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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.04.2020

Romantasy mit überraschendem Twist

Gods of Ivy Hall, Band 1: Cursed Kiss
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Inhalt:
Erin ist, um sich zu rächen und ihre Schwester zu beschützen, einen Pakt mit Hades eingegangen. Sie muss ihm als Rachegöttin dienen und jede Woche einem Mann durch einen Kuss die Seele rauben. ...

Inhalt:
Erin ist, um sich zu rächen und ihre Schwester zu beschützen, einen Pakt mit Hades eingegangen. Sie muss ihm als Rachegöttin dienen und jede Woche einem Mann durch einen Kuss die Seele rauben. Als sie auf Arden trifft, wird ihr Vorsatz, sich niemals zu verlieben, auf eine harte Probe gestellt...

Charaktere:
Erin wirkt gleichzeitig stark und verletzlich. Sie ist schlagfertig, selbstlos und entwickelt sich im Verlauf der Geschichte weiter. Ich mag ihre Prinzipien sehr und kann mich gut mit ihr identifizieren.
Arden ist herzensgut und für alle, die nicht auf Bad Boys abfahren, der Bookboyfriend schlechthin. Er war die ganze Zeit kaum greifbar für mich und ich habe am Ende endlich verstanden, weshalb das so gewesen ist.

Schreibstil:
Der Schreibstil ist sehr flüssig, humorvoll und einfach angenehm. Es wird abwechselnd aus Erins und Ardens Perspektiven erzählt, wodurch man die Gedankengänge beider nachvollziehen kann.

Fazit:
„Cursed Kiss“ ist der großartige Auftakt einer Romantasy Dilogie. Der Anfang ist spannend und fesselnd, den Hauptteil finde ich leider stellenweise langatmig, u.a. durch die Wiederholungen von Erins Gedanken, aber Richtung Ende ist es sehr spannend und richtig, richtig gut geworden. Vor allem die überraschende Wende hat mich wirklich fertig gemacht und mir ein wenig das Herz gebrochen. Auch der Anteil griechischer Mythologie hat mir sehr gefallen.

Wenn ihr „Cursed Kiss“ lest und nicht zu denjenigen gehört, die sofort süchtig danach sind, lest es trotzdem zu Ende...es wird sich lohnen!

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Veröffentlicht am 28.06.2021

Originelle Idee mit Schwächen

Partem. Wie die Liebe so kalt
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Das Cover ist düster und wirkt kühl. Es passt perfekt zum Titel. Der Prolog fängt unfassbar spannend an und wirft viele Fragen auf. Man ist direkt mitten im Geschehen, was mir persönlich lieber ist als ...

Das Cover ist düster und wirkt kühl. Es passt perfekt zum Titel. Der Prolog fängt unfassbar spannend an und wirft viele Fragen auf. Man ist direkt mitten im Geschehen, was mir persönlich lieber ist als ausführliche Erklärungen.

Xenia war mir auf Anhieb sympathisch. Sie ist eher zurückgezogen und introvertiert. Xenia hört Geräusche sobald sie andere Menschen berührt, weshalb sie sich nach Stille sehnt. Stille, die sie nur bei Jaels Berührung findet.

Jael wirkt creepy, kalt und gefühllos. Er entleert Menschen, indem er die Liebe aus ihnen zapft. Jael ist nicht der einzige Entleerer, der für den Partem arbeitet.

Felix, Xenias bester Freund, ist herzensgut und sehr sympathisch. Chrystal ist abgebrüht, generell distanziert und sehr geheimnisvoll. Auch sie arbeitet wie Jael für den Partem, aber hinter ihr scheint mehr zu stecken.

Ich finde die ganze Idee über den Partem originell und sehr interessant. Das habe ich noch in keiner Geschichte gelesen. Aber die Umsetzung gefällt mir nicht so wirklich. Das Konzept wird nur sehr oberflächlich angeschnitten. Ich weiß über den Partem und die Tätigkeiten fast so viel wie am Anfang. Aber ich hoffe, dass im zweiten Teil mehr Details folgen. Die Geschichte war nie langweilig, aber auch nicht wirklich spannend. Der spannendste Teil war der Anfang. Es war generell eher das übliche Teenie Drama als spannendes Fantasy, aber ich bin mir sicher, dass der zweite Teil spannender und actionreicher wird.

Obwohl ich die Protagonisten mag und die Geschichte aus den Perspektiven aller vier Hauptprotagonisten erzählt wird, bleibt man auch hier eher an der Oberfläche. Das Ende würde ich schon als Cliffhanger bezeichnen, es endet sehr abrupt, auch wenn ich nicht das Bedürfnis habe sofort weiter zu lesen.

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Veröffentlicht am 09.08.2022

Magisch & verwirrend

A Song of Wraiths and Ruin. Die Spiele von Solstasia
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Zwei Jugendliche, die dazu bestimmt sind, sich gegenseitig zu vernichten, sind gefangen in Intrigen und Magie.

Karina ist die Kronprinzessin von Ziran. Als ihre Mutter, die Sultanin, stirbt, beschließt ...

Zwei Jugendliche, die dazu bestimmt sind, sich gegenseitig zu vernichten, sind gefangen in Intrigen und Magie.

Karina ist die Kronprinzessin von Ziran. Als ihre Mutter, die Sultanin, stirbt, beschließt Karina, sie wieder zu erwecken. Dafür benötigt sie im wörtlichen Sinne das Herz eines Königs.
Malik flüchtet aus Eshra, wo seine Familie unterdrückt wird. Das Fest von Solstasia, ein riesiges Fest, das alle 50 Jahre stattfindet, ist seine Chance, um sich mit seinen zwei Schwestern ein neues Leben aufzubauen. Aber als ein böser Geist seine kleine Schwester gefangen nimmt, verlangt dieser als Preis, dass Malik Prinzessin Karina umbringt. Malik ist mir mit seinen Tagträumereien und seinen Panikattacken sehr sympathisch. Ich kann mich in beides gut hineinversetzen. Die Geschichte zu Solstasia mit den sieben  Champions und Schutzgottheiten fand ich interessant.

Der Klappentext klang für mich unfassbar spannend und ich habe mich sowohl in das Cover als auch in den Farbschnitt verliebt. Dementsprechend hoch waren auch meine Erwartungen. Vor allem habe ich mich sehr gefreut, weil die Geschichte von westafrikanischer Folklore inspiriert sein soll. Das finde ich auch immer noch toll, allerdings gefällt mir leider die Umsetzung nicht. Ich war unfassbar gespannt und neugierig auf die Themen wie Antirassismus, Queerness und psychische Gesundheit, die vorkommen sollten... und eben auf westafrikanische Folklore generell, aber leider hat die anfängliche Neugier mit jedem gelesenen Kapitel nachgelassen.

Das Worldbuilding ist komplex und detailliert geplant. Dadurch nimmt es in der Geschichte auch sehr viel Platz ein. Die erste Hälfte des Buches handelt fast nur darüber. Dadurch wird der Fluss der Story leider gehemmt und es kommt einfach keine Spannung auf. Der Schreibstil ist zwar bildhaft, aber auch sehr ausschweifend, was in diesem Fall die Geschichte noch zusätzlich in die Länge gezogen hat. Aber ich muss gestehen, dass ich irgendwann den roten Faden verloren habe und leider nie wirklich in die Geschichte rein gekommen bin. Es wurde zunehmend verwirrend, auch die Protagonisten waren sehr verwirrt. Sie haben sich charakterlich immer wieder verändert, kamen von einer Situation in die nächste und am Ende konnte ich ihre Handlungen überhaupt nicht mehr nachvollziehen. Letztendlich war ich froh, als ich am Ende war und das Buch endlich zuklappen konnte. Obwohl am Ende endlich Spannung aufkam, hat das eindeutig nicht gereicht, um meine Neugier auf den zweiten Band zu wecken.

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Veröffentlicht am 03.05.2021

Eine oberflächliche Story mit Potential

Deluxe Dreams
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Das Cover ist schlicht und edel. Die goldenen Funken verleihen einen glamourösen Touch.
Sadie unternimmt mit ihrem Freund eine Rucksacktour durch Europa. Allerdings lässt er sie im Stich und sie zieht ...

Das Cover ist schlicht und edel. Die goldenen Funken verleihen einen glamourösen Touch.
Sadie unternimmt mit ihrem Freund eine Rucksacktour durch Europa. Allerdings lässt er sie im Stich und sie zieht die Tour alleine durch. Als sie in Frankreich überfallen wird, eilt ein mysteriöser Mann zu ihrer Rettung...

Sadie wirkt sehr sympathisch und auch mutig, so eine Rucksacktour allein durch Europa wäre sicher nicht etwas für jede junge Frau. Olivier ist sehr hilfsbereit, charmant und schleppt ein "großes" Geheimnis mit sich herum.

Die Einleitung hat mich direkt gefesselt und so viele Fragen aufgeworfen, auf die ich unbedingt eine Antwort wollte. Die Leseprobe war also sehr vielversprechend, danach ging es eher bergab. Die Beziehung zwischen Sadie und Oliver ging mir viel zu schnell und wirkte deshalb nicht authentisch. Die Gefühle zwischen ihnen wirkten nicht echt oder kamen zumindest bei mir nicht an. Sie hatten oft und lange Sex, aber das war es dann auch schon. Die Beziehung ist leider oberflächlich. Ich hätte mir zwischen ihnen mehr Tiefe gewünscht. 

Die einzige Sache, die dieser Geschichte mehr Tiefe hätte bringen können - die Sache über Oliviers Familie - wurde leider sehr oberflächlich behandelt. Das finde ich total schade, weil der Anfang so vielversprechend war und die Geschichte Potential hatte.

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Veröffentlicht am 19.03.2021

Originelle Idee

Hush (Band 1) - Verbotene Worte
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Ich mag das Cover sehr, obwohl ich eigentlich kein Fan von Personen auf Covern bin. Es ist magisch und verändert sich je nach Lichteinfall. Die Karte am Anfang ist toll. Ich liebe Landkarten in Büchern. ...

Ich mag das Cover sehr, obwohl ich eigentlich kein Fan von Personen auf Covern bin. Es ist magisch und verändert sich je nach Lichteinfall. Die Karte am Anfang ist toll. Ich liebe Landkarten in Büchern. Die Ranken an den Kapitelanfängen sehen auch hübsch aus.

Shae lebt in einer Welt, in der Worte gefürchtet werden. Man glaubt, dass verbotene Worte die Pandemie wieder aufleben lassen können. Seit ihr Bruder an der Krankheit gestorben ist, werden sie und ihre Familie diskriminiert. Als eines Tages ihre Mutter stirbt - Shae glaubt fest, dass sie ermordet wurde - begibt sie sich auf eine Reise, um ihren Tod aufzuklären. "Mord" ist übrigens eines der verbotenen Worte.

Shae ist mutig, aber auch sehr naiv. Leider konnte ich bis zum Ende keine Verbindung zu Shae - geschweige denn zu anderen Protagonisten - aufbauen.

Die Idee mit der Krankheit "der blaue Tod", die sich über Tinte und Worte verbreitet, ist wahnsinnig originell und interessant! Das war neben der angepriesenen Themen wie "Me too", "Fake News" und "Feminismus" auch mein Hauptgrund, das Buch zu lesen.

Der Einstieg war spannend und sehr vielversprechend, aber ab da ging es leider eher bergab. Man hätte definitiv mehr aus dem Plot rausholen können. Der mittlere Teil hat sich sehr gezogen und dann gab es ein Wischiwaschi aus Realität und Illusion, das richtig gut hätte sein können, mir persönlich aber nicht gefallen hat. Mir hat generell die Spannung gefehlt. Außerdem habe ich zumindest eine kleine Liebesgeschichte erwartet, die es so aber nicht gab.

Ich habe auch kaum einen Zusammenhang zum Metoo Thema gesehen, auf das ich gespannt war. Feminismus generell vielleicht eher, wobei auch darauf nicht näher eingegangen wird. Es herrscht in der Geschichte ein altertümliches Frauenbild, aber wirklich kritisiert wird es nicht, was schade ist.

Alles in einem eine Geschichte, die sehr viel Potential hat, das leider verschenkt wurde. Sie ist aber trotzdem gut lesbar, da der Schreibstil flüssig ist.

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