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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.08.2021

Rasanter Thriller mit etlichen Wendungen

Die Stille des Bösen
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Prinzesschnvor ein paar Sekunden
Er kommt, um sie zu holen. Ein Schulausflug, auf dem mehrere Mädchen spurlos verschwinden. Wiederholt sich die Tragödie von 1985?

Die Geschichte wird aus den unterschiedlichen ...


Prinzesschnvor ein paar Sekunden
Er kommt, um sie zu holen. Ein Schulausflug, auf dem mehrere Mädchen spurlos verschwinden. Wiederholt sich die Tragödie von 1985?

Die Geschichte wird aus den unterschiedlichen Blickwinkeln einzelner Charaktere erzählt. Der Leser wird so in die Gefühls- und Gedankenwelt jedes Einzelnen entführt und erfährt aus erster Hand, was den Charakteren im Kopf umgeht.

Jeder einzelne Charakter wurde mit der Zeit immer runder und anfassbarer, was mir wirklich sehr gut gefallen hat. Ich baute Beziehungen auf, stieß Charaktere wieder von mir, entwickelte Sympathien, die sich zu Antisympathien umformten, empfand Mitleid und wurde versöhnt.

Der Schreibstil ist angenehm und erzeugt von der ersten bis zur letzten Seite eine dunkle und bedrohliche Atmosphäre. Selbst bevor das eigentliche Unheil passierte, spürt man die Beklemmung zwischen jeder einzelnen Zeile mitschwingen und wartet nur auf den nächsten Knall.

Das war der erste Thriller, bei dem ich wirklich komplett im Dunkeln getapst bin. Ich war so ratlos, dass ich noch nicht mal Vermutungen aufstellen konnte, die ich länger als 3 Seiten hätte aufrecht erhalten können. Wahnsinn.

Ein rasanter Thriller mit etlichen Wendungen, bei dem Knall auf Fall die Ereignisse aneinandergereiht werden. Ich muss zugeben, dass mich die Geschichte manches Mal leider abgehängt hat. Die verschiedenen Begebenheiten, die vielen beteiligten Personen und all die Themen hängten mich hin und wieder leider einfach ab. Nichts desto trotz hatte ich ein paar spannende Lesestunden, die mich manches Mal vom Einschlafen abhielten.

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Veröffentlicht am 12.08.2021

Kindliche Naivität, verpackt in sympathischer Story

Liebe Rock
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Timm will Schriftsteller werden. Noch besteht sein „Manuskript” aus zusammenhangslosen Gedanken, dennoch scheint sein Wunsch allgegenwärtig. Um aus seinem Kinderzimmer zu entkommen, bezieht er kurzerhand ...

Timm will Schriftsteller werden. Noch besteht sein „Manuskript” aus zusammenhangslosen Gedanken, dennoch scheint sein Wunsch allgegenwärtig. Um aus seinem Kinderzimmer zu entkommen, bezieht er kurzerhand die Rumpelkammer von Marc und Rock.



Die Erzählstil ist eigenwillig, aber mal etwas, das einem nicht jeden Tag begegnet. Die Geschichte wird aus Timms Sicht erzählt, in Form von einzelnen Briefen, daher liest sich die Geschichte wie ein schwungvoller Abschiedsbrief, in dessen Mittelpunkt die Kellnerin und Timms Angebetete Rock steht.

Besonders gut gefallen hat mir, dass der erste Brief bei 100 anfing & der letzte bei 0 endete. Der Countdown verlieh der Handlung eine gewisse Spannung, die ich positiv aufgenommen habe.



Timm ist auf den ersten Blick nicht unbedingt ein Charakter, zu dem man Sympathie oder Empathie entwickelt. Er ist überdurchschnittlich naiv, lügt, stiehlt und betrügt. Aber die gleiche Naivität, die einen hin und wieder zum Kochen und zum Augenrollen brachte, macht es dem Leser so gut wie unmöglich, sich einer gewissen positiven Bindung zu ihm zu entziehen.



Die Geschichte hat mir ein paar kurzweilige Lesestunden beschert, die mich sehr gut unterhalten haben. Auch wenn mich Timms Verhalten immer wieder darin bestätigt, dass es eine gute Entscheidung war, nie in einer WG zu leben, hatte ich wirklich eine gute Zeit.

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Veröffentlicht am 15.03.2021

Kurzweiliger Roman für Ordnungsliebende

Hüte deine Zunge
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Mit ihrer Freundin Becca hat Emily einen professionellen Entrümpler-Service gegründet, um Menschen beim Ordnunghalten und Aussortieren ihres Hab und Guts unter die Arme zu greifen. Als Emily eines Tages ...

Mit ihrer Freundin Becca hat Emily einen professionellen Entrümpler-Service gegründet, um Menschen beim Ordnunghalten und Aussortieren ihres Hab und Guts unter die Arme zu greifen. Als Emily eines Tages zu einer Lagerbesichtigung fährt, ist sie sich nicht bewusst, dass hier nicht nur Gegenstände zu finden sein werden ...

Ich bin sehr gut in die Geschichte gestartet, was ich nicht zuletzt dem eingängigen Schreibstil zuschreibe. Er ist locker, leicht, authentisch und liest sich ohne viel Geschnörkel oder holprige Ausführungen.

Die Charaktere sind zwar nicht alle sehr rund, aber das brauchte es für mich auch nicht. Ich erhielt alle wichtigen Infos, lernte die verschiedenen Charaktere kennen und hab genau so viele Einblicke erhalten wie nötig.
Einzig Frank war für mich ein wenig undurchsichtig. Er war sehr sprunghaft und inkonsistent, was ich aber im Nachhinein dem Verlauf der Geschichte zuordne.

Somit war die Geschichte für mich in sich schlüssig und wenig konstruiert.

Das Thema hat mich einfach perfekt angesprochen. Ich hab wirklich gern zusammen mit Emily ausgemistet und neu sortiert. Für einen, auf dem Cover angekündigten, Roman fand ich die Geschichte ausreichend und unterhaltsam.
Im Klappentext wird jedoch mit der Bezeichnung "Thriller" geworben, was dem Genre auf keinem Fall gerecht wird.
Am besten sollte man den Klappentext komplett außer Acht lassen, weil er viel zu viel vorweg nimmt.

Ansonsten aber ein solider und kurzweiliger Roman, der mir ein paar schöne Lesestunden beschert hat.

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Veröffentlicht am 15.02.2021

Bedrückende Stimmung

Hinter diesen Türen
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Rowan Caine lässt ihr altes Leben hinter sich und nimmt einen neuen Job als Nanny an. Ein perfekt wirkender Job, in einer perfekt zu scheinenden Familie. Die Bezahlung ist überdurchschnittlich, Kost und ...

Rowan Caine lässt ihr altes Leben hinter sich und nimmt einen neuen Job als Nanny an. Ein perfekt wirkender Job, in einer perfekt zu scheinenden Familie. Die Bezahlung ist überdurchschnittlich, Kost und Logis werden übernommen, die Anzahl der Kinder überschaubar und das Anwesen ein modernes Smart Home. Doch kaum ist sie auf dem Anwesen, passieren merkwürdige Dinge.

Die Geschichte wird aus Sicht des Kindermädchens Rowan erzählt, weswegen der Leser nur über genauso viel Wissen verfügt wie sie selbst.
Der Einstieg in das Buch fiel mir leicht, da der Schreibstil flüssig von der Hand geht. Auf ausschmückende Beschreibungen und unnötige Füllwörter wird verzichtet, sodass man sich voll und ganz auf die Geschichte konzentrieren kann.

Die Charaktere sind für mich nicht alle ganz rund gezeichnet, aber wahrscheinlich brauchte es das auch gar nicht. Über die Protagonistin erfährt man von Seite zu Seite mehr Hintergründe und lernt ihre Gedanken kennen, was ein großes Bild ermöglicht.
Die übrigen Charaktere bleiben leider sehr blass, obwohl es durchaus zum Verstehen der Figuren beigetragen hätte. Sandra scheint in der direkten Begegnung eine nette Frau zu sein, dennoch lernt man auch eine andere Seite von ihr kennen. Ebenso ihr Ehemann Bill bleibt ziemlich eindimensional zurück, wobei es um ihn gar nicht so schade ist.
Selbst die Kinder, mit denen sich Rowan jeden Tag umgibt, bleiben sehr platt. Man ahnt zwar, was in ihnen steckt, jedoch wird man nie ganz mitgenommen.

Die Geschichte an sich ist sehr atmosphärisch. Der Spannungsbogen war zwar nicht ununterbrochen gespannt, jedoch hielten mich der eine oder andere Cliffhanger oftmals davon ab, das Buch einfach aus der Hand zu legen. Ebenso ist die Stimmung zwischen den Zeilen gefühlt immer sehr bedrückend und mitreißend.

Das Ende war für mich ein wenig zu schnell abgehandelt. Wenn man es genau betrachtet, dient eine einzige Seite der Auflösung, was für mich doch ein wenig dürftig ausfiel. Immerhin arbeitet das ganze Buch auf diesen einen Zeitpunkt hin.

Ansonsten aber ein atmosphärischer und solider Thriller, der mir ein paar bedrückende Lesestunden bescherte.

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Veröffentlicht am 01.02.2021

Atmosphärisch und düster

Die treue Freundin
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Als Zwölfjährige wurden Rain Winter, ihre Freundin Tess und ihr gemeinsamer Freund Hank Opfer einer Entführung. Rain konnte sich in letzter Sekunde verstecken, die beiden anderen Kinder wurden von ihrem ...

Als Zwölfjährige wurden Rain Winter, ihre Freundin Tess und ihr gemeinsamer Freund Hank Opfer einer Entführung. Rain konnte sich in letzter Sekunde verstecken, die beiden anderen Kinder wurden von ihrem grausamen Entführer verschleppt. Jahre später wird der Entführer selbst Opfer eines kaltblütigen Mordes.
Rain ist inzwischen erwachsen geworden, arbeitet als Journalistin und stößt auf einen rätselhaften Fall, der unübersehbare Parallelen zum Mord an ihrem damaligen Peiniger aufweist – und auf einmal ist sie wieder mittendrin.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir wirklich sehr schwer. Ich kann nicht genau ausmachen, an was es lag, aber ich brauchte eine sehr lange Zeit, bis mir die Charaktere sympathisch wurden und ich mich auf die Geschichte einlassen konnte.

Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven auf unterschiedlichen Zeitachsen beschrieben. Es fiel mir nicht immer leicht, den Erzähler und die Zeitsprünge auseinanderzuhalten, da sie auch oftmals innerhalb eines Kapitels passierten und nahtlos ineinander übergingen. Auch bis zum Ende fiel es mir schwer, die Zeitachsen auseinander zuhalten. Vielleicht war es aber auch beabsichtigt, die Erinnerungen immer mehr in die Gegenwart einfließen zu lassen und es diente als Stilmittel.

Die Hintergründe der Protagonisten deckten sich von Erinnerung zu Erinnerung immer weiter auf. Ich konnte Empathie entwickeln, einzelne Handlungen und Reaktionen besser verstehen.
Lediglich die Romantisierung der Ehe von Rain und Greg fand ich ein wenig schwierig. Es war ständig die Rede davon, dass er so ein guter Mann sei, letztendlich machte er ihr aber ständig Vorwürfe, kontrollierte sie und ließ ihr wenig Freiraum. Es wurde aber immer nur davon gesprochen, dass Rain sich glücklich schätzen könnte, solch einen liebenden Ehemann zu haben. In meinen Augen ein sehr beängstigendes Bild.

Auch wenn man schon ziemlich früh weiß, wer für die Morde verantwortlich ist, warten immer noch einige Überraschungen auf den Leser, die man so nicht erwartet hätte.

Die Stimmung ist durchweg düster und liegt sehr schwer auf einem. Man muss sich wirklich auf die Geschichte einlassen, um mitgerissen zu werden.

Sicherlich kein Thriller für jedermann, aber in meinen Augen ist er so atmosphärisch, dass es sich lohnt, ihn zu lesen.

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