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Veröffentlicht am 21.06.2021

Eine berührende, wunderschön geschriebene, faszinierende jüdische Familiengeschichte

Viktor
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In Geertjes Familie wird über das Vergangene nicht gesprochen, es wird geschwiegen, verschwiegen und Geertje, ein neunjähriges Mädchen, fühlt dies – laut und heftig! Sie will wissen und beschafft sich ...

In Geertjes Familie wird über das Vergangene nicht gesprochen, es wird geschwiegen, verschwiegen und Geertje, ein neunjähriges Mädchen, fühlt dies – laut und heftig! Sie will wissen und beschafft sich Informationen in einer nahegelegenen Bibliothek über die Gräueltaten, die ihren Verwandten wiederfahren sind. Nur mit einer Person kann sie sprechen, mit Esther, die ebenso zwischen den Bücherregalen sitzt. Hier werden Ahnungen und Gedanken zu Wörtern.
Mit 20 Jahren hält Geertje das Unausgesprochene in der Familie nicht mehr aus. Sie flieht als Judith nach Nimwegen und begibt sich auf die Suche nach ihrer Identität, ihrer Familiengeschichte und nach dem toten Viktor, dem einst so großherzigen, lebenslustigen Bruder des Großvaters.

Judith Fanto gelingt es in ihrem Debütroman den Leser durch ihren feinfühligen, ehrlichen, auch humorvollen und immer eindrücklichen Schreibstil in den Bann zu ziehen. Sie erzählt den Familienroman vor ihrem autobiografischen Hintergrund.
Judith Fanto wechselt ihre Geschichte mithilfe zweier Handlungssträngen ab: das Leben von Geertje und das von Viktor.

Fazit: Ein feinfühliger, manchmal harter, ehrlicher, aber auch humorvoller, interessanter und sehr lesenswerter Roman. Er hat mich sehr berührt und bereichert und klingt stark in mir nach. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter!

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Veröffentlicht am 07.05.2021

Ein schockierender und gleichzeitig faszinierender Roman

Der Verdacht
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„Der Verdacht“ von Audrey Audrain ist 2021 im Penguin Verlag erschienen. Der Roman umfasst in der gebundenen Ausgabe 320 spannungsgeladene Seiten.

„Ich war so enttäuscht, dass sie mein Kind war“ - mit ...

„Der Verdacht“ von Audrey Audrain ist 2021 im Penguin Verlag erschienen. Der Roman umfasst in der gebundenen Ausgabe 320 spannungsgeladene Seiten.

„Ich war so enttäuscht, dass sie mein Kind war“ - mit diesem Satz beschreibt Blythe ihr Gefühl, als sie ihr erstes Baby namens Violet auf die Welt bringt. Blythe ist mit Fox verheiratet und die Geburt von Violet stellt ihre Welt auf den Kopf. Blythe fällt es schwer, eine Bindung zu Violet aufzubauen und ihr gelingt es nicht, sie zu lieben. Dies ist sicherlich auch der Tatsache geschuldet, dass sie selbst eine tiefe Mutter-Kind-Bindung niemals kennen lernen durfte. Blythe macht sich selbst große Vorwürfe, hadert mit sich, ist enttäuscht, zweifelt an sich selbst, ist sehr einsam und wird auch von angstvollen und mörderischen Gedanken getrieben und dabei sollte sie doch eine glückliche und zufriedene junge Mutter sein.
Audrey Audrain nimmt den Leser offen und schonungslos ehrlich mit auf die Reise in die Abgründe von Blythe’s Welt. Die Rolle als junge Mutter wird bis in die tiefsten Tiefen beleuchtet. Dies ist auf der einen Seite faszinierend, auf der anderen Seite aber auch zutiefst schockierend und verstörend. Und ich denke, dass es gerade diese Wechselseitigkeit so fesselnd macht. Ich persönlich bin in einen absoluten Sog des Buches geraten.
Die Sprache von Audrey Audrain im Buch ist kurz und prägnant, teilweise hart und auch dies trägt sicherlich zu der kaum auszuhaltenden Spannung bei.
Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen, aber es ist sicherlich nichts für weiche Gemüter.

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Veröffentlicht am 08.04.2021

Ein nordische angehauchtes Fantasy-Epos der Extra-Klasse - was für ein unglaublich gutes Buch!

Vardari - Eisenwolf (Bd. 1)
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„Vardari - Eisenwolf“ ist der grandiose Auftakt der nordischen Vardari-Reihe von Siri Pettersen.
Es umfasst in der gebundenen Ausgabe 544 Seiten und ist im Arctis Verlag 2021 erschienen.

Siri Pettersen ...

„Vardari - Eisenwolf“ ist der grandiose Auftakt der nordischen Vardari-Reihe von Siri Pettersen.
Es umfasst in der gebundenen Ausgabe 544 Seiten und ist im Arctis Verlag 2021 erschienen.

Siri Pettersen schafft es wieder einmal, eine unfassbar spannende Geschichte in einer fantastischen Welt zu erschaffen. Sie schreibt flüssig, auf jeder Seite absolut spannend, sehr bildhaft und wortgewaltig. Man kann sich fast nicht vom Buch losreißen und ist regelrecht süchtig nach mehr. Siri Pettersens Schreibstil lässt den Leser nicht mehr aus ihren Fängen. Was auf der einen Seite noch felsenfest geglaubt wurde, wird - aus einer neuen Perspektive beleuchtet - plötzlich angezweifelt und zieht den Leser absolut und gekonnt in den Bann. Der Spannungsbogen ist durchgehend hoch und der Handlungsverlauf überrascht immer wieder durch die unvorhersehbaren Wendungen und durch den unfassbaren Ideenreichtum.
Ich habe dieses Buch so sehr geliebt, wie bereits auch schon die Rabenring-Trilogie und hoffe, dass die Fortsetzung bald erscheinen wird.
Meine Erwartungen an das Buch wurden mehr als erfüllt. Über den Inhalt möchte ich gar nicht so viel verraten: Im Mittelpunkt des Buches steht die starke weibliche Protagonistin Juva. Sie ist 19 Jahre alt, stammt aus einer Blutleser-Familie und hat als Kind scheinbar den Teufel gesehen. Dieses Erlebnis hat sie sehr geprägt. Jetzt steckt sie mitten in den Verstrickungen der Seidagilde der Blutleserinnen und den Ewigwährenden, den sogenannten Vardari…

Fazit: Ich kann dieses Buch jedem Fantasy-Fan nur richtig ans Herz legen. Es bietet auf jeder Seite Spannung pur und man möchte es einfach nicht mehr aus der Hand legen.
Für mich ist es ein absolutes Buch-Highlight und ich hoffe sehr, dass es eines Tages verfilmt wird.

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Veröffentlicht am 02.04.2021

Hut ab vor dieser starken Frau! Einblicke in ein buntes Leben vermischt mit einigen Grautönen

Astrid Lindgren. Helle Nächte, dunkler Wald
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In dem Buch „Astrid Lindgren – Helle Nächte, dunkler Wald…“ beschreibt Regina Maria Kaiser in Episoden das Leben der beeindruckenden Astrid Lindgren und verwebt hierbei auch fiktionale Elemente. Die Romanbiografie ...

In dem Buch „Astrid Lindgren – Helle Nächte, dunkler Wald…“ beschreibt Regina Maria Kaiser in Episoden das Leben der beeindruckenden Astrid Lindgren und verwebt hierbei auch fiktionale Elemente. Die Romanbiografie ist 2021 im Südverlag erschienen und umfasst in der gebundenen Ausgabe 304 Seiten. Es ist in vier Teile unterteilt, enthält ein umfangreiches Nachwort und eine übersichtliche Zeittafel.

Die Autorin Regina Maria Kaiser erzählt in ihrem Buch vom bewegten und abenteuerlichen Leben der Astrid Lindgren von Geburt an bis zu ihrem Tod. Astrid Lindgren war eine Frau, die schon in jungen Jahren aus der Masse hervorstach, sich oftmals gegen den Strom stellte und ihr Leben war sicherlich sehr von ihrer schriftstellerischen Arbeit geprägt, von ihrem Ruhm und Erfolg. Es gab aber auch die ruhigen, melancholischen Seiten von ihr, die Regina Maria Kaiser eindrucksvoll schildert und mit denen Astrid Lindgren mal besser und mal schlechter lebte.

Regina Maria Kaiser lässt den Leser teilhaben am Leben der Astrid Lindgren. Das Leben von Astrid Lindgren allein ist schon sehr faszinierend und Regina Maria Kaiser hat wirklich hervorragend recherchiert, ihr gelingt es aber auch gleichzeitig den Leser durch ihren Schreibstil zu faszinieren. Bei mir ist also doppelte Faszination angesagt. Regina Maria Kaisers Stil ist leicht und lebendig, informativ und gleichzeitig unterhaltsam und ich als Leserin wurde regelrecht davon gefesselt und möchte keine einzige Seite im Buch vermissen. Gut gefallen haben mir auch die vielen einzelnen Kapitel, die viele ganz unterschiedliche Einblicke in ihr Leben geben und sehr gut miteinander verknüpft sind. Auch die Zeittafel und das umfangreiche Nachwort haben mich sehr beeindruckt und so konnte ich das vorher Gelesene nochmals genauer einordnen.
Regina Maria Kaiser schreibt mit ganz viel Leidenschaft und unfassbar viel Hintergrundwissen. Einfach toll!
Ich spreche eine unbedingte Leseempfehlung aus.

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Veröffentlicht am 12.03.2021

Sehr berührend, humorvoll und authentisch – empfehlenswert!

Als wir uns die Welt versprachen
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„Als wir uns die Welt versprachen“ von Romina Casagrande umfasst in der gebundenen Ausgabe 480 Seiten.

Die Autorin Romina Casagrande erzählt in ihrem Buch auf sehr berührende Art und Weise die Geschichte ...

„Als wir uns die Welt versprachen“ von Romina Casagrande umfasst in der gebundenen Ausgabe 480 Seiten.

Die Autorin Romina Casagrande erzählt in ihrem Buch auf sehr berührende Art und Weise die Geschichte der Südtirolerin Edna, die sich auf den Weg zu ihrem Kinderfreund Jacob macht, um eine alte Schuld zu begleichen. Als kleine und aus ärmlichen Bedingungen stammende Kinder wurden beide als sogenannte „Schwabenkinder“ über die Alpen nach Oberschwaben gebracht.
Zwischen den beiden Kindern entwickelte sich über viele Jahre fernab der Heimat eine wichtige Freundschaft. Sie haben zusammen ihre Flucht geplant, aber nur einem Kind gelang sie.
In hohem Alter entdeckt Edna ein Lebenszeichen ihres Freundes in einer deutschen Zeitung und beschließt diesen aufzusuchen. Sie geht den Reiseweg noch einmal zurück und macht dabei die unterschiedlichsten Begegnungen.

Romina Casagrande schafft es das sehr wichtige und erschreckende Thema der „Schwabenkinder“ gekonnt anzugehen. Ihr Buch lässt sich trotz des „harten“ Themas sehr flüssig, humorvoll und dabei so authentisch und auch spannend lesen und ich konnte mich sehr gut in die fein ausgearbeiteten Charaktere der Geschichte einfühlen.
Man begibt sich als Leser gemeinsam mit Edna und ihrem Papagei auf eine sehr naturverbundene und waghalsige Reise, durchlebt ihre Vergangenheit, erlebt teilweise skurrile Begegnungen in der Gegenwart und hofft und freut sich dabei gleichzeitig so sehr auf ein gelungenes Wiedersehen mit Jacob und das Begleichen der alten „Schuld“.

Ich spreche eine absolute Leseempfehlung für dieses Buch aus, das bei jedem Leser sicherlich lange nachwirken wird. Mich hat es sehr berührt.

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