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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.03.2021

Cornwall früher und heute

Der Liebesbrief
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Wie der Titel schon vermuten lässt ist „Der Liebesbrief“ von Ruth Saberton im Wesentlichen ein Liebesroman, welcher aber auch Historisches aufarbeitet. In zwei Zeitebenen, begleiten wir zwei sehr unterschiedliche ...

Wie der Titel schon vermuten lässt ist „Der Liebesbrief“ von Ruth Saberton im Wesentlichen ein Liebesroman, welcher aber auch Historisches aufarbeitet. In zwei Zeitebenen, begleiten wir zwei sehr unterschiedliche Frauen, welche doch auch Gemeinsamkeiten haben. Zum Einen die junge Daisy, deren Geschichte kurz vor Beginn des ersten Weltkriegs anfängt und sich schnell dramatisch mit einem Hang zum kitschigen entwickelt. Gut dargestellt werden hier die Auswirkungen des Krieges auf die daheimgebliebenen Frauen, welche nur allzu oft als junge Witwen endeten. Hundert Jahre später zieht Chloe dann in das gleiche Haus ein und beginnt zusammen mit dem Historiker Matt, die Spuren von Daisy und deren Freund Kit, zu erforschen. Durch die zwei Zeitebenen war die Handlung kurzweilig und auch spannend, ein wenig lieber mochte ich allerdings Chloes Erzählung. Ihre Geschichte ist doch tiefgründiger und der Charakter vielschichtiger angelegt. Besonders reizvoll und eindrücklich ist außerdem Cornwalls raue Natur beschrieben, so dass man zumindest in Gedanken dorthin verreisen kann. Der Schreibstil liest sich angenehm und passt sprachlich einwandfrei zum Buch. Stellenweise war mir die Geschichte etwas zu vorhersehbar und lies überraschende Wendungen vermissen. Trotzdem ist „Der Liebesbrief“ ein Buch zum abtauchen und wohlfühlen, welches ich wirklich gerne gelesen habe und mit guten 4 Sternen bewerte.

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Veröffentlicht am 23.03.2021

Intensive Geschichte, mit ansprechendem Schreibstil

Immer noch wach
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„Immer noch wach“ des Autoren Fabian Neidhardt, erzählt auf berührende Weise davon, wie wertvoll bewusst gelebte Zeit sein kann. Das Setting ist dabei nicht immer leicht zu verdauen, gerade die Szenen ...

„Immer noch wach“ des Autoren Fabian Neidhardt, erzählt auf berührende Weise davon, wie wertvoll bewusst gelebte Zeit sein kann. Das Setting ist dabei nicht immer leicht zu verdauen, gerade die Szenen im Hospiz gingen mir durch die authentischen Schilderungen sehr Nahe. Besonders mochte ich den Schreibstil, welcher sich angenehm leicht liest und ohne Schnörkel auskommt. Die Handlung war dann doch anders als erwartet und konnte mich, bis zuletzt immer wieder überraschen. Der Hauptprotagonist machte es mir allerdings, durch seine nicht immer nachvollziehbaren Entscheidungen, nicht leicht ihn zu mögen. Auch wenn einige der Szenen durchaus so denkbar wären, blieb die gesamte Handlung für mich trotzdem fiktiv, da nicht alles authentisch wirkte. Der Kraft der Geschichte tut dies natürlich trotzdem keinen Abbruch. Das Buch trifft durch seine wuchtige Erzählung mitten ins Herz und löst durch die zahlreichen überraschenden Wendungen ein richtiges auf und ab der Gefühle beim Leser aus. So habe auch ich bis zuletzt mitgelitten und gehofft und kann das Buch allen Leser*innen empfehlen, die sich auch an vermeintlich schwierige Themen herran trauen, denn eine leichte Lektüre ist „Immer noch wach“ sicherlich nicht.

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Veröffentlicht am 23.03.2021

Spannendes Experiment

Fair Play
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Wir alle verbrauchen in unserem Alltag zu viel. Doch von allein sein Verhalten ändern? Das fällt schwer! Und so fand ich die Idee, welche im Buch „Fair Play: Spiel mit sonst verlierst du alles!“ der Autorin ...

Wir alle verbrauchen in unserem Alltag zu viel. Doch von allein sein Verhalten ändern? Das fällt schwer! Und so fand ich die Idee, welche im Buch „Fair Play: Spiel mit sonst verlierst du alles!“ der Autorin Kerstin Gulden umgesetzt wird, zunächst genial. Denn wenn jeder sehen würde, wie „grün“ das eigene Leben ist, wäre der Ansporn enorm. Mitreißend und in einem für ein Jugendbuch angemessenen Schreibstil, entwirft die Autorin ein Experiment, welches eine ganze Schule bewegt und verändert. Dabei stehen vier sehr verschiedene Jugendliche im Mittelpunkt, so dass jede/r Leser*in eine Identifikationsfigur finden kann. Besonders gelungen fand ich die unterschiedlichen Schreibstile, welche je nach Perspektive immer etwas anders klangen und die einzelne Charaktere ausgezeichnet zum Leben erweckten. Etwas schade war für mich hingegen die Erkenntnis, dass die Handlung sich weniger darum dreht umweltverträglicher zu Leben, sondern viele der Schüler schnell ihre ganz eigenen Wege finden die App auszutricksen. Natürlich bleibt die Geschichte durch diese Entwicklung aber auch besonders spannend. Auch die Rolle eines Politikers wurde gelungen integriert und macht nachdenklich.
Mein Fazit: „Fair Play“ ist ein stimmiges, zeitgemäßes und interessantes Jugendbuch, welches ich gerne weiterempfehle!

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Veröffentlicht am 22.03.2021

Inspirationen für ein nachhaltigeres Leben

Umessen
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„Umessen – Das Kochbuch für eine bessere Welt“ ist ein Projekt der erst 15 jährigen Lea Elci, welche bei der Rezeptentwicklung von ihrem Vater (gelernter Koch) unterstützt wurde. Das Buch ist modern gestaltet ...

„Umessen – Das Kochbuch für eine bessere Welt“ ist ein Projekt der erst 15 jährigen Lea Elci, welche bei der Rezeptentwicklung von ihrem Vater (gelernter Koch) unterstützt wurde. Das Buch ist modern gestaltet und macht sofort Lust darin zu blättern. Die überwiegend vegetarischen Rezepte, werden dabei ergänzt durch Interviews rund um das Thema Nachhaltigkeit, welche ich durchweg alle spannend und informativ fand. Viele Gerichte sind orientalisch angehaucht, was ich persönlich sehr lecker finde, wer diesen oft besonderen Geschmack allerdings nicht mag, wird hier nur wenige Rezepte für sich entdecken können. Neben schönen Fotos gibt es immer wieder auch Informationen, welche Lebensmittel durch nachhaltigere Varianten ersetzt werden können. Das Kochbuch ist erfrischend modern und trifft so genau den Zeitgeist. Dennoch habe ich leider zwei Punkte, welche mir negativ aufgefallen sind. Zum Einen sind viele der Gerichte eher Snacks, welche man Zwischendurch essen kann, gerne hätten es aber für meinen Geschmack noch viel mehr vollwertige Hauptmahlzeiten sein dürfen, welche für mich oft die größere Herausforderung darstellen. Zum Anderen ist die Autorin mit ihren Rezepten selbst nicht ganz konsequent. So wird auf Seite 20 geraten, Sesam nur in Ausnahmefällen zu verwenden (da dieser sehr weit reisen muss), um im Anschluss dann in etlichen Rezepten (circa. 7) Sesam als Zutat einzusetzen. Trotzdem werde ich sicher das eine oder andere Rezept nach kochen, denn inspirierend ist das Buch auf jeden Fall!

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Veröffentlicht am 11.03.2021

Aufforderung zur Selbstliebe

Pretty Happy
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„Pretty Happy – Lieber glücklich als perfekt“ liest sich für ein Sachbuch erstaunlich leicht und angenehm. Die beiden Autorinnen Nena Schink und Vivien Wulf waren mir durch ihre offenen Worte, gleich zu ...

„Pretty Happy – Lieber glücklich als perfekt“ liest sich für ein Sachbuch erstaunlich leicht und angenehm. Die beiden Autorinnen Nena Schink und Vivien Wulf waren mir durch ihre offenen Worte, gleich zu Beginn sympathisch. Die Themenschwerpunkte des Buchs sind breit gestreut und umkreisen dennoch alle die Prämisse: Schönheit ≠ Glück. Es geht um die Entwicklung von Schönheitsidealen über Jahrzehnte hinweg, Sexismus und geschönte Social Media Fotos, um nur ein paar zu nennen. Darüber hinaus bieten die Autorinnen auch einige Ansatzpunkte um dem entgegen zu wirken. So plädieren sie zum Beispiel für mehr Dankbarkeit, Selbstliebe und das Schubladendenken Anderer abprallen zu lassen. Das Buch ist ein schönes Geschenk, gerade für junge Mädchen und Frauen, da es neben hilfreichen Tipps auch mehrere beeindruckende Biografien starker Frauen zu lesen gibt. Auch ihre eigene biografische Erfahrungen lassen die Autorinnen, in ihr Herzensprojekt, immer wieder einfließen. Am Ende gibt es dennoch ein kleines Aber, denn leider befolgen Beide bisher noch nicht ihren eigenen Rat aus „Pretty Happy“ und so finden sich nur geschönte und gestylte Bilder auf ihren eigenen Social Media Kanälen. Die wertvollen Botschaften des Buches haben dennoch Bestand, weswegen ich trotzdem gute 4 von 5 Sternen vergebe.

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