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Veröffentlicht am 16.03.2017

Wenn Literatur aus einem anderen Zeitalter ist…

So träumen die Frauen
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Im Buch erzählt Kathrine Kressmann Taylor über die Ängste, Sehnsüchte und Träume von fünf verschiedenen Frauen, schreibt über deren Wehmut, über unglücklich verlaufende Liebschaften. Alle fünf Frauen sind ...

Im Buch erzählt Kathrine Kressmann Taylor über die Ängste, Sehnsüchte und Träume von fünf verschiedenen Frauen, schreibt über deren Wehmut, über unglücklich verlaufende Liebschaften. Alle fünf Frauen sind an einem Wendepunkt in ihrem Leben angekommen. (Die Erzählungen spielen sich Ende des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts ab.)

Ich war wirklich gespannt, was diese Frauen denn so träumen, sich so von ihrem Leben erwarten, von denen man auf dem kurzen Text auf dem Buchrücken liest. Das Buch allein ist optisch wirklich toll gemacht, so ist das Buch außen hell-lila und hat einen gewebten „Einband“, ein gebundenes Buch, das wirklich sehr wertig wirkt. Finde ich durchaus schön, ich hatte da immer wieder die Befürchtung, dass ich es irgendwie verschmutzen könnte (und das schon mit kleinsten Dingen).



Generell bin ich mit diesem Buch leider nicht so wirklich warm geworden, es war aber auch nicht so, dass ich es ungelesen weglegen wollte. Der Schreibstil der Autorin ist durchaus eine Herausforderung in gewisser Weise man merkt einfach, dass das Buch nicht heute geschrieben ist und auch einfach ein ganz anderes Zeitalter beschreibt. Entsprechend ist es inhaltlich auch von den Worten so verfasst. Es ist durchaus ausführlich geschrieben – und auch von den Worten bzw. der Wortwahl her hochwertig. Es wirkt durchaus poetisch, wie manche Begegnungen bzw. Abläufe im Buch beschrieben sind. Generell gefällt mir sowas auch immer wieder, hier fand ich das ein bißchen anstrengend zu lesen. Ansonsten ist es durchaus eine Herausforderung und keine einfache, schnelle Kost beim Lesen, was ich aber ja auch ganz gerne mal mag.



Die Geschichten haben generell nichts miteinander zu tun, so dass man hier auf keine Verbindung achten muss, sondern immer wieder neu einsteigt. Oftmals tat ich mir etwas schwer, da ich Kurzgeschichten nicht so oft lese – und es mir einfach ein wenig am Vorwissen gefehlt hat, was aber ja auch nicht da ist. So dauert es ein wenig bis man weiß, worum die Geschichte explizit geht bzw. man da etwas ahnen kann. Was aber ja wohl von der Autorin auch so gewünscht ist.



Für mich war es ein interessanter Leseausflug, der mich aber nicht so begeistert hat, wie ich es mir vielleicht gewünscht habe. Dennoch hat mich das Buch doch auch so interessiert, dass ich es wirklich komplett gelesen habe. Ich bin hier hinsichtlich einer Empfehlung mehr als zwiegespalten, kann mich nicht dafür, aber auch nicht dagegen aussprechen. Ich vergebe hier 3 von 5 Sternen für durchaus interessante und anspruchsvolle Literatur voller Emotionen, die aber einfach „anders“ ist, als es Literatur aktuell ist.

Veröffentlicht am 16.03.2017

"Hm..." sagte der Snöfrid, womit er vermutlich sagen wollte...

Snöfrid aus dem Wiesental (1). Die ganz und gar unglaubliche Rettung von Nordland
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Eigentlich hat so ein Snöfrid es gerne ruhig. Dann stehen jedoch eines Nachts drei Feenmännlein vor seiner Tür, die ihm eine Botschaft überbringen. Denn Prinzessin Gunilla wurde entführt. Und genau Snöfrid ...

Eigentlich hat so ein Snöfrid es gerne ruhig. Dann stehen jedoch eines Nachts drei Feenmännlein vor seiner Tür, die ihm eine Botschaft überbringen. Denn Prinzessin Gunilla wurde entführt. Und genau Snöfrid ist der Richtige um sie nun wieder zu finden und womöglich zu befreien. So beginnt seine abenteuerliche Reise in den Norden...

Allein die Aufmachung des Buches hat mir direkt so gut gefallen, dass ich das Buch mitgenommen habe. Die Geschichte an und für sich klang soweit auch ganz gut - und hat letztendlich auch begeistern können.

Der Schreibstil des Buches ist leider nicht so ganz mein Fall gewesen. Jedes Kapitel beginnt mit vier, fünf Zeilen Zusammenfassung, was im Kapitel wohl so passieren wird. Generell ist das ganz nett gemacht, ich fand das aber eher ein wenig unnötig. Die Formulierungen haben mir auch nicht immer so gut gefallen, denn die Sätze sind teilweise ellenlang. Irgendwann schalten da nicht nur Kinder ab... Es ist zwar schön und gut, wenn Sätze nicht einfach gestrickt sind, aber hier ist es mir manchmal zu verschachtelt und zu ausführlich geschrieben worden.

Zumal es dann dazu führt, dass man direkt auch Erklärungen liefern sollte, wie ich finde. (Also: das Buch teilweise wieder erklären.) Die Kapitel umfassen durchaus mal 7-8 Seiten, so dass man nicht unbedingt große Lust hat, abends zum Einschlafen, wenn wir hauptsächlich lesen, noch mehr als zwei Kapitel vorzulesen.

Was mir sehr positiv aufgefallen ist, sind die schönen Zeichnungen. So gibt es auch hier immer wieder verschiedene kleine Dinge zu entdecken, man kann sich den Snöfrid auch wirklich gut vorstellen. (Meiner Ansicht nach ist der Snöfrid so ein kleines, doch durchaus kuschliges Wesen was eine Mischung aus Biber, Eichhörnchen und vielleicht einem Hasen entspricht.)

Die Geschichte an sich ist schön gemacht, eine phantasievolle Geschichte, die durchaus nachvollziehbar und nicht allzu abgedreht ist, wie ich finde. Durchaus geeignet für Kinder ab ca. fünf Jahren, würde ich mal sagen. Aber auch für Kinder mit zehn Jahren noch interessant, könnte ich mir vorstellen.

Alles in allem ist "Snöfrid aus dem Wiesental" ein tolles Buch, das wirklich spannend und auch lustig geschrieben ist, die Gestaltung des Buches hat mir sehr gut gefallen, aber die Langatmigkeit der Geschichte an und für sich sowie die ellenlangen Sätze haben mir (bzw. uns) ein wenig Spaß am ganzen geraubt. Es gibt im Vergleich eben auch einfach Vorlesebücher, die man direkt am Stück lesen könnte, einfach weil sie so toll geschrieben sind. Hier ist das leider nicht der Fall, hier fand ich schon zwei, drei Kapitel am Stück schwierig - und das, obwohl ich gerne (und wohl gut, wie man mir sagte :-* ) vorlese. Wer gerne äußerst ausführliche Bücher mag, dem gefällt der Snöfrid wohl ziemlich gut, wir haben es als einfach zu langatmig, ja fast ein wenig zu "schwafelnd" empfunden. (Wobei die Sprache nie lapidar ist!)

Von uns gibt es deshalb 3 von 5 Sternen und eine Empfehlung.

Veröffentlicht am 16.03.2017

Schuld? Unschuld?

Schuld
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Das Buch handelt von den verschiedensten Fällen, in denen Ferdinand von Schirach der Verteidiger war. So gibt es da recht kuriose Fälle, in einem Fall wird beispielsweise der eigentliche Täter nicht verurteilt ...

Das Buch handelt von den verschiedensten Fällen, in denen Ferdinand von Schirach der Verteidiger war. So gibt es da recht kuriose Fälle, in einem Fall wird beispielsweise der eigentliche Täter nicht verurteilt – wobei man hier ziemlich mitfühlen kann (ich möchte da gar nicht zuviel verraten). In einem anderen Fall geht schief, was nur schief gehen kann – und letztendlich klappt doch alles (hinsichtlich des Verbrechens) – und Nachweisen kann man dem Täter nichts…

Eine Freundin „warnte“ mich bereits vor diesem Buch, da sie ja weiß, dass ich solche Fallschilderungen a la Benecke gerne mag. Diese hier wären anders. Gut. Nun habe ich das Buch selbst gelesen. Die Fälle sind verschieden wie Tag und Nacht. Von Vergewaltigung mit verdrängter Schwangerschaft (sowie Geburt bzw. getötetem Kind) bis hin zu Drogendelikten ist wirklich einiges an Fällen im Buch vertreten. Diese Fälle schildert Ferdinand von Schirach äußerst sachlich und klar. Die Fakten werden wenig ausführlich, die Geschichten eher kurz und knapp erzählt. Dennoch sind die wichtigsten Details erhalten.

Aber die Fälle wirken eben sehr kühl, sehr traurig, erschreckend, wie die Realität eben ist. Dennoch finde ich es teilweise eher emotionslos, wie hier mit den Fällen umgegangen wird – im Vergleich zu Benecke gesehen. Dort erfährt man doch oft noch etwas über die genaueren Hintergründe der Tat. Natürlich gibt’s hier auch Hintergründe, diese werden jedoch maximal kurz und knapp ausgeführt – ausgeschmückt wird hier kein Satz.

Dieses Buch ist meiner Ansicht nach recht brutal – was eben durch die geschilderten Fälle so ist. Hier wird kein Blatt vor den Mund genommen, die Dinge werden so geschildert wie sie auch tatsächlich passiert sind. Nichts wird beschönigt (was ja auch nicht sein muss bzw. kann, denn es ist ja leider passiert).

Ich bin hier sehr unentschlossen, was eine Empfehlung angeht. Man muss sich schon für solche Fälle bzw. die Thematik über die verschiedensten Verbrechen interessieren. Ich vergebe 3 von 5 Sternen, generell interessant war das Buch, dennoch ist es oft recht kühl geschildert, wie ich finde.

Veröffentlicht am 16.03.2017

"Das war wirklich ein wunderschöner Tag, aber..."

Schluss. Aus. Ende.
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Im Buch erzählen 33 verschiedene Menschen wie sie ihre Beziehung beendet haben bzw. wie sie abserviert wurden.

Ja, ich habe von dieser Art von Büchern ja schon das Buch "Schlechter Sex 3" von Mia Ming ...

Im Buch erzählen 33 verschiedene Menschen wie sie ihre Beziehung beendet haben bzw. wie sie abserviert wurden.

Ja, ich habe von dieser Art von Büchern ja schon das Buch "Schlechter Sex 3" von Mia Ming gelesen. Mit "dieser Art von Büchern" meine ich Erfahrungsberichte bzw. vielmehr -geschichten von verschiedenen Menschen, die zusammengefasst in einem Buch herausgegeben wurden.

Generell war es mal interessant zu lesen, wie manche Menschen mit anderen Menschen, ehemals geliebten Menschen, umgehen. Manche sind da wirklich herzlos, bei anderen merkt man, wie sie vorher überlegen etc., damit sie dem zukünftigen Ex-Partner nicht weh tun, ihn nicht verletzen. Manche Geschichten sind in dieser Hinsicht auch irgendwie immer mal wieder ein wenig amüsant, wobei die Geschichten im Großteil, zumindest empfand ich es so, mich eher emotional berührt haben. Denn das Ende einer Beziehung ist in den wenigsten Fällen - würde ich mal so sagen - ein einvernehmliches Freunde-bleiben.

Insofern bin ich ein wenig zwiegespalten bei diesem Buch. Eigentlich mag ich die Zusammenfassung solcher Geschichten, bei denen man die verschiedensten Menschen (Alter, Herkunft, Beruf, etc.) "kennen lernt" und einen Einblick in deren Privatleben hat, aber irgendwie war dieses Buch nicht so arg unterhaltsam sondern eher ein wenig depremierend. Immerhin waren die Geschichten von der Schreibweise her gut zu lesen, locker-flockig, aber eben mit krassem Inhalt. Dieses Buch muss man auch nicht am Stück lesen, man kann einfach immer mal wieder eine Geschichte lesen, was ja auch ganz ok ist.

Entsprechend bleibe ich hinsichtlich einer Empfehlung unentschlossen und vergebe 3 von 5 Sternen für ein Buch, das mal anders ist als andere Bücher.

Veröffentlicht am 19.01.2017

Da gibt es keinen A-Haar-Effekt… ;)

Haarsträubend!
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Im Buch schildert Till Burgwächter die lustigsten und skurrilsten Geschichten, die es so über Frisuren, Frisörbesuche und alles was damit verbunden ist gibt. Außerdem gibt’s eine kleine nicht ganz ernstzunehmende ...

Im Buch schildert Till Burgwächter die lustigsten und skurrilsten Geschichten, die es so über Frisuren, Frisörbesuche und alles was damit verbunden ist gibt. Außerdem gibt’s eine kleine nicht ganz ernstzunehmende Frisurenkunde sowie Historisches zu lesen.

Ein Buch mit Geschichten aus dem Friseursalon, ja, ich war wirklich gespannt was mich da erwartet. Entsprechend hatte ich wohl direkt so meine eigene Erwartung, die allerdings leider nicht so ganz getroffen wurde. Aber mal langsam.

Eingeteilt ist dieses Buch in die verschiedensten Kapitel, so gibt es zuerst einmal eine kleine alphabetische Einführung in Frisurenkunde, was ich durchaus sehr witzig, aber auch interessant geschrieben fand. Weiter geht es mit Historischem über das Frisierhandwerk, anschließend erfährt man einiges über Kinder oder auch Promis beim Frisör, amüsante Namen der verschiedensten Frisierstuben, über Gerichtsprozesse wegen verkorkster Frisuren, kann sich mit „Zwölf Sätzen, die man beim Frisör niemals sagen sollte“ weiterbilden und schließlich noch etwas nicht ganz ernst zu nehmendes über das jeweilige Sternzeichen und damit verbundene Frisur- bzw. Haartipps etc. lesen.

Die Einteilung gefällt mir gut, größtenteils auch der Schreib- und Sprachstil, der durchaus gut verständlich ist, mir aber manchmal von der Art und Weise nicht so gefallen hat. Manches ist ein bißchen komisch um- bzw. beschrieben, Fachbegriffe oder Fremdwörter gab es nicht großartig, ja. Ich wurde einfach nicht hundertprozentig warm mit dem Stil, es war kein „das Buch aufsaugen“, sondern ein lapidares „immer mal wieder reinlesen“.

Von den Geschichten hatte ich mir ein bißchen mehr erwartet, vielleicht wirkliche Geschichten im Sinne von Kapitel für Kapitel eine lustige, kurze Geschichte – gerne auch mehrere zu einem Thema. Aber so werden halt immer mal kurze Anekdoten im Buch erzählt und das war es dann auch eher schon. Das fand ich ein bißchen schade. Da hatte ich mir mehr Unterhaltung erwartet.

Dennoch war es ein amüsantes Buch, ich habe spannendes über so manche Frisur erfahren, wenngleich man dabei natürlich nicht alles wirklich für bare Münze nehmen darf, was man dem Autor aber auch anmerkt. Für mich war das eine Lektüre, die unterhaltsam war, die ich aber nicht unbedingt am Stück lesen musste, dafür war es einfach nicht spannend gut, nicht überzeugend genug für mich. Entsprechend bin ich hinsichtlich einer Empfehlung unentschlossen und vergebe hier 3 von 5 Sternen.