur das es den Ausschlag gibt eine Hexenjägerin zu werden.

Der Roman gliedert sich in mehrere Handlungsstränge auf: 1. Robins Rückkehr in ihre Heimatstadt und die Rache an dem Mörder /in. Kleine Rückblicke in ihre Vergangenheit ergänzen dies. 2. Die Ankunft von Wayne und seinem Vater in Robins Elternhaus. 3. Aus der Ansicht der drei Hexen von gegenüber.

Zu Anfang las sich der Roman sich recht spannend, allerdings im Mittelteil schwächelt er, bevor er zum Ende (ca. letztes Drittel) wieder einen gekonnten Spannungsbogen erkennen und erleben lässt. Ich glaube es lag nicht am sprunghaften Wechsel der Perspektiven im Mittelteil, eher war das Thema wenig spannend.

Bei den Protagonisten ist Robin echt nicht zu beneiden – landet sie doch in Klapse und nur Heinrich kann sie dort herausholen. Sie hat viel zu verkraften nach dem Tod ihrer Mutter, die durch ihren Vater zu Tode kam. Heinrich wird zu ihrem Mentor und Lehrer, bringt ihr viel über Hexen und den Kampf bei – leider tritt er eher zum Ende hin auf den Plan in Band 1. Robin verdient sich ihre Brötchen und mehr durch ihren YouTube Kanal „Malus Domestica“.

Joel (auch Jo-elle) ist Robins Kindheitsfreund, er arbeitet als Koch in einem Diner und ist bekannt für die besten Pizzas von Blackfield. Er hat eine Vorliebe für gute und zum Teil ausgefallenen Kleidung, seinen pechschwarzen Chevrolet „Black Velvet“ und für das männliche Geschlecht. Irgendwie erinnert mich seine Figur an einen jungen Mann (auch schwul und Koch) aus der Serie „True Blood“, könnte glatt dort entlaufen sein!

Dann wäre da noch Kenway, ehemaliger Sanitäter in der US-Army, der bei einem Anschlag ein Bein verlor. Arbeitet als Grafiker und Künstler in Blackfield. Ist fasziniert von Robins YouTube-Arbeit (und nicht nur davon!), aber auch er knabbert an seiner Vergangenheit.

Wayne und sein Vater Leon ziehen in das ehemalige Haus von Robin ein. Beide leiden immer nach an den Folgen des Todes der Mutter / Ehefrau. Ein Tapetenwechsel scheint alles in einem neuen Licht zu erscheinen. Wenn es da nur nicht ein Monster mit grünen Augen im Haus gäbe.

Gegenüber leben drei sehr unterschiedliche ältere Damen zusammen, so ganz koscher scheinen die nicht zu sein.
Und zu guter Letzt hätten wir noch Heinrich Hammer, Raucht Zigarillos, die nach Kokosnuss duften, und trägt einen schwarzen Gamblerhut. Er weiß mehr über Robins Vergangenheit, als ihr lieb ist. Zwar steht er ihr zur Seite, als es ihr schlecht geht, verfolgt dabei aber auch seine eigenen Ziele. Und zwar gnadenlos.
Ein Roman mit einer taffen Hexenjägerin, einem schwulen Koch und guten Freund, einem ehemaligen Sanitäter und Army Angehöriger, einem abwesenden Mentor, einem Vater und Sohn Gespann, hinterhältigen Hexen, verhexte Katzen und ….

Ein Reihen Auftakt, der leider nicht zu 100% überzeugen konnte – durch den Durchhänger im Mittelteil leider nicht ganz überzeugen. Sowohl Seitens von den Protagonisten als auch der Handlung an sich, ist noch Luft nach oben und Möglichkeiten gibt es in den folgenden Bänden 2 - 3 / Fortsetzungen noch genug. Auch ist er nicht für zarter besaitete Naturen und Katzenfreunde.

Ich vergebe 4 Sterne und hege die Hoffnung das Band 2 und 3 mehr überzeugen können.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.04.2021

Ist dies unsere mögliche Zukunft?

Feuerseelen
0

Der Schreibstil ist nicht ganz so leicht zu lesen, man beachte auch, wann der Roman geschrieben wurde – das heutige Sprachbild ist anders – allerdings das Thema bleibt und ist aktuell.

Das Cover in Gold ...

Der Schreibstil ist nicht ganz so leicht zu lesen, man beachte auch, wann der Roman geschrieben wurde – das heutige Sprachbild ist anders – allerdings das Thema bleibt und ist aktuell.

Das Cover in Gold und Gelben Farbtönen gehalten zeigt eine utopische Stadt der Zukunft, in der ein Teil der Handlung angesiedelt ist. Es wirkt in Stil und Farben recht ansprechend und passend zum Roman.

Der Klappentext macht neugierig auf einen dystopischen utopischen Zukunftsroman geschrieben von einer Biologin.

Fazit:
Ein klein wenig anders als gedacht gerade der Sprach- und Schreibstil ist nicht ganz so einfach wie gewöhnt, die Autorin weiß, wovon sie schreibt – aber halt mehr aus der Sicht einer Wissenschaftlerin und das merkt man im Roman immer wieder.

Das Thema, ist Umweltschutz und die Ausbeutung der Erde durch uns Menschen ohne Gedanken an eine Zukunft und was wir unseren Kindern und Enkel hinterlassen. Ein Trend der schon seit Jahren zu sehen ist, das Leben in der Stadt, komfortabler und unterhaltender. Das Beschaffen von Nahrung wird bei der heutigen und weiteren Umweltverschmutzung und dem regelrechten Aussaugen der Böden zu einem Problem werden. Auch der Klimawandel (keine Diskussion jetzt: warum und wieso) wird ein weiteres Tröpfchen auf die Mühle sein, Nahrung und Wasser werden teurer werden oder man weicht wie im Roman auf künstliche Nahrung um, aber selbst die hat ihren Preis.

Anschaulich und unterhaltend zeigt sie die daraus entstehenden Probleme, auf die auch ein Protagonist im Roman sieht – aber er wird Mundtot gemacht. Der Bevölkerung wird weiter eine heile Welt vorgegaukelt – sie leben weiter in dieser „Utopie“ bis die ersten Probleme sich nicht mehr verschweigen lassen.
Wird man wach werden, bevor es zu spät ist? Hört man auf einzelne?

Die Protagonisten sind eher schwach ausgeprägt, der Augenmerk liegt eher auf der ganzen Situation, leider eine Schwäche des Romans. Leser wollen sich in diesen wiederfinden und Gefühle entwickeln.

Die Erklärung zu den Böden und das Problem war schon recht wissenschaftlich, noch verständlich, dargestellt – aber schon sehr in die Tiefe gehend.

Zum Hintergrund der Autorin Annie Francé-Harrar, sie war Biologin und ihr Forschungsschwerpunkt war Fruchtbarkeit von Böden. Ihr 1920 erschienener Roman liest sich wie eine zeitgemäße Warnung, nicht die Augen vor der Umweltausbeutung zu verschließen. Aus diesem Grund wurde der Titel in der Reihe „Vergessene Sterne“ des Plan9 Verlags aufgenommen, es sollen wohl noch mehr Roman in dieser Reihe erscheinen.

Das Thema ist interessant und gelungen, aktuell wie eh und je, die Idee dahinter fand ich spannend. Auch das Cover wirkt interessant und recht passend.

Es konnte mich leider aber nicht ganz überzeugen (die Idee wie gesagt schon), die Protagonisten sind nicht ganz meins und auch der Schreibstil nicht. Von daher gibt es nur 4 Sterne von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.03.2021

Gefangen im goldenen Käfig - aber er hat eine Tür!

Scarlett Hall
0

Der Schreibstil ist flüssig, zum Teil recht fesselnd, allerdings Band 1 und 2 haben mir doch etwas besser gefallen.

Das Cover zeigt ein Paar, sie hat den Arm um ihn geschlungen und man hat den Eindruck ...

Der Schreibstil ist flüssig, zum Teil recht fesselnd, allerdings Band 1 und 2 haben mir doch etwas besser gefallen.

Das Cover zeigt ein Paar, sie hat den Arm um ihn geschlungen und man hat den Eindruck sie küssen sich gleich, vor schwarzem Hintergrund, die Frau ist mit Sicherheit Alice, aber wer ist der Mann - Jason? In großer Schrift ist der Titel „Dark Alley“ zu lesen. Darunter kann man entnehmen das es sich um Staffel 2 handelt, also noch mehr geben wird. Ich finde es recht passend zum Romaninhalt. Allerdings sind mir echte Menschen auf einem Cover nicht so lieb und in einer Reihe sollten dann die Modells nicht wechseln sondern die gleichen bleiben - Wiedererkennung..

Der Klappentext mach neugierig auf eine etwas andere Dark Romance Reihe.

Fazit:

Eins vorab – nimm dir Zeit, wenn du den Roman anfängst – die Handlung, die Geschichte, die Leidenschaft, die Protagonisten – werden dich so fesseln das du nur als weiterlesen willst. Und auch bitte die 1. und 2.Staffel vorweg lesen, es macht Sinn und man versteht manches besser..

Die Protagonisten sind gut vorstellbar und real beschrieben, es macht Spaß ihrem Charakter- und Beziehungswachstum beizuwohnen. Sie bleiben ihren Rollen treu und doch lassen sie sich auf neues ein. Ganz besonders hat es mir Alice angetan, ich mag sie, sie ist ehrlich und das gnadenlos, anderen gegenüber aber auch sich selbst. Man kann auch alle Höhen und Tiefen der Charakter nachfühlen und durchleben – hautnah.

Die erotischen Szenen waren gut in die Handlung eingebaut und obwohl es ja ein Erotikroman ist, wirkt er recht niveauvoll und auch abwechslungsreich.

Auch die Spannung wird gut bedient, durch überraschende Wendungen und neue Situationen, es kommt keine Langeweile auf. Allerdings konnten mich Band 1 und 2 doch etwas mehr fesseln.

Und man wird feststellen eine Beziehung ist doch mehr als nur Leidenschaft auch für Alice und Jason. Nach dem Umzug nach Scarlett Hall hat Alice im Gegensatz zu Jason wenig Abwechslung. Und wenn man noch dazu laufend im Rampenlicht steht und jeder Schritt in die Klatschpresse kommt - ist es echt schwer. Aber Jason gibt ihr eine neue Aufgabe und neue „E…-Erlebnisse“. Hinzu kommt noch ein Journalist (eher Sensationsreporter) ins Spiel, den beide aus der Dark Alley kennen (Tristan) und macht ihnen das Leben schwer. Aber ich glaube Alice und Jason werden auch den irgendwie wieder los.

Werden sie ihren Weg dauerhaft finden? Und was wird mit der Dark Alley?

Auf die Frage der Autorin am Ende des Romans: ja, ich will wissen, wie es mit Adele und Jimmy weitergeht. Ganz klar!

Eine überaus gelungene Fortsetzung der Staffel die eigentlich alles hat was man sich als Leser nun mal wünscht: ansteigende Spannung, Sensationslüsterne Presse, nicht vorstellbare Beziehungen, interessante Protagonisten, packende Leidenschaft, alles für ein tolles „Kopfkino“ – insgesamt einfach nur fesselnd. Von mir 4 Sterne für diesen Staffel (Roman).

Es gibt keine Trigger Warnung – aber 18+ und den Klappentext – räumen jedes vielleicht entstehende Missverständnis aus.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.03.2021

Der Rest der Menschheit und ihr Abenteuer!

Stargazer
0

Der Schreibstil war gerade zu Anfang nicht ganz einfach zu lesen – hatte meine Schwierigkeiten rein zu kommen, aber dann recht interessant.

Das Cover zeigt die Protagonisten vor einem mysteriösen Schiff. ...

Der Schreibstil war gerade zu Anfang nicht ganz einfach zu lesen – hatte meine Schwierigkeiten rein zu kommen, aber dann recht interessant.

Das Cover zeigt die Protagonisten vor einem mysteriösen Schiff. Schöne Farbgestaltung und passend zum Roman.

Der Klappentext macht neugierig auf einen spannenden Science-Fiction Roman.

Fazit:
In den ersten Kapiteln muss man sich erst in der Welt zurechtfinden und beobachteten, wohin führt das Ganze führen. Also eher ein ungewöhnlicher Einstieg – auf positive Art. Mit der Sprecherin warm zu werden – no go – wenigstens für mich. Frank dagegen war auf Anhieb sympathisch. Sein Charakter ist eher der Anti-Held und er hat eine Menge Fehler, doch sitzt sein Herz am rechten Fleck. Zudem gab es weitere Protagonisten, die einen in ihren Bann zogen. Vor allem der Borsht fand ich interessant. Es war gut zu erleben, wie aus Einzelpersonen nach und nach ein Team wurde, und sich zu einer echten Gruppe weiterentwickelte.

Der Autor war bei der Namenwahl für die einzelnen Völker sehr kreativ, allerdings aussprechen - kaum möglich ohne Knoten in der Zunge.

Ein gelungener Roman um den Menschen Frank Gazer, der sich mit seiner Crew auf den Weg macht, um zu einem Kometen zu gelangen. Tolle Wendungen, Spannung die sich langsam aufbaut und ein kreatives Setting. Grandiose Ideen mit beeindruckenden Szenen.

Leider hatte ich gerade zu Anfang enorm Startschwierigkeiten und der Roman konnte mich insgesamt nicht ganz so begeistern. Leider erschloss sich für mich nicht so die Begeisterung manch anderer Leser. Vielleicht liegt es auch daran das ich selten Science-Fiction lese und es nicht zu 100% mein Genre ist. Gut zu wissen für das nächste Mal – Finger weg!

Trotzdem vergebe ich 4 Sterne für den Roman.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.02.2021

Viel Mittelalter, wenig Fantasy und Spannung!

Die Hörige
0

Ich kannte noch keine Bücher des Autors und er kam auf mich zu, laut seiner Aussage märchenhafte Fantasy – naja weder märchenhaft noch wirklich Fantasy, nach meinem Gefühl nach dem Lesen.

Wir befinden ...

Ich kannte noch keine Bücher des Autors und er kam auf mich zu, laut seiner Aussage märchenhafte Fantasy – naja weder märchenhaft noch wirklich Fantasy, nach meinem Gefühl nach dem Lesen.

Wir befinden uns in einem typischen Mittelalterlichem Setting mit Rittern, einer Burg, einem Krieg und einer Hörigen (Bauern und abhängige vom Grundherrn). In diesem Fall die Bauerntochter Gunid die als besten Freund in ihrer Kindheit Ragald den Sohn ihres Lehnsherrn hat. Aber beide werden älter und damit wird die Standesgrenze immer klarer. Die Geschichte der Beiden, vor dem Hintergrund eines aufziehenden Krieges, bildet den Hauptkern des Romans.

Der leichte Fantasy Anteil zeigt sich etwas aber ungefähr der Mitte des Romans, in dem finsteren Mächte und Magier auf den Plan treten. Man trifft auf Verrat, Krieg, Grauen, Gewalt und Tod. Aber trotz alledem ist der Spannungs- und Actionanteil im Roman relativ niedrig – also eher „low“.

Der Schreibstil ist nicht überladen und lässt sich relativ gut lesen. Seine Figuren wirken im mittelalterlichen Setting natürlich und angepasst. Auch der Übergang von Kindheit ins Erwachsene der Protagonisten läuft ohne großen Bruch ab. Man kann sich in die beiden guten hineinversetzen und in ihre Gefühle. Auch nicht Mittelalter Fans werden sich gut aufgehoben finden.
Das Cover wirkt relativ einfach und dürfte es bei denen die sonst heute auf dem Markt eher schwer haben und unter gehen. Auch mich hat es nicht direkt angesprochen, in einer Buchhandlung wäre es mir nicht ins Auge gefallen.

Insgesamt ist der Roman etwas für Mittelalter Fans oder solche die es noch werden wollen, viel Wissen und gut recherchiert. Allerdings fällt mir ein höherer Anteil an Fantasy und vom märchenhaften, sprechen wir lieber nicht. Auch die Spannung kommt etwas zu kurz, hier wäre mehr wirklich mehr gewesen.

Für mich reicht es nur für 4 Sterne und es ist noch gut Luft nach oben.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere